Drei neue Hybrid-Linienbusse für die Wolfsburger Verkehrs-GmbH

Die MAN Truck & Bus Deutschland GmbH liefert Mitte Juli drei neue Linienbusse vom Typ MAN Lion’s City Hybrid an die Wolfsburger Verkehrs-GmbH aus. Die Fahrzeuge erfüllen den derzeit strengsten Umweltstandard Euro 6 und sparen laut MAN dank der Hybridtechnik bis zu 30 Prozent Diesel und Klimagasemissionen im Vergleich zu konventioneller Antriebstechnik ein. Die drei neuen MAN Lion’s City Hybrid kommen im Wolfsburger Stadtverkehr zum Einsatz und sorgen für eine bessere Luft sowie weniger Lärm im Stadtbereich. Die Zwölf-Meter-Busse mit 35 Sitz- und 39 Stehplätzen sind dafür mit einem seriellen Vollhybrid-Antrieb ausgerüstet.
Der MAN Lion’s City Hybrid verfügt im Heck über einen 184 kW (250 PS) starken Sechszylinder-Dieselmotor, der den aktuell strengsten Abgasstandard Euro 6 erfüllt. Der Motor treibt nicht die Räder, sondern einen Hochleistungsgenerator an, der wiederum die beiden elektrischen Fahrmotoren an der Hinterachse in Bewegung setzt. Im normalen Fahrbetrieb produziert der immer im sparsamen Drehzahlbereich laufende Dieselmotor zusammen mit dem gekoppelten 150-kW-Generator die notwendige Energie für die Elektromotoren.
Beim Bremsen an Ampeln oder vor Haltestellen erzeugen die Elektromotoren Bremskraft und wandeln gleichzeitig die Bremsenergie in Elektrizität um (Rekuperation). So genannte Ultracaps auf dem Dach des Busses speichern den Strom, den der Bus beim Abbremsen erzeugt. Diese Hochleistungskondensatoren können viel Energie – bis zu 200 kW – in kurzer Zeit aufnehmen. Klassische Bleibatterien, die teuer sind, viel Gewicht mitbringen und alle fünf bis sechs Jahre ausgetauscht werden müssten, kommen als Energiespeicher nicht zum Einsatz.

Neue vlexx-Züge starten Testfahrten in der Region

Die ersten vlexx-Fahrzeuge vom Typ Coradia LINT 54 und 81 werden voraussichtlich ab 20.07.2014 ihre ersten Testfahrten auf Eisenbahnstrecken in der Region starten. Nachdem das Eisenbahnbundesamt am 03.07.2014 die uneingeschränkte Zulassung der Fahrzeuge für den Personenverkehr erteilt hat, werden nun die Fahrzeuge nach und nach vom Fahrzeughersteller ALSTOM Transport Deutschland ausgeliefert und vom vlexx für Test- und Erprobungsfahrten (ohne Fahrgäste) eingesetzt.
Die vlexx GmbH hat für den Betrieb ihres Netzes insgesamt 63 Fahrzeuge bei ALTOM Transport Deutschland bestellt, die sich derzeit im Bau in den ALSTOM-Werken in Kattowice (PL) und Salzgitter (D) befinden. Die Fahrzeugflotte besteht aus 18 dreiteiligen Fahrzeugen vom Typ Coradia LINT 81 und 45 zweiteiligen Fahrzeugen vom Typ Coradia LINT 54.
Die Züge des „vlexx“ verbinden ab dem 14.12.2014 die Menschen insbesondere in den Regionen Rheinhessen, Nahe, Westpfalz und dem Saarland mit der Metropolregion Rhein-Main und den Zentren Mainz, Saarbrücken und Frankfurt sowie dem Frankfurter Flughafen. Die vlexx-Züge verkehren im Auftrag der Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und Süd, des Saarlandes und des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und kommen unter anderem auf den Strecken Frankfurt – Mainz – Bad Kreuznach – Saarbrücken und Mainz – Alzey – Kirchheimbolanden zum Einsatz. Der zwischen den Auftraggebern und der vlexx GmbH geschlossene Verkehrsvertrag hat eine Laufzeit von 22,5 Jahren und umfasst 6,1 Mio. Zugkilometer/Jahr.

Kapsch CarrierCom erwirbt Prodata Mobility Systems NV

Kapsch CarrierCom hat heute die Akquisition von Prodata Mobility Systems NV, einer Division der Prodata Technology Group mit Hauptsitz in Zaventem bei Brüssel, Belgien, bekanntgegeben. Durch die Integration dieses Unternehmens macht Kapsch CarrierCom einen essenziellen Schritt in Richtung seines Ziels, End-to-End-Lösungen für Betreiber im öffentlichen Personennahverkehr anzubieten. 2012 gründete Kapsch CarrierCom den Geschäftsbereich Public Transport, der sich auf unternehmenskritische Telekommunikationsnetze auf Basis der TETRA-Bündelfunktechnologie für den öffentlichen Personennahverkehr konzentriert. Mit dieser strategischen Akquisition erweitert das Unternehmen sein Angebot und bietet seinen Kunden mit Systemen zur automatischen Fahrpreiseinhebung (Automated Fare Collection – AFC) und mit Intelligent Transportation Systems (ITS) nunmehr auch eine zentrale Anlaufstelle für Infrastruktur, Anwendungen und Services.

Granada nimmt BRT-Linie in Betrieb

Lìnea de Alta Capacidad (LAC) – Linie mit hoher Kapazität – nennen die Spanier ihre neue BRT-Linie in Granada. Basierend auf 15 Mercedes-Benz Großraumomnibussen des Typs CapaCity hat Granada ein neues, leistungsfähiges Verkehrssystem für den Innenstadtverkehr geschaffen. Am 29. Juni 2014 wurde die neue Linie feierlich in Betrieb genommen. Granadas Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV) basiert vollständig auf einem dichten Omnibusliniennetz, das die Vororte mit dem Stadtzentrum verbindet. Bislang führten die meisten Linien über die „Gran Via de Colon“ durch das Stadtzentrum. Diese Konzentration der Buslinien im Innenstadt¬bereich mit vielen ampelgeregelten Kreuzungen verlangsamte den Busverkehr und führte zu Konflikten mit dem Fußgänger- und Radverkehr. Um die Verkehrssituation im Zentrum zu verbessern, suchten die Städteplaner Granadas nach einem neuen Beförderungskonzept, das die Zahl der Busse in der Innenstadt reduzieren und gleichzeitig die Kapazität und die Pünktlichkeit erhöhen sollte.

Metronom pendelt weiter bis Ende 2017

Bahnpendler zwischen Hamburg und Cuxhaven können bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 weiter täglich mit den blau-gelben Metronom-Doppelstockzügen fahren. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) und die Freie und Hansestadt Hamburg haben das in Uelzen beheimatete Eisenbahnunternehmen weitere zwei Jahre mit dem Nahverkehr zwischen der Elbmetropole und der nördlichsten Stadt Niedersachsens beauftragt und damit eine Verlängerungsoption aus dem noch bis Ende 2015 laufenden Verkehrsvertrag aktiviert. Eine erneute wettbewerbliche Vergabe sei damit nicht vom Tisch, werde aber erst für eine Betriebsaufnahme zu Ende 2017 wieder ins Visier genommen.

Fernbushaltestellen am Frankfurter Hauptbahnhof

Die Liberalisierung des Fernbusmarktes Anfang 2013 hatte zu einem unerwartet rasanten Ansteigen der Bus-Abfahrten am Frankfurter Hauptbahnhof geführt. Inzwischen fahren täglich teilweise mehr als 300 Busse die Südseite des Hauptbahnhofs an, davon sind fast Zweidrittel Neuverkehre mit innerdeutschen Zielen. Dieses Aufkommen konnte die bestehende Anlage in der bisherigen Form nicht bewältigen, so dass es zunehmend zu chaotischen und teilweise auch brenzligen Verkehrssituationen rund um den Parkplatz auf dem ehemaligen Campanile-Gelände kam. Die Stadt Frankfurt am Main hat von traffiQ ein Konzept entwickeln und durch die VGF umsetzen lassen, das auf Strukturierung und guter Information basiert. Für die Fernbusse sind jetzt insgesamt fünf Haltebereiche festgelegt worden, die farblich definiert und jeweils mit einem Buchstaben von A bis E gekennzeichnet sind.

BSAG und GEWOBA erweitern Mobilitätsstation

Im Herzen der Neuen Vahr haben die Kooperationspartner BSAG, Move About und GEWOBA im letzten Jahr die erste Mobilitätsstation für elektromobiles Carsharing in Bremen eröffnet. Ab 15. Juli wird dieses Angebot um sieben Pedelecs, darunter ein Lasten- und ein Familien-Rad sowie um drei klassische Fahrräder erweitert. Ähnlich wie bei den Elektroautos können GEWOBA-/BSAG-Kunden und andere Interessierte diese nach vorheriger Anmeldung beim Anbieter Move About nutzen. Damit schafft das Angebot mit dem Namen „Vahr vernünftig“ in unmittelbarer Nähe zur Haltestelle der Straßenbahnlinie 1 und der Buslinie 29 eine weitere ökologische Alternative zum eigenen PKW.

VAG testet viertürigen Hybrid-Gelenkbus

Seit Anfang letzter Woche hat die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg testweise einen viertürigen Hybridbus vom Typ Mercedes-Benz Citaro G im Einsatz. Dieser wurde der VAG von der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) für drei Wochen zur Verfügung gestellt. Die Gelenkbusse, die die VAG im Regelbetrieb einsetzt, sind Dreitürer. In den verbleibenden zwei Wochen wird der viertürige Bus auf verschiedenen Linien zum Einsatz kommen. Zuerst werden die Linien jeweils ohne Fahrgäste abgefahren, um zu sehen, ob es an den einzelnen Haltestellen wegen der Position der vierten Türe zu Problemen im Betrieb kommen könnte – etwa weil die Haltestelle nicht lang genug ist oder ein Laternenmast direkt vor der vierten Tür im Weg steht und das Aussteigen verhindert. Sind diese ersten Testfahrten erfolgreich abgeschlossen und Hindernisse soweit möglich beseitigt, geht der Bus auf den freigegebenen Linien in den Fahrgastbetrieb. Dabei wird unter anderem beobachtet, wie die zusätzliche Tür von den Fahrgästen angenommen wird, und zwar sowohl beim Aussteigen, als auch wenn der Fahrer bei großem Andrang die hinteren Türen zum Einsteigen freigibt. Außerdem soll bewertet werden, wie sich die vierte Tür auf die Zeit beim Fahrgastwechsel auswirkt, diesen also beschleunigt, und ob sich durch die zusätzliche Tür die Fahrgäste gleichmäßiger im Bus verteilen.