IAA Transportation 2026 eröffnet

Die IAA Transportation 2026 wurde heute offiziell von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies, Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay sowie VDA-Präsidentin Hildegard Müller in Hannover eröffnet. Die Veranstaltung findet vom 15. bis 20. September statt. Unter dem Motto ‘We Deliver’ präsentieren die Aussteller digitale und klimaneutrale Mobilitätslösungen für die Zukunft des Straßengüterverkehrs. 

„Die Nutzfahrzeugindustrie steht für innovative Technologie, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze – allein rund 140.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Gleichzeitig kommt ihr eine Schlüsselrolle auf dem Weg zur klimaneutralen und digitalen Mobilität der Zukunft zu: Knapp 30 Prozent der CO2-Emissionen auf Europas Straßen werden durch den Schwerlastverkehr verursacht. Das Potenzial ist also enorm. Auf der IAA Transportation zeigen die Aussteller in diesem Jahr, dass unsere Industrie geliefert hat: Die Produkte für die klimaneutrale Mobilität stehen bereit und sind einsatzfähig. Wir haben mit Investitionen und Innovationen die gesamte Bandbreite an technologischen Möglichkeiten entwickelt“, betonte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. 

„Was jetzt fehlt, sind die richtigen Rahmenbedingungen für den notwendigen Hochlauf. Europaweit mangelt es noch immer an Lade- und Wasserstofftankinfrastruktur mit den begleitenden Energienetzen. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist riesig. Dabei ist diese Infrastruktur die zwingend notwendige Voraussetzung dafür, dass unsere Produkte auch wirklich auf die Straße kommen“, so Müller.  

Weiter machte sie deutlich: „Netzanschlüsse für das Depotladen dauern vielerorts Jahre – die Stromnetze sind nicht ausreichend auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet. Das zeigt: Brüssel setzt ambitionierte Ziele, vernachlässigt aber die dafür notwendigen Rahmenbedingungen. Die Politik steht in der Bringschuld: Wir brauchen einen Infrastruktur-Turbo und eine realistische Bestandsaufnahme in Deutschland und Europa. Das EU-Review der CO2-Flottenregulierung für die Nutzfahrzeuge muss dringend vorgezogen werden und Raum für notwendige Anpassungen und Flexibilisierungen schaffen. Die Industrie ist bereit: Sie hat innovative und klimafreundliche Lösungen entwickelt und steht für den weiteren Hochlauf bereit. Jetzt kommt es darauf an, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen – allen voran eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur mit den begleitenden Stromnetzen. Die drohenden Strafzahlungen sind hingegen das falsche Signal – sie gefährden Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. Zudem gilt: Strafzahlungen für Probleme, die nicht von uns zu verantworten sind, lehnen wir ausdrücklich ab. Unsere Unternehmen brauchen Verlässlichkeit entlang der gesamten Investitionskette, damit die Transformation zum Erfolg für Wirtschaft, Klima und Gesellschaft wird.“ 

Der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Olaf Lies, betonte: „Die deutsche Nutzfahrzeugindustrie steht vor großen Herausforderungen: Der internationale Wettbewerb nimmt zu, Märkte verändern sich und die Transformation zu klimafreundlichen Antrieben verlangt erhebliche Investitionen. Die deutsche Nutzfahrzeugindustrie bleibt dabei ein wichtiger Player und ein zentraler Innovationstreiber für klimafreundliche Mobilität und moderne Logistik. Umso wichtiger ist, dass wir auf die Innovationskraft unserer Unternehmen und Beschäftigten vertrauen können.“ 

Internationale Rekordbeteiligung 

Mit 1.589 Ausstellern aus 46 Ländern verzeichnet die diesjährige IAA Transportation einen neuen Höchststand bei der internationalen Beteiligung. Damit ist die Zahl der vertretenen Länder gegenüber der Veranstaltung im Jahr 2024 von 41 auf 46 gestiegen. Besonders stark vertreten unter den ausländischen Ausstellern sind in diesem Jahr Unternehmen aus China, der Türkei und Italien. 

Zukunftstechnologien und mehr als 150 Weltpremieren 

Im Fokus der diesjährigen IAA Transportation stehen zentrale Zukunftsthemen der Branche. Dazu zählen insbesondere alternative Antriebstechnologien wie Elektrifizierung und Wasserstoff, autonomes Fahren, Software Defined Vehicles und künstliche Intelligenz. Darüber hinaus rücken die wirtschaftliche Resilienz sowie die Transformation der Transport- und Logistikbranche in den Mittelpunkt des Conference Programms. In den kommenden Tagen präsentieren die Aussteller mehr als 150 Weltpremieren und Neuheiten – mehr als bei der vergangenen Veranstaltung im Jahr 2024.

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