Der 16. Deutsche Nahverkehrstag findet vom 23. bis 25. Juni 2026 in Koblenz statt. Das Leitthema der diesjährigen Ausgabe „30 Jahre Regionalisierung – Nah gedacht, weit gekommen?“ versteht sich daher sowohl als Rückblick als auch als Prüfstand. Im Fokus stehen kritische Fragen, praktische Lösungen und Innovationen für eine bessere Zukunft.
Der Deutsche Nahverkehrstag gehört zu den größten Kongressveranstaltungen mit angeschlossener Messe für den öffentlichen Personennahverkehr im deutschsprachigen Raum. Organisiert vom Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz, und begleitet von ZeitschriftNahverkehrsPraxis als Medienpartner, bietet er seit über 30 Jahren eine zentrale Plattform für den Austausch der Branche aus dem In- und Ausland.
Gemischte Bilanz nach 30 Jahren
Drei Jahrzehnte nach der Bahnreform fällt die Bilanz gemischt aus: Einerseits wurden mehr Wettbewerb, differenziertere Angebote und eine stärkere Rolle der Regionen erreicht. Andererseits stehen
die Grundlagen des Systems zunehmend unter Druck. Steigende Kosten, unsichere Finanzierungsrahmen und ein wachsender Investitionsbedarf stellen die bisherige Struktur des öffentlichen Verkehrs infrage. Damit sieht sich die Branche nicht nur operativen, sondern auch grundlegenden strukturellen Entscheidungen gegenüber.
Die zentrale Leitfrage der diesjährigen Kongress- und Messeveranstaltung lautet daher, ob die Regionalisierung des Nahverkehrs an einem Wendepunkt steht oder ob sich die Branche sogar am Beginn eines neuen Kapitels befindet. Besonders die Debatten um die Reallokation und Steigerung von Regionaliserungsmitteln und Trassenpreisen verdeutlichen die größere Herausforderung, ein System weiterzuentwickeln, das zugleich stabil, finanzierbar und leistungsfähig bleibt. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie tragfähig die bestehenden Instrumente weiterhin sind und wo Anpassungsbedarf besteht.
Den gesamten Beitrag finden Sie in der Sonderausgabe zum 16. Deutschen Nahverkehrstag.









