Waymo legte am 25. August den Grundstein für den Start seines vollautonomen Fahrdienstes in München. Mit der Erfahrung aus insgesamt über 20 Millionen autonomen Fahrten und Hunderttausenden kommerziellen Fahrten pro Woche will das Unternehmen die Technologie nun in die bayerische Metropole bringen.
In den kommenden Wochen werden die ersten Waymo-Fahrzeuge auf den Straßen Münchens zu sehen sein, zunächst noch manuell durch die Stadt gesteuert. Begonnen wird mit der Kartierung des Straßennetzes und ersten Testfahrten mit speziell geschultem Fachpersonal am Steuer. So wird in der Erprobungsphase sichergestellt, dass das autonome System – der Waymo Driver – optimal auf die Besonderheiten des Münchner Verkehrs abgestimmt wird. Gegen Ende 2027 soll der Fahrdienst dann für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
„Autonomes Fahren ist eine Schlüsseltechnologie für die Mobilität der Zukunft und für die Transformation unserer Automobilindustrie. Bayern will dabei seiner Vorreiterrolle gerecht werden und international an der Spitze stehen. Dafür haben wir beste Voraussetzungen mit starken Automobilherstellern und Zulieferern, Spitzenforschung, innovativen Start-ups und einer leistungsfähigen KI-Landschaft, die wir mit unserer Hightech Agenda gezielt stärken“, sagt Dr. Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. „Dass Waymo München für den Einstieg in den deutschen Markt und die Etablierung seines autonomen Fahrdienstes wählt, unterstreicht die Attraktivität unseres Hightech-Standorts. Jetzt muss die Technologie schnell auf die Straße und in den Alltag integriert werden. Dafür werden wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern, Bürokratie abbauen und regulatorische Hürden beseitigen.“
Waymo stehe im engen Austausch mit Politik und Behörden auf allen Ebenen, um die Genehmigungen und Zulassungsschritte für einen verantwortungsvollen Betrieb in Deutschland auf den Weg zu bringen, teilte das Unternehmen mit. Ziel sei es, den bestehenden Nah-, Rad- und Fußverkehr sinnvoll zu ergänzen.
„Verlässliche Mobilität ist für blinde und sehbehinderte Menschen unverzichtbar. Der bevorstehende Start von Waymo in Deutschland ist ein großartiger Schritt hin zu sichereren Mobilitätsangeboten. Gleichzeitig trägt er dazu bei, Hürden abzubauen, auf die Menschen mit Blindenführhunden bei klassischen Taxis und Fahrdiensten oft stoßen. Wir freuen uns sehr über die Unabhängigkeit, die autonome Fahrzeuge unserer Gemeinschaft ermöglichen werden.“
Maik Schubert (Geschäftsführer der Blindenführhundeschule Schubert & Wetzel)
Die Daten aus mehr als 350 Millionen vollautonom zurückgelegten Kilometern weisen auf ein deutlich höheres Sicherheitsniveau gegenüber menschlichen Fahrern hin: Waymo verzeichnet nach eigenen Angaben 16-mal weniger Unfälle mit Schwerverletzten, 14-mal weniger Fußgängerunfälle und sechsmal weniger Fahrradunfälle mit Personenschaden.









