Damit die Räder der Straßenbahnen auch künftig überarbeitet werden können, hat die VAG Nürnberg gestern eine neue Unterflur-Radsatzdrehmaschine geliefert bekommen. Bis Ende November wird es dauern, bis die Installation, die Schulung des VAG-Personals und der Probebetrieb abgeschlossen sind und sie ihre Arbeit aufnehmen kann. Solange ist eine gemietete mobile Radsatz-Drehmaschine im Einsatz, die im Juli in einer anderen Halle aufgebaut wurde. Dies, um die Zeit zwischen dem Ausbau der alten und der Betriebsaufnahme der neuen Unterflurdrehmaschine zu überbrücken.
Der Verschleiß ist bei Straßenbahnrädern programmiert: Die Stahlräder rollen über Stahlschienen, übertragen Anfahr- und Bremskräfte. Die Spurkränze an den Rädern führen die Straßenbahn exakt in den Gleisen, über Weichen und durch Kurven hindurch, aber auch das nicht ohne Wirkung. Scheint das Rad auf den ersten Blick rund, so entpuppt es sich bei millimetergenauem Vermessen als Vieleck. Je höher die Laufleistung, umso mehr. Deshalb kommen alle 48 Straßenbahnen der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg regelmäßig in die Straßenbahnwerkstatt in der Heinrich-Alfes-Straße, um ihre Räder wieder in Form bringen zu lassen. Auch Schäden an den Rädern, zum Beispiel nach einer Notbremsung können Ursache für einen Werkstattaufenthalt sein.
Im Gegensatz zur alten Anlage aus dem Jahr 1997, die noch aus dem früheren Depot an der Maximilianstraße umgezogen worden war, dreht die neue Radbearbeitungsanlage die Räder ab, fräst nicht, was insgesamt schonender, ergonomischer und sicherer von statten geht. Insgesamt soll sich die Laufleistung der Räder erhöhen und die Wirtschaftlichkeit steigen.
Oliver Wolff ist CER-Vizepräsident
Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), wurde am Montag in Danzig (Polen) bei der Generalversammlung der CER, dem Spitzenverband der europäischen Bahnbranche, zum Vizepräsidenten gewählt. Er bleibt damit auch Mitglied des „Management Committee“, dem höchsten CER-Entscheidungsgremium, dem er seit 2012 angehört
VDV: Mildere Strafen für Schwarzfahrer sind kontraproduktiv und falsch
Mit großer Verwunderung hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) die Aussagen von NRW-Justizminister Peter Biesenbach zur Kenntnis genommen. In einem Zeitungsinterview setzte er sich dafür ein, das Schwarzfahren in Bussen und Bahnen künftig zu einer Ordnungswidrigkeit herabzustufen. Schwarzfahren ist in Deutschland eine Straftat und muss es aus Sicht des Verbandes und seiner rund 600 Mitgliedsunternehmen auch bleiben: "Solche rein politischen Aussagen, die scheinbar ohne genaue Kenntnis der Rechtslage getroffen werden, sind absolut kontraproduktiv. Damit schadet man den 95 % ehrlichen Fahrgästen, den Verkehrsunternehmen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Denn die bezahlen am Ende gemeinsam die Zeche, wenn Schwarzfahrer zu glimpflich davonkommen. Außerdem gibt es gute juristische Gründe, warum Schwarzfahren eine Straftat ist und auch bleiben muss", so VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff.
Eine Herabstufung des Schwarzfahrens zu einer Ordnungswidrigkeit würde beispielsweise bedeuten, dass die Kontrolleure nicht mehr die Möglichkeit zur vorläufigen Festnahme eines Schwarzfahrers im Sinne des Jedermanns-Recht hätten. "Eine Feststellung der Personalien vor Ort wäre damit so gut wie nicht mehr möglich. Das käme einem Freifahrtschein fürs Schwarzfahren gleich", so Wolff weiter. Auch das Argument der Entlastung bei den Behörden und öffentlichen Kassen, die momentan durch Schwarzfahrer entsprechenden Aufwand haben, lässt Wolff nicht gelten: "Man verschiebt die Belastung damit von der Landesbehörde Staatsanwaltschaft zu den Ordnungsbehörden auf kommunaler Ebene, die sich dann um die Ordnungswidrigkeiten kümmern müssten. Von einer Entastung der öffentlichen Hand kann also dabei keine Rede sein."
Abschreckende Wirkung nicht gefährden
Der Verband setzt sich deshalb auch weiterhin nachdrücklich dafür ein, dass Schwarzfahren eine Straftat im Sinne des Strafgesetzbuches ("Erschleichung von Leistung") bleibt. Denn durch das Begehen einer Straftat drohen den Schwarzfahrern härtere Konsequenzen bis hin zur Freiheitsstrafe. "Die abschreckende Wirkung einer drohenden Freiheitsstrafe als letzte Konsequenz ist absolut notwendig. Denn das auf zivilrechtlicher Basis erhobene Erhöhte Beförderungsentgelt wird heute schon häufig nicht bezahlt. So gehen den Verkehrsunternehmen jährlich 250 bis 300 Millionen Euro an Ticketeinnahmen durch Schwarzfahren verloren. Und alle ehrlichen Kunden müssen das über ihre Ticketpreise mitbezahlen", so Wolff abschließend.
Quelle: VDV
Best-Paper-Award der Nahverkehrs-Tage 2017 verliehen
Bereits zum 14. Mal fand die Fachtagung "Nahverkehrs-Tage" in Kassel statt, die alle zwei Jahre ein Thema aus dem Bereich des Öffentlichen Verkehrs aufgreift.
Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete: "Digital und Disruptiv – Neue Methoden für einen kundengerechten ÖPNV". Im Rahmen der Tagung wurde auch der Best-Paper-Award verliehen. Marten Pfannenschmidt von der Freien Universität Berlin ist der Gewinner des mit 1.500 Euro dotierten Best-Paper-Awards der Nahverkehrs-Tage 2017. Er konnte die Jury mit seinem Vortrag zum Thema „Analyse von Transaktionsdaten im Online-Ticketing mit Data-Mining-Methoden“ überzeugen. Der innovative Ansatz und die starke Praxisorientierung überzeugten die Jury, sowie die Teilnehmer der Veranstaltung. Marten Pfannenschmidt konnte sich über einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro freuen. „Der Best-Paper-Award bietet jungen Wissenschaftlern eine gute Gelegenheit, ihre Ideen vor einem großen Fachpublikum zu präsentieren und zu diskutieren.“, erklärt Prof. Dr. Carsten Sommer von der Universität Kassel, bei dem die wissenschaftliche Leitung der Fachveranstaltung liegt.
Quelle: mowin.net
ÖPNV im ländlichen Raum: Das Mitfahrsystem Taxito im Lutherntal
Das Mitfahrsystem Taxito im Napfgebiet wird nach einer zweijährigen Pilotphase auf den Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017 eingeführt. Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) testete zwei Jahre lang das neue Mitfahrsystem, welches in Ergänzung zum öffentlichen Verkehr steht. Ziel ist es, die Erschliessung von dünn besiedelten Gebieten zu verbessern. Seit Juni 2015 prüfte der VVL in der Region Luthern/Willisau/Zell in Zusammenarbeit mit den Gemeinden das Mitfahrsystem Taxito.
Die Zahl der Benutzer wurde während der Versuchsphase kontinuierlich von 33 aufüber 80 Fahrten pro Monat gesteigert, was den Zielvorgaben entspricht. Die durchschnittliche Wartezeit an den vier Haltepunkten betrug unabhängig von Tages-und Jahreszeit knapp 4 Minuten.
Zuverlässig und sicher
Beim Verkehrsverbund Luzern (VVL) sowie den Partnern zieht man nach Abschluss der Pilotphase eine erfreuliche Bilanz, sagt Pascal Süess, Geschäftsführer des VVL: "Taxito und der öffentliche Verkehr ergänzen sich gut. Die mit dem Projekt gewonnenen Erfahrungen waren in punkto Akzeptanz und Sicherheit vollumfänglich positiv. Deshalb haben wir uns entschieden, Taxito ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 definitiv einzuführen." Die vier Taxito-Haltestellen Willisau Leuenplatz, Zell, Luthern Post und Luthern Bad werden somit weiterbetrieben. Eine Fahrt kostet weiterhin 2 Franken.
Chance für ländliche Gebiete
In ländlichen Gebieten ist die schwache Nachfrage eine grosse Herausforderungbeim Ausbau des öV-Angebots über dem gesetzlich verankerten Grundangebot. Zudem ist der Anteil des Individualverkehrs an der gesamten Mobilität sehr hoch. "Mit solchen neuen Ansätzen möchte der VVL die Mobilität in dünn besiedelten Gebieten und abseits der Hauptachsen gelegenen Quartieren weiter verbessern", erklärt VVL-Geschäftsführer Pascal Süess. "Taxito bietet daher eine Chance für die Erschliessung von ländlichen Gebieten."
So funktioniert Taxito
Verantwortlich für das Projekt ist das Berner Unternehmen Taxito AG. Dieses betreibt elektronisch gesteuert Haltestellen – Tafeln an definierten Punkten.Dort kann jede Person, die ein Handy besitzt, ohne Voranmeldung ihren Fahrwunsch an Taxito über mitteln. An der Tafel leuchtet danach die gewünschte Destination auf, welche für jeden vorbeifahrenden Automobilisten sichtbar ist. Dieser kann nun ebenfalls ohne jede Voranmeldung den Fahrgast zu seinem Ziel bringen.
9. VSB Busschule erfolgreich gestartet
Am Montag, den 11. September 2017 hat für alle Schüler im Schwarzwald-Baar-Kreis (VSB) wieder ein neues Schuljahr begonnen. „Vor allem für Erstklässler ist es eine völlig neue Erfahrung. Sie müssen ihren Schulweg meistern – ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber auch Schulwechsler müssen sich neu orientieren, neue Bahn- oder Buslinien nutzen oder überhaupt das erste Mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln ihren Schulweg bestreiten. Deshalb sind alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Vorsicht und Rücksicht im Straßenverkehr aufgerufen“ mahnt Thomas J. Mager, Geschäftsführer vom Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar.
Mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler nutzen täglich die VSB Busse und Bahnen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Für den Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar Grund genug, sich mit speziellen Angeboten um die jungen Fahrgäste zu kümmern. Fit für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel werden die Jüngsten mit der VSB Busschul-Trainerin, die bis November 62 Klassen mit mehr als 1.100 Schülerinnen und Schülern alles rund ums sichere Busfahren beibringt. Seit 2009 ist die VSB Busschule für Schulkinder der 1. und 5. Klasse als gemeinsames Projekt von Landkreis und VSB ein Erfolgsmodell. Die örtlichen Busunternehmen als 3. Projektpartner stellen kostenlos Busse mit Fahrern zur Verfügung, um nach der Theoriestunde dann auch den praktischen (Verhaltens-) Teil der Busschule rund um Haltestelle und Bus zu absolvieren.
Neuer Browserclient für die App der Nahverkehrs-praxis
Die App der Nahverkehrs-praxis hat ein Update erhalten und bietet mit der Version 3 nun folgende neue Funktionen für Sie:
E-Mail und Passwort ändern
Ab sofort können Sie Ihre E-Mailadresse und das Passwort in Pegasus ändern und zurücksetzen.
Abonnement-Angaben einsehbar
Im User-Profil des Browserclients können Sie Ihre Abos und deren Laufzeit, wie bereits in der App, einsehen.
Mobil optimiert
Die mobile Darstellung des Browserclients wurde nun auch optimiert. So können Sie auch vom Smartphone aus auf die neue Version zugreifen.
Browserunterstützung
Folgende Browser unterstützen den Browserclient v3; Internet Explorer 11.x, Microsoft Edge 12.x, Apple Safari 9.x, Firefox 50.x, Google Chrome 39.x.
25 Jahre Karlsruher Modell
Durch die Inbetriebnahme der Stadt-Umland-Verbindung zwischen Karlsruhe und Bretten-Gölshausen am 25. September 1972 wurde das weltweit erste Modell einer Zweisystem-Stadtbahnstrecke aus der Taufe gehoben. Mit einer Sonderfahrt von Karlsruhe nach Bretten und einem Festakt am Brettener Rathaus hat die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) am heutigen Sonntag das 25-jährige Bestehen des „Karlsruher Modells“ gefeiert. Gäste aus der Politik und zahlreiche Wegbereiter des „Karlsruher Modells“ blickten zusammen mit der AVG-Geschäftsführung auf die bisherige Erfolgsgeschichte dieses Nahverkehrskonzepts zurück, das weltweit Beachtung und Nachahmer gefunden hat.
Ein Jahr geminiptc: Zwölf Kunden, 20 Projekte und ein Seminar
Ein Jahr ist geminiptc nun am Markt. Pünktlich zum Geburtstag der Firma zieht Gründer und Geschäftsführer Kay Tewes ein erstes Zwischenfazit und kündigt ein neues Seminarformat an. "Es ist unfassbar, wie schnell alles ging und wie gut mein neues Konzept vom Markt angenommen wurde", so Kay Tewes. "Die Idee, nicht als klassischer Berater im ÖPNV-Bereich tätig zu sein, sondern sich auf die aktive Bearbeitung von Vertriebsaktivitäten zu stützen und vor allem dabei die Anbieter von neuen Produkten für Bus und Bahn anzusprechen, wurde hervorragend angenommen", Kay Tewes weiter. Zwölf Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen sind bereits Kunden. Darunter sind Anbieter von Funk- und Kommunikationslösungen, die ein neues Produkt für Bus und Bahn platzieren oder E-Ticketinganbieter, die in ausländischen Märkten tätig werden möchten genauso wie Ridesharinganbieter, die in Kontakt mit den Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen kommen wollen oder ausländische Anbieter von Fahrgastinformationssystemen. Sie alle stützen sich auf das Know-how und das Netzwerk der geminiptc. Ob auf der Ebene der Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger, in der Politik, oder bei anderen Dienstleistungsunternehmen, mit denen man gemeinsam Aufträge gewinnen möchte – geminiptc knüpft die richtigen Kontakte und stellt sicher, dass Aufträge gewonnen werden.
"Zu Anfang dachte ich, dass der Hauptteil der Arbeit sicher in der Bearbeitung von vorliegenden Ausschreibungen liegt: Mit wem man anbietet und wie das Produkt platziert werden und kalkuliert werden muss. Dies ist sicherlich noch ein großer Teil des Auftragsvolumens, jedoch merken wir immer mehr, wie wichtig die vorbereitenden Arbeiten sind und wie viel mehr Raum sie im Alltagsgeschäft einnehmen. Dazu gehört es, potenzielle Aufgabenträger kennenzulernen, Partner zu suchen und das Produkt auf den ÖPNV hin zu entwickeln", hat der Firmeninhaber festgestellt. Nun möchte geminiptc sein Branchenwissen weitergeben und veranstaltet dazu eine eigene Seminarreihe.
Eigene Seminarreihe startet im Oktober
Am 19. und 24. Oktober wird jeweils ein eintägiges Kleingruppenseminar angeboten zum Thema: Einstieg in die ÖPNV-Welt – Wie komme ich verdammt nochmal an Aufträge?
Das Seminar bietet folgende Themen:
- Wer sind Ihre Kunden? Wie ticken Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger? Wie sieht das Innenleben eines Verkehrsunternehmens aus?
- Wie läuft der Beschaffungsprozess ab? Eine Kurzeinführung in das Ausschreibungsrecht, Finanzierungen und Förderungen.
- Wie sieht die Konkurrenzsituation aus? Wer sind die großen Player, die für Ihr Unternehmen eine Konkurrenz darstellen können?
Das Seminar soll Gelegenheit geben, Ihr spezielles Vertriebskonzept anzugehen und zu analysieren
- Was ist mein Produkt? Wie passt es in die aktuelle Nahverkehrslandschaft? Gibt es Konkurrenz?
- Wie sieht das Potenzial meines Produktes aus? Wie viele Interessenten gibt es, wer muss oder kann aktiviert werden?
- Gibt es bereits etablierte Unternehmen, mit denen ich kooperieren könnte?
Darüber hinaus wird es eine Kurzeinführung in Marketing und Vertrieb geben, speziell für diesen Markt zugeschnitten:
- Wie sieht der optimale Marketing-Mix aus?
- Was sind gute Kanäle, welche Veranstaltungen, Medien und Partner muss ich bedienen?
Die Teilnahme wird mit 190 Euro für einen Tag berechnet (zzgl. MwSt.). Anmeldungen sind unter info@geminiptc.com bis zum 30. September möglich.
ÜSTRA Vorstand und Hannovers Polizeipräsident unterzeichnen Sicherheitskooperationsvertrag
Vor dem Hintergrund einer erhöhten, wenn auch abstrakten Gefährdungslage haben André Neiß, Vorstandsvorsitzender der ÜSTRA, und Polizeipräsident Volker Kluwe, im Beisein von Peter Bierschwale, ÜSTRA Vertriebsleiter, und Mathias Lindscheid, protec Geschäftsführer, am 21.09.2017, die zwischenzeitlich aktualisierte Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG und der Polizeidirektion Hannover mit ihren Unterschriften besiegelt. Polizeipräsident Kluwe erinnerte bei dieser Gelegenheit an eine für die Polizeidirektion Hannover sehr schwierige Einsatzsituation und erklärte, dass „im Zuge des abgesagten Länderspiels 2015 einmal mehr deutlich geworden ist, wie wichtig es ist, an einem Strang zu ziehen und wie gut das Zusammenspiel mit der ÜSTRA geklappt hat.
“Bereits Ende Mai 2005 sind die Hannoversche Behörde und die ÜSTRA eine Kooperation, mit dem gemeinsam erklärten Bestreben, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Hannover zu erhöhen, Kriminalität wirksam vorzubeugen sowie Gefahren frühzeitig zu erkennen, eingegangen.
Diese Allianz mündete schließlich in der Initiative zur Aufklärung und Beratung der Betreiber und Nutzer des Öffentlichen Personenverkehrs (ÖPV). Ziel dieser Kampagne ist es, die in direktem Kontakt mit den öffentlichen Verkehrsbetrieben stehenden Personen unter der Überschrift „Aufmerksam unterwegs“ für verdächtige Situationen und Personen zu sensibilisieren.
Nach den terroristischen Anschlägen mit islamistischem Hintergrund in Europa und hier insbesondere dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin gilt auch für die Bundesrepublik Deutschland eine erhöhte, wenn auch abstrakte, Gefährdungslage. Volker Kluwe betonte: „Vor diesem Hintergrund, ist es mir ein wichtiges Anliegen, unsere seit langen Jahren währende und sehr wertvolle Zusammenarbeit in Form eines aktualisierten Sicherheitskooperationsvertrages heute erneut schriftlich zu besiegeln.“
Darüber hinaus geht es bei der Kooperation insbesondere aber auch um die tägliche Zusammenarbeit bei Alltagsdelikten. Dafür werden die Mitarbeiter der ÜSTRA und protec sensibilisiert und gezielt fortgebildet. Zudem soll der regelmäßige Austausch beim Einschätzen von Gefährdungslagen sowohl der ÜSTRA als auch der Polizei helfen, entsprechende vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.
In diesem Gesamtkontext wurde die bereits seit Jahren bestehende Kooperationsvereinbarung evaluiert, weiterentwickelt und unter der Überschrift „Aufklärung und Beratung von Betreibern des ÖPV zur Früherkennung geplanter Anschläge“ den Rahmenbedingungen, die sich u.a. mit Informationswegen, der Kategorisierung gefährdeter ÖPV-Anlagen, Evakuierungsprozessen sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch Infrastruktur, einheitlichen Qualifikationsstandards und IT-Sicherheit beschäftigen, angepasst. „Die Zusammenarbeit und Unterstützung der Polizei in den täglichen Abläufen sowie die Fortbildung unserer ÜSTRA Mitarbeiter und unserer Tochterfirma protec ist für uns nicht nur eine Pflicht, sondern eine Herzensangelegenheit für die Sicherheit unserer Fahrgäste“, macht André Neiß deutlich.

