Damit Berlins Busse zuverlässig durch die Stadt kommen, brauchen sie vor allem eines: freie Wege. Blockierte Busspuren, Fahrzeuge in zweiter Reihe oder zugeparkte Haltestellen bremsen den Busverkehr immer wieder aus. Das kostet nicht nur Zeit: Falschparkende erschweren auch die barrierefreie Anfahrt an die Haltestelle und damit den sicheren und komfortablen Ein- und Ausstieg für alle Fahrgäste. Besonders betroffen sind Menschen, die auf einen möglichst direkten Zugang zum Bus angewiesen sind.
Mit der Kampagne „Wir stehen auf Busspuren. Du bitte nicht.“ macht die BVG ab sofort darauf aufmerksam, wie wichtig freie Busspuren, Haltestellen und Fahrwege für einen zuverlässigen Busverkehr sind. Herzstück der Kampagne sind auffällige Botschaften auf den Hecks der rund 1.700 BVG-Busse. Sie richten sich genau dorthin, wo sie wirken sollen: mitten in den Berliner Straßenverkehr.
„Wir arbeiten konsequent an den Dingen, die wir selbst beeinflussen können: an einer stabilen Personalsituation, modernen Fahrzeugen und einer leistungsfähigen Infrastruktur. Bei freien Wegen brauchen wir die Unterstützung der Berlinerinnen und Berliner. Denn jeder Bus, der ungehindert durchkommt, bringt viele Menschen zuverlässiger ans Ziel.“
Jenny Zeller-Grothe, Vorständin Betrieb und Personal der BVG
Wie viel schon kleine Verzögerungen ausmachen, zeigt eine Beispielrechnung für den Mariendorfer Damm, wo die Busspur besonders häufig von falsch parkenden Fahrzeugen betroffen ist: Wird jede Fahrt dort nur um eine Minute verlangsamt, verlieren die Fahrgäste allein zwischen 6 und 10 Uhr in Summe fast 50 Stunden Zeit – an einem einzigen Tag.
Weil Busspuren und zweite Fahrspuren leider immer wieder durch haltende oder parkende Fahrzeuge blockiert werden, wird die BVG auch selbst aktiv: Mit ihrem eigenen Team zur Busspurberäumung sorgt sie dafür, dass blockierte Bereiche möglichst schnell wieder frei werden. Rund 40 BVG-Sicherheitskollegen sind dafür im Einsatz und erfassen durchschnittlich rund 1.600 Vorgänge pro Monat. 2025 wurden mehr als 11.000 Fahrzeuge umgesetzt, im ersten Halbjahr 2026 waren es bereits rund 6.500. Die BVG erzielt daraus keine Einnahmen.
„Blockierte Busspuren, Zweite-Reihe-Parker oder zugeparkte Haltestellen machen unseren Kolleginnen und Kollegen hinter dem Steuer die Arbeit unnötig schwer. Jeder zusätzliche Spurwechsel mit einem bis zu 18 Meter langen Bus ist eine zusätzliche Belastung. Unsere Bitte ist deshalb ganz einfach: Haltet Busspuren und Haltestellen frei. Damit helft ihr unseren Fahrerinnen und Fahrern und allen, die mit unseren Bussen unterwegs sind.“
Ronny Dethloff, Leiter Betrieb Bus









