Ruhrbahn

Ruhrbahn fordert Respekt

Vandalismus im öffentlichen Nahverkehr verursacht Jahr für Jahr erhebliche Schäden. Beschmierte Anlagen, zerstörte Automaten oder beschädigte Fahrzeuge müssen aufwendig gereinigt, repariert oder ersetzt werden. Für Verkehrsunternehmen wie die Ruhrbahn bedeutet das hohe zusätzliche Kosten – Kosten, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden. Die Aggressionen richten sich nicht nur gegen Fahrzeuge, Infrastruktur und Bauwerke der Ruhrbahn. Respekt in Bus und Bahn ist leider keine Selbstverständlichkeit. Besonders das Fahrpersonal, die Ticketprüfer, die Servicekräfte und die KundenCenter-Mitarbeitenden müssen täglich mit vielen besonderen Situationen umgehen können.

Im Jahr 2025 war die Ruhrbahn wieder Ziel mutwilliger Beschädigungen. Den größten finanziellen Schaden verursachte die Sachbeschädigung von Ticketverkaufsautomaten. Insgesamt summierten sich die Schäden im Jahr 2025 auf rund 331.000 Euro. Allein in der Silvesternacht wurden sechs Automaten vollständig zerstört. Warum Ticketautomaten immer wieder Ziel solcher Zerstörungsaktionen werden, ist nicht nachvollziehbar. Vieles deutet darauf hin, dass es den Tätern vor allem um mutwillige Beschädigung geht, denn die Automaten sind diebstahlgesichert, bestehen aus verstärktem Stahl und sind videoüberwacht.

Graffiti an der Infrastruktur

Auf Platz zwei der Vandalismusschäden steht die Entfernung von Graffiti. Mit Kunst hat das nichts zu tun – es handelt es sich um Schmierereien. Sie müssen von Haltestellen, Bauwerken und anderen Einrichtungen der Ruhrbahn aufwendig entfernt werden. Auch der Diebstahl von Kupfer und Kupferkabeln verursacht erhebliche Schäden. Allein im Jahr 2025 entstanden dadurch Kosten von rund 94.000 Euro. Hinzu kommen weitere Beschädigungen an der Infrastruktur: zerstörte Bahnhaltestellen und Bauwerke, Aufzüge und Fahrtreppen, abgerissene Mülleimer und Aschenbecher sowie eingeschlagene Scheiben an Haltestellen.

Vandalismus an Fahrzeugen: Viele kleine Schäden summieren sich

Im Busbereich ist der „klassische“ Vandalismus weiterhin allgegenwärtig, wenn auch dank Videoüberwachung rückläufig. Immer wieder werden Nothammer entwendet, USB-Ladebuchsen zerstört sowie Sitze und Taster beschädigt. Auch bei den Schienenfahrzeugen entstehen regelmäßig Schäden, etwa Kratzer an Verkleidungen, eingeschlagene Scheiben oder beschädigte Griffstangen. Zudem werden Klapprampen abgebrochen, Verbandskästen entwendet oder auch U-Bahnen mit größeren Graffitis beschmiert. Für die Beseitigung dieser Schäden ist über das gesamte Jahr hinweg Personal und Material gebunden. Das muss nicht sein.

Die Ruhrbahn setzt in ihren Bussen und Bahnen auf spezielle Sitzstoffe, auf denen Schmierereien weniger sichtbar sind sowie auf schnittfeste Polster und spezielle Folien auf Fahrzeugscheiben. Busse und Schienenfahrzeuge der Ruhrbahn, auch Haltstellen und Bahnhöfe sind mit Videokameras ausgestattet. So wird Vandalismus sichtbar und kann auch durch die Polizei nachvollzogen werden. Ob Sachbeschädigung, Diebstahl oder Graffiti: Vandalismus ist eine Straftat, welche die Ruhrbahn auch so verfolgt.

Kosten von Vandalismus trägt die Allgemeinheit

Busse, Bahnen und Infrastruktureinrichtungen der Ruhrbahn sind immer wieder Zielscheibe sinnloser Zerstörungswut. Im Jahr 2025 beliefen sich die Gesamtkosten für die Beseitigung von Vandalismusschäden auf rund 600.000 Euro. Die Kosten für die Beseitigung dieser Schäden sind Teil der Betriebskosten der Ruhrbahn und werden damit letztlich von der öffentlichen Hand sowie von den Bürgern als Steuerzahler und Fahrgäste getragen.

Ruhrbahn setzt auf Prävention und fordert Respekt

Die Ruhrbahn sieht nicht tatenlos zu, wie ihr Eigentum beschädigt wird, sondern setzt auf weitere Maßnahmen zur Vorbeugung. So werden Schulkinder bei Betriebsführungen frühzeitig dafür sensibilisiert, welche Schäden und Kosten sinnlose Beschädigungen verursachen und lernen außerdem Mitarbeitende der Werkstatt kennen, wie zum Beispiel den Polsterer oder den Lackierer, der diese Schäden wieder beseitigen muss. Mit zwei Straßenbahn-Musicals werden Kinder im Vorschulalter und Schulkinder bereits in jungen Jahren mit dem Thema ÖPNV positiv in Berührung gebracht. Ergänzend finden regelmäßig Bus- und Bahntrainings statt. In diesem Praxistraining nehmen die Kinder auch die Rolle des Busfahrers ein und erhalten eine für sie neue Perspektive.

Doch nicht nur Sachbeschädigungen sind Alltag bei der Ruhrbahn. Auch die Mitarbeitenden werden in Mitleidenschaft gezogen. Die Aggressionen richten sich nicht nur gegen Fahrzeuge, Infrastruktur und Bauwerke der Ruhrbahn. Respekt in Bus und Bahn ist leider keine Selbstverständlichkeit. Das Fahrpersonal und auch die Ticketprüfer müssen täglich mit vielen besonderen Situationen umgehen können. Ob fehlendes Ticket, schlechtes Benehmen im Fahrzeug oder Streit unter Fahrgästen. Die Ursachen für Gewalt und Aggressionen gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das alle betrifft.

„Wir dulden keinerlei verbale oder körperliche Angriffe auf unsere Mitarbeitenden. Als Unternehmen stehen wir besonders hinter unserem Fahrpersonal und allen anderen Mitarbeitenden mit Kundenkontakt.“

Ahmet Avsar, Ruhrbahn-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor

Und auch hier setzt die Ruhrbahn auf Vorbeugung: Zum Beispiel erfahren alle Mitarbeitenden mit Kundenkontakt regelmäßig Deeskalationstrainings und Schulungen für serviceorientiertes Handeln.

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