Busworld-Europe: RAMPINI

Rampini auf der Busworld Europe: Halle 6, Stand 06 a.

Der mittelständische italienische Bushersteller Rampini spa. in Passignano sul Trasimeno (IT) nimmt zum ersten Mal in seiner Geschichte an der Busworld Europe in Brüssel teil und zeigt sein komplettes Portfolio an Zero Emission Bussen in kompakter Größe. Das Highlight wird die Präsentation des neuen Wasserstoff-Midibusses HYDRON sein, der 2024 in Produktion gehen wird. Auch die elektrische Version des acht Meter langen Midibusses ELTRON wird mit einem neuen Design namens “Stile Energetico” vorgestellt, das von dem renommierten italienischen Designstudio Vernacchia entworfen wurde. Last but not least wird das kleinste Familienmitglied mit sechs Metern Länge gezeigt: der SIXTRON für bis zu 28 Fahrgäste – ebenfalls vollelektrisch.

Weltpremiere: Wasserstoff-Midibus HYDRON

Manchmal scheint es in der Omnibusbranche die Frage “Batterie versus Wasserstoff” als Mittel zur Energiespeicherung und -bereitstellung entscheidend zu sein. Tatsächlich ist es aber nicht die Frage nach A oder B, sondern manchmal liegt die optimale Lösung zwischen beidem. Rampini ist daher der erste Hersteller, der einen kompakten Midibus mit einer gut dimensionierten Batterie und einem Wasserstoff-Range-Extender anbietet, um das Beste aus beiden Welten zu kombinieren. Im Grunde ist jeder Wasserstoffbus ein Elektrobus – die entscheidende Frage ist nur, wie groß Batterie und Brennstoffzelle dimensioniert sind und welche Bedeutung sie für das Antriebssystem haben. Dies ist auch der Grund, warum die Modelle ELTRON (siehe weiter unten) und HYDRON keine völlig unterschiedlichen Modelle sind, sondern vielmehr “zwei Seiten der grünen Null-Emissions-Medaille”, mit den meisten Teilen und Konzepten, die sie untereinander teilen: Karosseriekonzept, Stile Energetico-Design, Antriebsstrang, Innenraumgestaltung und vieles mehr. Der Vorteil für den Kunden: kein aufwendiges Ersatzteilhandling, wenn beide Modelle im Fuhrpark sein sollen. Aus konzeptionellen Gründen ist der HYDRON ausschließlich als Zweitürer erhältlich, anders als der ELTRON, der auch als Dreitürer verfügbar ist.

Das Konzept ist einfach: Das etwas kleiner dimensionierte Batteriepaket (175 kWh netto statt 270 kWh beim ELTRON) wird von einer kompakten 30 kW Brennstoffzelle des kanadischen Herstellers Loop Energy unterstützt. Dank der eFlowTM-Architektur des Unternehmens bieten die Brennstoffzellen einen 16 Prozent geringeren Verbrauch an Wasserstoff bei gleichzeitig bis zu 90 Prozent höherer Spitzenleistung und zehnmal besserer Stromdichtegleichmäßigkeit bei gleicher Stack Größe. Die überschüssige Wärme der Brennstoffzelle sowie der Traktion wird effizient genutzt und unterstützt die Heizung für den Fahrer oder auch den Fahrgastraum.

Gesteuert wird die Brennstoffzelle durch das RAMPINI-eigene “Hy4Drive“-System. Die Brennstoffzelle hat eine sehr konservativ geschätzte Lebensdauer von 10.000 Stunden und ist damit auf den intermittierenden Einsatz der Zelle abgestimmt. Sie verfügt über eine Vorheizung für den Winter und kann auch bei sehr kaltem Wetter nach kurzer Wartezeit gestartet werden. Die drei Luxfer Typ 3-Flaschen mit 350 bar Druck fassen ca. 15 kg Wasserstoff in einem modularen Rahmen, der auch mit den ELTRON-Dachanlagen austauschbar ist. Mit dieser Menge an Grade-D-Wasserstoff kann der HYDRON seine Reichweite auf über 400 Kilometer im E-SORT 1 und fast über 500 Kilometer im E-SORT 2 ohne Heizung oder Klimaanlage erhöhen. Mit Wasserstoff allein kann die Reichweite auch 250 Kilometer erreichen, was in den meisten Fällen für einen Tag Betrieb ausreichen sollte. Dank einer Partnerschaft mit dem italienischen Gasversorger Sappio kann RAMPINI Kunden auch bei der Einrichtung einer eigenen Wasserstofftankstelle unterstützen. Eine solche Tankstelle hat der Hersteller kürzlich auf seinem Werksgelände in Passignano selbst errichtet.

Rampini ELTRON: Das neue Konzept für das Midi-Segment

Der neue ELTRON ist ein klassischer Vollniederflur-Midibus in Integralbauweise, der als Zwei- oder Dreitürer mit barrierefreiem Rollstuhlplatz verfügbar ist. Dank seiner geringen Länge und Breite (nur 2,20 Meter) sowie dem kleinen Radstand und einem rekordverdächtigen Wendekreis von nur 14,8 Metern, ist der Kleinbus optimal geeignet für enge Innenstädte und historische Altstädte, in denen Großbusse, die zumeist auch noch 2,55 Meter breit sind, kaum fahren können. Zudem fördern die fehlenden analogen Außenspiegel, die in der Serie durch ein Kamerasystem ersetzt werden, die Wendigkeit des Fahrzeuges in Kurven. Dabei sind alle Batterien und die meisten elektrischen Bauteile auf dem Dach verbaut, es befindet sich also kein klassischer Aggregateturm im Heck, der Sitzplätze kostet. Daher können im Bus zehn (Dreitürer) bzw. 13 (Zweitürer) sitzende Passagiere Platz finden, insgesamt sind es 46/48 Passagiere ohne Rollstuhlplatz, 43/45 mit Rollstuhlplatz. Wie ein vollwertiger Niederflurstadtbus ist der ELTRON natürlich barrierefrei und mit einer manuellen Klapprampe ausgestattet. Ein optimales Midibus-Konzept, das in dieser Form kein anderer mitteleuropäischer Anbieter im Programm hat.

Auch ein kompakter e-Midibus braucht einen kraftvollen Antrieb, zumal im Premium-Segment. Rampini hat sich beim neuen ELTRON daher für einen fahrzeugfest montierten Zentralmotor entschieden, der erstmals nach dem hocheffizienten Permanentmanget-Synchron-Prinzip (PSM) mit drei Phasen arbeitet, der seine Kraft über ein selbst entwickeltes, ebenfalls neues Anpassgetriebe an ein konventionelles Achsdifferenzial weitergibt – das alles stufenlos und bis zu 7.000 Umdrehungen in der Minute. Die Spitzenleistung des kompakten, wassergekühlten Motors von Dana (TM4) liegt bei 235 kW/320 PS, die Dauerleistung bei 133 kW/180 PS. Das maximale Drehmoment liegt ab der ersten Umdrehung der Kupferspulen mit bis zu 950 Newtonmeter (direkt am Motor, nicht jedoch am Rad) an. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 12.000 kg ist diese Motorisierung bei weitem ausreichend und kann allen Anforderungen an den Stadtverkehr Rechnung tragen. Selbstverständlich werden die Möglichkeiten des Motors als Generator in Schubphasen beim Verzögern optimal genutzt, so dass Energie optimal rekuperiert, also zurückgewonnen, werden kann. Dies geschieht komfortabel über einen Hebel am Lenkrad in drei Stufen.

Geladen wird der ELTRON mit allen herkömmlichen Ladern des Combo-CCS2 Standards mit standardmäßig 22 Kilowatt Gleichstrom in etwas über zehn Stunden, mit 40 Kilowatt in rund fünf Stunden und 40 Minuten, und per Schnellladung mit bis zu 120 Kilowatt Gleichstrom in rund zwei Stunden. Die Position der Ladebuchse kann im Heck links oder rechts gewählt werden – ganz nach Kundenwunsch. Selbstverständlich kann RAMPINI über seine Lieferanten sowohl Pantographen als auch die passende Ladeinfrastruktur für den ELTRON anbieten.

Rampini SIXTRON

Das kleinste Produkt des Unternehmens ist der sechs Meter lange und nur 2,1 Meter breite Minibus SIXTRON, der sich perfekt für kleine Innenstädte oder historische Zentren eignet. Das Fahrzeug ist mit einem integralen Busaufbau konzipiert, was es sowohl robust als auch flexibel in seiner Ausführung macht. Die maximal 28 Fahrgäste (ohne Rollstuhlplätze) können über eine große Schiebetür von 1,34 m Breite mit einer Einstiegshöhe von 340 mm, dem Standard für Niederflurbusse, einsteigen. Dank eines Radstandes von 3,7 Metern ist der Wendekreis erstaunliche 14 Meter klein – optimal für dicht bebaute Städte und Kurven. Im Innenraum finden die Fahrgäste ein leicht zu reinigendes Niederflurdesign vor, der Fahrerraum ist mit einer Tür abgetrennt und somit resistent gegen jede Art von Vandalismus. Im Fahrgastraum gibt es zehn bequeme City-Sitze, bis zu 17 Personen können zudem stehend mitfahren (ohne Rollstuhl, für den eine manuelle Rampe eingebaut wird). Der Antriebsstrang des Fahrzeugs mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 8,8 Tonnen steht mit seinem zentralen synchronen PSM-E-Motor mit einer Spitzenleistung von 230 kW und einem Spitzendrehmoment von 950 Newtonmeter den größeren Modellen in nichts nach. Die robusten und sicheren LFP-Batteriepacks auf dem Dach mit satten 210 kWh Kapazität sind für eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern im E-SORT1 gut – das Aufladen des Busses dauert bei 22 kW Ladeleistung rund 4,5 Stunden. Auch bei der Sicherheit steht der SIXTRON seinen großen Brüdern in nichts nach: Die komfortable ZF-Einzelradaufhängung vorne ist ebenso selbstverständlich wie ESP und optionale MirrorView Cams. Auch alle Vorschriften der neuen europäischen General Safety Regulation (GSR) werden selbstverständlich erfüllt, wenn die Verordnung Mitte 2024 verbindlich wird.

Service

Der Service für Rampini Busse wird hauptsächlich durch das Team von hochspezialisierten Experten vor Ort in Italien gewährleistet, die auch als „Flying doctors“ in Europa zum Einsatz kommen. Bei Kunden, die Rampini Busse einsetzen und kaufen, werden entsprechend Werkstattmitarbeiter derart ausgebildet, dass auch notwendige Garantiearbeiten beim Kunden aufgeführt werden können. Ersatzteile werden derzeit in einem 24h-Service direkt aus Passignano angeliefert. Auch Serviceverträge sind auf Kundenwunsch erhältlich.

Quelle: Rampini



Busworld-Europe: MAN Truck & Bus

MAN auf der Busworld Europe: Halle 4, Stand 01.

2025 steht bei MAN Truck & Bus das größte Produktupdate seit Einführung des vollelektrischen Lion’s City E an. Im Modelljahr 2024 wertet das Unternehmen das gesamte Bus-Portfolio mit vielen neuen Features deutlich auf. Zudem kommt mit dem Lion’s City 12 E LE der erste elektrische MAN Low-Entry-Bus auf den Markt.

Elektrische Low-Entry-Version feiert auf Busworld 2023 Premiere

MAN bringt in diesem Jahr als weitere eBus-Lösung den Lion’s City 12 E LE auf den Markt. Dieser basiert auf dem elektrischen 12-Meter-Solobus mit Zentralantrieb und modularen Batterien, sorgt aber mit der auf Kundenfeedback angepassten Bodenlandschaft für einen besonders hohen Sitzkomfort. Mit bis zu 41 Fahrgastsitzen plus Sondernutzungsfläche für Rollstuhl und Kinderwagen und einer motorturmfreien Hecklandschaft in Low Entry Bauweise eignet sich der Lion’s City 12 E LE perfekt für Vorortlinien mit Klasse-1-Zulassung. Insbesondere die Tatsache, dass die Sitze im hinteren Bereich des Fahrzeugs alle in Fahrtrichtung ausgerichtet sind, sorgt dafür, dass Fahrgäste selbst auf längeren Strecken komfortabel unterwegs sind. Seine Messepremiere feiert der erste elektrische MAN Low-Entry-Bus auf der Busworld 2023 in Brüssel.

Innovative Neuerungen im Modelljahr 2024

Mit der neuen Elektronikplattform, die zum Modelljahr 2024 in allen Bussen der Marken MAN und NEOPLAN Anwendung findet, hält ein völlig neues Cockpit Einzug im Lion’s City E. Kernstück ist hierbei das in der Diagonale 12 Zoll messende Zentraldisplay, das vollkommen digital ausgeführt ist und über einen besonders großen, zentralen Mitteilungsbereich mit sich überlagernden Infoebenen verfügt. Optional kann auch das neue MAN-Multifunktionslenkrad bestellt werden, über das viele Funktionen komfortabel bedient werden können. Mit dem Fokus auf Ergonomie, Komfort und Sicherheit wurde beim VDV-Fahrerarbeitsplatz auch die Bedienfreundlichkeit durch die Anordnung der Schalter und Instrumente optimiert.

Für noch mehr Sicherheit im Lion’s City E sorgen neue und erweiterte Assistenz- und Sicherheitssysteme, die mit den Änderungen im Modelljahr 2024 Einzug halten. Die hochmodernen Funktionalitäten basieren auf den erweiterten technischen Möglichkeiten der neuen Elektronikplattform oder neuen Hardwareoptionen. Neu ist unter anderem eine radargestützte Abbiegehilfe (Serie) auf der schlecht einsehbaren rechten Seite, deren optische Warnungen auf gut sichtbaren LED-Leuchten in der A-Säule kaskadisch angezeigt werden. Im Falle des optionalen Einbaus der Spurwechselhilfe (LCS), wird auch die linke Seite in einem weiten Bereich vor und hinter dem Fahrzeug überwacht, was gerade im wuseligen Stadtverkehr sehr hilfreich ist. Auch die Fahrzeugfront wird mittels eines neuen Nahbereichsradars vollständig detektiert und der Fahrer gewarnt, sollten sich zum Beispiel an der Haltestelle Menschen vor den Bus bewegen. Diese besondere Berücksichtigung von „vulnerablen Verkehrsteilnehmern“ kommt auch beim neuen Notbremsassistenten EBA+ (Option) zum Tragen, da dieses aufgrund der neuen Sensorik (Nahbereichs-, Fernbereichsradar, Stereokamera und Sensorfusion) erstmals auch bei erkannten Fußgängern und Radfahrern im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten rechtzeitig zum Stehen kommt.

Für mehr Nachhaltigkeit sorgt die nun serienmäßige CO2-Klimaanlage. Die Anlage hat gleich mehrere Vorteile: Sie ist umweltfreundlicher und gleichzeitig deutlich effizienter, was bereits im aktuellen Lion’s City E für eine zusätzliche Reichweite von bis zu 25 km sorgen kann. Betrieben wird die kompakte Aufdachanlage mit klimaneutralem und günstigerem Kohlenstoffdioxid (R744) statt dem Kältemittel R134a. Da das System im Vergleich zu konventionellen Wärmepumpen zudem in einem größeren Temperaturbereich arbeitet, bleibt die CO2-Anlage bis zu -20 °C einsatzfähig. Weil so auch der optionale Zuheizer bei kälteren klimatischen Bedingungen seltener zum Einsatz kommt, ist die Klimaanlage nachhaltiger. Denn in Folge wird weniger flüssiger Brennstoff für das Heizen des Fahrgastraums verbraucht.

Ausblick: Modelljahr 2025 bringt größtes Produktupdate seit Einführung des Lion’s City E

Einen Sprung nach vorne in der Entwicklung soll der Lion’s City E 2025 machen. Dann steht das bisher größte Produktupdate an. Alle Neuerungen sind konsequent darauf ausgerichtet, Effizienz und Reichweite des eBusses nochmals zu steigern. So kann der deutlich gewichts- und verbrauchsoptimierte Lion’s City 12 E mit fünf Batteriepacks künftig die Reichweite von 430 km und mit sechs Batteriepacks von bis zu 500 km unter günstigen Bedingungen sicherstellen. Auch das Design der eBusse wird angepasst, um ihre Aerodynamik weiter zu verbessern. Die Anpassungen betreffen insbesondere die Front des vollelektrischen Stadtbusses.

Zu den Highlights des Modelljahrs 2025 zählt die neue Batteriegeneration mit neuester Lithium-Ionen-Batterietechnologie (NMC). Produziert werden die “MAN Battery Packs“ für die eBusse ab Anfang 2025 in Großserie in der eigenen MAN Batteriefabrik in Nürnberg. Die aus Platz- und Sicherheitsgründen in bewährter Weise auf dem Dach installierten Batterien verfügen über eine Kapazität von bis zu 445 kWh für den MAN Lion’s City 10 E, bis zu 534 kWh für den MAN Lion’s City 12 E und bis zu 712 kWh für den MAN Lion’s City 18 E. Für besonders hohe Tagesreichweiten gibt es die „Maximum Range“-Strategie. Dank eines erweiterten Ladefensters von bis zu 90 Prozent lässt sich pro Ladung genug Energie für größere Distanzen entnehmen. Für Betreiber, die während der kompletten Einsatzdauer ihrer vollelektrischen Busse eine konstant zuverlässige Reichweite benötigen, eignet sich die Batterienutzungsstrategie „Reliable Range“. Denn sie bietet durch ein begrenztes Ladefenster von 65 Prozent ausreichend Reserven.

Erhöhte Ladeleistung von bis zu 375 kW und Laden per Pantograph

Eine Ladeleistung von bis zu 375 kW ermöglicht es ab dem Modelljahr 2025, dass die MAN eBusse in noch kürzerer Zeit wieder aufgeladen werden. In nur 60 Minuten laden sich die Batterien des Solobusses auf 80 Prozent ihrer Kapazität auf, in 1,5 Stunden ist er vollständig geladen. Beim Gelenkbus dauert die vollständige Ladung 2 Stunden und in 1,5 Stunden ist er zu 80 Prozent geladen.

Neuerungen gibt es aber auch im Hinblick auf die Ladetechnik, die Unternehmern und Kunden den Arbeitsalltag so simpel wie möglich machen sollen. So können die MAN Elektrobusse wie bisher per CCS-Ladestecker an einer Ladestation oder einem mobilen Ladegerät geladen werden. Insgesamt gibt es schon heute bis zu fünf Ladepunkte: Neben dem VDV-Standard-Ladepunkt vorne rechts bietet MAN optional den Ladepunkt vorne links, hinten rechts, an der Front oder am Heck. Zusätzlich gibt es ab 2025 aber auch die Möglichkeit, die Fahrzeuge mit Pantograph im Depot von oben über Ladeschienen auf dem Dach automatisiert zu laden (Inverted Pantograph).

Antrieb künftig über elektrische Portalachse

Eine weitere bedeutende Neuerung im Modelljahr 2025 betrifft den Antriebsstrang. Angetrieben wird der Lion’s City E dann über eine elektrische Portalachse, die Elektromotor, Antriebswelle und konventionelle mechanische Achse in einem Bauteil verbindet. Zudem verfügt sie über einen integrierten Ölkühlkreislauf für die E-Maschinen.

Quelle: MAN Truck & Bus

Busworld Europe: Irizar Group

Irizar auf der Busworld Europe: Halle 6, Stand 02.

Auf der Busworld präsentiert die Irizar Group ihre nachhaltige Fahrzeugreihe »Efficient«, zusammen mit anderen Schlüsseltechnologien des Unternehmens.
Irizar und Irizar e-mobility zeigen Fahrzeuge der neusten Generation: der Irizar i8, der Irizar i6S Efficient, das Elektrofahrzeug Irizar ie tram und der neue Irizar i6S Efficient Hydrogen. Technologie, Nachhaltigkeit und geringerer Verbrauch – dies sind die wichtigsten Innovationen der ausgestellten Fahrzeugmodelle. Zu sehen ist ein neues Wasserstofffahrzeug und eine neue Generation von Chassis in Integralbauweise von Irizar. Diese sind leichter, bequemer und bewirken einen bis zu 5 % geringeren Verbrauch. Bei den Sicherheitssystemen gibt es neu Cybersicherheit, die hohen Anforderungen entspricht. Und einen Fahrerarbeitsplatz mit neuem Armaturenbrett, geringerem Gewicht und optimierten Verbrauchs- und Emissionswertem.

Irizar i6S efficient – der bisher effizienteste Reisebus von Irizar

13 % geringerer Verbrauch, 950 kg weniger Gewicht und ein um 30 % besserer aerodynamischer Beiwert – damit wurde der Irizar i6S Efficient seit Einführung im Mai letzten Jahres zum effizientesten Reisebus, der je bei Irizar gebaut wurde.
Neben allen GSR- und Cybersicherheitsnormen erfüllt die neue Efficient-Generation auch Ansprüche an geringeren Verbrauch (bis zu 5 %) und Gewichtsoptimierung. Lenkrad, Schaltflächen und Armaturenbrett wurden erneuert, das Design aktualisiert und der »Night Mode« eingeführt, sodass auch der Fahrerarbeitsplatz dieser neuen Serie vollends optimiert wurde. Unabhängig von der Witterung wird durch das neue digitale Kamerasystem dieser Serie absolut klare Sichtverhältnisse geschaffen.
Neben Wasserstoff ist der Irizar i6S Efficient auch als Diesel, Biodiesel, Erdgas und Biogas verfügbar.

Irizar i8

Komfort, Design und Innovation, dies sind die Kennzeichen des Irizar i8, dem »Flaggschiff« des Unternehmens. Die Digitalkameras sind einer von mehreren »Spillover«-Effekten der Efficient-Serie, von der die neue Generation dieses Modells in Europa profitiert.
In Mexiko ist der Irizar i8 die Referenz im Fernverkehr und im VIP-Service. Aber auch dieses Fahrzeug ist weltweit im Einsatz. Darum wird an der Expo Foro in Mexiko-Stadt Ende Februar der neue Irizar i8 Efficient erstmals weltweit präsentiert.

Irizar ie tram – vollelektrisch und emissionsfrei

Gearbeitet wird derzeit an der neuen Generation von Elektrofahrzeugen, die Ende des nächsten Jahres geliefert werden. 2024 sind die Werke durch bestätigte Aufträge bereits fast ausgelastet. Die ersten Aufträge für 2025 sind bereits da.
Neu wird über die Norm GSR2 ADAS auch Cybersicherheit in der neuen Generation berücksichtigt, neben anderen Sicherheitsverbesserungen.  30 % mehr verfügbare Energie in BOL und EOL bedeuten eine größere Reichweite und geringeren Verbrauch, dank einer neuen Akku-Generation. Das Akku-Angebot ist jetzt größer, wodurch auf die Anforderungen des Marktes reagiert wurde. 26 % leichter und mit neuem digitalen HMI für maximale Anpassungsfähigkeit, so präsentiert sich das neue kompaktere Antriebssystem.

Dekarbonisierung und alle Produkte der kreislaufwirtschaftlichen Marke Izir, bestehend aus Reststoffen der Werke, sind weitere Initiativen, die an der Busworld in einem exklusiven Bereich präsentiert werden und das Engagement des Unternehmens für die Nachhaltigkeit zeigen.
Durch konsequentes Recycling wird es zum ersten Mal möglich, Produkte auszustellen, die aus Reststoffen produziert werden. Darunter Rucksäcke, Geldbeutel, Mobilgerätehüllen und vieles mehr. Diese Produkte werden mit Partnern produziert im Rahmen eines Projekts, das eine inklusive und verantwortungsbewusste Fertigung zum Ziel hat.

Quelle: Irizar

Busworld Europe: MCV

MCV auf der Busworld Europe: Halle 6, Stand 01.

Volvo Buses hat mit MCV einen Vertrag über die Herstellung von Aufbauten für den Volvo 7900 Electric und den Volvo 7900 Electric Artic sowie später für einen Elektrobus, der im Überlandverkehr eingesetzt werden soll, unterzeichnet. Die Produktion soll 2024 anlaufen und die ersten Elektrobusse mit Fahrgestellen von Volvo und Aufbauten von MCV werden 2025 auf den Markt kommen. Die Vereinbarung mit MCV ist der nächste Schritt im neuen Geschäftsmodell von Volvo Buses in Europa. Zuvor hatte Volvo Buses Absichtserklärungen mit MCV für die Herstellung von Aufbauten für Stadt- und Überlandbusse unterzeichnet.

„Durch den Abschluss der Vereinbarung mit MCV können sie nun unsere Aufbauten fertigen, so dass wir unseren Kunden in Europa eine komplette Palette von Stadt- und Überlandbussen von Volvo im Premiumsegment anbieten können. MCV ist ein perfekter Partner, der über die Fähigkeiten und Kapazitäten verfügt, um die hohen Anforderungen unserer europäischen Kunden zu erfüllen”, sagt Dan Pettersson, Senior Vice President bei Volvo Buses.

Im Herbst wird Volvo Buses gemeinsam mit MCV weiter planen, mit dem Ziel, 2024 mit der Produktion zu beginnen. Kunden sollen im letzten Quartal 2023 bestellen können, was bedeutet, dass Lieferungen im ersten Quartal 2025 möglich sein sollen.

„Unser Geschäftsmodell bedeutet, dass wir eng mit einigen der weltweit führenden Aufbauhersteller zusammenarbeiten, was es uns ermöglicht, unser Know-how in jedem Bereich zu bündeln. Es verbessert unsere Fähigkeit, Lösungen zu entwickeln und anzupassen, um die Bedürfnisse unserer Kunden jetzt und in Zukunft zu erfüllen”, sagt Dan Pettersson.

Im Rahmen des neuen Geschäftsmodells in Europa und der Vereinbarung mit MCV wird Volvo Buses weiterhin Ansprechpartner für Kunden in Bezug auf Ersatzteile und Dienstleistungen sein, sowohl für neue Angebote als auch für Kunden, die bereits Volvo-Busse in ihrer Flotte haben.

Quelle: Volvo Buses

Busworld-Eurpe: Solaris Bus & Coach

Solaris auf der Busworld Europe: Halle 5, Stand 02.

Solaris präsentiert auf der Messe zwei Produkte. Bei beiden handelt es sich um emissionsfreie Busse mit neuen technischen Lösungen und beeindruckenden Leistungen: den Solaris Urbino 18 electric – eine Produktneuheit – und den Solaris Urbino 18 hydrogen – die Premiere des letzten Jahres.

Intensive Entwicklung von Batterielösungen

Seit der Markteinführung des ersten Elektrobusses im Jahr 2011 hat Solaris über 2.150 E-Busse an 200 Kunden aus ganz Europa ausgeliefert. Der Anteil der emissionsfreien Fahrzeuge am Produktmix des Herstellers Jahr für Jahr gestiegen. Im Jahr 2022 lag der Anteil der batteriebetriebenen Elektrofahrzeuge bei 55% aller in den Solaris-Werken hergestellten Einheiten aus, aber in den ersten drei Quartalen 2023 lag ihr Anteil bereits bei über 3/4 der Gesamtproduktion (77%).
Angesichts des schnell wachsenden Marktes und der Nachfrage nach emissionsfreien Bussen ist die Verbesserung der Batterieleistung ein wichtiges Handlungsfeld. Neben der Entwicklung von Technologien und der Erweiterung seiner Erfahrung, hat das Unternehmen Batterielösungen entwickelt, die sich auf die Erhöhung der Energiedichte und die Verlängerung des Lebenszyklus der Batterien. Um diese Aktivitäten zu rationalisieren und zu intensivieren, wurde eine eigene Abteilung innerhalb des Unternehmens gegründet: der Solaris Battery Hub.

Solaris Urbino 18 elektrisch

Der in diesem Jahr auf den Markt gebrachte Elektrobus Urbino 18 markiert mit seinem verbesserten Design einen weiteren Schritt in der Entwicklung der E-Bus-Technologie. Dieses emissionsfreie und extrem leise Fahrzeug bietet sowohl Fahrgästen und Fahrern Komfort und Sicherheit als auch hohe Reichweiten und Betriebsparameter. Ausgestattet mit einer neuen Antriebsarchitektur und den neuesten Batterietechnologien garantiert der Urbino 18 eine ganztägige Einsatzfähigkeit. Der ausgestellte Bus ist ausgestattet mit einem 240-kW-Asynchronmotor und Solaris-High-Energy-Batterien der neuesten Generation, die sich durch eine hohe Energiedichte auszeichnen, was wiederum eine größere Reichweite bei gleichzeitig geringem Batteriegewicht ermöglicht.

Solaris Urbino 18 Wasserstoff

Ein weiteres Fahrzeug, das auf der Busworld 2023 ausgestellt wird, ist der Wasserstoffbus Urbino 18. Das fahrzeug bietet eine Reichweite von 600 km mit einer einzigen Tankfüllung, während alle Eigenschaften eines Elektroantriebs beibehalten werden. Eine Brennstoffzelle ist das Herzstück des Urbino 18, die als kompaktes Wasserstoffkraftwerk fungiert. Der Wasserstoff wird von der Brennstoffzelle in Strom umgewandelt, der den Antriebsstrang antreibt. Dank der Wasserstofftechnologie und der leichten Wasserstofftanks der neuesten Generation ist das Fahrzeug für längere Strecken geeignet. Eine vollständige Betankung des Fahrzeugs dauert etwa 20 Minuten.

Quelle: Solaris Bus & Coach

Martin Koller verstärkt das Leitungsteam der eMIS

Martin Koller, Experte für öffentliche Mobilität, Logistik und Digitalisierung, verstärkt das Leitungsteam der eMIS Management GmbH. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) war Koller verantwortlich für den Busbereich. Auch für Logistik-Unternehmen wie etwa die Veolia Umweltservice GmbH war er in leitender Funktion tätig; zuletzt als Partner bei dmo – digital mobilities consultants. Der Diplom-Ingenieur ist außerdem als Vorstand für Verkehr beim ADAC Berlin-Brandenburg e.V. aktiv.

Quelle: eMIS

Fahrzeugauslastungsanzeige in Münster

Auf den großen Monitoren an über 100 Haltestellen in Münster finden sich nicht nur die Abfahrtszeiten aller Busse, sondern neuerdings auch die Auslastung der nächsten Busse. Angezeigt wird diese mit drei Strichfiguren. Ist eine ausgefüllt, sitzen nur wenige Fahrgäste im Bus, zwei Figuren kennzeichnen eine mittlere und alle drei eine hohe Auslastung.
Zu sehen ist dabei die Live-Auslastung, also wie voll der Bus in diesem Moment ist. Eingeblendet werden die kleinen Figuren, sobald der Bus noch fünf Haltestellen entfernt ist. Sie kann sich durch zu- oder aussteigende Fahrgäste noch ändern. „Insbesondere, wenn Fahrgäste mehrere Busse nutzen können, um ihr Ziel zu erreichen, hilft die Anzeige. Für den Fahrgast ist die Fahrt im weniger ausgelasteten Bus bequemer, wir profitieren von einer gleichmäßigeren Nutzung der Busse“, erklärt Sebastian Birkhahn, Leiter Vertriebs- und Prozessmanagement Mobilität bei den Stadtwerken.
Voraussetzung für die Anzeige der Auslastung ist, dass der Bus technisch ausgerüstet ist, um die Fahrgastzahl zu messen und zu übertragen. Die Auslastungsdaten verwenden die Stadtwerke bereits seit langem unter anderem für die Linienplanung, nun können auch die Fahrgäste sie einsehen.

Quelle: Stadtwerke Münster

Autonomes Shuttle-System von ZF

ZF erweitert die Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Technologiedienstleister Oceaneering. Das Unternehmen mit Sitz in Houston im US-Bundesstaat Texas wird künftig die für den Einsatz auf abgetrennten Fahrspuren ausgelegten GRT-Shuttles von ZF produzieren und vertreiben. Die jüngst getroffene Vereinbarung kombiniert die Expertise von Oceaneering in den Bereichen Engineering, Fertigung und Integration mit dem Know-how von ZF bei der Entwicklung der für das autonome Fahren erforderlichen Kernfunktionen. In den kommenden Jahren soll eine vierstellige Zahl von Group Rapid Transport-Shuttles (GRT) zuerst an Kunden in den Fokusmärkten Nordamerika und Europa geliefert werden.

Quelle: ZF

MAN Lion’s City 10 E ist „Sustainable Bus of the Year 2024″

Der MAN Lion’s City 10 E überzeugte die mit internationalen Fachjournalisten besetzte Jury und gewann den Award in der Kategorie „Stadtbus”. Insbesondere Effizienz, Umweltfreundlichkeit und die kompakten Maße des vollelektrischen Busses überzeugten die Jury. Der Preis wurde am 6. Oktober 2024 bei der „BUSWORLD GRAND INAUGURATION 2023″ übergeben. Die „Gala Night” fand zum Auftakt der „Busworld Europe” in Brüssel statt. Der Sby Award ist der erste und einzige europäische Preis, der das Thema Nachhaltigkeit speziell bei Linien-, Überland und Reisebussen würdigt.

Quelle: MAN Truck & Bus

Lebendige Bahnhöfe im ländlichen Raum gesucht

Bahnhöfe im ländlichen Raum sind mehr als nur Orte zum Ein- oder Aussteigen. Sie können eine Region beleben und das Mobilitätsverhalten von Menschen verändern; sie können zu mehr Lebensqualität beitragen und eine Region als Wirtschaftsstandort stärken. Die Allianz pro Schiene sucht in Kooperation mit der DB Station&Service und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) solche kleineren Bahnhöfe, die ihre Umgebung lebenswerter machen. Bis zum Jahresende können Städte und Gemeinden genauso wie Privatpersonen Positivbeispiele bei der Allianz pro Schiene einreichen.
Ziel des Wettbewerbs „Bahnhof belebt!“ ist es, in ganz Deutschland vorbildliche Bahnhöfe im ländlichen Raum zu finden, die Reisende und Anwohner gleichermaßen durch gute Angebote anziehen und dadurch zu lebendigen Begegnungsorten machen. Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, sagte zum Start des Aufrufs in Berlin: „Wenn Bahnhöfe durch ein breites Service-Angebot zu mehr Lebensqualität beitragen, können sie ein echter Treiber für die Verkehrswende im ländlichen Raum sein. Solche Beispiele wollen wir ins Schaufenster stellen, damit sie zum Vorbild für andere Regionen werden.“
Gesucht werden Bahnhöfe, die eine gute Verknüpfung zwischen Regionalzügen, Bussen und Sharing-Angeboten haben. Darüber hinaus sind auch ökonomische und soziale Angebote erwünscht: Menschen sollen am Bahnhof Einkäufe oder etwa Behördengänge erledigen können, sich aber auch in einem Café verabreden und miteinander ins Gespräch kommen können. Dirk Flege: „Kurzum: Wir suchen Konzepte, die es geschafft haben, Bahnhöfe und ihr Umfeld in kleineren Kommunen aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und die andere Gemeinden inspirieren können, um sie noch lebenswerter für ihre Bewohnerinnen und Bewohner zu machen.“
Einen Bahnhof vorschlagen können alle, die einen solchen vorbildlichen Bahnhof kennen oder aktiv betreuen, ganz gleich ob Gemeinden, Institutionen oder Privatpersonen.
Eine unabhängige Jury wählt Anfang 2024 bis zu fünf Bahnhöfe aus dem gesamten Bundesgebiet aus.  Diese Gewinnerinnen und Gewinner werden von der Allianz pro Schiene ausgezeichnet und einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.
Der Aufruf erfolgt im Rahmen des Projekts „Bahnhöfe als Drehscheiben nachhaltiger Mobilität und Vitalitätszentrum im ländlichen Raum“, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und dem Umweltbundesamt gefördert wird.

Link zum Online-Formular „Ihr Projekt einreichen“

Quelle: Allianz pro Schiene