Die Gewerkschaft ver.di hat für Mittwoch, 18. März, und Donnerstag, 19. März, weitere ganztägige Warnstreiks angekündigt.
In der Tarifrunde für den kommunalen Nahverkehr ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erneut in mehreren Bundesländern gleichzeitig zum Streik auf. Am Mittwoch, 18. März, sind Mitarbeitende aus den Werkstätten sowie aus dem Bereich Infrastruktur zum Streik aufgerufen. Trotz des angekündigten Streiks fahren alle Busse und Bahnen wie gewohnt. Vereinzelt kann es zu Verspätungen kommen. In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg wird am 19. März in den meisten kommunalen ÖPNV-Unternehmen der Verkehr vollständig zum Erliegen kommen. In Brandenburg wird der Verkehr weiterhin regulär fahren. In Hessen steht die Entscheidung noch aus. In Bremen fällt die Entscheidung nach den dortigen Verhandlungen am Mittwoch, 18. März und im Saarland am Donnerstag, 19. März.
Es ist der dritte gemeinsame Arbeitskampf im Rahmen der bundesweiten Tarifrunde, in der die Arbeitsbedingungen für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 Unternehmen in allen Bundesländern verhandelt werden. Zugleich geht es in Bayern, Brandenburg, Thüringen, dem Saarland und bei der Hamburger Hochbahn auch um die Löhne und Gehälter der Beschäftigten.
Während in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg bereits ein Tarifergebnis vorliegt, wird in fast allen anderen Bundesländern noch verhandelt. Wegen der unterschiedlichen Tarifverträge hat ver.di in jedem Land eigene Forderungen für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen aufgestellt: etwa die Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, die Verlängerung der Ruhezeiten, aber auch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. Der Streik am 19. März beginnt um 3 Uhr morgens und soll 24 Stunden dauern.
Die Rheinbahn teilte beispielsweise mit, sie wolle den regulären Fahrbetrieb am Freitagmorgen, 20. März, gegen 4 Uhr, wieder aufnehmen. Es könne allerdings noch bis in die Morgenstunden zu vereinzelten Ausfällen kommen. Betroffen sei das gesamte Netz der Rheinbahn, also die Stadt Düsseldorf, der Kreis Mettmann, die Stadt Meerbusch und die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen. Die KundenCenter der Rheinbahn bleiben am Donnerstag ebenfalls geschlossen.
Trotz des Streiks versuche die Rheinbahn auf einigen Buslinien Fahrten möglich zu machen. Fremd- und Tochterunternehmen, die auch sonst im Auftrag der Rheinbahn im Einsatz sind, könnten diese Leistungen übernehmen. Die Rheinbahn weist aber darauf hin, dass es dafür keine Gewähr gebe. Zudem könnten Fahrgäste die App redy nutzen, dort finden sie alternative Angebote der Mobilitätspartner auf einen Blick.
Quellen: ver.di, Rheinbahn









