Stabilität und steigende Belastungen: Busunternehmen unter Spannung

Die aktuelle bdo-Konjunkturumfrage macht deutlich, was viele in der Branche längst spüren: Die Busunternehmen bewegen sich aktuell in einem anspruchsvollen Spannungsfeld. Auf der einen Seite steht eine insgesamt stabile Nachfrage, auf der anderen Seite wachsen die wirtschaftlichen Belastungen spürbar. Diese Gleichzeitigkeit prägt derzeit die Lage der Branche.

Vorweg ein paar gute Nachrichten: Der Bus bleibt ein verlässlicher Bestandteil des Mobilitäts- und Tourismussystems in Deutschland. Die Mehrheit aller Busunternehmen über alle Segmente hinweg beschreibt ihre wirtschaftliche Lage als gleichbleibend oder günstiger im Vergleich zu 2024. Gerade in der Bustouristik zeigt sich weiterhin die hohe Reiselust der Menschen, und auch im Fernlinienverkehr ist die Entwicklung von Kontinuität geprägt. Das sind gute Nachrichten, da sie die Bedeutung des Busses einmal mehr unterstreichen. Doch gleichzeitig gerät die wirtschaftliche Basis vieler Unternehmen unter Druck. Unsere Umfrage zeigt, dass sich die Gewinnsituation bei einem erheblichen Teil der Betriebe im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hat – insbesondere in der Bustouristik oder im Gelegenheitsverkehr. Die Nachfrage ist da, aber sie lässt sich zunehmend schwerer in wirtschaftlichen Erfolg übersetzen. Kostensteigerungen, etwa bei Energie, Personal und Fahrzeugen, treffen auf begrenzte Möglichkeiten, diese weiterzugeben.

Auch im ÖPNV ist die Lage angespannt. Hier kumulieren mehrere strukturelle Herausforderungen: steigende Betriebskosten, ein anhaltender Fahrpersonalmangel und wachsende regulatorische Anforderungen. Dass bereits 20 Prozent der Unternehmen planen, ihr Angebot anzupassen, ist ein deutliches Alarmsignal. Es zeigt, dass Spielräume vieler Betriebe enger werden – mit potenziellen Auswirkungen auf das Angebot für die Fahrgäste.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der neuen Ausgabe der NahverkehrsPraxis: 04/2026.

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