MAN forscht mit am Hybridbus von Morgen

MAN Truck & Bus beteiligt sich an dem EU-Forschungsprojekt ECOCHAMPS. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung der Hybridtechnologie in verschiedenen Einsatzfeldern. Unter dem Schirm des EU-Projekts „Horizon2020“ befasst sich ECOCHAMPS mit der Weiterentwicklung der Hybridtechnologie in Pkw ebenso wie in Nutzfahrzeugen. Ziel des insgesamt 26-köpfigen Konsortiums ist die Entwicklung eines effizienten, kompakten, robusten und kostengünstigen Hybrid-Antriebsstrangs für die verschiedenen Einsatzzwecke. Als einer der beteiligten Partner wird MAN einen Hybridbus aufbauen, der bis zu 20 % Effizienzverbesserung im Antriebsstrang realisieren soll.

Beitrag für einen emissionsarmen Verkehr

Grundsätzlich sieht MAN den Hybridantrieb als derzeit sinnvolle Ergänzung des Produktportfolios. Sowohl als Brückentechnologie bis zur Markteinführung der reinelektrischen Linienbusses als auch als Ergänzung für den Einsatz beispielsweise in Zubringerverkehren vom außerstädtischen Bereich in die Innenstädte können Hybridbusse einen wertvollen Beitrag zu einem emissionsarmen Verkehr leisten. Weiterhin kann die Hybridtechnologie auch in Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb einen Beitrag nicht nur zur Umweltschonung sondern auch zur Wirtschaftlichkeit leisten, indem Bremsenergie rekuperiert, kurzfristig gespeichert und beispielsweise für Nebenantriebe genutzt wird.

Vorstellung im 4. Quartal

Daher entwickelt MAN im Rahmen des Projekts ein Konzept für ein Basisfahrzeug mit elektrischem Antriebsstrang. Je nach Kundenwunsch kann dann eine unterschiedliche Energiequelle integriert werden wie beispielsweise ein Dieselgenerator oder eine Brennstoffzelle. Auch die Ausstattung mit mehr Speicherkapazität zu einem rein batterieelektrischen Fahrzeug, das im Depot geladen wird, ist dann einfach möglich. Diesen im Rahmen des Projekts ECOCHAMPS aufgebauten Basis-Hybridbus wird MAN im 4. Quartal 2017 der Öffentlichkeit vorstellen.

Neue Ausgabe der Nahverkehrs-praxis erschienen!

Digitale Technologien bestimmen, wie Verbraucher sich informieren, kommunizieren und wie sie ihre Kaufentscheidungen treffen. Smartphones und Tablets sind in zahlreichen Branchen inzwischen eine der wichtigsten
Kontakt- und Schnittstellen zum Kunden. Auch im Öffentlichen Personennahverkehr nutzen Fahrgäste digitale Services, um die Fahrt mit Bus und Bahn zu planen, Zugang zum Nahverkehrssystem zu erhalten und sich rund um den ÖPNV zu informieren. Mehr dazu lesen Sie im Leitthema der neuen Ausgabe!
Alle Themen der Juni-Ausgabe im Überblick

IBS SAMES Teil der Hübner Gruppe

Der Ingenieurdienstleister IBS SAMES Engineering GmbH wurde im ersten Quartal 2017 von der Unternehmensgruppe HÜBNER übernommen. Die HÜBNER Gruppe profitiert hierbei vor allem im Bereich von Fahrwerksystemen für Schienenfahrzeuge von dem Know-how der Mitarbeiter und der inhaltlichen Nähe zu dem Schwesterunternehmen HEMSCHEIDT Fahrwerktechnik GmbH & Co. KG. Beide Unternehmen zeichnen sich durch ihre Kompetenz im Bereich hydropneumatische Federungssysteme aus. U.a. aus diesem Grund wurde auch der Name des Unternehmens geändert, welcher zukünftig HEMSCHEIDT Engineering GmbH & Co. KG lautet. Die neue Gesellschaft übernimmt alle Mitarbeiter und auch der Unternehmensgründer Gerhold Sames steht weiterhin als Berater zur Seite.

bdo begrüßt die Änderung des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) begrüßt die Änderung des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes, wie sie vom Bundestag am 1. Juni beschlossen worden ist. Mit der Neuerung sind Entlastungsmöglichkeiten für all jene Elektro- und Plug-In-Hybridbusse verbunden, die im Öffentlichen Personennahverkehr zum Einsatz kommen. Im Detail sieht das Zweite Gesetz zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes vor, dass für eBusse künftig die ermäßigte Stromsteuer von 11,42 Euro pro Megawattstunde gilt. Dies bedeutet eine Entlastung von 9,08 Euro pro Megawattstunde im Vergleich zum bisherigen Stand. Diese Umstellung folgt inhaltlich den bisherigen Vorschlägen des bdo und bringt eine Gleichstellung von Elektro- und Hybridbussen mit dem Schienenverkehr sowie mit Oberleitungsbussen. 
„Mit dieser Gesetzesänderung wird ein guter und auch notwendiger Schritt für die Förderung der Elektromobilität im Öffentlichen Personennahverkehr vollzogen“, sagte Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo, zum Zweiten Gesetz zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes. „Die bislang höhere Steuerbelastung für Busse mit Elektro- und Hybridantrieb im Vergleich zum Schienenverkehr war unfair und unzeitgemäß. Wir freuen uns daher, dass unsere gleichlautenden Vorschläge hier Gehör fanden“, so Christiane Leonard weiter. „Wir appellieren nun, die ebenfalls notwendige EEG-Umlageermäßigung für eBusse folgen zu lassen.“
Die Änderungen des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes treten nach der Bewilligung durch die EU-Kommission in Kraft, jedoch frühestens am 1. Januar 2018.

36 neue Lokführer für die eurobahn

Seit Januar sind 36 neue Lokführer für die eurobahn im Einsatz. Mit der Personalaufstockung übertrifft das Unternehmen die Zielmarke, die es Anfang des Jahres für einen stabilen Betrieb bekannt gegeben hatte.
„Wir haben gehalten, was wir unseren Fahrgästen versprochen haben“, sagt Thomas Görtzen, Geschäftsführer Keolis Deutschland. Er ergänzt: „Aber wir haben weiterhin viel zu tun, denn Keolis wird sein Streckennetz bis Ende 2019 verdoppeln. Lokführer und Kundenbetreuer sind der Pulsschlag unseres Wachstums und stehen weiterhin klar im Fokus.“ Seit Anfang des Jahres wurden daher bereits sechs weitere Ausbildungskurse gestartet, weitere sind ab August geplant. Allein in diesem Jahr investiert das Unternehmen dafür eine Summe von 2 Millionen Euro.
Keolis plant bis Ende 2017 noch 120 Lokführer einzustellen. Laut Bundesagentur für Arbeit dauert die Besetzung einer freien Stelle durchschnittlich 98 Tage. Die Position eines Lokführers nimmt dagegen 188 Tage in Anspruch. Kein anderer Beruf benötigt mehr Zeit. Keolis Deutschland startet in Kürze eine neue Recruiting-Kampagne um diesem Trend entgegen zu wirken.

46 Stadtbahnwagen für die Üstra

Die Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe lösen die zweite Option für weitere 46 Stadtbahnwagen des Typs TW3000 ein. Die Auslieferung aller 146 Fahrzeuge wird voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen sein. Aktuell werden die Hochflur-Stadtbahnwagen bereits auf den Linien 3, 4 und 7 eingesetzt und prägen zunehmend das Stadtbild der Region Hannover.
Der TW3000 löst die Stadtbahnwagen des Typs TW6000 nach und nach ab. Die Fahrzeuge sind auf die Bedürfnisse eines zeitgemäßen und nachhaltigen Nahverkehrs zugeschnitten. Neben einem sicheren Fahrerarbeitsplatz zeichnet sich die Stadtbahn durch ein modernes Fahrzeugkonzept aus, beispielsweise mit speziellen Prall- und Crashelementen für einen erhöhten Aufprallschutz. Eine innovative Klimatechnik und ein ausgeklügeltes Lichtkonzept (ein wärmendes Gelb für kühle Tage, ein kühles Blau für warme Tage, ein beruhigendes Grün für Veranstaltungsverkehre) sorgen für Wohlfühlatmosphäre für die Fahrgäste und hohen Fahrgastkomfort. Die erste Beauftragung über 50 Stadtbahnwagen erfolgte im April 2011. Nach einer Optionseinlösung von weiteren 50 Fahrzeugen ruft die Üstra nun die zweite Optionseinlösung von 46 Fahrzeugen ab. Als Konsortialführer zeichnet Kiepe Electric verantwortlich für die gesamte Elektrik sowie den ausgebauten Wagenkasten.

Bundestag beschließt Stromsteuerermäßigung auch für eBusse

Der federführende Finanzausschuss des Bundestags hat am 31. Mai 2017 das Zweite Gesetz zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes abschließend beraten. Er empfiehlt insbesondere Entlastungsmöglichkeiten für Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge, die im Öffentlichen Personennahverkehr eingesetzt werden. Für eBusse wird künftig die ermäßigte Stromsteuer von 11,42 € pro Megawattstunde gelten – eine Minderung von 9,08 € pro Megawattstunde. Damit kommt die Politik einer der Kernforderungen des bdo zur Förderung elektrischer Antriebe im ÖPNV nach, die Stromsteuer-Privilegien für Oberleitungsbusse und Eisenbahnen auch auf Elektro- und Plug-In-Busse auszuweiten.”
Des Weiteren werden durch das Zweite Gesetz zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes Erdgas (CNG) und Autogas (LNG) auch über das Jahr 2018 hinaus energiesteuerlich begünstigt. Das Bundestagsplenum wird die vom Finanzausschuss empfohlenen Gesetzesänderungen am 01. Juni beraten und beschließen. Die Änderungen werden nach der Bewilligung durch die EU-Kommission in Kraft treten, jedoch frühestens am 01. Januar 2018.
Quelle: bdo

Dobrindt eröffnet Weltverkehrsforum 2017

Deutschland ist vom 31. Mai bis 2. Juni zum zehnten Mal Gastgeber des Weltverkehrsforums (International Transport Forum, ITF). Mehr als 1000 Vertreter aus rund 70 Staaten kommen in Leipzig zum internationalen Austausch über Mobilität und Verkehr zusammen. Thema des diesjährigen Gipfels mit Bundesminister Alexander Dobrindt ist „Governance of Transport“, die staatliche Verantwortung für Mobilität.

Mobilität 4.0

Dobrindt: „Mit der Digitalisierung der Mobilität erleben wir derzeit die spannendste Innovationsphase seit der Motorisierung. Die Staaten tragen dabei eine besondere Verantwortung: Denn Innovationen haben die Tendenz, sich auf die Metropolen zu konzentrieren. Sie müssen aber auch in den Regionen stattfinden, damit alle Menschen daran teilhaben können. Deshalb investieren wir jetzt Rekordmittel in eine flächendeckend leistungsfähige Infrastruktur. Wir bringen die Gigabit-Netze in die Regionen und das automatisierte Fahren auf die Straße. Deutschland ist mehr als jeder andere Staat in der Fläche stark. Die Mobilität 4.0 gibt uns die Chance, diese Stärke weiter auszubauen.“
Das Programm des Weltverkehrsforums finden Sie hier.

TAF mobile entwickelt Online-Shops für die EVAG App „Essen mobil“ und für BOGESTRA „Muttis Laden“

Zwei neue ÖPNV-Online-Ticketshops sind seit Kurzem für Bus-und Bahnfahrer verfügbar: „Muttis Laden“ der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (Bogestra) und in der Evag App „Essen mobil“ der Essener Verkehrs-AG (Evag). Mit den Lösungen wurde ein Meilenstein in dem Gemeinschaftsprojekt von Bogestra und Evag erreicht. Ziel war es, gemeinsam mit den IT-Partnern TAF mobile und GeoMobile einen neuen Ticket-Shop zur App anzubieten und den „Gang zur Kasse“ zu verkürzen.

Drei Bezahlwege

Die TAF mobile GmbH wurde mit der Umsetzung und Entwicklung des mobilen Vertriebs­systems beauftragt. Hierfür wurde der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), inklusive aller für den Vertriebsweg vorgesehenen Produkte, eingebaut. Parallel wurden drei Bezahlwege, Carrier Billing, PayPal und Billpay­, implementiert. Wer das Ticket ohne Registrierung kaufen möchte, nutzt das Bezahlen per Mobilfunkrechnung.
Weitere Informationen zu den Shops unter: www.muttis-laden.de und https://www.evag.de/fahrplan/die-evag-app-essen-mobil.html ”

AVV setzt auf OpenData

Im Rahmen seiner OpenData-Strategie stellt der Aachener Verkehrsverbund (AVV) jetzt interessierten Dritten sowohl den Fahrplanbestand der AVV-Verbundunternehmen als auch eine Schnittstelle zum AVV-Fahrgastinformationssystem zur Verfügung. Hans-Peter Geulen, Geschäftsführer des AVV: „Zahlreiche Kundenanfragen beweisen das große Interesse an einer weiteren und breiter aufgestellten Verbreitung von ÖPNV-Informationen.“

Fahrtmöglichkeiten miteinbeziehen

Der vom AVV vorgehaltene Fahrplandatenbestand für den AVV-Verbundraum steht für Anwendungen bzw. Entwicklungen zur Verfügung, in denen die Fahrtmöglichkeiten mit dem ÖPNV einbezogen bzw. von den Anwendern mit genutzt werden können. Das Ziel dabei ist, mithilfe einer breiteren Datenbasis die Fahrtmöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln aufzuzeigen und neue Formen der Information darüber zu erschließen.

OpenService als Pendant zu OpenData

Als Pendant zum Angebot OpenData bietet der AVV das Angebot OpenService an. OpenService ermöglicht, über die Schnittstelle zur AVV-Fahrplanauskunft (AVV-API) unmittelbar auf das AVV-Fahrplanauskunftssystem zuzugreifen. Auf diese Weise lassen sich viele Funktionen der AVV-Fahrplanauskunft wie Abfahrts- und Ankunftsmonitor, Haltestellensuche oder Verbindungssuche in andere Internetauftritte oder Handy-Apps einbinden. Über die Schnittstelle werden auch die von den Verkehrsunternehmen gelieferten Echtzeitinformationen übertragen. Umfangreiche Informationen und die Datensätze finden Interessierte auf der Website des AVV unter www.avv.de/opendata.