Rheinbahn setzt auf systemische Sicherheitsanalyse

Die Rheinbahn informiert zum aktuellen Stand der Untersuchungen nach einer Kollision zweier Straßenbahnen der Linie 709 am 23. Mai rund um den Japantag 2026 im Bereich Berliner Allee / Graf-Adolf-Straße. Die technischen, betrieblichen und organisatorischen Untersuchungen laufen mit Hochdruck. Die bereits bestehenden Sicherheitsanalysen und Maßnahmen werden nun in einer erweiterten bereichsübergreifenden Sicherheitssteuerung zusammengeführt und weiter vertieft.

Bisherige Erkenntnisse zeigen aus Sicht der Rheinbahn, dass komplexe Betriebssituationen, technische Auffälligkeiten und menschliche Faktoren zusammenwirken können. Deshalb verfolgt das Unternehmen bewusst einen systemischen Ansatz bei der weiteren Aufarbeitung der Kollision. „Für uns geht es nicht darum, vorschnell einfache Erklärungen zu liefern“, so Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe. „Wir müssen verstehen, warum vorhandene Sicherheitsbarrieren in dieser Situation nicht ausreichend gegriffen haben. Unser Anspruch ist klar: Das Gesamtsystem muss so robust sein, dass einzelne Fehler oder technische Störungen nicht zu schweren Unfällen führen.“

Sicherheitssteuerung wird bereichsübergreifend erweitert

Die bereits Ende des vergangenen Jahres eingerichtete Taskforce zur Aufarbeitung von Entgleisungen und Unfällen wird nach dem aktuellen Ereignis zu einer erweiterten bereichsübergreifenden Taskforce „Sicherheitssteuerung“ weiterentwickelt. Ziel ist es, Erkenntnisse schneller zusammenzuführen, Maßnahmen konsequent nachzuhalten, Risiken frühzeitig sichtbar zu machen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen schneller in die Umsetzung zu bringen. „Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein lernender Prozess“, betont Grabbe abschließend. „Deshalb werden wir die bisherigen Maßnahmen konsequent weiterentwickeln, ihre Wirksamkeit überprüfen und zusätzliche externe Expertise einbeziehen.“

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