Ganzheitliche Mobilitätslösungen sind die Zukunft

Nahverkehrs-praxis sprach in Wien mit Alexander Ketterl, Leiter Geschäftsbereich Light Rail, Bombardier Transportation GmbH, über die Entwicklungen im Schienenfahrzeugmarkt.

Nahverkehrs-praxis: Herr Ketterl, wie entwickelt sich weltweit die Nachfrage nach Schienenfahrzeugen?

Ketterl: Der weltweite Markt entwickelt sich in allen Segmenten seit Jahren erfreulich positiv mit durchschnittlichen Wachstumsraten von ca. 2-3%. In Europa und speziell in Deutschland und Österreich sehe ich vor allem 3 generelle Trends für eine steigende Nachfrage:

o Im städtischen Bereich sehen wir aufgrund weiter stark steigender Fahrgastzahlen sowie aufgrund aufgescho-bener Ersatzbeschaffungen einen erheblichen Bedarf bei Straßen-, U- und S-Bahnfahrzeugen.

o Verkehre zwischen den Städten, somit auch Pendlerverkehre, nehmen ebenfalls stark zu. Hierfür müssen in den nächsten Jahren im Bereich der Infrastruktur und des Rollmaterials massive Ersatzbeschaffungen vorgenommen werden.

o Der Güterverkehr soll und wird ebenfalls deutlich zunehmen. Bombardier hat vor diesem Hintergrund kürzlich eine neue Multisystemlokomotive auf den Markt gebracht, um vor allem umweltschonend zu fahren.

Nahverkehrs-praxis: In der Schienenfahrzeugbranche machen immer mal wieder Fusionen sowie schwierige Situationen europäischer Hersteller und kapitalstarke asiatische Anbieter die Runde. Was erwarten Sie an weiteren Veränderungen und Herausforderungen?

Ketterl: Herausforderungen gab es für unsere Branche schon immer, nicht erst seit den angesprochenen Problematiken. Es ist nun mal so, dass sich nur derjenige mit dem wettbewerbsfähigsten Produkt langfristig erfolgreich am Markt etablieren kann. Dazu gehören neben dem Preis vor allem höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie innovationsstarke und nachhaltige State-of-the-art-Produkte.

Weiterhin orientiert sich der Markt richtigerweise zunehmend an den Lebenszykluskosten (LCC) und nicht nur an den reinen Investitionskosten. Dies ist allerdings noch nicht bei allen Kunden angekommen. Gefragt wird aber auch vermehrt nach kompletten Mobilitäts- bzw. Systemlösungen statt nach einzelnen Produkten. Hier sehen wir uns als Bombardier gut aufgestellt.

Nahverkehrs-praxis: Was heißt dies konkret für Bombardier?

Ketterl: Wir werden weiterhin unsere Forschung & Entwicklung vorantreiben und unsere Innovationskraft stärken sowie die besten Köpfe für Bombardier gewinnen. Mit unseren Produkten wollen wir letztendlich beim Kunden überzeugen. Die Kostenstruktionen müssen im globalen Kontext immer wieder wettbewerbsfähig optimiert werden. Die Schienenfahrzeugindustrie agiert mittlerweile sehr global – deshalb muss sich Bombardier auch weiter dem harten Wettbewerb stellen und sich auch immer wieder selbst hinterfragen und neu ausrichten. Konkret macht sich dies in der Spezialisierung unserer verschiedenen Standorte in der Produktion oder Entwicklung bemerkbar. Darüber hinaus gehen wir mit unseren Lieferanten strategische Partnerschaften ein, denn ohne deren Engagement wird uns die Transformation in die Zukunft nicht gelingen.

Nahverkehrs-praxis: Bleibt Ihr breites Lieferportfolio weiterhin bei Straßenbahnen, Metros, S- und Regionalbahnen bis hin zu Hochgeschwindigkeitszügen?

Ketterl: Hier ist mit einem klaren Ja zu antworten, denn die weltweite Nachfrage zeigt, dass insbesondere Schienenfahrzeuge das Rückgrat der Mobilität für die Zukunft darstellen.

Nahverkehrs-praxis: Ihre Kunden erwarten termingerechte und hochverfügbare Fahrzeuge. Dennoch ist immer wieder von Verzögerungen und Problemen bei Inbetriebnahmen und Zulassungen zu hören, auch für Ihr Unternehmen. Was unternehmen Sie und gibt es bereits deutliche Verbesserungen?

Ketterl: Natürlich ist es unser Ziel, die Fahrzeuge termingerecht und in bester Qualität zu übergeben. Dafür steht ein motiviertes und leistungsstarkes Team zur Verfügung.
Dennoch, auch uns gelingt dies manchmal leider nicht.

Grundsätzlich stehen bei uns Sicherheit und Qualität an erster Stelle. Manchmal aber fruchten auch die strengsten QM-Kriterien und besten Prozesse nicht. Die daraus resultierenden Fehler werden auf das Penibelste erfasst und umgehend abgestellt. Aber auch die High-Technology, mit der unsere Produkte immer wieder hervorstechen, brauchen trotz enger Liefertermine ausreichende Erprobung im Vorfeld.

Andererseits gibt es bei uns kein Produkt „von der Stange“. Unsere Fahrzeuge, z.B. auch die Straßenbahn FLEXITY, müssen immer den Bedürfnissen unserer Kunden angepasst werden, mit oft sehr individueller Beschaffenheit. Ein wichtiger Punkt ist auch der hohe Kosten- und Zeitdruck, der sich in der gesamten Wertschöpfungskette immer wieder bemerkbar macht. Die Lösung seitens Bombardier liegt u.a. auf der Spezialisierung der einzelnen Standorte und dem Zusammenspiel zwischen Rohbau, Endmontage und Entwicklung. Wir versuchen damit die Effizienz der einzelnen Standorte zu fördern und die Komplexität zu reduzieren.

Nahverkehrs-praxis: Die Gründe für die genannten Probleme sind oft ganz banal, insbesondere sind es aber Probleme mit der Software. Warum ist das immer wieder so, was sind die Gründe und wie lösen Sie dies?

Ketterl: Die Software ist in der Tat eines der Herzstücke der Fahrzeuge. Funktionalität und Zusammenspiel aller Komponenten wird heute komplett durch die Software übernommen. Die Zusammenhänge gerade in der gesamten Systemintegration sind hochkomplex.

Am Ende muss aber ein hocheffizienter und sicherer Betriebsablauf gewährleitet sein. Um dies sicherstellen zu können, müssen Software-Entwickler und Ingenieure die Fähigkeiten besitzen, sich in den gesamten Betriebsablauf bereits in einem sehr frühen Stadium des Projektes hineinzudenken. Daraus entstehen die Anforderungen für die Software, aber auch schon die dafür notwendigen Testroutinen im Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und Funktionen des Fahrzeuges. Dies bedeutet höchste Anforderungen an Entwicklungsprozess und Architektur der Software. Und genau hier liegt die größte Herausforderung für uns Hersteller.

Wir versuchen stets, die hellsten Köpfe für uns zu begeistern und wir investieren in Forschungsinitiativen und entwickeln gemeinsam mit Partnern und Lieferanten hochmoderne Software-Lösungen. Dies geschieht natürlich nicht von heute auf morgen. Manchmal braucht es auch kreative Lösungen, um allen individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Wir lernen aus jedem einzelnen Fehler und evaluieren regelmäßig. Konkret wurde bei Bombardier deshalb der Bereich SW/TCMS organisatorisch über alle Produktfamilien zusammengeführt, um ein leistungsstarkes Kompetenzzentrum aufzusetzen. Weiterhin wurde der gesamte Entwicklungsprozess der Software standardisiert und neu ausgerichtet. Dies bedeutet z.B., dass jegliche Software unter im Labor simulierten Realbedingungen vorgetestet und vorgeprüft werden kann.

Nahverkehrs-praxis: Worauf müssen sich die Betreiber hinsichtlich der Software einstellen, um eine Metro beispielsweise 40 Jahre in Betrieb zu halten?

Ketterl: Zunächst bedeutet dies ein gezieltes und langfristig wirkendes Obsoleszenz-Management, das natürlich auch im Zusammenspiel von Hard- und Software mit entsprechenden Vorkehrungen zu treffen ist. Dies setzt von Beginn an eine hohe Standardisierung von Hardware- und Software-Komponenten voraus, aber auch ein Spezialisten-Team, das sich ausschließlich um die Produktpflege über diesen langen Zeitraum kümmert. Enge Kunden-/Lieferantenbeziehungen sind ebenfalls sehr wichtig, um langfristig den Support gewährleisten zu können. Dies ist jedoch vertraglich abzusichern, sowohl mit den Komponenten- und Systemlieferanten als auch mit den Betreibern. Wir bieten unseren Kunden dazu langfristige Serviceverträge mit bis zu 24+8 Jahren an.

Nahverkehrs-praxis: Auch Bombardier bietet seinen Kunden die kompletten Instandhaltungsleistungen nach vereinbarten Preisen, Fahrzeugverfügbarkeiten, Qualitätsstandards etc. an. Wie stellen Sie über lange Zeit sicher, dass ihre Leistungen für die Betreiber stabil bleiben?

Ketterl: Das ist eine wichtige Frage für uns, denn wir gehen zunehmend weg von Projekten hin zu ganzheitlichen Mobilitätslösungen. Mit unserem Servicemodell FLEXCARE übernehmen wir diese Aufgabe für unsere Kunden wie gesagt mit bis zu 32 Jahren Laufzeit. Dadurch, dass sich aktuell z.B. mehr als 4.000 FLEXITY-Straßenbahnen im weltweiten Einsatz befinden, kennen wir die Leistungsstärke und die technischen Herausforderungen unserer Fahrzeuge sehr genau. Durch dieses Wissen können wir unseren Kunden auch überzeugende Serviceleistungen mit stabilen Konditionen und Planungssicherheit anbieten. Und vor allem, Bombardier trägt das Risiko.

Nahverkehrs-praxis: Wird sich ein solches Modell zunehmend durchsetzen? Oder wird es bei den „Altbetrieben“ mit deren oft effizienten Instandhaltungsstrukturen und langjährigen Erfahrungen beim „alten“ Modell bleiben?

Ketterl: Ein klares Ja, wie es die aktuelle Marktentwicklung zeigt. Im Vollbahnbereich, besonders in England, ist dies heute schon Standard. Im urbanen Bereich sehen wir gerade in den letzen vier Jahren in Österreich und Deutschland eine deutliche Tendenz zur sogen. Fremdvergabe.

Nahverkehrs-praxis: In der Schienenfahrzeugbranche wird immer wieder von Standardisierung sowie einfacher Tauschbarkeit von Baugruppen und Komponenten verschiedener Hersteller gesprochen. Sehen Sie da realistische Ansätze und einen erzielbaren Nutzen?

Ketterl: Im Regelfall können Lösungen von genereller Tauschbarkeit verschiedener Hersteller nur in Zusammenarbeit mit den Herstellern selbst erreicht werden. Insgesamt ist dies aber eine große Herausforderung, da die Interessenlagen und Randbedingungen wie nationale und überregionale Normen, regionale Supply Chain sowohl der Komponenten als auch der Fahrzeughersteller, sehr stark voneinander abweichen.

Nahverkehrs-praxis: Und noch eine letzte Frage: Batterie oder Brennstoffzelle für den Antrieb von Schienenfahrzeugen? Was macht Bombardier und wie sehen Sie die Zukunft für Strecken ohne Fahrdraht?

Ketterl: Bombardier hat für nicht- oder nur teilweise elektrifizierte Strecken einen Batterie-getriebenen Regionaltriebzug des Typs TALENT entwickelt, der letztes Jahr bereits vorgestellt wurde und demnächst in den Testbetrieb mit Fahrgästen geht. Die von uns verwendete Ladetechnik erlaubt ein vollständiges Aufladen der Batterien innerhalb von 7-11 Minuten und Reichweiten von derzeit ca. 40km. Eine signifikante Erweiterung der Reichweite ist darüber hinaus in Vorbereitung. Mit dieser Technik kann bereits ein Großteil der heute noch nicht elektrifizierten Strecken in Deutschland und Österreich bedient werden, da in der Regel der nächste Fahrdraht oder eine Lademöglichkeit nicht weit entfernt ist.

Nahverkehrs-praxis: Herr Ketterl, vielen Dank für das Gespräch.

Halbjahresbilanz der Bahnindustrie in Deutschland

Der

Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V

. zieht Bilanz für das

erste Halbjahr 2019

: Mit 5,2 Milliarden Euro erzielt die Bahnindustrie in Deutschland im Betrachtungszeitraum einen hohen Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt dieser um 3,7 Prozent. „Die Bahnindustrie in Deutschland spürt die internationale Konkurrenz, spürt die ungleichen Wettbewerbsbedingungen auf dem Weltmarkt.“, sagte Michael Fohrer, VDB-Vizepräsident Fahrzeuge. So sinkt der Exportumsatz um 5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, trübt die gute Gesamtbilanz. Auch im Inland generiert die Bahnindustrie mit 3,3 Milliarden Euro rund drei Prozent weniger als noch im Halbjahr 2018. Am umsatzstärksten bleibt der Bereich Rolling Stock, der rund 67 Prozent des gesamten Umsatzes ausmacht. Auf den Infrastrukturbereich entfallen rund 33 Prozent. Der Infrastrukturumsatz steigt um 6 Prozent, insbesondere im Inland wächst der Bereich um 10 Prozent an.
Die Auftragsbücher der Bahnindustrie in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2019 wieder sehr gut gefüllt. Das Auftragsvolumen von 8,1 Milliarden Euro beschreibt einen dynamischen Anstieg von rund 25 Prozent. „Ein robuster Wachstumskurs trotz schwierigem Marktumfeld. Einmal mehr Ausdruck der Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit unserer Branche.“, so Fohrer. Doch gerade die Stagnation im Wachstum des Infrastrukturbereichs im Heimatmarkt verwundere bei den umfassenden Vorhaben der Bundesregierung zur Kapazitätssteigerung des Schienenverkehrs und der Verdoppelung der Fahrgastzahlen. Die Ziele der Politik seien ambitioniert und richtig, doch Umsetzung und Finanzierung notwendiger Maßnahmen würden derzeit hinterherhinken. „Effektive Klimaschutzpolitik gelingt nicht ohne intelligente Klimaindustriepolitik“, so Fohrer.
Quelle: Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V.

Ausbildung bei Daimler Buses

Insgesamt

59 junge Männer und Frauen

sind am 9. September 2019

im

Neu-Ulmer Werk von Daimler Buses in ihr Berufsleben gestartet

. Die 50 neuen Auszubildenden verteilen sich auf die sechs Ausbildungsberufe Fachlagerist-/in, Fahrzeuginnenausstatter/-in, Fertigungsmechaniker/-in, Fahrzeuglackierer/-in, KFZ-Mechatroniker/-in und Industriekaufmann/-frau. Zudem haben mit einem dreiwöchigen Vorpraktikum auch neun junge Menschen ihr duales Studium bei Daimler Buses in Neu-Ulm begonnen. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Hochschulstudium und verschiedenen Praxisphasen am Standort Neu-Ulm. Die dualen Studiengänge werden in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg angeboten. Vier Studierende starteten ihr Studium im Fach Wirtschaftsingenieurwesen, fünf weitere in den Fächern BWL-Industrie, BWL-Digital Business Management und Elektrotechnik/Fahrzeugelektronik.
Quelle: Daimler AG

Siemens und VDL gestalten Zukunftstechnologien für elektrisches Laden

Mit der wachsenden Zahl von elektrischen Fahrzeugen am Markt steigen die Anforderungen an eine robuste Ladeinfrastruktur. Um ein

effizientes und flexibles Laden von elektrischen Bussen

und Lastfahrzeugen zu ermöglichen, arbeiten

Siemens und der niederländische Bushersteller VDL Bus & Coach (VDL)

nun

gemeinsam an zukunftsweisenden Gesamtlösungen für Depots

. Im VDL Charging Test Center hat Siemens die neuste Generation von

Schnellladestationen in Kombination mit einem Batteriespeichersystem

installiert. Dabei handelt es sich um das Interoperabilitätstest- und Prüfzentrum von VDL in Valkenswaard in den Niederlanden. Eine spezielle Schaltmatrix erlaubt es, die Leistungen der Ladestationen flexibel zusammenzuschalten. Gesteuert wird der Aufbau über eine Energiemanagement-Applikation, die auf MindSphere läuft, dem cloudbasierten, offenen IoT-Betriebssystem von Siemens. VDL führt mit diesen Technologien Interoperabilitäts- und Funktionstests mit elektrischen Fahrzeugen wie Bussen und Lastkraftwagen durch.
Interoperabilität ist gegeben, wenn die Technologien verschiedener Hersteller – sowohl auf Fahrzeug- als auch auf Ladeinfrastrukturseite – miteinander agieren und Informationen austauschen können.
Quelle: Siemens AG

34 Stadler-Lokomotiven für TRA in Taiwan

Stadler

hat die Ausschreibung für die Lieferung von

34 dieselelektrischen Lokomotiven

an die

Taiwan Railways Administration (TRA) in Taiwan

gewonnen. Für Stadler ist es die erste größere Serie von Schienenfahrzeugen, die in den pazifischen Raum geliefert wird. Gebaut werden die Lokomotiven im Stadler-Werk in Valencia. Stadler wurde von TRA als bevorzugter Anbieter für die Lieferung von 34 dieselelektrischen Lokomotiven auserkoren. Die Ausschreibung ist Teil eines größeren Programms von TRA zur Flottenerneuerung. Der Auftragswert liegt bei rund 165 Millionen Euro. Die Lokomotiven sind für den

Personen- und Güterverkehr

auf der Schmalspur – 1067 Millimeter – in Taiwan vorgesehen.
Quelle: Stadler Rail Group

Wo wird die nächste IAA stattfinden?

Beim Gespräch am 14.10.2019 im Frankfurter Römer mit Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Uwe Behm, Geschäftsführung Messe Frankfurt GmbH, und Ulrich Caspar, Präsident IHK Frankfurt am Main, betonte Dr. Martin Koers, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA): „Die

IAA Pkw

findet seit 1951 in Frankfurt am Main statt. Frankfurt mit seinem Drehkreuz der internationalen Verkehrsanbindung und seinem breiten kulturellen und gastronomischen Angebot ist ein international anerkannter Messestandort. Nicht ohne Grund wird die IAA gern auch als ‚Frankfurt Motor Show‘ bezeichnet. Der im März 2011 unterzeichnete Vertrag mit der Messe Frankfurt läuft bis Ende 2019 und umfasste die IAA 2013, 2015, 2017 und 2019.“
„Wie die gesamte Automobilindustrie wandelt sich auch die IAA: von einer Ausstellung hin zu einer umfassenden Plattform, auf der alle relevanten Akteure nachhaltiger, individueller Mobilität präsent sind – Hersteller, Tech-Unternehmen, Zulieferer, Mobilitätsdienstleister, Start-Ups. Das war bereits auf der IAA 2019 zu erleben und unterscheidet die IAA von allen anderen Mobilitäts-Events und Automessen“, unterstrich Dr. Koers.
„Die Hersteller und Zulieferer im VDA stehen geschlossen hinter der IAA und sind von ihrer Relevanz überzeugt. Gemeinsam entwickeln wir derzeit im Schulterschluss mit unseren Mitgliedsunternehmen im VDA ein neues Konzept für die IAA 2021. Wir wollen die IAA für alle so attraktiv machen, dass wir 2021 auch diejenigen Hersteller, die 2019 nicht teilnehmen konnten, wieder als Aussteller gewinnen können. Die Transformation der IAA ist auch dadurch gekennzeichnet, dass sie sich weiter von einer reinen Automobilausstellung hin zu interaktiven Formaten entwickelt, die den Dialog fördern und echte Erlebnisse stärken. Heute beschränken wir uns auf das Messegelände, morgen wollen wir neue Mobilität auch außerhalb der Messegrenzen in die Stadt zum Bürger tragen“, erläuterte Dr. Koers den strategischen Ansatz.
Die Standortfrage werde im VDA dann geklärt, wenn das neue IAA-Konzept vorliege und beschlossen sei. Das werde voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres der Fall sein. „Frankfurt ist weiterhin im Rennen, doch wir prüfen auch andere attraktive Optionen und sind mit mehreren Städten im Gespräch“, so Dr. Koers. Die Entscheidung über den Standort hänge auch davon ab, inwieweit der neue Ansatz – die neue Mobilität in die Stadt zum Bürger zu tragen – von der jeweiligen Stadt nachhaltig unterstützt werde. „Wir werden uns für den Standort entscheiden, der für die neue IAA die besten Voraussetzungen bietet“, sagte Dr. Koers.
Quelle: Verband der Automobilindustrie VDA

MAN Truck & Bus auf der Busworld 2019: Busse von heute für die Mobilität von morgen

Busse leisten einen wichtigen Beitrag, den aktuellen Herausforderungen in puncto Emissionen, Verkehrsaufkommen und bezahlbarer Mobilität für alle zu begegnen – ob im Stadt-, im Überland- oder im Fernverkehr. Dabei sollen die Fahrzeuge von heute fit für die Anforderungen der Mobilität von morgen sein. MAN Truck & Bus bietet mit seinen Marken MAN und NEOPLAN hier die passenden Lösungen für vielfältige Einsatzzwecke – und zeigt ein breites Portfolio auf der Busworld in Brüssel. Premieren auf dem Messestand sind der Lion’s City 19, der Lion’s Intercity mit D15 Motor sowie im Minibus-Bereich der eTGE Kombi und der TGE City. Erstmals der Öffentlichkeit zum Testfahren angeboten wird der vollelektrische MAN Lion’s City E. Neben den Produkten kommen natürlich auch die umfangreichen Services von MAN zur Sprache, wie MAN Transport Solutions oder die neuen MAN DigitalServices. Busworld-Besucher finden MAN am Stand 422 in Halle 4.

Weitere Informationen

Louise Öfverström wird Chefin des Finanzressorts bei Rolls-Royce Power Systems

Louise Öfverström

wird zum 1. Januar 2020

neue Finanzchefin des Rolls-Royce-Geschäftsbereichs Power Systems

und damit

Finanzvorständin der Rolls-Royce Power Systems AG

. Sie übernimmt die Aufgaben von Wolfgang Widlewski. Louise Öfverström (44) leitet derzeit Controlling, Accounting & Risk bei der thyssenkrupp Steel Europe AG in Duisburg. Sie sammelte in ihrer über 20jährigen Berufskarriere umfassende Erfahrungen in Finanzwirtschaft, Controlling, Risikomanagement, Unternehmensneuausrichtung und Restrukturierung. Die gebürtige Schwedin, die fließend deutsch und englisch spricht, war unter anderem auch beim Chemieunternehmen Clariant in der Schweiz, bei verschiedenen Unternehmen des MAN-Konzerns, beim Gashersteller Linde und bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in München tätig.
Quelle: Rolls-Royce Power Systems AG

Herbert Spiegel ist neuer Regionaldirektor Scania Mitte

Herbert Spiegel verantwortet seit dem 14. Oktober 2019 als

neuer Regionaldirektor

die

Region Scania Mitte

. Der 58-Jährige betreut in seiner Funktion die Haupt-Niederlassung Scania Frankfurt/Offenbach sowie die Niederlassungen Scania Kassel/Lohfelden, Scania Fulda/Eichenzell und Scania Gießen/Buseck. Zudem unterstützt er sieben freie Servicestützpunkte innerhalb der Region Scania Mitte.
Der gebürtige Österreicher ist seit vielen Jahren in verschiedenen Positionen der Pkw- und Nutzfahrzeugbranche in Österreich und Deutschland tätig gewesen, u. a. als Geschäftsführer und Direktor Retail Development. Herbert Spiegel folgt auf Frank Hagedorn, der die Scania Organisation verlassen hat.
Quelle: Scania Deutschland Österreich

Neues Mobilitätsangebot in Leipzig

Seit dem 13. Oktober testen die

Leipziger Verkehrsbetriebe

in Wiederitzsch, Breitenfeld und Lindenthal ihr

neues Angebot “Flexa”

. Exklusiv für den Leipziger Norden ergänzen die LVB damit im Pilotbetrieb bis Mitte März 2020 das bestehende Angebot. Damit wollen die LVB Erfahrungen sammeln sowie das neue Mobilitätsangebot stetig optimieren. Gefördert wird das Pilotprojekt als Test durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

im Rahmen des Programms “Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme”

.
“Flexa” ist ein

Mobilitätsangebot mit nahezu Tür-zu-Tür-Bedienung (auf Bestellung)

, um bequem und einfach die nächste Umsteigehaltestelle wie S- oder Straßenbahn zu erreichen. Damit wird innerhalb des Flexa-Bediengebietes der Binnenverkehr initiiert und gestärkt. Bestellt wird individuell über eine Smartphone-App oder per Telefon. Fahrtwünsche werden über eine digitale Plattform sinnvoll kombiniert – alles zum MDV-Tarif (Tarifzone 110).
Entwickelt wurde die digitale Plattform mit Unterstützung des Max-Planck-Institutes für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Ziel der jetzigen Pilotphase: Mit Hilfe von Nutzerhinweisen soll das Angebot schrittweise im Projektzeitraum weiterentwickelt und optimiert werden. Zum Projektende fließen die Nutzerhinweise sowie Befragungsergebnisse in die Mobilitätsforschung ein.
Quelle: Leipziger Gruppe