Zu durchschnittlich 22 % waren im Jahr 2017 die Plätze der Fahrzeuge im gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ausgelastet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Auslastung für Eisenbahnen und S-Bahnen bei 26 %, für Straßenbahnen (einschließlich Stadt- und U-Bahnen) bei 18 % und für Linienbusse bei 20 %. Diese Anteile sind seit Jahren relativ konstant.
Der Auslastungsgrad der Sitz- und Stehplätze errechnet sich aus der Relation der tatsächlichen Beförderungsleistung (110 Milliarden Personenkilometer) zum möglichen Beförderungsangebot (496 Milliarden Platzkilometer).
Die Fahrgastbesetzung der Verkehrsmittel im ÖPNV kann dabei je Fahrt stark vom Mittelwert abweichen. Sie ist beispielsweise sowohl abhängig von Tageszeiten (Rushhour, Schülerverkehr) und Wochentagen als auch davon, ob die Fahrten in Ballungsräumen oder in ländlichen Gebieten stattfinden.
Die Zahlen für 2018 stehen noch aus.
Quelle: destatis
Henrik Behrens neuer Geschäftsführer Bus der Transdev GmbH
Der Aufsichtsrat der
Transdev GmbH
hat in seiner Sitzung am 22. März 2019 einstimmig Änderungen in der Führungsebene des Unternehmens beschlossen.
Henrik Behrens
, zugleich Vorsitzender der Geschäftsführenden Direktoren der Transdev SE & Co. KG sowie Group Chief Development Officer der Transdev Group SA, wurde zum neuen
Geschäftsführer für den Geschäftsbereich Bus
berufen. Er ergänzt damit das Führungsteam der Transdev GmbH mit Dr. Tobias Heinemann (Sprecher der Geschäftsführung), Susanne Greinert (Personal & Soziales) und Younès Rouissi (Finanzen).
Quelle: Transdev GmbH
UITP öffnet Verbindungsbüro in Karlsruhe
Der Öffentliche Verkehr ist ein nicht wegzudenkender Baustein für jedes moderne Mobilitätskonzept und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die
Region Karlsruhe
verfügt in diesem Feld über weltweit anerkanntes Know-how. Das ist Grund dafür, dass der
Weltverband für öffentliches Verkehrswesen UITP
hier sein Netzwerk weiter ausbaut. Eine
neue Kooperation, die sogenannte UITP-Karlsruhe Mobility Innovation Partnership
, wurde jetzt mit der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) besiegelt. Sie wird dabei von regionalen Mobilitätsexperten wie der PTV Group unterstützt.
Weitere Gründungsmitglieder des neuen UITP-Verbindungsbüros sind der Karlsruher Verkehrsverbund KVV mit seinen Verkehrsbetrieben AVG und VBK, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), FZI Forschungszentrum Informatik, INIT AG, die Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft (HsKA), die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) sowie die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe.
Quelle: PTV Planung Transport Verkehr AG
Einigung in den BVG-Tarifverhandlungen
Nach zum Teil sehr schwierigen
Tarifverhandlungen
für die rund 14.400 Beschäftigten der
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der BT Berlin Transport GmbH
ist am heutigen Freitag (5.4.2019)
der Durchbruch gelungen.
Mit dem Abschluss wird die Bezahlung der unter den Geltungsbereich des TV-N Berlin fallenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich verbessert.
Der Abschluss ist ein Gesamtpaket aus Manteltarifvertrag, der die Arbeitsbedingungen regelt, Entgeltordnung, die die Einordnung der Tätigkeiten in die einzelnen Entgeltgruppen umfasst, und Entgelttarifvertrag, der die Bezahlung selbst regelt. Das Gesamtvolumen mit rund 50 Einzelpositionen beläuft sich auf 102 Millionen Euro pro Jahr ab Januar 2019.
Der Abschluss sieht u. a. Folgendes vor:
– Rückwirkend zum 1. Januar 2019 erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BVG-Konzerns Einkommenssteigerungen von 8 %, mindestens aber 350 Euro pro Monat.
– Die Weihnachtszuwendung wird für alle Beschäftigten um 200 Euro auf 1.600 Euro erhöht und auch schon im ersten Jahr der Beschäftigung, dann entsprechend anteilig, gewährt.
– Weitere Verbesserungen umfassen beispielsweise die Einordnung zahlreicher Tätigkeiten in höhere Entgeltgruppen und die Einführung bzw. Anhebung von Zulagen, was in vielen Fällen zu weiteren Entgeltsteigerungen führt.
– Der Manteltarifvertrag läuft bis zum 30. Juni 2020.
– Für die Entgeltordnung, die die Einordnung der Tätigkeiten in die Entgeltgruppen regelt, wurde eine lange Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023 vereinbart.
Quelle: Berliner Verkehrsbetriebe AöR
Augsburg erweitert Carsharing- Angebot
Die
Stadtwerke Augsburg (swa)
erweitern ihr
Carsharing-Angebot
. Ab sofort stehen
neun Elektroautos in der Innenstadt für ein flexibles, stationsunabhängiges System
zur Verfügung. Während die gut 150 Autos des bisherigen Carsharing-Systems an einer der 64 Stationen ausgeliehen und genau dort wieder abgestellt werden müssen, ist das sogenannte
Free-Floating-System
stationsunabhängig. Wie bei diesen Systemen üblich, dürfen die Autos nur im Augsburger Stadtgebiet abgestellt werden.
Für das zusätzliche System starten die swa mit neun Elektroautos, fünf BMWi3 und vier eGolf. Gebucht wird das Auto spontan über die swa Carsharing-App auf dem Smartphone. Freie Fahrzeuge werden dort in einer Karte angezeigt. Die Buchung erfolgt sofort.
Quelle: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH
Entscheidung zu Lenk- und Ruhezeiten
Der
Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo)
hat am 4. April 2019 mit Unverständnis und deutlicher Kritik auf die
Entscheidung des Europäischen Parlaments zu Änderungen bei den Lenk- und Ruhezeiten der Fahrerinnen und Fahrer
reagiert. Um in einem überaus kontrovers diskutierten Themenfeld zu einem Minimalkompromiss zu kommen, hat eine Mehrheit der Abgeordneten sich heute für Vorschläge ausgesprochen, die
keine Rücksicht auf die Eigenheiten und Bedürfnisse der Menschen im Personenverkehr
nehmen. Stattdessen werden Lippenbekenntnisse und ein Verschieben in die Zukunft geboten. Dies stellt, so der bdo, einen neuerlichen deutlichen Schlag gegen die Busbranche dar, nachdem zuvor bereits eine wirkliche Liberalisierung des europäischen Fernbusmarktes verpasst und stattdessen eine Busmaut gefordert wurde. Diese Fehlentscheidungen überraschen, weil sie mit dem Bus das umweltfreundlichste Verkehrsmittel im Personenfernverkehr belasten, Fahrgäste vergraulen und somit einen Verzicht auf die Pkw-Nutzung konkret verhindern.
Quelle: Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo)
NVR fördert den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen in Brühl
Der
barrierefreie Umbau von Bushaltestellen in Brühl
geht in die Endphase. Von den insgesamt 114 Bushaltestellen im Stadtgebiet, die modernisiert werden sollen, sind die Arbeiten an nahezu 90 Haltestellen bereits abgeschlossen. Die Maßnahme wird seit einigen Jahren über das Investitionsprogramm des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland (NVR) gefördert. Die modernisierten Bushaltestellen verfügen jetzt nicht nur über ein einheitliches Erscheinungsbild, sondern auch über ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte Menschen. Zudem wird durch die Höhenanpassung ein barrierefreier Einstieg in die Busse möglich. Als zentrale verkehrliche Verknüpfungspunkte müssen sie für alle Bürger gut nutzbar sein. Bürgermeister Dieter Freytag betont: „Es wurde eine Systematik und Priorisierung entwickelt, um möglichst kurzfristig einem großen Nutzerkreis die angestrebte Barrierefreiheit zur Verfügung stellen zu können.“ Hintergrund ist, dass das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) vorsieht, dass der Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr bis zum 1. Januar 2022 barrierefrei sein soll.
Quelle: Nahverkehr Rheinland GmbH
Myriam Berg als EVAG-Vorstand bestätigt
Der Aufsichtsrat der
Erfurter Verkehrsbetriebe AG
hat am 3. April 2019
Myriam Berg
für eine
weitere fünfjährige Amtszeit als Vorstand wiederbestellt
. Ihr Vertrag wird somit ab dem 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2024 verlängert. Myriam Berg, 1958 im Erzgebirge geboren, ist seit September 2010 Vorstand der Erfurter Verkehrsbetriebe AG und innerhalb des Stadtwerkekonzerns für das
Kompetenzfeld Mobilität (Stadtbahn und Bus, Parken) verantwortlich
.
Quelle: SWE Stadtwerke Erfurt GmbH
VHH bestellt 16 eCitaro
Die
Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein
haben
16 Einheiten des vollelektrisch angetriebenen Stadtbusses eCitaro
bestellt. Die Omnibusse werden voraussichtlich zum Jahresende 2019 ausgeliefert. Die Metropole Hamburg setzt auf emissionsfreie Stadtbusse, deshalb haben sich die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) für die Beschaffung von 16 Mercedes-Benz eCitaro entschieden. Sie zeichnen sich durch mehrere Besonderheiten aus. So verfügen die Omnibusse erstmals über die neue Maximalbestückung des eCitaro mit zwölf Batteriepaketen und einer beachtlichen Gesamtkapazität von 292 kWh. Daraus resultiert eine große Reichweite selbst unter erschwerten Bedingungen in Hochsommer und Winter von rund 170 Kilometern nach SORT2 ohne Nachladung auf der Strecke. Unter Idealbedingungen beläuft sich die Reichweite sogar auf etwa 280 Kilometer.
Quelle: Daimler AG
Vestische testet innovative Antriebstechnologie
Er ist ein Vorreiter in Sachen Elektromobilität – der
neue E-Bus der Vestischen
. Ab April wird er
in Bottrop auf den Linien 262 und 261 unterwegs
sein und in der InnovationCity einen nachhaltigen Beitrag zur Reduktion der lokalen Abgasemissionen in der morgendlichen Verkehrsspitze leisten. Elektrobusse fahren vor Ort abgasfrei und geräuscharm.
Auch äußerlich unterscheidet sich der E-Bus mit seinem blau-weißen Design deutlich von den Standardfahrzeugen der Vestischen. Innen bietet er Raum für insgesamt 76 Fahrgäste. Große Fensterpartien, zwei Sondernutzungsflächen und die moderne Farbgestaltung vermitteln ein großzügiges Raumgefühl. Der Geräuschpegel ist sehr niedrig, es sind keine Motorschwingungen spürbar, und auch das Beschleunigen und Bremsen verursachen keine Erschütterungen.
Das vom Hersteller VDL Bus & Coach in Belgien produzierte Fahrzeug verfügt über eine Batteriekapazität von 127 kWh. Eine Batterie-Ladung reicht abhängig von der Nutzung von Heizung, Klimaanlage und Lüftung für eine Laufleistung von ca. 60 km bis 70 km. Dann muss der Bus wieder an einer Ladestation Energie tanken.
Weil sich die Fertigstellung einer neuen Ladestation für das Schnellladeverfahren in Oberhausen-Sterkrade verzögert, wird der E-Bus zunächst nicht wie geplant auf der Linie 979 rollen. „Um eine kurze Ladedauer erreichen zu können, benötigt man für einen Batteriebus eine hohe Ladeleistung“, beschreibt Geschäftsführer Martin Schmidt die Voraussetzungen für den Betrieb der Elektrobuslinie. In Oberhausen soll die vorhandene Infrastruktur mit Gleichstromversorgung direkt aus dem Kraftwerk der EVO benutzt werden, um die Batterien der Busse aufzuladen. Bis zur Inbetriebnahme der benötigten Infrastruktur, wird der Ladevorgang vorerst an der mobilen Ladestation auf dem Bottroper Betriebshof erfolgen. Hier beträgt die Ladezeit bis zu vier Stunden.
„Wir wollen aber bereits jetzt praktische Erfahrungen sammeln und den Start des E-Busses nicht weiter verschieben“, sagte Thomas Krämer, Betriebsleiter der Vestischen, bei der Vorstellung des E-Bus-Projektes. „Allerdings wird sich sein Einsatz auf die frühen Morgenstunden beschränken“.
Quelle: Vestische Straßenbahnen GmbH

