Freistaat ermöglicht Planungen für S-Bahn-Ausbau zwischen Fürth und Eltersdorf

Bei der Deutschen Bahn (DB) nehmen die Planungen zum Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Fürth und Eltersdorf volle Fahrt auf. Ermöglicht wird dies durch die jüngst zwischen Freistaat und DB unterzeichnete Planungsvereinbarung. Der Freistaat fördert mit rund 3 Millionen Euro die Planungen für den S-Bahn-Ausbau. Für Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter ist dieser Schritt längst überfällig:

„Der Streckenabschnitt zwischen Fürth und Erlangen muss schnellstmöglich ausgebaut werden, um den schon seit Jahren bestehenden chronischen Engpass endlich aufzulösen. Mit dem aktuellen Schritt bringen wir wieder Schwung in das Projekt, der nun möglich wurde, nachdem Bund und DB noch offene Fragen über den Ausbau der Schnellfahrstrecke Nürnberg –  Erfurt klären konnten.“

Im Zuge der weiteren Realisierung des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8.1, der Schnellfahrstrecke Nürnberg – Ebensfeld – Erfurt (VDE 8.1), wird auch der Ausbau der S-Bahn von Nürnberg nach Forchheim und Bamberg umgesetzt. Der ursprünglich vorgesehene S-Bahn-Ausbau zwischen Fürth-Unterfarrnbach und Eltersdorf konnte jedoch aufgrund eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts bislang nicht realisiert werden. Deshalb müssen sich die vielen Züge des Fern-, Regional-, S-Bahn- und Güterverkehrs die bisher zur Verfügung stehenden zwei Gleise teilen.

Mit der Entscheidung von Bund und DB zum Bau des Güterzugtunnels Fürth und Maßnahmen zur Geschwindigkeitserhöhung bei der Schnellfahrstrecke konnten jetzt die Planungen für den S-Bahn-Ausbau wiederaufgenommen werden.

Ziel ist, der S-Bahn auch zwischen Fürth-Unterfarrnbach und Eltersdorf eigene Gleise zur Verfügung zu stellen und somit den Engpass aufzulösen. Dabei werden die Infrastrukturerfordernisse des Fernverkehrs und des Güterverkehrs mit den Ausbauvarianten für die S-Bahn kombiniert.

Um bis zum endgültigen Ausbau dennoch Verbesserungen für die Fahrgäste zu ermöglichen, hat der Freistaat die „Interimslösung“ initiiert und mit rund 20 Millionen Euro gefördert. Dadurch ist auf dem stark nachgefragten Abschnitt zwischen Nürnberg und Erlangen seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 ein deutlich verbessertes Angebot von drei statt zwei S-Bahnen pro Stunde und Richtung möglich.  

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

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