Die Wiener Linien setzen den nächsten Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Ab 20. April fahren zehn batteriebetriebene E-Busse auf der Linie 57A von Rudolfsheim bis in die Innenstadt und retour. Sie ersetzen auf dieser Strecke die bisherigen Dieselbusse. Damit sind bereits 13 Linien, das ist ein Viertel aller Buslinien, die von den Wiener Linien betrieben werden, auf emissionsfreie Antriebe umgestellt.
Die Wiener Linien sind Vorreiterin beim Klimaschutz. Dank U-Bahn und Straßenbahn sind schon jetzt rund 80 Prozent der Fahrgäste in Wien emissionsfrei, weil rein elektrisch, unterwegs. Seit 2024 setzen die Wiener Linien einen Schwerpunkt auf die Dekarbonisierung der Busflotte: So wurden binnen kürzester Zeit die Linien 17A, 61A, 61B, 64A, 64B, 70A, 71A und 71B sowie 73B auf E-Busse umgestellt. Im September 2025 wurden in der Innenstadt auf den Linien 2A und 3A die alten Elektrobusse durch Elektro-Wasserstoff-Busse ersetzt. Auf der Linie 39A fahren seit Dezember Wasserstoff-Busse. Mit der Umstellung der Linie 57A gehen die Wiener Linien den nächsten Schritt.
Laden mit 300 kW
Für den Einsatz der neuen batteriebetriebenen Busse haben die Wiener Linien zwei Schnellladestationen an der Endhaltestelle des 57A in der Anschützgasse in Rudolfsheim-Fünfhaus errichtet, die mit jeweils 300 kW-Ladegeräten ausgestattet sind. Dort werden die E-Busse nach jeder Runde etwa 10 Minuten lang geladen. Über Nacht abgestellt und komplett aufgeladen werden die Busse nur wenige Schritte entfernt in der Remise Rudolfsheim. Dort wurden vier Ladestationen errichtet, die mit 150 kW die Busse über Nacht für den Einsatz am nächsten Tag mit Strom versorgen. Die Wartung der Busse erfolgt im modernen E-Kompetenzzentrum in Siebenhirten, das alle 60 großen E-Busse beherbergt und von wo aus die E-Bus-Linien im Süden Wiens versorgt werden.
„Unser Ziel ist klar: Wien bis 2040 klimaneutral zu machen. Dafür treiben wir große Infrastrukturprojekte wie den Ausbau der U-Bahn als größtes Klimaschutzprojekt unseres Konzerns ebenso voran wie den Ausbau erneuerbarer Energie durch neue Windparks. Gleichzeitig setzen wir viele konkrete Maßnahmen im Alltag – etwa die Umstellung von Buslinien. Denn klimaneutrale Mobilität entsteht durch das Zusammenspiel großer Investitionen und vieler konsequenter Schritte“, sagt Monika Unterholzner, stv. Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke.
Modern und komfortabel
Die modernen Mercedes e-Citaro Busse bieten dabei den gleichen Komfort wie ihre Dieselbus-Vorgänger, sind aber leiser. Das freut nicht nur die Fahrgäste, sondern auch die Anrainer*innen und trägt dazu bei, die Emissionen im Verkehr weiter zu reduzieren. Auch die Lenker*innen müssen sich nicht an ein neues Umfeld gewöhnen, denn alle Schalter und Bedieneinheiten sind an derselben Stelle mit derselben Funktion angeordnet. Um die Energie bestmöglich zu nutzen, ist die Klimaanlage des E-Busses mit einer Wärmepumpenfunktion ausgerüstet. Die verbaute Batterie mit einer Kapazität von 392 kWh sorgt gemeinsam mit den Gelegenheitsladestationen für die entsprechende Reichweite.









