Zur heutigen (19.9.2022) Sonder-Verkehrsministerkonferenz, bei der es um die Zukunft des ÖPNV gehen wird, fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Bundesregierung auf, die Länder mit weitreichenden Mitteln bei Bus, Bahn und Tram zu unterstützen. Dazu müsse der Bund die kompletten Kosten von 4 Milliarden Euro jährlich für ein bundesweit gültiges 365-Euro-Klimaticket übernehmen

Deutschlandticket für DUH eine Farce

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Pläne für ein „Deutschlandticket“ im Nahverkehr als Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch kommentiert:

„Dieses Ticket ist eine Farce! Dass die Ampel-Koalition nur 1,5 Milliarden Euro in ein Nahrverkehrsticket, aber weiterhin 30 Milliarden Euro in klimaschädliche Subventionen investiert, zeigt, wie Autoindustrie und Porsche-FDP in dieser Bundesregierung im Verkehrsbereich auch weiter durchregieren. Die in den Raum gestellte Erhöhung des Ticketpreises von 9 Euro auf dauerhaft 49 bis 69 Euro pro Monat – also bis zu 828 Euro pro Jahr – macht es teurer als die meisten heute bestehenden regionalen Monatstickets. So werden gerade Berufspendler nicht oder kaum entlastet und schon gar nicht zum Umstieg vom Auto auf Bahn, Bus und Tram motiviert. Dass die Länder zudem noch mindestens ebenfalls 1,5 Milliarden Euro zum neuen Ticket zuschießen müssen, bedeutet eine Kürzung der Mittel für Betrieb und Investitionen in gleicher Höhe. Ein Desaster, denn damit wird auch noch an der Qualität des ÖPNV gespart, statt ihn zu stärken und deutlich auszubauen. Wir fordern den Deutschen Bundestag auf, den Bundeszuschuss so zu erhöhen, dass damit ein deutschlandweit gültiges 365-Euro-Klimaticket umsetzbar ist. Und zur Gegenfinanzierung muss einfach nur der Porsche-Lobbyist im Bundeskabinett, FDP-Finanzminister Lindner, die Klimakiller-Luxusdienstwagen-Förderung stoppen! Die so freiwerdenden Mittel reichen für ein dauerhaftes Angebot eines bundesweit gültigen 365-Euro-Tickets.“

Quelle: Deutsche Umwelthilfe DUH

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