TÜV Rheinland InterTraffic GmbH gratuliert der Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG) zur Unterzeichnung des Vertrages über die Lieferung von 14 (+10 optionalen) neuen Straßenbahnen. Die Vergabe stellt den erfolgreichen Abschluss eines europaweiten Vergabeverfahrens dar, welches durch TÜV Rheinland hinsichtlich der technischen und betrieblichen Aspekte unterstützt wurde. Beispielsweise durch Vorbereitung von wichtigen Teilen der Vergabeunterlagen (technische, betriebliche und wirtschaftliche Aspekte), aber auch durch die aktive Begleitung des gesamten Verfahrens. Das geschieht in enger Zusammenarbeit mit der EVAG sowie den rechtlichen Beratern. Vorbereitung und Verfahren konnten im vereinbarten Zeitrahmen abgeschlossen werden.
TÜV Rheinland wurde von der EVAG auch beauftragt, die nächste Projektphase zu begleiten: Es wird zunächst um die Erstellung des Pflichtenheftes in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Fahrzeughersteller gehen. Anschließend rückt die Unterstützung bei der Inbetriebnahme in den Fokus. Außerdem werden die Experten des TÜV Rheinland den Fertigungsprozess der Fahrzeuge an dem Standort Valencia (Spanien) begleiten sowie bei Zwischen- und Endabnahmen für die EVAG tätig sein. Die Neubeschaffung der Fahrzeuge wird zu 46,79 Prozent mit Fördermitteln von den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Freistaat Thüringen unterstützt.
Quelle: TÜVRheinland
Immer mehr Wuppertaler wollen umweltschonend mobil sein
In der Jahresbilanz ihres
Klimafonds für 2018
verzeichnnt die
Wuppertaler Stadtwerke (WSW
) einen
deutlichen Anstieg der Förderungen für umweltschonende Mobilität.
387 Förderanträge für die Anschaffung von Erdgas- und Elektrofahrzeugen, Pedelecs sowie die Installation von Strom-Ladeboxen bewilligten die Stadtwerke im vergangenen Jahr. Das sind fast 50 mehr als noch 2017. „Damit haben wir erstmals den größten Teil der Fördermittel, nämlich 57 Prozent des Gesamtfördervolumens, für klimaschonende Maßnahmen im Bereich Mobilität ausgegeben“, erläutert Matthias Ertel vom WSW Klimafonds. Die Höhe der Förderbeträge liegt dabei zwischen 150 und 1000 Euro pro Maßnahme.
Hintergrund ist die öffentliche Diskussion über die Schadstoffproblematik in Städten. „Viele unserer Energiekunden wollen einen Beitrag für bessere Luft in der Innenstadt leisten und investieren in Fahrzeuge mit alternativem Antrieb“, vermutet Ertel.
Quelle: WSW Wuppertaler Stadtwerke
Wettbewerb „Mobilitätsknoten des Jahres“
Der
Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo)
hat am 23. Januar die zweite Ausgabe des
Wettbewerbs „Mobilitätsknoten des Jahres“
mit einem Teilnahme- und Nominierungsaufruf gestartet. Gesucht werden jene Orte in Deutschland, an denen verschiedene Mobilitätsangebote des öffentlichen Personenverkehrs am besten miteinander verknüpft sind. Städte und Gemeinden, Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürger sind bis zum 10. Februar 2019 eingeladen, ihre Vorschläge für die besten Verkehrsdrehscheiben des Jahres einzureichen. Nominierungen können ganz einfach per Mail an Mobilitaetsknoten@bdo-events.de gesendet werden. Es werden diesmal Sieger in vier Kategorien ausgezeichnet, jeweils unterschieden nach der Einwohnerzahl. Schirmherr des Wettbewerbs ist erneut Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Wie bereits bei der ersten Ausgabe des Wettbewerbs im Jahr 2017 werden die Einsendungen wieder von einer unabhängigen Jury geprüft und bewertet. Zur Jury gehören: Wolfgang Marahrens (Verkehrsberater und ehemaliger Geschäftsführer des ZOB Hamburg), Christoph Gipp (Geschäftsführer des IGES Instituts), Julia Walter (Referat für Barrierefreiheit, Meldestelle für barrierefreie Fernlinienbusse, Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.), Anja Ludwig (stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des bdo), Iris Hegemann (Leitung Kooperationen & Fachthemen, Deutscher Tourismusverband e.V.) und Patrick Kurth (Leiter Politik, FlixBus DACH).
Ziel des Wettbewerbs ist es, das Licht der Öffentlichkeit auf Städte und Gemeinden zu richten, die im Interesse der Bürgerinnen und Bürger eine bestmögliche Infrastruktur und Ausgangsbedingungen für den umweltfreundlichen öffentlichen Personenverkehr bieten. Die Erstausgabe des Wettbewerbs 2017 war bereits äußerst erfolgreich. Die Jury konnte aus mehr als 2.000 Hinweisen auf über 150 Orte auswählen. Sieger im Jahr 2017 – damals noch mit drei Kategorien entsprechend unterschiedlicher Einwohnerzahlen – waren die Städte Hannover, Mannheim und Zella-Mehlis.
Auf die Gewinnerstädte warten attraktive Preise. Im Rahmen einer offiziellen Zeremonie werden sie von Schirmherr Enak Ferlemann in Berlin ausgezeichnet. Zudem wird das Engagement der Städte für gute Bedingungen für den Verkehr auch wieder gesondert in die Öffentlichkeit getragen werden, unter anderem mit eigens beklebten Fernbussen im Stadtdesign.
Quelle: Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo)
José-Luis Castrillo: Verkehrswende – eine Aufgabe für jeden von uns
"Der ÖPNV soll dem stetig steigenden Mobilitätsbedürfnis sowie dem Klimaschutz dienen und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort stärken. Gelingen kann dies nur mit einer Verkehrswende, die in vernetzten Lösungen den ÖPNV mit dem Rad- und Fußverkehr sowie dem Car- und Bikesharing kombiniert. Hierzu müssen wir die Angebote des ÖV nachhaltig ausbauen, finanzieren und tariflich weiterentwickeln.
Und wir müssen Information, Tarif, Vertrieb und Mehrwertdienste in digitalen Anwendungen zusammenführen, um Nahverkehrskunden den Zugang zum ÖV zu erleichtern und ihn intuitiv nutzbar zu machen. Nicht zuletzt ist die Mobilitätswende auch eng mit einer erfolgreichen Energiewende verknüpft – ob es uns also gelingt, den ÖPNV nach und nach auf klimafreundliche Antriebstechnologien umzustellen. In den Kommunen fahren bereits seit vielen Jahren Hybrid-, teilweise sogar rein elektrisch betriebene Busse. Hier benötigen wir weitere finanzielle Mittel von Land und Bund, um die kommunalen Busflotten weiter auf elektrische Antriebe umstellen zu können. Und auch im SPNV rüsten wir nun Züge mit innovativen Antrieben aus. Die Verkehrswende ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Die Politik muss auf allen Ebenen die Mobilitätswende mutiger angehen und die Verkehrsträger Bus, Bahn und Fahrrad auf Augenhöhe mit dem Individualverkehr entwickeln. Der Öffentliche Verkehr muss diesen Wandel aktiv mit gestalten. Und jeder Einzelne von uns kann durch sein Mobilitätsverhalten den Verkehr in der Region nachhaltig verändern."
Die Nahverkehrs-praxis hat von Ihren Fachbeiratsmitglieder in kurzen Statements ihre Erwartungen zu den Entwicklungen in der Verkehrsbranche für das Jahr 2019 erfahren. Lesen Sie mehr dazu in der Januar/Februar-Ausgabe der Nahverkehrs-praxis – gleich den 31. Januar vormerken!
Urbino 12 für Kattowitz
Am 22. Januar unterschrieben die Vertreter von
Solaris Bus & Coach S.A.
und des städtischen Nahverkehrsunternehmens
PKM in Kattowitz
, vertreten durch Vorstandsvorsitzende Helena Ulanowska und Vorstandsmitglied Paweł Cyganek, einen Vertrag über die Lieferung von
25 niederflurigen Stadtbussen
. Der polnische Busbauer hat 330 Tage, um den Auftrag fertigzustellen, was bedeutet, dass die ersten Fahrzeuge im Dezember 2019 in Schlesien ankommen sollen. Der Gesamtwert des unterzeichneten Vertrags beläuft sich auf 22,85 Mio. PLN netto.
Die vom PKM in Kattowitz bestellten Busse sind die 12 Meter langen Solaris
Urbino 12
, die von einem Motor mit einer Leistung von 220 kW, der die strengsten Abgasnormen erfüllt, angetrieben werden. Sie werden darüber hinaus mit dem Kaltstartsystem ausgestattet, das den Start bei Temperaturen von bis zu -32°C ermöglicht.
Quelle: Solaris Bus & Coach S.A.
Azubi-Ticket „YoungTicketPlus“ bald auch NRW-weit gültig
„Das neue
Monatsticket im Abo des VRR für Auszubildende
hat sich seit Jahresbeginn als Erfolg erwiesen“, berichtet Frank Heidenreich, CDU Fraktionsvorsitzender, aus Gremiensitzungen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR). Das neue Ticket wendet sich an Praktikanten, Teilnehmer an Freiwilligendiensten, Auszubildende und Studenten, deren Hochschule kein allgemeines Semesterticket anbietet. Nun wird es dank der Unterstützung von Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU)
eine landesweite Gültigkeit
geben. Die schwarz-gelbe NRW Landesregierung beabsichtigt das Ticket als Ergänzungsticket für die landesweite Mobilität mit rund 5 Millionen Euro pro Jahr zu unterstützen. Zu einem Aufpreis von 20,00 Euro ist es nun möglich, ganz NRW mobil mit dem Öffentlichen Nahverkehr zu erreichen.
Zum Preis von 71,30 Euro pro Monat bzw. 61,10 Euro pro Monat im Abo kann damit im gesamten Verbund des VRR gefahren werden. „Für den VRR ist das Ticket jetzt schon ein Erfolg, weil nach der Reform die Nutzerzahlen stiegen — um 12,6 Prozent beim Monatsticket und 6,9 Prozent beim Abo. Das sind mehr als 12.000 Einzelverkäufe und 60.000 Monatsabos“, so CDU-Politiker Frank Heidenreich weiter.
Quelle: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)
Direkte Verbindung zwischen Aachen und Maastricht
Am Sonntag, den 27. Januar, ist es soweit:
Zwischen Aachen und Maastricht
gibt es nach über 26 Jahren wieder eine
direkte Verbindung auf der Schiene
. Aufgrund der fehlenden Fahrzeugzulassung für Deutschland hat sich die ursprünglich für den 9. Dezember geplante Betriebsaufnahme um wenige Wochen verzögert. „Nach konstruktiver partnerschaftlicher und grenzüberschreitender Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten in den letzten Wochen freuen wir uns, dass das neue Fahrzeug jetzt mit einer nur geringfügigen Verzögerung die Zulassung für Deutschland erhalten hat und am kommenden Sonntag der
RE 18
den Betrieb aufnehmen kann“, so Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer des Nahverkehr Rheinland (NVR). Bereits im Dezember wurde nach einer vergleichsweise kurzen Bauzeit von knapp acht Monaten die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Herzogenrath und Landgraaf fertiggestellt.
Mit dem neuen RE 18 kommen Fahrgäste bequem und umsteigefrei nach Heerlen, Valkenburg und Maastricht – und mit nur einmal Umsteigen in Heerlen direkt bis Utrecht und Amsterdam. Der neue, von Arriva betriebene RE 18, verkehrt zwischen 5:45 Uhr und 23:45 Uhr stündlich von Aachen Hauptbahnhof und erreicht Maastricht 55 Minuten später. Samstags startet die erste Fahrt um 6:45 Uhr, sonntags um 7:45 Uhr in Aachen. Unterwegs hält er in Aachen West, Herzogenrath, Eygelshoven-Markt, Landgraaf, Heerlen, Valkenburg und Meerssen.
Quelle: Aachener Verkehrsverbund GmbH
Dr. Breidbach geht in den Ruhestand
Dr. Günter Breidbach
, Geschäftsführer und letzter aktiver Gründer der
GSP Sprachtechnologie GmbH
, wechselt zum 31.01.2019
in den Ruhestand
. Gemeinsam mit drei weiteren Gesellschaftern gründete er im Jahr 1984 die GSP Sprachtechnologie Gesellschaft für elektronische Sprachsysteme mbH, heute GSP Sprachtechnologie GmbH. 35 Jahre hat Dr. Breidbach die Entwicklung der Firma zu einem Mittelständler mit heute rund 250 Mitarbeitern vorangetrieben.
Quelle: GSP Sprachtechnologie GmbH
Kostenloser Nahverkehr in Luxemburg
In
Luxemburg
soll der
öffentliche Nahverkehr ab März 2020 kostenlos
sein. Die Pläne dafür stellte Infrastrukturminister François Bausch am Montag vor – sie sollen mehr Menschen in Bus, Bahn und Züge bringen. Demnach kostet die Maßnahme jährlich 41 Millionen Euro und soll aus Steuereinnahmen finanziert werden. Wer ab 1. März 2020 diese Verkehrsmittel nutzen wolle,
benötige kein Ticket mehr, sondern nur noch seinen Ausweis
, sagte Bausch.
Einschränkungen soll es demnach für die erste Klasse der Züge geben, sie soll weiterhin kostenpflichtig sein. Außerdem gibt es nach Angaben der Regierung mehrere von den Kommunen betriebene Buslinien, bei denen die Entscheidung zur Gratisnutzung bei den jeweiligen Bürgermeistern liegt. Bei den vielen Pendlern, die auch aus dem Ausland nach Luxemburg kommen, soll zumindest die Fahrt ab der Grenze kostenlos sein.
Bausch bezeichnete den kostenlosen öffentlichen Nahverkehr als „wichtige soziale Maßnahme“ – auch wenn dies kein „Allheilmittel“ sei, um die Menschen zum Umstieg auf den Nahverkehr zu bewegen. Zugleich will das kleine Land bis 2023 rund 2,2 Milliarden Euro in die Schiene investieren. Sämtliche Busse sollen bis 2030 elektrisch fahren.
Die größte Verkehrsgewerkschaft Fncttfel Landesverband zeigte sich skeptisch angesichts der Regierungspläne. Sie sorgt sich vor allem um die Jobs der rund 350 Kontrolleure und Beschäftigten an den Schaltern.
Quelle: Frankfurter Allgemeine
HESS erhält Elektrobus-Auftrag aus Lausanne
Der Schweizer Busbauer
HESS
gewinnt die internationale Ausschreibung und den Rahmenvertrag für die
Erneuerung der Trolleybusflotte in Lausanne
(Schweiz). Der ÖPNV in der Region Lausanne (tl) betreibt eine der größten
Trolleybusflotten
Europas.
Die Lieferung umfasst 12 Fahrzeuge des Typs «
lighTram® 25 DC
» mit einer Länge von jeweils 24,7m und einer Kapazität von bis zu 220 Passagieren im Gesamtwert von rund CHF 16,5 Mio. Für tl ist dies ein neuer Schritt bei der Realisierung von hochwertigen Buslinien (BHNS), welche den Personentransport in der Region Lausanne effizienter machen werden. Die 12 Fahrzeuge sind mit der Dynamic-Charging-Technologie ausgestattet, die eine Aufladung an partiellen Oberleitungen ermöglicht. Der Vertrag sieht auch eine Option für die Lieferung von Gelenkbussen des Typs «lighTram® 19 DC» mit einer Länge von 18,7m vor.
Quelle: Carosserie Hess AG

