Urbane Seilbahnen als verkannte Alternative: Aus dem Werkzeugkasten in die Anwendung

Urbane Seilbahnen sind längst Teil des ÖPNV-Werkzeugkastens. Sie sind planerisch integriert und förderfähig. Trotzdem gibt es in Deutschland bislang kein umgesetztes Projekt. Entscheidend ist nicht, dass die Seilbahn zwischen anderen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn im Werkzeugkasten liegt, sondern wie sie unter realen Bedingungen zur Anwendung gebracht wird.

Als Deutschland Pionier war

Zugegeben, es hat einen langen Anlauf gebraucht, bis Seilbahnen hierzulande als ernsthafte Option für den öffentlichen Nahverkehr mitgedacht wurden. Dabei war Deutschland im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert der führende Standort im Seilbahnbau, während heute vor allem Unternehmen aus dem Alpenraum den Markt prägen. Damals waren Leipzig und Köln die Innovationsstätten, in denen Unternehmen wie Adolf Bleichert & Co. oder die J. Pohlig AG die Entwicklung maßgeblich vorantrieben. Ihre Anlagen wurden weltweit eingesetzt. Frühe spektakuläre Seilbahnen tragen diese Handschrift, etwa die Verbindung auf den Zuckerhut in Rio de Janeiro oder die Hafen-Seilbahn in Barcelona, die bis heute in Betrieb sind.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der neuen Ausgabe der NahverkehrsPraxis: 05-06/2026.

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