In einem gemeinsamen Projekt arbeiten MOIA, das Mobilitätsunternehmen im Volkswagen Konzern (VW), und die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) daran, ein neues umweltfreundliches Mobilitätsangebot für Hamburg zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts soll 2018 ein Shuttle-on-Demand-Service mit umweltfreundlichen Elektrofahrzeugen starten, der den öffentlichen Nahverkehr ergänzen und eine attraktive Alternative zum privaten Pkw bieten wird.
Die Kunden können den Service per Smartphone-App buchen und geben Standort und Ziel ein. Der MOIA-Shuttle bedient dann Fahrtanfragen verschiedener Personen, die in eine ähnliche Richtung unterwegs sind. Über einen Algorithmus werden diese miteinander kombiniert, die Routen geplant sowie Fahr- und Ankunftszeiten individuell berechnet. Die geplante Integration in die switchh-Plattform der HOCHBAHN wird das bestehende Angebot an online buchbaren Carsharing-Fahrzeugen und Leihfahrrädern um eine neue umweltfreundliche „Shared Mobility“-Lösung erweitern.
Schwebebahnlieferung vorerst eingestellt
Am 19. Mai hat es auf dem nördlichen Streckenabschnitt der Schwebebahn zwischen Pestalozzistraße und Westende in einer Kurve eine leichte Berührung eines neuen Fahrzeugs mit dem Gerüst gegeben. Dieser völlig einmalige Vorfall wird, auch wenn für die Fahrgäste keinerlei Gefahr bestand, von den Wuppertaler Stadtwerken sowie vom Hersteller der Fahrzeuge sehr ernst genommen.
Es wurden augenblicklich Geschwindigkeitsbegrenzungen in Kurven ausgesprochen. Die Flotte wurde auf Schäden untersucht, mit dem Ergebnis, dass es keine weiteren Schäden gibt. Das Gerüst wurde durchgecheckt, kein Befund. Die technische Aufsichtsbehörde ist informiert und das entsprechende Fahrzeug wird nun in Vohwinkel demontiert, um dem Vorfall auf die Spur zu kommen.
Derzeit wird kein neues Fahrzeug geliefert und kein altes verlässt die Schiene. Die Analyse des Vorfalls kann einige Wochen dauern.
Knorr-Bremse und LB Foster kooperieren bei Spurkranz-Schmiersystemen
Knorr-Bremse vertreibt Spurkranzschmiersysteme für Schienenfahrzeuge des US-amerikanischen Unternehmens LB Foster. Das Vertriebsabkommen gilt für die DACH-Region sowie für Polen und Südafrika. Bisher hatte LB Foster seine Spurkranzschmiersysteme in Mitteleuropa und Südafrika vor allem dezentral über lokale Händler abgewickelt. Die Partnerschaft ist bereits bei einem ersten Großprojekt erfolgreich. Aktuell rüsten die beiden Unternehmen 240 TRAXX-Lokomotiven von Bombardier Transportation für den südafrikanischen Betreiber Transnet Freight Rail (TFR) mit Spurkranzschmiersystemen und Schmierstiften aus. Knorr-Bremse ist an dem Auftrag mit der Entwicklung und Lieferung der Bremssysteme beteiligt.
15 Jahre ODEG
Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) feiert 15-jähriges Jubiläum. Vor 15 Jahren wurde die ODEG in Parchim gegründet. Die Hamburger Hochbahn AG und die Prignitzer Eisenbahn GmbH erhielten damals als Bietergemeinschaft den Zuschlag nach einer europaweiten Streckenausschreibung vom Land Mecklenburg-Vorpommern, sie hatten sich gegen diverse Wettbewerber der Bahnbranche durchgesetzt. Somit stand der Gründung im Jahr 2002 nichts mehr im Weg. Der Hamburger Hochbahn fehlte zwar die Erfahrung im Schienenpersonennahverkehr, diese brachte die Prignitzer Eisenbahn mit, bei der wiederum die finanziellen Mittel knapp waren.
42 Triebfahrzeuge auf 1.200 Kilometern
Stetig hat sich die ODEG weiter entwickelt, von einem kleinen Start-up mit anfänglich 30 Personen ist die ODEG heute mit ihren 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine ernst zu nehmende Privatbahn in der Eisenbahnverkehrsbranche. Auf zurzeit elf Linien, fahren auf rund 1.200 Streckenkilometern, 42 Triebfahrzeuge, vom Typ 14 RegioShuttle RS1, KISS, Desiro Classic und GTW und erbringen jährlich 11 Millionen Zugkilometer. Die Instandhaltung der Fahrzeugflotte erfolgt über ihre 100%ige Tochter, der ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft.
Mehrheit der Fahrgäste mit ÖPNV zufrieden
In Hamburg, Berlin und München gibt es nach Meinung der Fahrgäste den besten öffentlichen Personennahverkehr. Und auch insgesamt sind die meisten ÖPNV-Nutzer zufrieden, jedoch gibt es regional deutliche Unterschiede, so eine Studie von myMarktforschung.de.
Sieben von zehn Befragten (61,7 Prozent) sind zufrieden mit dem Nahverkehr, jedoch gibt es auch noch Luft nach oben: Sehr zufrieden ist nur jeder Zwölfte (8,4 Prozent). Besonders positiv äußerten sich Befragte in Hamburg, 82,8 Prozent gaben an, dass der dortige Verkehrsverbund ein gutes Angebot liefert. Ebenfalls zufrieden sind die Fahrgäste in Berlin (79,1 Prozent Zufriedenheit) und München (75 Prozent). Wichtige Aspekte für die Zufriedenheit der Kunden sind laut der Experten von mymarktforschung.de sichere Haltestellen, pünktliche und gut getaktete Züge. Punkten können die Verkehrsbetriebe außerdem mit attraktiven Preisen und einem sympathischen Image. Hier können einige Anbieter noch nachbessern, um die Zufriedenheit ihrer Kunden weiter zu steigern.
Verbesserungspotenzial gibt es zum Beispiel in Essen, die Ruhrgebietsmetropole erreicht unter den zehn Städten den letzten Platz: Nur 60 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden. Ein möglicher Grund dafür kann Personalmangel sein; einige Verbindungen konnten daher bis April 2017 nur eingeschränkt bedient werden. Auch die Betriebe in Frankfurt (64,5 Prozent Zufriedenheit) und Dortmund (66,5 Prozent Zufriedenheit) schneiden im Vergleich weniger gut ab.
Neuer EBE-Service der BVG
Wer ohne gültiges Ticket in Bus und Bahn unterwegs ist, zahlt deutschlandweit einheitlich ein Erhöhtes Beförderungsentgelt (EBE) von 60 Euro. Stammkunden der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) können sich den größten Teil dieser Summe ersparen. Wer einen personalisierten Fahrschein besitzt, ihn aber bei einer Kontrolle nicht dabei hat, kann sein Ticket bei der BVG nachreichen und zahlt dann nur 7 Euro. Bisher mussten die vergesslichen Fahrgäste dafür ins EBE-Kundenbüro in der BVG-Zentrale kommen.
Das ist nun nicht mehr nötig. Mit einem neuen Online-Portal verbessert die BVG ihren Service und erspart vielen Kunden den Weg in die Holzmarktstraße. Es reichen ein paar Klicks, und das gescannte Ticket kann ganz einfach hochgeladen werden. Auch alle weiteren Schritte bis zur Zahlung des ermäßigten EBE lassen sich nun bequem online erledigen.
Das neue Serviceangebot kann aber auch von Fahrgästen genutzt werden, die in den Verkehrsmitteln der BVG ohne gültigen Fahrschein unterwegs waren. Von A wie Adressänderung bis Z wie Zahlung in Raten finden sich dort Hilfestellungen und Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Erhöhten Beförderungsentgelt. Eine kurze Anmeldung über die Nummer auf dem EBE-Beleg genügt, um das Online-Serviceangebot zu nutzen.
Zug ist beliebtestes öffentliches Fernverkehrsmittel
Fast ein Drittel der Deutschen (28,9 Prozent) fährt häufiger auf Langstrecken mit dem Zug als noch vor zehn Jahren, weitere 38,9 Prozent fahren genauso oft. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Innofact im Auftrag von Trainline unter 1032 Deutschen.
Dabei zeigt sich, dass der Zug heute im Fernreiseverkehr das öffentliche Verkehrsmittel Nummer eins ist. Im Inland ist der Spitzenplatz unangefochten: Mehr als zwei Drittel (67,2 Prozent) nennen die Bahn als bevorzugtes Reisemittel. Die Nummer zwei ist der Fernbus (27,9 Prozent). Doch nicht nur innerhalb Deutschlands ist die Bahn die Nummer eins, auch bei Reisen in Nachbarländer hat sie das Flugzeug überholt: Mit 39,2 Prozent gegenüber 38,6 Prozent liegt sie knapp vorn.
KM nimmt automatische Fahrgastzählsysteme von DILAX in Betrieb
Koleje Mazowieckie (Masowische Eisenbahnen, kurz KM) hat 69 Fahrzeuge mit modernen DILAX Zählsystemen ausgestattet. Das System ist mit anderen Zählsystemen kompatibel, die bereits in den Fahrzeugen existieren oder zukünftig verbaut werden. Mit Hilfe des neuen Zählsystems soll das Angebot optimiert und besser an die Bedürfnisse der Fahrgäste angepasst werden.
KM hat die Fahrzeuge ER 75 „Flirt“, Doppelstockwagen von Bombardier und PESA, mit dem automatischen Fahrgastzählsystem von DILAX ausgestattet. Das System liefert nicht nur präzise Fahrgastzähldaten, sondern ist durch die Software DILAX Citisense auch in der Lage, Daten von anderen Zählsystemen zu empfangen und auszuwerten. Dadurch können nun einheitliche Berichte für eine Fahrt, eine Haltestelle oder eine Linie erstellt werden.
Das Zählsystem von DILAX ist mit anderen Zählsystemen kompatibel, die bereits in den Fahrzeugen von KM in Betrieb sind oder zukünftig installiert werden. Das System kann durch die GPS-Koordinaten des Fahrzeugs die richtige Haltestelle erkennen und die Zähldaten entsprechend zuordnen. Basierend auf dem Prinzip der doppelten Lichtschranke ermitteln die Sensoren, die im Türbereich montiert sind, die Bewegungsrichtung der Fahrgäste und deren Anzahl. Die Ergebnisse werden von jeder Tür an den Bordcomputer des führenden Fahrzeugs gesendet, der sie dann drahtlos per GSM an den Server von KM überträgt. Die empfangenen Daten werden hier bearbeitet, zusammengefasst und ausgewertet. Dadurch entstehen einheitliche Berichte für einzelne Haltestellen, Fahrzeuge und Linien für entsprechende Zeitspannen (wöchentlich, monatlich, vierteljährlich, jährlich).
Allianz pro Schiene: Verkehrspolitik gefährdet Klimaschutz
Der stetig wachsende Straßenverkehr ist für den EU-weiten Anstieg der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das geht aus dem Bericht der Europäischen Umweltagentur hervor, der gestern in Kopenhagen vorgestellt wurde. Demnach werde rund ein Fünftel aller Treibhausgase durch den Verkehr verursacht, vor allem durch die wachsende Zahl an Diesel-Pkw und der Zunahme des Lkw-Verkehrs.
„Der Bericht der Europäischen Umweltagentur zeigt einmal mehr: Schönreden hilft dem Klima nicht“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, dazu am Donnerstag in Berlin. „Auch in Deutschland ist der Verkehr der einzige Wirtschaftssektor, dem es nicht gelingt, seine Schadstoffemissionen in den Griff zu bekommen. Das ist die bittere Quittung für die Verkehrspolitik der Bunderegierung, die sich gerne ein grünes Image gibt, hinter den Kulissen dagegen Pkw und Lkw protegiert und Umweltskandale ungestraft lässt. Auf der Schiene wird dagegen schon heute 90 Prozent der Verkehrsleistung elektrisch erbracht. Mehr als 40 Prozent des Bahnstroms kommt aus Erneuerbaren Energien. Nur wenn wir konsequent mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern, können wir uns nachhaltig vor immer mehr Abgasen in der Luft schützen.“
VDV begrüßt Steuerentlastung für Elektro- und Hybridbusse
Der Bundestag hat in seiner Sitzung vom 1. Juni auf Empfehlung seines Finanzausschusses Änderungen des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes beschlossen. Mit dieser Gesetzesänderung sind auch deutliche Steuerentlastungen für Elektro- und Hybridbusse im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verbunden. Der Beschluss umfasst darüber hinaus die Verlängerung des ermäßigten Steuersatzes für Erdgasbusse. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sieht sich damit in seinen Forderungen bestätigt:
„Das ist eine wichtige Entscheidung im Hinblick auf die Förderung emissionsarmer und umweltfreundlicher Mobilität im ÖPNV, die wir sehr begrüßen. Durch diese Steuerentlastungen wird der Einsatz von Elektro-, Hybrid- und Erdgasbussen für die Verkehrsunternehmen wirtschaftlicher und somit attraktiver. Wir fordern schon länger, dass es bei Stromsteuer und EEG-Umlage keinen Unterschied zwischen Bussen und Bahnen geben darf. Zumindest bei der Stromsteuer gibt es jetzt eine Gleichbehandlung. Dieser Schritt muss auch bei der EEG-Umlage folgen“, so VDV-Vizepräsident Ingo Wortmann.

