Max-Theurer ordnet Bahn-Beteiligungen neu

Die Familie Max-Theurer ordnet ihre Unternehmen im Bereich Bahninfrastruktur neu. Die Teilkonzerne Plasser & Theurer, Robel, Matisa und Speno werden in der gemeinsamen JMT Industrie Holding GmbH mit Sitz in Österreich zusammengeführt. Für 2026 planen die vier Teilkonzerne einen konsolidierten Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro. Weltweit beschäftigen sie rund 7.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bisher wurden die Unternehmen in getrennten Gesellschaftsstrukturen in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz gehalten. Künftig werden vier eigenständig geführte Teilkonzerne unter dem Dach der JMT Industrie Holding GmbH gebündelt:

Plasser & Theurer Group: Der Hersteller von Gleisbau- und Instandhaltungsmaschinen bündelt seine internationalen Gesellschaften unter dem Dach von Plasser & Theurer in Österreich. Für 2026 plant die Gruppe einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro. Sie beschäftigt weltweit rund 5.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 2.300 in Österreich.

Robel Group (Deutschland): Das Unternehmen stellt Maschinen und Systeme für Bau und Instandhaltung der Schieneninfrastruktur her und bietet entsprechende Dienstleistungen an. Zu den Geschäftsfeldern gehören unter anderem Automatisierung und Schienenbearbeitung.

Matisa (Schweiz): Das Unternehmen produziert Maschinen und Großmaschinen für Gleisbau und Gleisunterhalt und ist insbesondere auf dem europäischen Markt tätig.

Speno International (Schweiz): Das Unternehmen ist auf Schienenschleifen und Schienenpflege spezialisiert. Robel, Speno und Matisa gehören bereits seit Jahrzehnten zum Beteiligungsportfolio der Eigentümerfamilie.

Alle vier Unternehmen sollen ihre Marken, ihr Management, ihre Standorte und ihre Kundenbeziehungen behalten und weiterhin als eigenständige Teilkonzerne geführt werden.

Auch Plasser & Theurer wird neu strukturiert

Im Zuge der Neuordnung wird auch Plasser & Theurer mit seinen weltweiten Beteiligungsgesellschaften in der Plasser & Theurer Group GmbH zusammengeführt. Die Gesellschaft firmierte bislang als Plasser & Theurer, Export von Bahnbaumaschinen, Gesellschaft m.b.H.

Plasser & Theurer erzielte 2025 nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 731 Millionen Euro und ein EBIT von 41,4 Millionen Euro. Der Auftragseingang lag bei rund einer Milliarde Euro, der Auftragsbestand bei mehr als 1,6 Milliarden Euro.

Investitionen am Standort Linz

Plasser & Theurer verfügt über Produktionsstandorte, Werkstätten und Niederlassungen auf mehreren Kontinenten. Linz bleibt der größte Produktionsstandort der Gruppe. Dort entsteht derzeit ein neues Montage- und Inbetriebnahmewerk. Das Investitionsvolumen beträgt nach Unternehmensangaben mehr als 60 Millionen Euro. Mit dem Werk sollen rund 80 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Eröffnung ist für den 16. Oktober vorgesehen.

Die Unternehmensgruppe bleibt vollständig im Eigentum der Familie Max-Theurer. Nach Angaben des Unternehmens bestehen keine Verkaufs-, Investoren- oder Börsenpläne. Verträge und Ansprechpartner für Kunden, Lieferanten und Beschäftigte sollen von der Neuordnung unberührt bleiben. Die gesellschaftsrechtliche Umsetzung soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

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