VGN macht Be­darfs­ver­kehre digital buchbar

Seit etwa zweieinhalb Jahren können VGN-Fahr­gäste in Pilotgebieten über die App VGN Fahrplan & Tickets Fahrten mit Be­darfs­ver­kehren buchen. Inzwischen sind rund 150 An­ge­bote aus zehn Land­kreisen und Städten integriert – etwa 50 weitere sollen bis Jahresende folgen. Ziel ist es, die Buchung aller Bedarfsfahrten im Ver­bund­ge­biet über die VGN-App zu ermöglichen und Be­darfs­ver­kehre ein­facher nutzbar zu machen. Auf der anderen Seite sollen Prozesse für die VGN-Partner verbessert werden.

Wer einen Rufbus, ein An­ruf­sam­mel­taxi oder einen On-Demand-Verkehr bestellen wollte, ist dabei bisher manchmal auf Schwierigkeiten oder Umstände gestoßen: Mal war der Preis nicht ersichtlich, mal fand man den Hinweis „Telefonische An­mel­dung bis eine Stunde vor Fahrtbeginn“. In vielen Fällen ist das Telefon ist nur zu be­stimmten Zeiten erreichbar. Wenn ein Zuschlag anfällt, konnte dieser bisher nicht online gezahlt werden.

All diese Themen geht der VGN in den letzten Jahren verstärkt an: Der Verbund arbeitet intensiv daran, Be­darfs­ver­kehre sichtbar und gut nutzbar zu machen und das An­ge­bot damit wirklich kundenfreundlich zu gestalten.

Ein­fache Buchung ohne Medienbruch

Der Idealfall sieht so aus: Fahr­gäste suchen sich eine Ver­bin­dung heraus, finden einen Be­darfs­ver­kehr, klicken auf Mitfahrt anmelden und können ihre Buchung nach dem per­sön­lichen Bedarf anpassen. In­di­vi­du­elle Wünsche wie Kindersitze oder Kin­der­wa­gen-Mitnahme lassen sich dabei mit wenigen Klicks angeben. Wer regelmäßig fährt, kann auch gleich vorausbuchen oder eine wiederkehrende Buchung einrichten. Praktisch, damit man sich nicht immer wieder darum kümmern muss. Wenn ein Zuschlag anfällt, können die Nutzenden diesen digital bezahlen. All das ist mit der VGN-App je­der­zeit möglich, solange ent­spre­chende Vorlaufzeiten eingehalten werden.

Seit Ja­nu­ar 2024 ist die digitale Buchung in einigen Pilot-Gebieten möglich, mit un­ter­schied­lichem Umsetzungsstand. Schon viele Land­kreise und Städte machen mit, zum Beispiel die Land­kreise Nürn­berger Land und Neumarkt, sowie der Zweck­ver­band Amberg-Sulzbach. Über die derzeit zehn teil­neh­menden Land­kreise und kreis­freien Städte hinaus stehen weitere interessierte Auf­ga­ben­träger mit dem VGN in Kon­takt.

Effiziente Planung und Fahr­zeugeinsatz

Der große Vorteil für Ver­kehrs­un­ter­neh­men sowie Städte und Land­kreise besteht darin, dass die Disposition der Fahrtwünsche au­to­ma­tisch erfolgt. Sowohl die An­mel­dungen über die App als auch die telefonischen finden Eingang in das VGN-Fahrt­wunsch-System. Die Fahrten werden dann au­to­ma­tisch disponiert und nach Möglichkeit zusammengeführt. In einer zum System ge­hö­renden Fahrer-App sieht das Fahrper­sonal direkt, welche Be­stel­lungen vorliegen. Somit ist ein wirt­schaft­licher Einsatz der Fahr­zeuge möglich.

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