Vor fünf Jahren, am 26. Oktober 2021, wurde das Klimaticket in Österreich eingeführt. Zuletzt hatten laut Statistik Austria bereits 1,67 Millionen Haushalte in Österreich mindestens eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr, um rund 320.000 mehr als im Zeitraum 2019/20, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Den höchsten Anteil an Haushalten mit Öffi-Jahreskarte gibt es in Wien mit 75 Prozent vor Salzburg und Tirol mit jeweils 36 Prozent. Am günstigsten ist das Bundesland-Klimaticket in Vorarlberg und Salzburg, den höchsten Preis weist das Klimaticket Oberösterreich auf. Wo es gute Verbindungen gibt, können sich Pendlerinnen und Pendler mit dem jeweiligen Klimaticket viel Geld sparen, insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise, wie auch Beispiele des VCÖ zeigen.
Der VCÖ hat für einige Pendelstrecken die Kosten des jeweiligen Bundesland-Klimatickets mit den Spritkosten verglichen. So sind die Spritkosten auf der Strecke Attnang-Puchheim – Linz bei 220 Arbeitstagen mit durchschnittlich 3.970 Euro mehr als fünfmal so hoch wie die Kosten des Klimaticket Oberösterreich. „Die Ersparnis von rund 3.270 Euro entspricht de facto einem zusätzlichen Monatsgehalt“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Auf der Strecke Amstetten – St. Pölten können sich Pendlerinnen und Pendler mit dem regionalen Klimaticket fast 3.800 Euro pro Jahr ersparen, auf der Strecke Wolfsberg – Klagenfurt mehr als 3.100 Euro, auf der Strecke Bludenz – Bregenz mehr als 2.800 Euro und auf der Strecke Leibnitz – Graz fast 1.800 Euro.
Beim diesjährigen VCÖ-Bahntest gaben 61 Prozent der Fahrgäste an, in den vergangenen zwölf Monaten auf einzelnen Strecken vom Auto auf die Bahn umgestiegen zu sein. Der Erwerb eines Klimatickets wurde am häufigsten, nämlich von 70 Prozent, als sehr wichtiger Grund für den Umstieg vom Auto auf die Bahn genannt.
Bei der letzten Mikrozensus-Erhebung der Statistik Austria im Zeitraum 2024/25 hatten bereits 1,67 Millionen Haushalte in Österreich eine Jahreskarte des Öffentlichen Verkehrs. Im Vergleich zum Zeitraum 2019/20 nahm die Zahl der Haushalte mit Jahreskarte um 320.000 zu, macht der VCÖ aufmerksam. Im Vergleich zum Zeitraum 2009/2010 hat sich die Zahl der Haushalte mit Jahreskarte sogar fast verdoppelt, damals gab es 0,87 Millionen Haushalte mit Jahreskarte.
Österreichweit haben bereits 40 Prozent der Haushalte eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr. Spitzenreiter ist die Bundeshauptstadt Wien. 75 Prozent der Wiener Haushalte haben zumindest eine Öffi-Jahreskarte, während es nur 47 Prozent Auto-Haushalte gibt. Außerhalb Wiens liegen die westlichen Bundesländer an der Spitze, informiert der VCÖ. In Salzburg und Tirol haben jeweils 36 Prozent der Haushalte zumindest eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr, in Vorarlberg 33 Prozent. Knapp dahinter liegt Niederösterreich mit 32 Prozent der Haushalte mit Jahreskarte.
Bei den Preisen für die Bundesland-Klimatickets sind die Unterschiede groß, wie ein aktueller Vergleich des VCÖ zeigt. Das Klimaticket für das Land Salzburg kostet 399 Euro und für Vorarlberg 396 Euro, wenn man den Rabatt von 52 Euro einlöst. Alternativ kann man in Vorarlberg das Klimaticket um 448 Euro kaufen und dafür einen Gutschein im Wert von 90 Euro für Carsharing oder eine Radbox erhalten. Den höchsten Preis hat das Klimaticket Oberösterreich mit 703 Euro, vor dem Klimaticket Tirol mit 626 Euro.
Der VCÖ appelliert an die Betriebe und Unternehmen, ihre Beschäftigten mit einem steuerbegünstigten Öffi-Jobticket zu unterstützen. Mit dem Öffi-Jobticket wird das Pendeln mit dem Öffentlichen Verkehr, sei es die gesamte Strecke oder mit Park & Ride finanziell noch attraktiver.









