IVU: Hauptversammlung und Wechsel im Aufsichtsrat

Nach dem erfolgreichen Jahr 2017 beteiligt die IVU Traffic Technologies AG ihre Anleger an der positiven Geschäftsentwicklung mit einer Dividende von 10 Cent pro Aktie. Das berichtet das Unternehmen selbst. Bei der Hauptversammlung des Berliner IT-Spezialisten für den öffentlichen Verkehr stimmten die Aktionäre einem entsprechenden Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu. Das Geschäftsjahr 2017 sei das erfolgreichste seit dem Börsengang der IVU im Jahr 2000 gewesen, alle Kennzahlen entwickelten sich sehr positiv. "Lösungen für einen digitalen und integrierten Workflow sind gefragt – das treibt unser Wachstum", sagt Martin Müller-Elschner, CEO der IVU Traffic Technologies AG.Außerdem legte Herr André Neiß, Mitglied des Aufsichtsrats, sein Mandat aus persönlichen Gründen nieder. Die Hauptversammlung wählte Frau Ute Witt mit Wirkung zum 1. Juli 2018 sowie übergangsweise Herrn Dr. Lars Slomka für die Dauer vom 30. Mai bis 30. Juni 2018 als neues Mitglied in den Aufsichtsrat.
Quelle: IVU

Neuorganisation des Nahverkehrs im Regionalverband Saarbrücken

Der Zweckverband öffentlicher Personennahverkehr im

Regionalverband Saarbrücken

(ZPRS) bereitet eine

tiefgreifende Umstrukturierung

vor. Einem Bericht der Saarbrücker Zeitung zufolge ist bis zum Ende des Jahres der Austritt der Landeshauptstadt Saarbrücken und der Stadt Völklingen geplant.

Die Neuorganisation des Regionalverbandes ist eine Reaktion auf die

Novellierung des saarländischen ÖPNV-Gesetzes

. Infolge dessen ist es nun möglich, dass Kommunen mit eigenen Nahverkehrsunternehmen selbst Aufgabenträger werden können. Dies schließt eine Direktvergabe an städtische Unternehmen mit ein. Die Städte Saarbrücken und Völklingen planen nun, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und stehen derzeit in Austrittsverhandlungen mit dem ZPRS. Die Stadt Saarbrücken verspricht sich durch die Direktvergabe

mehr Einflussnahme bei der Gestaltung des Fahrplans

sowie bei der Festsetzung der Tarife.

Ein Austritt der restlichen acht Kommunen im Regionalverband ist derzeit nicht geplant. Der ZPRS bleibt damit auch künftig der größte saarländische Verkehrsträger. Derzeit ist er verantwortlich für 28 Linien, auf denen jährlich über 2,6 Millionen Betriebskilometer zurückgelegt werden.

Pilotversuch mit VDL Citea SLFA Electric in Basel

VDL Bus & Coach

wird einen

VDL Citea SLFA-181 Electric in BRT-Design

(Bus Rapid Transit) an die

Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)

liefern. Dieser erste elektrische Gelenkbus für die Schweiz ist Teil eines Pilotprojektes, das ab Ende dieses Jahres auf allen Buslinien in Basel getestet werden soll. Die BVB will damit praktische Erfahrungen mit Elektromobilität sammeln. Ab 2027 will die BVB ausschließlich mit erneuerbarer Antriebstechnik fahren.
Der VDL SLFA-181 Electric ist ein 18,1 Meter langer Niederflurbus mit elektrischem Antriebsstrang. Er ist mit einem 248-kWh-Batteriepaket und einem 450-kW-Schnelllader ausgestattet. In der Pilotphase wird das Schnellladen im Busdepot der BVB erfolgen. Es dauert ungefähr 50 Minuten, den Elektrobus aufzuladen.
Quelle: VDL Bus & Coach

Netzwerk für Frauen in der Mobilitätsbranche

Das im Juni 2015 in Köln gegründete

Netzwerk für Frauen in der Mobilitätsbranche „Women in Mobility (WiM)“

bekommt starken Zuwachs. Ulrike Boy, Julia Holze, Tanja Kampa, Martina Löbe und Larissa Zeichhardt gründen den ersten WiM Hub in Berlin.
Die Women in Mobility (www.womeninmobility.de) engagieren sich für die Vernetzung und bessere Sichtbarkeit von Frauen in der Mobilitätsbranche. Über alle Mobilitätssparten hinweg bietet das Netzwerk für Frauen aus Unternehmen und Startups, Organisationen und Verbänden, aus Medien, Wissenschaft und Politik eine Plattform zum Netzwerken, für gemeinsame Projekte, Kooperationen und Austausch. Die WiM haben sich zum Ziel gesetzt, die Sichtbarkeit von Frauen in Führungspositionen und Projektleitungen, als Speakerinnen oder als Expertinnen in Fachmedien zu stärken und gegenseitiges Empowerment zu fördern.
Nun gewinnt das Netzwerk neuen Zuwachs: Den

WiM Hub Berlin

. Für die fünf Berlinerinnen Julia Holze (Siemens AG), Tanja Kampa (Alstom), Martina Löbe (DB Netz AG), Ulrike Boy (Ramboll) und Larissa Zeichhardt (LAT Gruppe) stehen der persönliche Austausch auf Branchenmessen sowie die Schaffung neuer Möglichkeitenräume für Frauen im Fokus der regionalen Arbeit. Ein engagiertes Ziel hat sich der regionale WiM Hub gesetzt: Der Frauenanteil der Bahnbranche soll bis 2020 von aktuell 22% auf 40% ansteigen.
Quelle: Women in Mobility

VRR: Neue Ticket-Generation rechnet nach Linienkilometern ab

Am 1. Juni startet die

zweite Phase

beim

Praxistest nextTicket

des

Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

. Dann kommt der

neue elektronische Tarif

zum Tragen. Dieser orientiert sich an den tatsächlich mit Bus und Bahn zurückgelegten Kilometern. Preisstufen spielen dann keine Rolle mehr. Bereits seit März testet der VRR die neue Ticket-Generation nextTicket im gesamten Verbundraum. In der ersten Testphase wurden die Fahrten nach dem bestehenden VRR-Tarif abgerechnet. Nun geht der Test mit dem Kilometertarif in die zweite Phase.
Bis Ende August erfasst die nextTicket App Fahrten bzw. Fahrtenketten und berechnet automatisiert den Preis für die zurückgelegten Kilometer. Das Angebot richtet sich an Gelegenheitsnutzer und all diejenigen, die den ÖPNV bisher noch nicht nutzen. So möchte der VRR neue Fahrgäste für Bus und Bahn gewinnen.
Der Fahrpreis setzt sich aus einem Festpreis zwischen 1,40 und 1,45 Euro pro Fahrt und einem sogenannten Leistungspreis in Höhe von 0,20 Euro pro Kilometer zusammen. Nahverkehrskunden müssen nicht mehr überlegen, welches Ticket das richtige für sie ist. Sie können spontan ein- und aussteigen, wo immer sie wollen. Bevor sie in Bus oder Bahn einsteigen, checken die Fahrgäste über die nextTicket-App ein. Wenn das Ziel erreicht ist, checken sie wieder aus. Beim Umsteigen ist kein weiterer Check erforderlich.
Quelle: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)

Wasserstoffproduktion per Hochtemperaturelektrolyse mit solarthermisch erzeugtem Dampf

Wasserstoff aus regenerativen Ressourcen

spielt bei der nachhaltigen Umgestaltung des Energie- und Mobilitätssystems eine entscheidende Rolle. Denn als Energieträger ist er ein Allround-Talent: ob direkt genutzt für saubere Mobilität im

Brennstoffzellenfahrzeug

, als Speicher für fluktuierende erneuerbare Energien oder als Ausgangbasis, um synthetische Kraftstoffe herzustellen. Wissenschaftler des

Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)

haben erstmals erfolgreich eine Hochtemperaturelektrolyse mit solarthermisch erzeugtem Wasserdampf betrieben – und so im Labormaßstab einen vielversprechenden Weg zur Herstellung von Wasserstoff auf regenerativer Basis realisiert.
Quelle: Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Neue Volvo Reisebus-Generation

Die

Volvo Bus Corporation

führt eine komplett

neue Omnibus-Baureihe

für den Reise-, Ausflugs- und Fernlinienverkehr am europäischen Markt ein. Durch ein laut Hersteller Höchstmaß an attraktiven und wertigen Design-Features, eine kraftstoffsparende Aerodynamik und einen hohen Sicherheitsstandard möchte das schwedische Unternehmen mit der neuen Reisebus-Generation Volvo 9000 einen weiteren großen Sprung nach vorn machen.
Die Neuerungen betreffen sämtliche Aspekte und erstrecken sich vom strukturellen Aufbau der Fahrzeuge über die Fahreigenschaften bis hin zu einem völlig neuen Design mit einer modernen Formensprache. Dies ist eine neue Plattform für Reisebusse, die auf dem ganzheitlich ausgelegten Konzept der Integral-Bauweise basieren.
Die neue Reisebus-Baureihe Volvo 9000 umfasst zwei Modelle: Zum einen handelt es sich um den luxuriös ausgestatteten

Volvo 9900

, zum anderen um den vielseitig einsetzbaren

Volvo 9700

. Beide Fahrzeuge können laut Hersteller bis ins kleinste Detail auf die jeweiligen Einsatzanforderungen und die unterschiedlichen Ansprüche der Reisebus-Unternehmer zugeschnitten werden.
Quelle: Volvo Bus Corporation

Abellio Rail Baden-Württemberg erweitert Führungsteam

Dietmar Knerr

tritt zum 1. November 2018 seine neue Aufgabe als

Geschäftsführer

der

Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH

an und verantwortet künftig den

operativen Betrieb

. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Dr. Roman Müller, wird Knerr den Unternehmensaufbau sowie die Mobilisierung des Stuttgarter Netzes/Neckartal weiter vorantreiben.
Ab Juni 2019 übernimmt Abellio den Betrieb des 615 Kilometer langen Liniennetzes mit 52 neuen Zügen. Angesichts dieses Großprojektes hat Abellio sein Führungsteam verstärkt und mit Dietmar Knerr einen Branchenexperten gewonnen, der über rund 30 Jahre Berufserfahrung in unterschiedlichen Eisenbahnverkehrsunternehmen verfügt.
Der diplomierte Maschinenbauingenieur war unter anderem als Technischer Geschäftsführer und Eisenbahnbetriebsleiter der BeNex GmbH sowie als Technischer Geschäftsführer und stellvertretender Eisenbahnbetriebsleiter innerhalb der agilis-Gruppe tätig. Zuletzt war Knerr Betrieblicher Geschäftsführer der erixx GmbH. Bei Abellio wird der 57-Jährige als Geschäftsführer alle operativen Aktivitäten des Unternehmens in Baden-Württemberg steuern.

Daimler muss zur Dieselmanipulation Stellung nehmen

Gestern morgen erschien

Daimler-Chef Dieter Zetsche

bei

Verkehrsminister Andreas Scheuer

. Der stellte dem Manager ein Ultimatum: Daimler hat jetzt zwei Wochen Zeit, offene Fragen zu Manipulationen bei der Abgasnachbehandlung von Dieselfahrzeugen zu beantworten, u.a. der Vito- und S-Klasse Baureihen. Es ist von Nachbesserungsforderungen für bis zu 750.000 Fahrzeugen die Rede.
Quelle: Handelsblatt

Spezialfahrzeuge für Mitfahrdienste

Die steigende Nachfrage nach

Mitfahrdiensten

lässt eine neue Fahrzeugklasse entstehen:

Autos, die mit einer flexiblen Innenausstattung ganz auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind

. Allein in Europa, den USA und China werden schon 2020 rund eine Million dieser speziell konzipierten Fahrzeuge verkauft werden – vielfach mit Elektroantrieb. Im Jahr 2025 soll die Nachfrage bereits bei 2,5 Millionen liegen. Dahinter schlummert ein erhebliches Potenzial für die Automobilhersteller, so die neue

Roland Berger-Studie "A new breed of cars. Purpose-built electric vehicles for mobility on demand."

„Dieser neue Fahrzeugtyp vereint zwei der wichtigsten Megatrends im Bereich Mobilität: die verstärkte Nutzung von Mitfahrdiensten und die Elektromobilität", erklärt Jan-Philipp Hasenberg, Partner von Roland Berger. „Außerdem stellt diese neue Fahrzeugklasse den Fahrgast – nicht den Fahrer – in den Mittelpunkt und ist speziell für den Einsatz als Taxi konzipiert."
Für Automobilfirmen eröffnet sich damit ein attraktives Marktsegment, denn diese Fahrzeuge lassen sich aufgrund ihres niedrigen Komplexitätsgrads für etwa die Hälfte der Kosten herkömmlicher PKW herstellen. Außerdem können Automobilhersteller durch die E-Modelle die CO2-Ziele ihrer Flotten besser erreichen. „Automobilkonzerne sollten diesen Nischenmarkt daher aktiv besetzen, um eine starke Wettbewerbsposition aufzubauen und ihre Kunden für die neuen Wagenmodelle zu begeistern", rät Hasenberg.
Von dem neuen Mobilitätskonzept profitieren auch die Fahrgäste; denn die Fahrzeuge bieten mehr Komfort und haben niedrigere Anschaffungs- und Betriebskosten als konventionelle Autos, etwa durch das Wegfallen von Ölwechsel und geringerem Verschleiß der Bremsanlage. „Wir rechnen mit Kilometer-Kosten zwischen 0,5 und 0,8 Euro", erläutert Wolfgang Bernhart, Partner von Roland Berger. „Damit zählen die Spezialfahrzeuge zu den günstigsten Fortbewegungsoptionen im Auto. Erst echte Robocabs, die ohne Fahrer unterwegs sind, werden mit unter 0,3 Euro pro Kilometer noch günstiger sein."
Potenzial schlummert auch im Markt der Mitfahrdienste, die weltweit stark auf dem Vormarsch sind. Denn die Nachfrage nach Personenbeförderung unabhängig vom eigenen Auto nimmt weiter zu. So gehen die Experten von Roland Berger aus, dass die weltweite Nachfrage nach Spezialfahrzeugen für Mobilitätsdienstleister bis 2020auf rund eine Million Stück steigen wird. Bis 2025 dürfte sie sogar bei 2,5 Millionen Neuwagen liegen.
„Treiber ist hier vor allem China mit mindestens 60 Prozent Marktanteil, aber auch in Europa und den USA wird der Markt für solche Fahrmodelle weiter zunehmen", prognostiziert Jan-Philipp Hasenberg. "Das ist ein wichtiger Wachstumsmarkt, den kein Hersteller ignorieren kann."
Die Studie kann heruntergeladen werden unter: www.rolandberger.de/pressemitteilungen
Quelle: Roland Berger