Der CDU-Politiker Gordon Schnieder, Bruder des Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder, will nach rund 30 Jahren SPD-Regierung in RheinlandPfalz nach der Wahl am 22. März die Staatskanzlei übernehmen. Wir sprechen mit ihm über die verkehrspolitischen Herausforderungen, das Deutschlandticket und Chinabusse.
NahverkehrsPraxis: Herr Schnieder, welchen persönlichen Bezug haben Sie zum Thema ÖPNV, außer Ihrem Bruder in Berlin, der dort seit einem Jahr Verkehrsminister ist?
Gordon Schnieder: Ich bin gewissermaßen mit dem ÖPNV groß geworden. Ich komme aus einem kleinen Dorf in der Vulkaneifel mit eigenem Bahnanschluss; schon durch die Fahrten zur Schule prägt das natürlich. Seit 2004 bin ich Mitglied des Kreistages und auch eine Periode lang im Verbandsausschuss des Zweckverbandes Verkehrsverbund Region Trier. In diesen Funktionen wird einem schnell bewusst, wie schwierig die Situation in ländlich geprägten Regionen mit viel kleinteiliger Dorfstruktur ist.
NahverkehrsPraxis: Wie sehen Sie die aktuelle Situation des ÖPNV in RLP und worauf führen Sie diese zurück?
Gordon Schnieder: Die Mobilität ist gerade in den ländlichen Räumen sehr wichtig. In der Hälfte aller Kommunen in RheinlandPfalz findet nach 22:00 Uhr kein ÖPNV mehr statt. Und wenn man ausschließlich auf den ÖPNV angewiesen ist, dauert eine Reise schnell mal einen ganzen Tag. Wir haben unterschiedliche Situationen in Rheinland-Pfalz: In den Oberzentren funktioniert der ÖPNV sehr gut und ist attraktiv für die Menschen. In vielen kleinen Gemeinden fährt dreimal am Tag ein Bus durch die Ortschaft, in dem niemand sitzt, außer dem, der lenkt. Wir können das Thema nicht nur aus einer Richtung angehen und müssen viel mehr investieren.
Das gesamte Interview finden Sie in der neuen Ausgabe der NahverkehrsPraxis: 01-02/2026.









