Der Staatsekretär Digitalisierung im Wirtschaftsministerium, Stefan Muhle, hat am 8.4.2019 gemeinsam mit Andreas Meyer, Geschäftsführer der Niedersachsentarif GmbH (NITAG), Susanne Wecken (LNVG), Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der NITAG und Vertretern des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) die neue FahrPlaner-App für Niedersachsen und Bremen vorgestellt. Diese wurde in den letzten Monaten für Kunden des öffentlichen Nahverkehrs in Niedersachsen und Bremen erweitert.
Die neue App ist eine Weiterentwicklung der mit über 70.000 registrierten Handy-Ticket-Nutzern schon weit verbreiteten FahrPlaner-App des VBN. Sie ermöglicht Nahverkehrskunden jetzt erstmals eine durchgehende Fahrplan- und Preisauskunft für die gesamte Strecke "von Tür zu Tür" mit verschiedenen Verkehrsmitteln und über Tarifgrenzen hinweg.
Quelle: Niedersachsentarif GmbH (NITAG)
Think Tank für nachhaltige urbane Mobilität
Das
Bundesverkehrsministerium (BMVI)
hat heute (8.4.2019) gemeinsam mit dem
Saarland als Vertreter der Länder sowie dem Deutschen Städtetag
das neue Think Tank
„Nationales Kompetenznetzwerk für nachhaltige urbane Mobilität“ (NaKoMo)
gegründet. Ziel des Think Tanks ist es, über alle bestehenden Fördermöglichkeiten zum Aufbau einer modernen nachhaltigen Mobilität in Städten zu informieren, bei der praktischen Umsetzung zu unterstützen und wichtige Kontakte zu Ansprechpartnern zu vermitteln.
Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
KVG und VVG kaufen gemeinsam Elektrobusse
Die
Kraftverkehrsgesellschaft mbH Braunschweig
(KVG) und die
Verdener Verkehrsgesellschaft
(VVG) gehen für mehr saubere Luft neue Wege. Nach einem gemeinsamen Ausschreibungswettbewerb haben die beiden Verkehrsunternehmen kürzlich einen Auftrag über
drei Elektrobusse
an den Salzgitteraner Hersteller
Sileo
vergeben. Bis Ende des Jahres 2019 wird dieser zwei emissionsfreie Busse an die KVG und einen an die VVG ausliefern. Bestellt wurden 12 Meter lange Solobusse, die auf Linien in Salzgitter, Wolfenbüttel und Verden zum Einsatz kommen.
Durch die gemeinsame Beschaffung der emissionsfreien Busse erreichen die KVG und VVG eine höhere Stückzahl pro Auftrag. Damit wollen sie den Elektroantrieb wirtschaftlich nach-haltiger auf die Straße bringen. Beide Unternehmen unterstützen sich zukünftig auch hinsichtlich Fragen des praktischen Einsatzes der Elektrobusse und ihrer Technik. Durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch soll das fachliche Know-how schneller ausgebaut werden.
In die Ausschreibungsgemeinschaft für Elektrobusse reiht sich für das nächste Verfahren auch die Stadtbus Goslar GmbH ein
. Daher stellen die drei Verkehrsunternehmen zu-nächst einen gemeinsamen Antrag auf Fördermittelmittel des Bundes. Bei einem positivem Bescheid werden
insgesamt elf Elektrofahrzeuge beschafft (KVG acht Busse, VVG zwei Busse, Stadtbus Goslar ein Bus)
.
Quelle: Kraftverkehrsgesellschaft mbH Braunschweig
Plätze im öffentlichen Personennahverkehr 2017 durchschnittlich zu 22 % ausgelastet
Zu durchschnittlich 22 % waren im Jahr 2017 die Plätze der Fahrzeuge im gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ausgelastet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Auslastung für Eisenbahnen und S-Bahnen bei 26 %, für Straßenbahnen (einschließlich Stadt- und U-Bahnen) bei 18 % und für Linienbusse bei 20 %. Diese Anteile sind seit Jahren relativ konstant.
Der Auslastungsgrad der Sitz- und Stehplätze errechnet sich aus der Relation der tatsächlichen Beförderungsleistung (110 Milliarden Personenkilometer) zum möglichen Beförderungsangebot (496 Milliarden Platzkilometer).
Die Fahrgastbesetzung der Verkehrsmittel im ÖPNV kann dabei je Fahrt stark vom Mittelwert abweichen. Sie ist beispielsweise sowohl abhängig von Tageszeiten (Rushhour, Schülerverkehr) und Wochentagen als auch davon, ob die Fahrten in Ballungsräumen oder in ländlichen Gebieten stattfinden.
Die Zahlen für 2018 stehen noch aus.
Quelle: destatis
Henrik Behrens neuer Geschäftsführer Bus der Transdev GmbH
Der Aufsichtsrat der
Transdev GmbH
hat in seiner Sitzung am 22. März 2019 einstimmig Änderungen in der Führungsebene des Unternehmens beschlossen.
Henrik Behrens
, zugleich Vorsitzender der Geschäftsführenden Direktoren der Transdev SE & Co. KG sowie Group Chief Development Officer der Transdev Group SA, wurde zum neuen
Geschäftsführer für den Geschäftsbereich Bus
berufen. Er ergänzt damit das Führungsteam der Transdev GmbH mit Dr. Tobias Heinemann (Sprecher der Geschäftsführung), Susanne Greinert (Personal & Soziales) und Younès Rouissi (Finanzen).
Quelle: Transdev GmbH
UITP öffnet Verbindungsbüro in Karlsruhe
Der Öffentliche Verkehr ist ein nicht wegzudenkender Baustein für jedes moderne Mobilitätskonzept und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die
Region Karlsruhe
verfügt in diesem Feld über weltweit anerkanntes Know-how. Das ist Grund dafür, dass der
Weltverband für öffentliches Verkehrswesen UITP
hier sein Netzwerk weiter ausbaut. Eine
neue Kooperation, die sogenannte UITP-Karlsruhe Mobility Innovation Partnership
, wurde jetzt mit der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) besiegelt. Sie wird dabei von regionalen Mobilitätsexperten wie der PTV Group unterstützt.
Weitere Gründungsmitglieder des neuen UITP-Verbindungsbüros sind der Karlsruher Verkehrsverbund KVV mit seinen Verkehrsbetrieben AVG und VBK, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), FZI Forschungszentrum Informatik, INIT AG, die Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft (HsKA), die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) sowie die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe.
Quelle: PTV Planung Transport Verkehr AG
Einigung in den BVG-Tarifverhandlungen
Nach zum Teil sehr schwierigen
Tarifverhandlungen
für die rund 14.400 Beschäftigten der
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der BT Berlin Transport GmbH
ist am heutigen Freitag (5.4.2019)
der Durchbruch gelungen.
Mit dem Abschluss wird die Bezahlung der unter den Geltungsbereich des TV-N Berlin fallenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich verbessert.
Der Abschluss ist ein Gesamtpaket aus Manteltarifvertrag, der die Arbeitsbedingungen regelt, Entgeltordnung, die die Einordnung der Tätigkeiten in die einzelnen Entgeltgruppen umfasst, und Entgelttarifvertrag, der die Bezahlung selbst regelt. Das Gesamtvolumen mit rund 50 Einzelpositionen beläuft sich auf 102 Millionen Euro pro Jahr ab Januar 2019.
Der Abschluss sieht u. a. Folgendes vor:
– Rückwirkend zum 1. Januar 2019 erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BVG-Konzerns Einkommenssteigerungen von 8 %, mindestens aber 350 Euro pro Monat.
– Die Weihnachtszuwendung wird für alle Beschäftigten um 200 Euro auf 1.600 Euro erhöht und auch schon im ersten Jahr der Beschäftigung, dann entsprechend anteilig, gewährt.
– Weitere Verbesserungen umfassen beispielsweise die Einordnung zahlreicher Tätigkeiten in höhere Entgeltgruppen und die Einführung bzw. Anhebung von Zulagen, was in vielen Fällen zu weiteren Entgeltsteigerungen führt.
– Der Manteltarifvertrag läuft bis zum 30. Juni 2020.
– Für die Entgeltordnung, die die Einordnung der Tätigkeiten in die Entgeltgruppen regelt, wurde eine lange Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023 vereinbart.
Quelle: Berliner Verkehrsbetriebe AöR
Augsburg erweitert Carsharing- Angebot
Die
Stadtwerke Augsburg (swa)
erweitern ihr
Carsharing-Angebot
. Ab sofort stehen
neun Elektroautos in der Innenstadt für ein flexibles, stationsunabhängiges System
zur Verfügung. Während die gut 150 Autos des bisherigen Carsharing-Systems an einer der 64 Stationen ausgeliehen und genau dort wieder abgestellt werden müssen, ist das sogenannte
Free-Floating-System
stationsunabhängig. Wie bei diesen Systemen üblich, dürfen die Autos nur im Augsburger Stadtgebiet abgestellt werden.
Für das zusätzliche System starten die swa mit neun Elektroautos, fünf BMWi3 und vier eGolf. Gebucht wird das Auto spontan über die swa Carsharing-App auf dem Smartphone. Freie Fahrzeuge werden dort in einer Karte angezeigt. Die Buchung erfolgt sofort.
Quelle: Stadtwerke Augsburg Holding GmbH
Entscheidung zu Lenk- und Ruhezeiten
Der
Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo)
hat am 4. April 2019 mit Unverständnis und deutlicher Kritik auf die
Entscheidung des Europäischen Parlaments zu Änderungen bei den Lenk- und Ruhezeiten der Fahrerinnen und Fahrer
reagiert. Um in einem überaus kontrovers diskutierten Themenfeld zu einem Minimalkompromiss zu kommen, hat eine Mehrheit der Abgeordneten sich heute für Vorschläge ausgesprochen, die
keine Rücksicht auf die Eigenheiten und Bedürfnisse der Menschen im Personenverkehr
nehmen. Stattdessen werden Lippenbekenntnisse und ein Verschieben in die Zukunft geboten. Dies stellt, so der bdo, einen neuerlichen deutlichen Schlag gegen die Busbranche dar, nachdem zuvor bereits eine wirkliche Liberalisierung des europäischen Fernbusmarktes verpasst und stattdessen eine Busmaut gefordert wurde. Diese Fehlentscheidungen überraschen, weil sie mit dem Bus das umweltfreundlichste Verkehrsmittel im Personenfernverkehr belasten, Fahrgäste vergraulen und somit einen Verzicht auf die Pkw-Nutzung konkret verhindern.
Quelle: Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo)
NVR fördert den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen in Brühl
Der
barrierefreie Umbau von Bushaltestellen in Brühl
geht in die Endphase. Von den insgesamt 114 Bushaltestellen im Stadtgebiet, die modernisiert werden sollen, sind die Arbeiten an nahezu 90 Haltestellen bereits abgeschlossen. Die Maßnahme wird seit einigen Jahren über das Investitionsprogramm des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland (NVR) gefördert. Die modernisierten Bushaltestellen verfügen jetzt nicht nur über ein einheitliches Erscheinungsbild, sondern auch über ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte Menschen. Zudem wird durch die Höhenanpassung ein barrierefreier Einstieg in die Busse möglich. Als zentrale verkehrliche Verknüpfungspunkte müssen sie für alle Bürger gut nutzbar sein. Bürgermeister Dieter Freytag betont: „Es wurde eine Systematik und Priorisierung entwickelt, um möglichst kurzfristig einem großen Nutzerkreis die angestrebte Barrierefreiheit zur Verfügung stellen zu können.“ Hintergrund ist, dass das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) vorsieht, dass der Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr bis zum 1. Januar 2022 barrierefrei sein soll.
Quelle: Nahverkehr Rheinland GmbH

