Abellio-CEO Stephan Krenz fordert mehr Fairness beim Ticket-Vertrieb

Um Fahrgästen den

Zugang zum Schienenverkeh

r

so

bequem

wie möglich zu machen, muss der Erwerb von Tickets

leichter

werden. Angesichts vieler Betreiber wissen Reisende oft nicht, wo sie welchen Fahrausweis kaufen können. Abellio-Chef Stephan Krenz fordert, dass alle Unternehmen, die Fahrausweise des öffentlichen Verkehrs anerkennen, diese auch verkaufen können. Dies solle für Nah- und Fernverkehr zu wirtschaftlich akzeptablen Konditionen gelten. Bisher werde der

Ticketvertrieb zu einseitig

von der Deutschen Bahn bestimmt. "Das ist ein Nachteil für alle anderen Verkehrsunternehmen, die ihre Leistungen auf der Schiene anbieten", sagt Krenz. Die Weigerung der DB, ihren Wettbewerbern den Verkauf von Fernverkehrstickets zu gestatten, sei unfair und schwäche das System des öffentlichen Verkehrs.

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Bahnindustrie sieht positiven Trend

Der Verband der Bahnindustrie in Deutschland

(VDB) e.V. zieht Bilanz: Die Bahnindustrie in Deutschland erreicht im Jahr 2017 mit 11 Milliarden Euro einen hohen Umsatz. Die Inlandsumsätze sorgen mit einem Volumen von 6,3 Milliarden Euro für einen Anstieg. Das Inlandsgeschäft wächst somit im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 Prozent. Auch die Zahl der Beschäftigten in der Branche steigt leicht um 1,2 Prozent auf 51.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Export der Bahnindustrie in Deutschland sinkt 2017 von 6,1 in 2016 auf 4,7 Milliarden Euro. Die global wach-sende Tendenz zur Marktabschottung hinterlässt hier Spuren. Trotzdem behauptet die Bahnindustrie in Deutschland ihre Spitzenstellung beim globalen Auftragseingang. Auch politische Erfolge wie das 2017 geschlossene Freihandelsabkommen der EU mit Japan tragen erste Früchte. Die Auftragsein-gänge aus dem Ausland steigen 2017 auf 5,5 Milliarden Euro – ein Plus von 22,2 Prozent. In-landsaufträge erzeugen 7,6 Milliarden Euro, 8,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Insgesamt steigen die Auftragseingänge um 13,9 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 13,1 Milliarden Euro an. "An den positiven Trend will die Industrie anzuknüpfen, um mit einer Innovationsstrategie die führende Position auf dem Weltmarkt künftig zu behaupten" sagte Volker Schenk, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland, in Berlin anlässlich der jährlichen Bilanz der Branche.
Quelle: Verband der Bahnindustrie in Deutschland

Forschungscampus Mobili2Grid nimmt innovative E-Busladestation in Betrieb

Deutschlands Städte, so auch Berlin, gehen bei der Umstellung ihrer Bus-Flotten auf emissionsfreie Antriebe in die Offensive. Beim Umstieg auf Elektromobilität müssen aber auch die entsprechende Ladeinfrastruktur und die Einbindung in das Stromnetz berücksichtigt werden. Genau dieser Aufgabe widmet sich der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 9,5 Millionen Euro geförderte Forschungscampus

Mobility2Grid (M2G)

auf dem

EUREF-Campus

in Berlin-Schöneberg in einem seiner Themenfelder.
 Hierfür arbeiten unter der Federführung der TU

Berlin die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Siemens und Schneider Electric

zusammen. Gemeinsam errichten und erproben sie auf dem Forschungscampus eine

innovative Ladetechnik

für Elektrobusse und deren Einbindung in ein intelligent gesteuertes Stromnetz. Die auf dem Forschungscampus errichtete Schnellladestation (150 kW), die am heutigen Donnerstag, den 12. April 2018 in Betrieb genommen wurde, stellt die neueste Entwicklung von Siemens auf dem Gebiet der Hochleistungsladesysteme für Elektrobusse dar. Um den Ladevorgang zu starten, muss der Fahrer den Bus lediglich unter der Station parken und die Handbremse ziehen. Der Ladearm senkt sich herab und der Ladevorgang startet vollautomatisch. Während des Ladevorgangs können die Fahrgäste gefahrlos ein- und aussteigen.
 Durch die Einbindung in ein intelligent gesteuertes Stromnetz können die Batterien von E-Bussen zur Stabilisierung von Energienetzen beitragen, wenn die Fahrzeuge bei Strom-Überproduktion geladen werden. Das ist vor allem in Bezug auf die Energiewende und die schwankende Belastung bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien relevant. Auf dem EUREF-Campus gestaltet und betreibt Schneider Electric zusammen mit der TU Berlin und weiteren Partnern ein Micro Smart Grid. Damit wird gezeigt, wie mit Elektromobilität, automatisierten und hocheffizienten Gebäuden sowie Batteriespeichern ein intelligentes Lastmanagement und damit eine noch größere Nutzung erneuerbarer Energien erfolgen kann.
 Mit der E-Bus-Ladestation gehen die Projektpartner von Mobility2Grid aber noch einen Schritt weiter: Sowohl für die Technik der Ladestation als auch für den Bus soll erforscht werden, wie künftig bidirektionales Laden funktionieren kann. Das bedeutet, dass die Batterie nicht nur geladen werden, sondern auch Energie in das Stromnetz zurückspeisen kann. Durch die Forschung soll untersucht werden, inwieweit durch diese Technologie sowohl E-Busse als auch andere Fahrzeugflotten künftig zu einer sicheren und stabilen Energieversorgung beitragen können.
Die BVG stellt für das Forschungsprojekt einen neu angeschafften E-Bus vom Typ Solaris New Urbino 12 Electric zur Verfügung. An Tagen, an denen das Fahrzeug nicht auf dem EUREF-Campus an Testreihen teilnimmt, wird es im Linienbetrieb die Linie 204 verstärken. Bereits seit 2015 fährt die BVG dort mit vier Elektrobussen. Ein Vergabeverfahren für weitere 30 elektrische Eindeckeromnibusse hat Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen bereits eingeleitet.
Quelle: BVG

DSW 21 weiter für Dortmunder Nahverkehr zuständig

Über die mitarbeiterlose Dortmunder Stadtwerke Holding GmbH, die am 14. Juli 2017 gegründet wurde, und den Öffentlichen Dienstleistungsauftrag (ÖDA), der am 1. Juli dieses Jahres in Kraft tritt, wird

DSW21

für weitere

22,5 Jahre

von der Stadt Dortmund mit dem

Nahverkehr in Dortmund

betraut. Den Einsatz neuer, umweltschonender Stadtbusse betreffend sagte auf der gestrigen Pressekonferenz Guntram Pehlke, Vorstandsvorsitzender DSW21, dass erst dann

E-Busse

beschafft werden, wenn serienreife Modelle mit für Dortmund erforderlichen Reichweiten angeboten werden und wenn die Infrastruktur, die eine Über-Nacht-Ladung am Betriebshof möglich macht, vorhanden ist. Das Unternehmen geht davon aus, dass dies voraussichtlich in zwei Jahren der Fall sein wird.

Modernisierte und neue Stadtbahnen

Die Stadtbahnflotte wird größer und zugleich modernisert. 24 neuer Stadtbahnen werden angeschafft und 64 älterer Fahrzeuge modernisert. Die Kosten dafür belaufen sich auf 195 Millionen Euro. Die zehn Wagen, die DSW21 1994 aus Bonn gekauft hatte, sind seit 44 Jahren auf den Schienen und werden ausgemustert. Die 64 weiteren Bahnen mit hohem Einstieg (Hochflurbahnen) lässt DSW21 modernisieren. Zudem werden weitere 24 Fahrzeuge komplett neu gebaut. Sie sollen bis Ende 2020 in Dortmund sein. Damit erhöht sich die Flotte auf insgesamt 88 Wagen. Alle Bahnen, ob modernisiert oder neu, sollen identisch aussehen, gleiche Standards haben und technisch aus einem Guss sein. Erstmals sollen Stadtbahnen auf die Schiene gesetzt werden, die von den Fahrgästen in eigener Regie über spezielle Tasten drei Zentimeter abgesenkt werden können. Gleichzeitig werden sie mit Böden ausgestattet, die von 100 auf 98 Zentimetern tiefer gelegt sind. Der Vorteil: Die Stolperfalle beim Einstieg von den Bahnsteigen (90 bis 94 Zentimeter hoch) verringert sich teils um die Hälfte auf fünf Zentimeter. Das hilft vor allem Menschen mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrern. Sie werden auch mehr Platz finden. Die Sitzplätze werden von 72 auf 56 verringert. Dafür gibt es erweiterte, mit Klappsitzen ausgestattete Sondernutzungsflächen für Rollatoren, Kinderwagen und Elektromotorroller.
Die Elektrotechnik in den Fahrzeugen steuert Kiepe Electric aus Düsseldorf bei, den Auftrag für die Fahrzeugtechnik (Mechanik) hat das Unternehmen Heiterblick aus Leipzig eingefahren. Dort sollen die Wagen neu- beziehungsweise umgebaut werden. In acht bis zehn Jahren soll das letzte Fahrzeug fertig sein.
Quelle: DSW21, Ruhrnachrichten

Der „Schaeffler Mover“

Schaeffler

hat sein urbanes Fahrzeugkonzept

„Schaeffler Mover“

vorgestellt. Das Technologieunternehmen hat für das komplett auf

autonomen Betrieb

ausgelegte Fahrzeug ein kompaktes Radmodul entwickelt, das Antriebs- und Fahrwerkskomponenten vereint. Dieses

„Intelligent Corner Modul“

soll eine hohe Wendigkeit des Fahrzeugs bei gleichzeitig sehr hohem Komfort für die Insassen ermöglichen. Die Technikplattform des „Schaeffler Mover“ ist so flexibel ausgelegt, dass verschiedene Fahrzeugaufbauten vom Robo-Taxi bis zum autonomen Lieferfahrzeug umgesetzt werden können. Mit dem Konzept will Schaeffler auf die Herausforderung, die Mobilitätsansprüche von Menschen in stark wachsenden Metropolen zu sichern, antworten.
Quelle: Schaeffler Technologies AG & Co. KG

DB und BVG kooperieren im Bereich autonomes Fahren

Die Deutsche Bahn

(DB) und die

Berliner Verkehrsbetriebe

(BVG)

kooperieren im Bereich autonomes Fahren

. Dabei wird im Rahmen eines Pilotprojekts ein selbstfahrender Kleinbus erstmals auch

per App individuell bestellbar

sein und nicht mehr nur nach Fahrplan auf einer festen Route verkehren. Der Kleinbus der neuesten Generation des Herstellers EasyMile, der sich jetzt auch induktiv laden lässt, ist ab Mittwoch im neuen Design auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg unterwegs. Das Bestellen per App wird in den kommenden Wochen vorbereitet und schrittweise eingeführt.
Zu einem späteren Zeitpunkt ist auch geplant, den Testbetrieb auf öffentliche Straßen auszuweiten. Dazu werden sich die Projektpartner eng mit den Behörden abstimmen, um eine geeignete Strecke zu finden. Ziel eines solch flexiblen On-Demand-Services mit autonomen Fahrzeugen ist es, Mobilität von Tür zu Tür in Kombination mit Bahnen und Bussen zu bieten. In Summe wird der öffentliche Verkehr dadurch attraktiver.
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe fördert das Pilotprojekt „Pole Position“, das vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) wissenschaftlich begleitet wird.
Quelle: BVG

Neuer Studiengang Elektromobilität in Berlin

Elektrofahrzeuge sind weltweit auf dem Vormarsch. Daher startet zum Wintersemester 2018/19, erstmals in der Hauptstadt, an der

Beuth Hochschule für Technik Berlin

der

Bachelorstudiengang Elektromobilität

(B.Eng.). In sieben Semestern verknüpft das Studium die Themen Elektromobilität, Regenerative Energien und IT-Kompetenz.  Die Nachfrage nach intelligenten elektrotechnischen und informationstechnischen Lösungen ist groß. Expertinnen und Experten für diese hochkomplexen Systeme werden ab Oktober im neuen Studiengang Elektromobilität an der Beuth Hochschule ausgebildet.
Die Grundlagen reichen von der Elektrotechnik über Mathematik und Programmierung bis zur Digitaltechnik. In den höheren Semestern stehen Energiespeichersysteme und Antriebstechnik sowie die Entwicklung von Steuergeräten auf dem Studienplan. Bei Laborübungen arbeiten die Studierenden projektorientiert und erlangen in einer 12-wöchigen Praxisphase Einblicke in innovative Unternehmen aus dem Umfeld der Elektromobilität. Optional können Abschlussarbeiten in Unternehmen erarbeitet werden. Das Studium ist interdisziplinär angelegt.
Quelle: Beuth Hochschule für Technik Berlin

Neues RAIL.ONE-Betonschwellenwerk in Aschaffenburg

Mit zahlreichen Unterschriften auf der symbolisch ersten serienproduzierten B 70-Schwelle aus Aschaffenburg hat

RAIL.ONE

ihr neues

Betonschwellenwerk

im bayerischen Aschaffenburg in Betrieb genommen. Der neue Standort ist laut Unternehmensangaben eine sehr wichtige Ergänzung der anderen Produktionsstätten in Deutschland und damit für den nachhaltigen Erfolg der gesamten Unternehmensgruppe. Nach knapp drei Jahren Planungs- und Bauphase markiert das einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensstrategie. Mit seiner großen Produktionskapazität und einer Lagerkapazität von 120.000 Schwellen sowie seiner zentralen Lage bietet der Standort viele Vorteile zugleich.
Neben der in Deutschland stark verbreiteten B 70-Schwellen produziert das Werk auch zahlreiche andere Gleisschwellentypen sowie Produkte für den deutschen und europäischen Nah- und Fernverkehr. Es ergänzt die drei weiteren deutschen Standorte in Coswig, Kirchmöser und Neumarkt in der Oberpfalz mit jeweils anderen spezifischen Fertigungsverfahren und Produktportfolios.
Quelle: RAIL.ONE

Entwicklung einer aktiven Radsatzsteuerung

Ein Konsortium, bestehend aus

Liebherr-Transportation Systems

sowie NewRail und geführt von Grand Central Rail hat vom britischen Rail Safety and Standards Board (RSSB) die Genehmigung erhalten, eine

aktive Radsatzsteuerung

zur Verringerung des Rad- und Schienenverschleißes zu entwickeln. das Konsortium hat vom RSSB einen Zuschuss sowie vom britischen Verkehrsministerium eine Förderung zugesichert bekommen, um ein aktive Radsatzsteuerung (Active Radial Suspension System, ARSS) zu entwickeln, mit der ein bestehendes Drehgestell umgerüstet werden kann.
Das ARSS nutzt elektrohydraulische Aktuatoren, die von Liebherr ursprünglich für die Luftfahrt entwickelt und gefertigt wurden. Diese steuern aktiv die Räder von Drehgestellen und verringern hierdurch den Rad- und Schienenverschleiß. Die Reduzierung des Schienenverschleißes ist ein besonders wichtiger Punkt, da dieser einen signifikanten Teil der variablen Gebühr (Variable Usage Charge, VUC) ausmacht, den Bahnbetreiber für die Nutzung der britischen Bahninfrastruktur entrichten müssen. Es wird erwartet, dass die ARSS-Lösung den Gleisabrieb deutlich verringern wird. Ziel des Projekts ist es, dies sowie eine potenzielle Reduzierung der VUC zu beweisen.
Quelle: Liebherr-Aerospace & Transportation SAS

Siemens liefert Ladestationen für Elektrobusse nach Dänemark

Siemens

hat mit

Movia

, der

größten

Verkehrsbehörde Dänemarks

, auf Wunsch der Kommunen einen Rahmenvertrag über die Lieferung von

Ladestationen mit einem absenkbaren Stromabnehmer für Elektrobusse

unterzeichnet. Fünfundvierzig Kommunen, darunter die Stadt Kopenhagen in der Hauptstadtregion Dänemark und die Region Seeland, könnten die Vorteile dieses Vertrags nutzen. Siemens bietet Schnellladestationen (High Power Charger, HPC) mit Leistungen von 150kW, 300kW oder 450kW an. Der Dreijahresvertrag umfasst die Installation, Inbetriebnahme, Baumaßnahmen und das Siemens-Fernüberwachungssystem eBus Cloud. Der Vertrag ist einer der größten Rahmenverträge für das eBus-Geschäft von Siemens. Er wird durch einen Servicevertrag mit einer Laufzeit von sechs Jahren ergänzt. Der Servicevertrag ist wichtig, da die Bereitstellung des erforderlichen Service Levels sich nicht selten als Schwachpunkt beim Testen von Elektrizität als Treibstoff in größerem Maßstab erwiesen hat.
2017 kamen fünfundvierzig Gemeinden und zwei Regionen von Seeland darin überein, bis 2030 eine CO2-neutrale Busbeförderung im Rahmen des Mobility-Plans 2016 von Movia anzustreben. Nutznießer würden die mehr als 215 Millionen Fahrgäste pro Jahr sein. Die Stadt Kopenhagen will 2025 zudem die erste CO2-neutrale Stadt der Welt werden. Die Umstellung auf Elektrobusse in Kopenhagen, wo jährlich fast 100 Millionen Fahrgäste mit dem Bus unterwegs sind, hilft, die Partikel- und Lärmverschmutzung sowie die CO2-Emissionen durch öffentliche Busse zu vermeiden.
Quelle: Siemens AG