ADFC fordert Trennung der Verkehrsströme an Kreuzungen

Das Statistische Bundesamt meldet neue Daten zu Fahrradunfällen im Jahr 2025. Demnach ist die Zahl der getöteten Radfahrenden weiter gestiegen. Der weltgrößte Fahrradclub ADFC kommentiert die Entwicklung.

Im Zuge des E-Bike-Booms nutzen Menschen stärker das Fahrrad, um von A nach B zu gelangen. Das zeigt sich auch in den Unfallzahlen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war im Jahr 2025 nach vorläufigen Ergebnissen jede sechste (16,4 Prozent) im Straßenverkehr getötete Person mit dem Fahrrad unterwegs. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 462 Radfahrerinnen und -fahrer bei einem Unfall, darunter 217 mit einem E-Bike. Die Zahl der getöteten Radfahrer insgesamt ist damit gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu 2015 nahm sie um 20,6 Prozent zu. Der Anstieg ist auf die zunehmende Zahl von getöteten E-Bike-Nutzern zurückzuführen (2024: 195 Getötete; 2015: 36 Getötete). Zum Vergleich: Insgesamt war die Zahl der Verkehrstoten im letzten Jahr 1,8 Prozent höher als im Jahr 2024 und ging gegenüber dem Jahr 2015 um 18,4 Prozent zurück.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Dr. Caroline Lodemann sagt: „Immer mehr Menschen nutzen Fahrrad und E-Bike für ihre täglichen Wege. Das ist gut für die Gesundheit, die Stauentlastung und schützt das Klima. Gleichzeitig müssen die Unfallzahlen dringend fallen, statt weiter zu steigen. Wir weisen seit Langem darauf hin, dass zu viele Radwege in Deutschland mangelhaft sind – wenn es sie überhaupt gibt. Radwege müssen dringend sicher und fehlerverzeihend ausgebaut werden. Gefährliche Kreuzungen gilt es, durch getrennte Ampelphasen, gute Sichtbeziehungen und eine bauliche Trennung von Kfz- und Radverkehr sicher zu gestalten. Eine sofort umsetzbare Maßnahme für die Sicherheit der Radfahrenden ist Tempo 30 als Standard und Tempo 50 als Ausnahme – so wie in Helsinki, das bei der Verkehrssicherheit ganz vorne liegt. Dafür braucht es vor allem den politischen Willen, die Sicherheit von Radfahrerinnen und Radfahrern ernst zu nehmen.“

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