Niederlande: Maskenpflicht im ÖPNV ab 1. Juni

In den Niederlanden ist ab dem 1. Juni das Tragen einer Mund-Nase-Maske in Bussen und Bahnen Pflicht. Die Tragepflicht gilt ab dem 13. Lebensjahr. Im Gegensatz zur deutschen Regelung gilt es zu beachten, dass das Tragen eines Schals oder Halstuchs als Mund-Nasen-Schutz in den Niederlanden nicht geduldet wird und als Nichteinhaltung der Verpflichtung gilt. Diese Regelung ist auch in den Aachener ASEAG-Linien 25, 33, 34 und 44 sowie der west-Linie SB 3 verpflichtend, wenn diese auf den niederländischen Abschnitten unterwegs sind. Auf den deutschen Streckenabschnitten gilt die deutsche Regelung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

In den Niederlanden beträgt das Bußgeld bei Verstößen gegen die Verpflichtung 95 Euro. Die Durchsetzung der Tragepflicht obliegt den Verkehrsunternehmen, weshalb das Kontrollpersonal in Bussen und Bahnen auch das Bußgeld verhängen kann. Anders als in Deutschland muss an Haltestellen und in den Bahnhöfen in den Niederlanden kein Mund-Nase-Schutz getragen werden, es gilt jedoch ein Abstandsgebot von 1,50 Meter.

Quelle: Aachener Verkehrsverbund

Zu einem echten „Bahn-Bündnis“ gehören alle Bahnen

Zu dem am 26.05.2020 bekannt gewordenen „Bündnis für unsere Bahn“ sagt mofair-Präsident Christian Schreyer: „Durch die Corona-Krise sind alle Eisenbahnverkehrsunternehmen stark betroffen, nicht nur die Deutsche Bahn. Unterstützung für ausgefallene Fahrgeldeinnahmen oder ausgefallene Frachten brauchen alle Branchenunternehmen. Wir schlagen daher ein breites Bündnis vor, das für alle Bahnunternehmen in Deutschland offen ist.“

Schreyer fährt fort: „Leider hat sich Bundesverkehrsminister Scheuer zunächst einseitig auf eine Unterstützung des Staatskonzerns DB festgelegt, ohne andere Unternehmen einzubinden. Aber auch unsere Mitarbeiter haben während der Krise hervorragende Arbeit geleistet und tun dies weiter täglich. Es entsteht der ungute Eindruck, als wolle der Bund vor den morgigen Sitzungen des Verkehrs- und des Haushaltsausschusses bei den Abgeordneten Stimmung für eine schnelle Anhebung der Schuldengrenze der Deutschen Bahn und eine Eigenkapitalerhöhung im Hauruckverfahren machen.“

Quelle: mofair e. V.

Deutsche Bahn schließt Bündnis mit Bund, Gewerkschaft und Konzernbetriebsrat

Die Deutsche Bahn (DB) hat mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), dem Konzernbetriebsrat und dem Arbeitgeberverband AGV MOVE das „Bündnis für unsere Bahn“ unterzeichnet. Darin werden Lösungen für die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise aufgezeigt.

DB-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz: „Das ist ein guter Tag für die Bahn und ihre Beschäftigten, die seit Wochen mit größtem Engagement den Bahnbetrieb in Deutschland aufrechterhalten. Wir alle wollen den Erfolg der Starken Schiene. Der Schienenverkehr bleibt das Rückgrat klimafreundlicher Mobilität und Logistik.“ Er dankte allen Beteiligten, insbesondere dem Bund, für die große Solidarität in einer der schwierigsten Lagen, die der Konzern bislang erlebt habe.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Dieses Bündnis ist ein wichtiges Signal. Gemeinsam mit den Tarifpartnern suchen wir jetzt einen sozial ausgewogenen und ökonomisch verantwortungsvollen Weg aus der Krise. Wir wollen für unsere Beschäftigten Klarheit, Sicherheit und Perspektiven schaffen. Das gelingt, wenn alle Teil der Lösung sind. In diesem Sinne haben wir die Tarifpartner zu Verhandlungen über intelligente tarifliche Regelungen eingeladen.“

Quelle: Deutsche Bahn AG

Innovationspreis für Projekt Hub Chain

Das Mobilitätsprojekt Hub Chain ist mit dem „Innovationspreis Reallabore“ des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet worden. Mit dem Siegel werden Projekte gewürdigt, die als vorbildliche Impulsgeber für den Innovationsstandort Deutschland dienen. Das Projekt Hub Chain – mit dem autonom fahrenden Minibus „Hubi“ als Wahrzeichen – verdient sich die Auszeichnung mit seinem Vorhaben, On-Demand- und Taktverkehre im ÖPNV durch digitale Mobilitätsdienste miteinander zu verzahnen.

Das Projekt Hub Chain ist einer von drei Preisträgern der Kategorie „Einblicke: Reallabore in der Umsetzung“. Die drei ausgezeichneten Projekte zeigen laufende Erprobungen mit Vorbildcharakter und stellen deren jeweiligen Erfolgsfaktoren und Umsetzungsstrukturen heraus. „Bei unserem Projekt geht es im Kern darum, Zubringer- und Abholbusse auf Bestellung intelligent mit dem klassischen ÖPNV zu verknüpfen – und das auf Basis einer digitalen Plattform“, erläutert Udo Onnen-Weber vom „Hub Chain“-Konsortialpartner KOMOB (Kompetenzzentrum ländliche Mobilität). Solche Angebote – mit garantiertem Umstieg ohne Wartezeit – seien insbesondere im ländlichen Raum eine sinnvolle Ergänzung des Mobilitätsangebotes.

Quelle: Stadtwerke Osnabrück AG

Bundesbürger lehnen neue Autoprämie ab

Die Pläne der Bundesregierung für eine Autokaufprämie stoßen bei der Mehrheit der Deutschen auf Ablehnung. In einer repräsentativen Umfrage des Instituts Civey für die Allianz pro Schiene sprachen sich knapp 60 Prozent der Bundesbürger dafür aus, statt einer erneuten Abwrackprämie eine breit angelegte Mobilitätsprämie einzuführen. Mit einer solchen Mobilitätsprämie könnten die Verbraucher selbst entschieden, ob sie die staatliche Förderung für den Kauf von Fahrrädern, von Bahn-Abos oder von umweltschonenderen Autos nutzen. Die reine Autoprämie findet mit weniger als 30 Prozent gerade halb so viele Anhänger.

„Die Menschen wollen keine Neuauflage der unsinnigen Abwrackprämie“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer des gemeinnützigen Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene, am Mittwoch in Berlin. „Auch eine Abwrackprämie 2.0 mit hellgrünem Anstrich subventioniert ausschließlich den privaten Autobesitz und verschärft die Lasten durch den überbordenden Straßenverkehr weiter“, so Flege. „Es kann nicht sein, dass die Politik mit dem Geld der Steuerzahler Klimakrise und Mega-Staus weiter antreibt.“

Die Allianz pro Schiene setzt sich für eine Mobilitätsprämie ein, die den Verbrauchern die freie Wahl überlässt. Mit diesem Modell kann sich jeder mit der staatlichen Förderung Abos für den Öffentlichen Personenverkehr kaufen oder Fahrräder und Elektro-Bikes oder ein besonders energiesparendes E-Auto. „Mit der Mobilitätsprämie liegt ein Konzept vor, das Umwelt- und Wirtschaftsinteressen versöhnt. Mit der Mobilitätsprämie kann die Bundesregierung gleichzeitig die Konjunktur ankurbeln und den Klimaschutz vorantreiben“, so Flege.

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag der Allianz pro Schiene über 2.500 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Quelle: Allianz pro Schiene

eTicket Deutschland: Kopierschutz für Handytickets Ende dieses Jahres verfügbar

Der Trend hin zum digitalen Ticket beschleunigt sich aktuell immer stärker. Egal ob Chipkarte oder Smartphone – die Grundanforderungen für die Kontrolle sind die gleichen: Der Kontrollvorgang muss sicher und schnell ablaufen. Lange Schlangen vor Automaten und Bargeld möchte aktuell niemand mehr haben. Um die genannten Grundanforderungen, die für eTickets auf Chipkarten schon seit vielen Jahren gelten, auf das Smartphone zu übertragen, hat der VDV eTicket Service (VDV-ETS) den VDV-Barcode mobile+ entwickelt. Um diesen der ÖPNV-Branche zu Verfügung zu stellen, wird eine Erweiterung der zentralen Systeme benötigt. Für dieses System, den MOTICS (Mobile Ticketing Crypto-Service), hat der VDV eTicket Service im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung jetzt einen passenden Technologiepartner gefunden, der mit der Entwicklung begonnen hat.

Die Projektteams von Incloud und VDV-ETS haben ihre Arbeit gemäß Zeitplan begonnen und gehen aktuell davon aus, das der MOTICS pünktlich zum Ende dieses Jahres den Betrieb aufnehmen wird und damit die Fahrgeldeinnahmen des deutschen ÖPNV für mobiles Ticketing national absichern wird.

Quelle: VDV eTicket Service GmbH & Co. KG

Siemens Mobility liefert Elektrifizierung für den Ausbau der Stockholmer Metro

Siemens Mobility hat von der Region Stockholm Extended Metro Administration den Auftrag erhalten, die Gleichrichterstationen und Netzwerkstationen für die Erweiterung der Stockholmer Metro, bekannt als Tunnelbana, zu liefern. Das Projekt ist eine Erweiterung der gelben U-Bahn-Linie, die von Odenplan nach Arenastaden führt, und einer Verlängerung der blauen Linie nach Barkarby im Nordwesten sowie nach Nacka und Söderord im Südosten. Außerdem wird die blaue Linie an die grüne Line bei der Station Hagsätra angeschlossen und ein neuer Abschnitt zwischen Fridhemsplan und Älvsjö gebaut. Das Projekt hat einen Wert von rund 21 Millionen Euro. Der Bau beginnt sofort und wird sich über mehrere Jahre erstrecken. Die Lieferung erfolgt schrittweise während der Bauzeit.

Quelle: Siemens Mobility

Ab Pfingsten in Frankfurt Bus und Bahn auch wieder nachts

Busse und Bahnen werden in Frankfurt am Main rechtzeitig zu Pfingsten, also ab 29. Mai 2020, auch wieder nachts fahren. Aufgrund der Corona-Pandemie war der Nachtverkehr seit 20. März eingestellt. Gleichzeitig werden ab Pfingsten die beiden „Freizeitlinien“, das sind die Linie 83 zum Lohrberg und die Verlängerung der Linie 45 entlang des Mains zum Kaiserlei, ihren Betrieb aufnehmen.

Im Busverkehr bleibt jedoch auch weiterhin die vordere Tür geschlossen und die Fahrer verkaufen keine Fahrkarten. Fahrgäste ohne Fahrschein werden gebeten, vorhandene Automaten oder Handytickets zu nutzen bzw. spätestens beim Umsteigen in die S-, U- oder Straßenbahn ihren Fahrschein zu ziehen. Eine Lösung, dass auch Busfahrer unter Einhaltung der Hygieneregeln Fahrkarten verkaufen können, ist in Vorbereitung.

Quelle: traffiQ

Rheinbahn: Zielanzeigen von Bussen und Bahnen zeigen an Endhaltestellen die Abfahrtszeit an

Die Rheinbahn kann jetzt die Außenanzeiger der Busse und Bahnen nutzen, um an ausgewählten Endhaltestellen und an Haltestellen mit planmäßigen Wartezeiten die nächste Abfahrtszeit anzuzeigen. Fahrgäste können so direkt sehen, wann die Busse und Bahnen ihre Fahrt starten oder fortsetzen. Die digitalen Außenanzeiger der Fahrzeuge informieren im Wechsel über die Zielhaltestelle und die verbleibende Zeit bis zur Abfahrt. Der Abfahrtscountdown zählt die verbleibenden Minuten herunter und zeigt bei Abfahrt – ähnlich wie die digitalen Anzeiger an den Haltestellen – „Abfahrt sofort“ an.

Bild: Rheinbahn

Quelle: Rheinbahn

ZF elektrifiziert London: Neuer Auftrag für Elektroportalachse AxTrax AVE

Mit der Elektroportalachse AxTrax AVE bietet ZF ein Erfolgsmodell für einen nachhaltigen Nahverkehr: Weltweit haben über 2.200 mit AxTrax AVE ausgestattete Elektrobusse bereits rund 150 Millionen Straßenkilometer lokal emissionsfrei zurückgelegt. Mit Tower Transit entscheidet sich nun das zweite Londoner Busunternehmen für die bewährte Elektroportalachse: 37 Optare „Metrodecker EV“, eine batterieelektrisch angetriebene Variante der ikonischen roten Doppeldeckerbusse, sollen im Lauf des Jahres die Linien 23, die an Hyde Park und Buckingham Palace vorbeiführt, und C3 durch den Londoner Südosten bedienen. Die Gesellschaft Metroline betreibt bereits seit vergangenem Sommer 31 Metrodecker EV.

Leistungsstark und umweltschonend: Die elektrische Antriebsachse AxTrax AVE von ZF treibt Niederflurbusse bis zu einer maximalen Achslast von 13.000 Kilogramm an. Die in die Radköpfe integrierten E-Maschinen haben eine Gesamtleistung von 250 Kilowatt. Bild: ZF

Die elektrische Achse lässt sich mit einer Vielzahl von Antriebskonfigurationen kombinieren – Hybrid- und Brennstoffzellen-Antriebe sind ebenso möglich wie batterieelektrische Lösungen. Die flache Bauform gibt den Herstellern darüber hinaus große Freiheiten bei der Gestaltung des Passagierraums, etwa die Auslegung als Voll-Niederflurbus. Als Systemanbieter liefert ZF bei Bedarf auch die passende Hard- und Software, um Performance, Effizienz und Lebensdauer des Antriebs optimal abzustimmen. 

Quelle: ZF