Der Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) startet zum 1. August 2026 den ersten Umsetzungsschritt seiner Tarifreform. Den Auftakt bildet eine grundlegende Vereinfachung im Zeitkartenbereich: Statt zahlreicher Preisstufen und Tarifkombinationen gibt es künftig klar strukturierte Wochen-, Monats- und Jahreskarten mit einheitlichen Preisen. Gleichzeitig wird die Gültigkeit aller Zeitkarten auf das gesamte RNN-Verbundgebiet ausgeweitet.
„Menschen wünschen sich Mobilität, die einfach funktioniert. Mit dem Tarif Update schaffen wir deshalb unser bislang einfachstes Zeitkartensystem. Künftig gilt: ein Verbundgebiet – ein Preis. Die bisherige Differenzierung nach Preisstufen und Fahrstrecken gehört der Vergangenheit an. So wird die Nutzung von Bus und Bahn für unsere Fahrgäste einfacher, transparenter und flexibler als je zuvor.“
Silke Meyer, Geschäftsführerin des RNN
Künftig entfällt im Zeitkartenbereich das bisherige System aus Waben und Preisstufen. Das Angebot wird auf Wochen-, Monats- und Jahreskarten im „Jedermann“- sowie im Ausbildungssegment fokussiert. Für jede Ticketart gilt künftig ein einheitlicher Pauschalpreis unabhängig von der zurückgelegten Strecke. Erhalten bleibt auch das bewährte 9-Uhr-Angebot. Die 9 Uhr-Monats- und -Jahreskarten gelten künftig ebenfalls verbundweit und richten sich insbesondere an Fahrgäste, die überwiegend außerhalb der Hauptverkehrszeiten unterwegs sind.
Mit dem Tarif Update wird gleichzeitig der Geltungsbereich aller Zeitkarten auf das gesamte RNN-Verbundgebiet ausgeweitet. Fahrgäste können Bus und Bahn damit künftig flexibel in den Städten Mainz und Wiesbaden sowie den Landkreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Birkenfeld sowie im nördlichen Teil des Landkreises Alzey-Worms nutzen.
Der RNN reagiert mit der Tarifreform auf veränderte Rahmenbedingungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Nachfrage nach klassischen Zeitkarten ist seit Einführung des Deutschland-Tickets deutlich zurückgegangen. Mit der Neuausrichtung passt der RNN sein Angebot an diese Entwicklung an. Dabei entsteht ein transparentes Tarifangebot mit klarem Mehrwert: Im „Jedermann“-Bereich bleiben Zeitkarten analog übertragbar und bieten für Monats- und Jahreskarten weiterhin eine Mitnahmeregelung für einen Erwachsenen und alle eigenen Kinder.
Von der Reform unberührt bleibt zunächst der Gelegenheitsverkehr mit Einzel- und Tageskarten. Hier gilt weiterhin das bestehende Waben- und Preisstufensystem. Auch hier plant der RNN eine schrittweise Vereinfachung, die für 2027 vorgesehen ist.








