Stadler setzt den Kurs zur Ergebnisverbesserung im Geschäftsjahr 2025 fort: Der Umsatz konnte auf 3.7 Milliarden Franken gesteigert und eine EBIT-Marge von 4.4 Prozent erzielt werden. Das Ergebnis 2025 wird nach wie vor, und wohl noch bis ins Jahr 2027, durch die Folgen der Flutkatastrophe in Valencia belastet. Zusätzlich haben die wirtschaftliche Situation in Deutschland und der starke Franken Spuren hinterlassen. Doch ein guter Auftragseingang und Auftragsbestand sowie qualitativ hochwertige Aufträge sorgen für positive Indikatoren für die kommenden Jahre. Bereits im laufenden Geschäftsjahr 2026 wird ein Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken erwartet. Infolge der konservativen Rechnungslegung war die Produktionsleistung im 2025 über eine Milliarde Franken höher als der ausgewiesene Umsatz. Stadler erwartet eine EBIT-Marge von über 5 Prozent im laufenden Geschäftsjahr.
Stadler hat das Geschäftsjahr 2025 im Rahmen der gemachten Prognosen abgeschlossen und konnte das Ergebnis trotz weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen verbessern. Der Auftragseingang beträgt im vergangenen Jahr 6.1 Milliarden Franken (Vorjahr: 6.4 Milliarden), der Auftragsbestand stieg auf über 32 Milliarden Franken an (31.12.2024: 29.2 Milliarden Franken). Der Umsatz steigt um 13 Prozent (15 Prozent währungsbereinigt) auf 3.7 Milliarden Franken (Vorjahr: 3.3 Milliarden Franken). Der EBIT liegt bei 160.6 Millionen Franken (Vorjahr: 100.5 Millionen Franken). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 4.4 Prozent (Vorjahr: 3.1 Prozent). Der Reingewinn hat sich auf 100.7 Millionen Franken beinahe verdoppelt (Vorjahr: 55.0 Millionen Franken).
Damit setzt Stadler den im Laufe des Geschäftsjahres 2025 eingeschlagenen Kurs zur Ergebnisverbesserung fort. Die im letzten Jahr kommunizierte Erwartung eines Umsatzwachstums von deutlich über 10 Prozent gegenüber 2024 wurde somit bestätigt. Die prognostizierte EBIT-Marge zwischen 4 und 5 Prozent wurde ebenfalls erreicht.
Wirtschaftliche Situation in Deutschland
Zusätzlich zu den Unwetterfolgen in Valencia belastet die wirtschaftliche Situation in Deutschland das Ergebnis weiterhin. Stadler setzt am Standort Berlin seit Anfang 2025 konsequent sein Effizienzsteigerungsprogramm um. Ein im April 2025 unterzeichneter Zukunftstarifvertrag mit der Gewerkschaft IG Metall hilft, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Stadler-Beschäftigten im Werk Berlin Pankow haben sich letztes Jahr im Gegenzug zur Standortsicherung bereit erklärt, 40 statt 38 Stunden pro Woche zu arbeiten. Das interne Effizienzsteigerungsprogramm zeigt im Werk Berlin Pankow erste Wirkung: Die Produktivität konnte über die gesamte Wertschöpfungskette erhöht werden.
Erwartete Fahrzeugbestellungen in Berlin
Stadler erwartet, dass bis Ende Dezember 2026 der Abruf von bis zu 1500 Metro-Wagen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erfolgen wird. Dasselbe gilt für den gewonnen Auftrag der S-Bahn Berlin über 350 Züge. Die Einwohner Berlins warten seit dem Jahr 2020 auf neue S-Bahn-Züge. Der Abgabetermin für das Angebot wurde jahrelang immer wieder verschoben.
Die von US-Präsident Trump auferlegten Zölle haben Stadler getroffen – aber nicht in vollem Ausmass. Aufgrund des Buy America Acts muss Stadler bereits seit 2016 einen Wertschöpfungsanteil von mindestens 70 Prozent nachweislich in den USA erbringen. Ende September 2025 hat Stadler in seinem Werk in Salt Lake City eine lange vor Trump geplante eigene Aluminiumschweisserei für Wagenkasten in Betrieb genommen. Damit konnte der lokale Wertschöpfungsanteil in den USA zusätzlich erhöht werden.
Produktionsleistung und Umsatz werden stark ansteigen
Der hohe Auftragseingang der vergangenen Jahre führt dazu, dass die Produktionsleistung und damit auch der Umsatz in den kommenden Jahren massiv ansteigen werden. Um den Umsatzsprung zu ermöglichen, hat Stadler erneut stark in die Produktionskapazitäten investiert. Zudem werden die hohen Anzahlungen aus den vergangenen Jahren nun verwendet, um die laufenden Aufträge abzuwickeln und die Fahrzeuge zu bauen. Dies hat sich im vergangenen Geschäftsjahr negativ auf den Free Cashflow, das Net Working Capital und die Net Cash Position ausgewirkt.
Für das Geschäftsjahr 2026 und die folgenden Jahre bestätigt Stadler die Erwartung eines Umsatzes von deutlich über 5 Milliarden Franken. Dank starkem Auftragsbestand, erhöhtem Produktionsoutput und dem in Deutschland eingeleiteten Effizienzprogramm wird für 2026 eine EBIT-Marge von über 5 Prozent erwartet. Der Auftragseingang soll im Bereich des 1- bis 1.5-fachen Jahresumsatzes liegen. Dies bildet die Basis für eine nachhaltige Auslastung und weiteres Wachstum. Zudem rechnet Stadler 2026 mit gesamthaften Investitionen von rund 250 Millionen Franken.









