Der eigentliche Star sitzt im Kofferraum: Eine Testfahrt mit dem KIRA-Shuttle in Darmstadt

Das Kürzel KIRA steht für „KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehre“ und ist nach eigenen Angaben der erste On-Demand-Erprobungsverkehr in Deutschland, der autonomes Fahren auf Level 4 mit Passagieren für den ÖPNV testet – im Unterschied zum Robo-Taxi. Kurz vor Ende der ersten Projektphase im Dezember 2025 sind wir zugestiegen und haben uns das Projekt genauer angeschaut.

Für ein selbstfahrendes Auto ist unser chinesisches NIO SUV heute ganz schön voll, als wir am Bahnhof in Darmstadt zur Testfahrt aufbrechen. Da sind zuerst einmal Sicherheitsfahrer und ehemaliger Opel-Testfahrer Adam Fowler und sein Kollege und Safety-Operator Benjamin, der mit Keyboard-Tastatur auf dem Beifahrersitz Platz genommen hat. Ich sitze hinten blickgünstig in der Mitte, umrahmt von Pressesprecherin Lioba Sixel und Projektleiter Thorsten Möginger (siehe auch das Interview auf S. 40 der NahverkehrsPraxis 04/2026). Der eigentliche Star des Tages – die erste Generation des „Selbstfahrsystems (SDS)“ vom israelischen Autonom Pionier Mobileye (der mit VW-Tochter Moia schon seine zweite Generation erprobt) – versteckt sich größtenteils im Kofferraum. Dieser ist mit Hochleistungs-Prozessoren und den beiden 15 Terabyte-Festplatten, die die Betriebsdaten minutiös aufzeichnen, gut gefüllt. Dazu kommen die Sensor-Tentakel des SDS 1.0. Sie sind über das Fahrzeug verteilt und am auffälligsten an einem haifischartigen Aufbau auf dem Dach zu erkennen: sechs Radarsensoren, neun Lidarsensoren und nochmal zusätzlich 14 Kameras. Die Fusion diverser Sensordaten hat sich – außer beim US Hersteller Tesla – als Standard in der Branche herausgeschält. NIO selbst ist nicht beteiligt, das SDS ist auf die Fahrzeugelektrik quasi aufgepfropft.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der neuen Ausgabe der NahverkehrsPraxis: 04/2026.

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