VDV vermeldet Höchstzahl an Mitgliedsunternehmen

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) vermeldet kurz vor der VDV-Jahrestagung in Leipzig eine Höchstzahl an Mitgliedsunternehmen.

„Es zeigt sich in dieser Zeit des Wandels, dass wir, Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde, nur gemeinsam vorankommen können. Die Herausforderungen und Veränderungen in den Rahmenbedingungen brauchen fachlich und strategisch abgestimmte Antworten – und zuweilen Entscheidungen, die Mut bedürfen, um die eigene Zukunft gestalten. Wir sind der Branchenverband für Bus und Bahn in Deutschland und das schlägt sich auch in den prägenden Begriffen der Zeit nieder: Deutschland-Geschwindigkeit und Deutschland-Ticket sind in aller Munde; am Deutschland-Angebot von Bus und Bahn sind wir mit der Politik intensiv im Gespräch. Die Zeichen stehen auf gesamthaftes, deutschlandweites Gestalten. Es ist Zeit, das Wachstum zu organisieren – und das geht nur über einen schlagkräftigen, fachlich aufgestellten Branchenverband. Das sehen immer mehr Unternehmen so und so freue ich mich, dass im ersten Halbjahr 2023 bereits zehn neue Mitglieder in den VDV eingetreten sind. Auch eine große Kommune hat nun diesen Schritt gewagt, um von der Expertise bei Planung und Ausbau zu profitieren“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann.

Laut VDV sind es die Rahmenbedingungen in Europa, in Bund und Ländern, die den Veränderungsdruck ausüben – und die es nochmals attraktiver werden lassen, in den Branchenverband einzutreten. „Wir sind viele. Und wir profitieren voneinander, lernen von denen, die schon weiter sind, bekommen Unterstützung. Wir sind Verkehrsunternehmen des ÖPNV und des Fernbusverkehres, Verkehrs- und Zweckverbände, Eisenbahnverkehrs- und infrastrukturunternehmen. Uns eint die Überzeugung, dass leistungsstarke Bahn- und Bus-Systeme der Schlüssel sind für eine erfolgreiche Wirtschafts- und Klimaschutzentwicklung und für die zukunftsgerichtete Ausrichtung der Energiepolitik unseres Landes ist“, so Wortmann. In diesen Zeiten zeige sich laut VDV, dass diejenigen, die kontinuierliche Sach- und Facharbeit betreiben, diejenigen, die ihre Hausaufgaben machen, gewappnet sind, wenn es um effektive Kommunikation und Grundsatzentscheidungen geht. Das wird von der Politik anerkannt und das zahlt sich für die Mitgliedsunternehmen aus.

Quelle: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)

Deutschlandticket bisher kein Erfolg im ländlichen Raum

Das zum 1. Mai eingeführte Deutschlandticket für 49 Euro hat sich in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht zum Verkaufsschlager entwickelt. Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte, haben einer aktuellen Umfrage des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen zufolge im Nordosten erst 3,6 Prozent der Befragten ein solches Ticket gekauft oder bestellt. In Berlin oder Hamburg liege der Anteil laut Umfrage bei über 20 Prozent. „Erste Erkenntnis, und das hatten wir vermutet: Es ist vor allem ein Metropolen-Ticket“, konstatierte Meyer.
Als Grund für die regional unterschiedliche Nutzung nannte er die noch sehr unterschiedlichen Verkehrsangebote. „Wir müssen in Mecklenburg-Vorpommern noch die Voraussetzungen schaffen, damit das Deutschlandticket, das ein gutes Ticket ist, besser genutzt wird“, betonte der Minister. Dies bedeute insbesondere Angebotsausbau im ländlichen Raum. Im Rahmen einer Mobilitätsoffensive solle der Schienennahverkehr wieder erweitert werden. Taktfahrpläne sollen für bessere Anschlüsse sorgen, vom kommenden Jahr werde ein landesweites Rufbussystem eingeführt. Dafür würden auch Mittel eingesetzt, die aus Zuweisungen des Bundes für den Regionalverkehr angespart wurden.

Quelle: merkur.de

Tachographen remote auslesen – mit Derovis

Betreiber von Busflotten müssen nachweisen, dass die Gesetzesvorgaben für Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden. Dafür kommen digitale Tachographen zum Einsatz, deren Daten in vorgeschriebenen Intervallen ausgelesen und archiviert werden. Ohne kostenintensive Zusatz-Soft- und Hardware müssen die Daten händisch ausgelesen werden, durch Stecken eines Datenträgers im Fahrzeug – ein Riesenaufwand.

Dieser Prozess kann künftig durch Derovis-Systeme automatisiert werden. Voraussetzung dafür: die Verbindung des Tachografen mit der CAN-Schnittstelle eines Derovis-Rekorders und ein Übertragungskanal ins Unternehmen (Mobilfunk oder WLAN). Diese hocheffiziente Lösung läuft bereits mit großem Erfolg bei Pilotkunden. Alle übrigen Derovis-Kunden können sie voraussichtlich ab Anfang 2024 als Zusatzpaket hinzubuchen.

Mehr in Bus und Bahn investieren

Die Mobilität der Zukunft muss auch ohne eigenes Auto möglich sein. Dem stimmen 82 Prozent der Menschen in Deutschland laut einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zu. Eine deutliche Mehrheit (91 Prozent) stimmt zudem voll und ganz bzw. eher der Aussage zu, dass die Bundesregierung stärker in den öffentlichen Nahverkehr investieren muss. Zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) sind vom Nutzen von Mobilitätsdaten überzeugt, um den Verkehr klimaverträglicher und sicherer zu machen. Zur Weitergabe eigener Mobilitätsdaten erklären sich die meisten aber nicht uneingeschränkt bereit.

„Verbraucher:innen sind bereit für eine Mobilitätswende – weg vom Auto hin zu mehr öffentlichem Nahverkehr. Das zeigt der Verbraucherreport 2023. Die Bundesregierung sollte ihre Verkehrspolitik entsprechend anpassen“, sagt Ramona Pop, Vorständin des vzbv. „Der Nahverkehr muss leistungsstark, attraktiver und an Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden.“


Dabei zeichnet sich ein attraktiver ÖPNV für eine deutliche Mehrheit der Befragten durch hohe Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit (91 Prozent) aus. Verlässliche Informationen im Störungsfall (90 Prozent) sowie ein übersichtliches Tarifsystem (87 Prozent) sind jeweils für eine große Mehrheit entscheidend, ebenso ein breites Angebot mit enger Taktung (85 Prozent). Eine Garantie, trotz Ausfall oder Verspätung am Ziel anzukommen, wünschen sich 83 Prozent der Befragten. Möglich wäre das nach Ansicht des vzbv mit einer bundesweiten Mobilitätsgarantie, bei der Fahrgäste auf alternative Verkehrsmittel umsteigen können, wenn Bus oder Bahn ausgefallen sind.
Die Nutzung von Mobilitätsdaten, also Daten darüber, wann und wie man sich von einem Ort zum anderem mit welchem Verkehrsmittel bewegt, kann den Verkehr klimaverträglicher und sicherer machen. Davon sind fast zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) überzeugt. Trotzdem sind die meisten nicht uneingeschränkt zur Weitergabe von Mobilitätsdaten bereit.
„Damit die Potenziale für Klimaschutz und Verkehrssicherheit, zum Beispiel durch die Nutzung von Mobilitätsdaten genutzt werden können, brauchen die Menschen Transparenz und Kontrolle über die von ihnen erzeugten Daten. Das Mobilitätsdatenwächtermodell kann dafür eine Lösung sein“, so Ramona Pop. Damit Verbraucher ihre Datenhoheit möglichst unkompliziert ausüben können, schlägt der vzbv einen Mobilitätsdatenwächter vor. Mit dessen Hilfe wird transparent gemacht, warum und wie Unternehmen oder die öffentliche Hand bestimmte Informationen benötigen beziehungsweise nutzen dürfen, wie lange sie gespeichert werden und welche Dritte auf sie zugreifen können.
Am ehesten wären die Befragten bereit Mobilitätsdaten weiterzugeben, wenn dadurch der Verkehrsfluss besser geplant oder gelenkt werden könnte (47 Prozent) oder wenn es ihnen bei der Wahl des Verkehrsmittels und der Routenplanung hilft (47 Prozent). Lediglich jeder Vierte (25 Prozent) wäre bereit, die eigenen Mobilitätsdaten ohne Einschränkung weiterzugeben.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband (vzb)

Neue Wiener U-Bahn in den Fahrgastbetrieb gestartet

Der X-Wagen ist in den Fahrgastbetrieb der Wiener Linien gestartet. Nach umfangreichen Tests und der erfolgreichen Betriebsbewilligung durch die Behörde, hatte der erste Zug der neuen U-Bahn-Generation heute Vormittag (16.6.2023) „öffiziell“ seinen ersten Dienstantritt auf der Linie U3. Auf der Premierenfahrt begleitet wurde der neue Zug unter anderem von Öffi-Stadtrat Peter Hanke und zahlreichen Projektbeteiligten der Wiener Linien und von Siemens Mobility.
„Türen auf für alle Fahrgäste!“ – hieß es heute ab der Station U3 Erdberg für den X-Wagen, der auch in den nächsten Tagen und Wochen werktags (Mo-Fr) zwischen U3 Simmering und U3 Ottakring unterwegs sein wird. Der Start in den Fahrgastbetrieb erfolgt mit dem ersten Zug der Type X, noch im Sommer folgen weitere neue X-Wagen-Züge. Bis Ende des Jahres wird der zehnte X-Wagen-Zug geliefert, ab 2024 werden bis zu drei weitere X-Wagen pro Jahr von Siemens Mobility an die Wiener Linien geliefert werden.
Gleichzeitig mit dem Fahrgastbetrieb startet auch der Instandhaltungsvertrag zwischen den Wiener Linien und Siemens Mobility für alle X-Wagen-Züge. Dabei wird eine effiziente Instandhaltung durch das Fachpersonal der Wiener Linien in enger Zusammenarbeit mit den Experten von Siemens Mobility durchgeführt. Der Hersteller verantwortet die Fahrzeugwartung und bringt seine weltweite Projekterfahrung im Wartungsbereich ein. Für die Wiener Linien ergeben sich dadurch die Vorteile der besseren Planbarkeit für die Instandhaltungskosten und einer langfristigen Partnerschaft zu sämtlichen Themen rund um die neuen Züge.

Quelle: Wiener Linien

Hessenpass mobil

Seit dem 1. Mai 2023 gibt es erstmals in Deutschland die Möglichkeit, für nur 49 Euro im Monat den öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland zu nutzen. Mit dem „Hessenpass mobil“ kommt nun ab dem 1. August 2023 ein ergänzendes Angebot des Landes Hessen hinzu: Menschen, die ihren Wohnsitz in Hessen haben und Wohngeld, Bürgergeld, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, können ein auf 31 Euro vergünstigtes Deutschland-Ticket kaufen. Jetzt ist klar, dass der Vorverkauf bei den Verkehrsverbünden in Hessen am 30. Juni 2023 starten wird.
Die Bescheinigung für den „Hessenpass mobil“ wird von den für die Sozialleistungen zuständigen Behörden automatisch ausgestellt und den Berechtigten postalisch zugesandt. Mit dieser Bescheinigung kann das vergünstigte Deutschland-Ticket dann als Abonnement unter Vorlage des „Hessenpass mobil“ bei den Vertriebsstellen der Verkehrsverbünde ab dem 30. Juni 2023 bestellt werden.

„49 Euro im Monat für das Deutschland-Ticket, das ist im Vergleich zu den früheren Preisen für Monats- und Jahreskarten ein sehr attraktives Angebot, aber für manche Menschen sind 49 Euro im Monat immer noch zu viel Geld. In Hessen sollen aber alle von den Flatrate-Angeboten profitieren können. Denn der öffentliche Nahverkehr ist Daseinsvorsorge und bedeutet gesellschaftliche Teilhabe“, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir heute. „Ich freue mich sehr, dass wir jetzt mit dem ‚Hessenpass mobil‘ auch denjenigen ein Angebot machen können, für die das Deutschland-Ticket zu teuer wäre. Ich bedanke mich vor allem auch bei den Kommunen, den Verkehrsverbünden und allen anderen Akteuren für die gute Zusammenarbeit, mit der ein solches Angebot nur drei Monate nach dem Start des Deutschland-Tickets umgesetzt werden kann.“ Al-Wazir betonte: „Wir haben in Hessen die Flatrate-Tickets erfunden: Seit Jahren können Schülerinnen, Schüler und Auszubildende für 31 Euro im Monat alle Busse und Bahnen in Hessen nutzen, für ältere Menschen gibt es das Seniorenticket für ebenfalls 31 Euro im Monat. Diese Flatrate-Tickets waren das Vorbild für das Deutschland-Ticket für alle für 49 Euro im Monat, und mit dem ‚Hessenpass mobil‘ als letztem fehlenden Baustein haben wir jetzt wirklich für alle Menschen in Hessen attraktive und bezahlbare Flatrate-Angebote.“

Quelle: Hessisches Verkehrsministerium

Den technischen Wandel im Bahnbereich emissionslos gestalten

„Es gab schon ruhigere Zeiten am Energiemarkt für die Bahnbranche. Deutliche Preisausschläge vor allem beim Strom setzten und setzen den klimafreundlichen Bahnen unerwartete, zusätzliche Hürden. Dennoch treibt die Branche ihre Maßnahmen für noch mehr Nachhaltigkeit unbeirrt voran: Wir werden mittelfristig immer mehr batterie- oder wasserstoffbetriebene Fahrzeuge sehen. Allein im SPNV werden in naher Zukunft Schritt für Schritt weit über 60 Millionen Zugkilometer auf alternative Antriebe umgestellt. Wir reden mittelfristig von über 400 Schienenfahrzeugen, die klimaneutral unterwegs sind“, so VDV-Vizepräsident Veit Salzmann. „Wir fahren am liebsten und am energieeffizientesten mit Oberleitung. Doch dort, wo der Fahrdraht noch fehlt, können Triebzüge mit alternativen Antrieben eingesetzt werden, um aktiven Klimaschutz zu betreiben – und höhere Akzeptanz bei Fahrgästen und Kommunen zu erhalten.“ Der Branchenverband betont, dass diese Art von Fahrzeugen – und die dazugehörige Infrastruktur nebst Organisation und Personal – zusätzlichen finanziellen Aufwand nach sich zieht. „Doch wir wollen den technischen Wandel, angepasst an die Bedingungen vor Ort, emissionslos gestalten“, so Salzmann.

Laut VDV-Branchenauswertung wird die große Mehrheit der alternativ betriebenen Fahrzeuge batterieelektrisch fahren. Aber auch die Brennstoffzelle könnte dort, wo die Rahmenbedingungen vorliegen, in wenigen Jahren mit einer nicht unerheblichen Anzahl an Fahrzeugen ihren Beitrag leisten – und dabei regionale Wirtschaftskreisläufe stärken. Die elektrisch fahrenden Regionalzüge in Deutschland sind bereits klimafreundlich und energieeffizient, darum drängt der Branchenverband auf eine weitere Elektrifizierung des Netzes – dem Goldstandard nachhaltigen Bahnverkehrs. Die Branche verfolgt das Ziel, im deutschen Schienennetz den Elektrifizierungsgrad von heute 60 Prozent auf mindestens 75 Prozent zu steigern. Wo dies nicht erreichbar ist und die Voraussetzungen vor Ort gegeben sind, sind batterie- und wasserstoffgetriebene Fahrzeuge die klimagerechte Alternative zum Diesel. „Um klimaneutrale Mobilität auch auf nicht-elektrifizierten Strecken zu realisieren, bietet die heutige Technik mit batterieelektrischem Antrieb und Brennstoffzellenantrieb zwei vielversprechende Alternativen, die sich nun in der Praxis bewähren müssen.“ so Salzmann abschließend.

Weitere Informationen in den Positionspapieren zu dem Thema „Elektromobilität und alternative Antriebe“ finden sich auf vdv.de/positionen.

Quelle: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)

Passende Fahrzeuge und maßgeschneiderte Lösungen

Mit technischem Know-how, Finanzierungs- und Leasingexpertise ist Alpha Trains seit fast 25 Jahren eine feste Größe auf dem europäischen Schienenmarkt. Der Leasinggeber reagiert flexibel auf die Bedürfnisse seiner Kunden und bietet maßgeschneiderte Angebote für Neufahrzeuge und attraktive Lösungen für die Wiedervermarktung bestehender Flotten.

„Wir bedanken uns bei unseren Kunden und Partnern für ihr Vertrauen und ihre Zusammenarbeit. Gemeinsam werden wir auch in Zukunft die Schienenbranche mit innovativen Lösungen vorantreiben“, sagt Thomas Schmidt, Geschäftsführer der Alpha Trains Europa GmbH.

Doppelmayr-Seilbahn verbindet Ausstellungsparks der BUGA in Mannheim

Vom 14. April bis 8. Oktober 2023 findet in Mannheim die Bundesgartenschau (BUGA) statt. Im Fokus stehen die aktuellen Themen unserer Zeit: Klima, Energie, Umwelt und Nahrungssicherung. Den Nachhaltigkeitsgedanken der BUGA unterstreicht auch die Mobilität auf dem Gelände: Eine Seilbahn verbindet die beiden Ausstellungsgelände Spinelli- und Luisenpark. Dabei überquert sie die urbane Infrastruktur und wichtige Verkehrsadern von Mannheim, darunter unter anderem die Wasserschifffahrtsstraße auf dem Neckar und die Zugstrecke der Deutschen Bahn – und sorgt zugleich für ein ganz besonderes BUGA-Erlebnis aus luftiger Höhe. Einige Komponenten waren bereits bei der Floriade in Almere im Einsatz. Nach der BUGA soll die Anlage an einem neuen Standort weiterverwendet werden.

Fokus auf Sicherheit der Fahrgäste

Bei der Sicherheit an Zugangsstellen gilt es zwei Aspekte zu beachten: Einerseits die Safety – hier geht darum, durch die Anordnung und Gestaltung der Zugangsstellen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gestalten, also vor allem um Fragen zur Lage und Form der Haltestellen, Führung der übrigen Verkehre (z.B. Fahrräder).
Bei der Security gilt es, dem subjektiven Sicherheitsbedürfnis des einzelnen Fahrgastes an den Zugangsstellen vor, während und nach der Fahrt zu entsprechen. Neben Sicherheitspersonal stehen hier moderne technische Sicherheitseinrichtungen wie Notrufsäulen und Kommunikationsmaßnahmen sowie die Videoüberwachung einschließlich automatischer Bildanalysesysteme im Fokus.
Moderne Verkehrsbetriebe setzen immer öfter auf innovative Kommunikationssysteme mit Fahrgastinformationssystemen und oft auch Mobilen Apps, um die Fahrt für ihre Reisenden so angenehm wie möglich zu gestalten. Ist erst ein WLAN-Zugang installiert, so macht es Sinn, mithilfe von entsprechender Hardware auch eine Videoüberwachung zu realisieren. Dabei fungieren im Fahrzeug installierte Kameras als Sensoren, die einen definierten Bereich abdecken, etwa für die Überwachung der Kapazitätsauslastung: Mit moderner Technologie lassen sich Vorhersagen zu Fahrgastzahlen und -strömen treffen, und dadurch die Anzahl der Personen auf engem Raum begrenzen, z.B. an einer U-Bahnstation. Hierzu wird zunächst ein grundsätzlicher Prozentsatz an wartenden Passagieren definiert. Wird dieser Wert überschritten, erfolgt eine Meldung, so dass Mitarbeiter eine Gefahrensituation (Unfall, Panik) rechtzeitig durch Notfallmaßnahmen vermeiden können. Von diesen Vorhersagen profitiert auch der gezielte Personaleinsatz im Bereich Verkauf und Service.
Speziell in den Abendstunden beklagen Passagiere die Sicherheit im ÖPNV, egal ob im Verkehrsmittel oder an den Einstiegsstellen – gerade hier können durch die Videoüberwachung Pöbeleien, verbale Angriffe oder tätliche Übergriffe eingedämmt werden. Sei es, dass geschultes Personal schnell vor Ort geschickt wird, oder dass die Videoaufzeichnung eine Nachverfolgung der Täter ermöglicht. Beim Thema Sicherheit ist die Assoziation mit kriminellen Vorgängen nicht weit entfernt, beispielsweise die Flucht eines Täters in ein Fahrzeug des ÖPNV. Hier erhalten Einsatzkräfte durch den direkten Zugriff auf die Daten der Videoüberwachung wertvollen Überblick, um sie Situation zu bewerten und weitere Aktionen einzuläuten.
Aber Sicherheit bezieht sich auch auf die Strecke des Verkehrsmittels – beispielsweise in Tunnels. Hier sind Videokameras ein guter Ersatz für gängige Feuer- bzw. Rauchmelder zur Frühwarnung. Weil sie eine Rauchentwicklung schon identifizieren können, bevor der Rauch an die Decke steigt, vermeiden sie erhebliche Schäden.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Nahverkehrs-praxis 6-2023.