Bahnhöfe zu Mobilitätsdrehscheiben machen

Bevor Menschen in den Zug steigen, steht die Frage: Wie komme ich von zu Hause zum Bahnhof? Und wie komme ich vom Bahnhof zur Arbeit, zum Arzt, zum Ausflugsziel? Der Übergang zwischen Bahn, Fahrrad, E-Scooter und Fußverkehr soll nahtloser und zuverlässiger organisiert sein. Darum drehte sich die Konferenz „Anschluss erreichen“, zu deren Auftakt neben Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder auch DB InfraGO-Chef Dr. Philipp Nagl gesprochen hat.

„Wie leistungsfähig die Anschlussmobilität an Bahnhöfen ist, entscheidet auch darüber, wie attraktiv und alltagstauglich der Schienenverkehr vor Ort ist.“

Dr. Philipp Nagl

Mit dem Konzept der zukunftsfähigen Bahnhöfe hat die Deutsche Bahn in den vergangenen Jahren den Grundstein für eine bessere Anschlussmobilität gelegt. Denn die DB modernisiert Bahnhöfe ganzheitlich. Das bedeutet: Die Verkehrsstation mit den Bahnsteigen, das Bahnhofsgebäude sowie der Bahnhofsvorplatz und das Umfeld werden aus einem Guss entwickelt, so wie Fahrgäste den Bahnhof wahrnehmen. Bereits über 200 Bahnhöfe hat die DB nach diesem Konzept modernisiert und weiterentwickelt.

Außerdem unterstützt die DB die Kommunen und Partner vor Ort beim Planen von Anschlussmobilität. Beispiel: Mit der Bike-and-Ride-Offensive wurden bis heute schon mehr als 26.000 Fahrradstellplätze an über 300 Bahnhöfen errichtet. 2026 werden weitere 45 Standorte hinzukommen. Doch der aktuelle Bestand reicht vielerorts nicht aus, insbesondere an großen Bahnhöfen. Der Bedarf liegt bei rund 1,5 Millionen Fahrradstellplätzen an Bahnhöfen bundesweit.

Der Vorstandsvorsitzende der DB-Infrastrukturgesellschaft, Dr. Philipp Nagl, betonte:

„Es ist zwingend erforderlich, die bestehenden Beratungs- und Förderangebote für Kommunen zu verstetigen, damit wir die verschiedenen Verkehrsträger noch besser verzahnen und die Bahnhofsumfelder weiterentwickeln können. Bund, Länder und Kommunen müssen im Schulterschluss zusammenarbeiten und das ebenen-übergreifend. Nur so gelingt es, Bahnhöfe und die Bahnhofsumfelder einladend, attraktiv und anschlussfähig zu gestalten.“

Auf der zweitägigen Konferenz „Anschluss erreichen“ in Berlin diskutierten 350 Vertreter aus Kommunen, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, wie Bahnhöfe noch stärker zu leistungsfähigen, sicheren und attraktiven Mobilitätsdrehscheiben ausgebaut werden können.

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