Im Korridor der Koralmbahn ist im ersten Halbjahr der Autoverkehr auf der A2 Südautobahn stärker zurückgegangen als im restlichen Autobahnnetz, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Weiteres Ergebnis: Im Kärntner Abschnitt war der Rückgang stärker als im steirischen Abschnitt. In ganz Österreich wurden bei 61 Prozent der Zählstellen weniger Pkw gezählt als im ersten Halbjahr 2025. Der Lkw-Verkehr hingegen nahm bei 81 Prozent der Zählstellen zu. Die Mobilitätsorganisation VCÖ fordert verstärktes Mobilitätsmanagement von Unternehmen, um Staus im Pendelverkehr wirksam und nachhaltig zu reduzieren.
Auf der A2 Südautobahn ging im Koralmkorridor der Autoverkehr um 4,6 Prozent zurück. Auch insgesamt ging der Autoverkehr auf Österreichs Autobahn- und Schnellstraßennetz zurück, jedoch außerhalb des Koralmkorridors mit durchschnittlich 0,6 Prozent nur leicht. Die infolge des Irankriegs gestiegenen Spritpreise haben allgemein verkehrsdämpfend gewirkt, erklärt der VCÖ. Im steirischen Abschnitt des Korridors betrug der Rückgang 3,6 Prozent, im Kärntner Abschnitt sogar 6,3 Prozent. Damit war der Rückgang im steirischen Abschnitt sechsmal so stark wie insgesamt im Autobahnnetz und im Kärntner Abschnitt sogar zehnmal so stark, so die VCÖ-Analyse.
Insgesamt wird in Österreich das Potenzial, die Effizienz des Verkehrs zu erhöhen, zu wenig ausgeschöpft. So liegt der Besetzungsgrad der Pkw in Österreich laut Umweltbundesamt bei 1,14. Das heißt, um 100 Personen zu transportieren sind derzeit im Schnitt 88 Pkw unterwegs. Gerade im Pendelverkehr können mit verstärktem betrieblichen Mobilitätsmanagement Staus reduziert werden. “Konkret können Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steuerbegünstigte Öffi-Jobtickets oder Jobräder zur Verfügung stellen, Werkbusse in Kooperation mit öffentlichen Verkehrsunternehmen anbieten, sie können mit Online-Plattformen, Apps und Gutschein-Systemen Anreize für das Bilden von Fahrgemeinschaften setzen und Bewusstseinsaktionen durchführen”, nennt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk einige Beispiele. Auch flexiblere Arbeitszeiten und das Ermöglichen von Home-Office tragen dazu bei, Staus zu reduzieren.









