Das deutsch-französische Deep-Tech-Startup „Futurail“ mit Sitz in München und Straßburg wurde mit dem „Future Mobility Award 2026“ (FMA) in Karlsruhe ausgezeichnet. Der innovative Lösungsansatz überzeugte die Jury vor allem durch seine hohe Praxisnähe: „Futurail“ bringt Autonomie auf die Schiene, setzt dabei konsequent auf nachrüstbare Technologie für bestehende Flotten ebenso wie auf Integration in Neufahrzeuge.
Das 2023 von Branchenexperten gegründete Unternehmen treibt den Schienenverkehr mit KI-gestützten Systemen gezielt voran. Ziel ist, Zugverkehre zuverlässiger zu machen, Taktfrequenzen zu erhöhen und Betriebskosten zu senken. Gleichzeitig adressiert die Lösung eine der drängendsten Herausforderungen der Branche: den zunehmenden Lokführermangel. Sie unterstützt dazu auch die verkehrspolitisch gewünschte Verlagerung von der Straße auf die Schiene.
„Der Fahrermangel in der Verkehrsbranche ist ein ernstes Problem, das Stabilität und Zuverlässigkeit des Nah- und Fernverkehrs beeinträchtigt“, heißt es in der Begründung der Jury. Neben klassischen Maßnahmen zur Personalgewinnung seien Verkehrsunternehmen zunehmend gefordert, autonome Technologien voranzutreiben und strukturelle Engpässe auch technologisch zu adressieren. Die technologischen Grundlagen dafür existieren seit einiger Zeit. Mit dem „Future Mobility Award 2026“ werde nun ein Unternehmen ausgezeichnet, das nicht nur Visionen für die Mobilität von morgen formuliere, sondern diese bereits heute gemeinsam mit internationalen Partnern in die Umsetzung bringe.
Lösung überzeugt die Jury
„Futurail“ habe die Jury mit einer Lösung überzeugt, „die nicht nur auf Betriebshöfen oder in Hafengebieten eine Zertifizierung erhalten wird, sondern uns allen künftig auch auf gewöhnlichen Bahnstrecken begegnen wird“, so die Jury. Die Lösung könne damit zu einer europäischen Antwort auf zahlreiche autonome Entwicklungen insbesondere in Asien werden. Ein Einsatz der Technologie sei grundsätzlich auch für komplexe Netze wie in Karlsruhe mit Straßenbahn-, Stadtbahn- und Bahnverkehren denkbar und perspektivisch auf vielen europäischen Strecken übertragbar. Dass mit „Futurail“ ein grenzüberschreitend aufgestelltes Unternehmen ausgezeichnet wird, unterstreiche zugleich die wachsende Bedeutung europäischer Kooperationen in Schlüsselbranchen wie der Mobilität.
Verliehen wurde der „Future Mobility Award“ erneut im Rahmen der IT-TRANS in der Messe Karlsruhe. Der Award steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und würdigt Startups, die mit innovativen und nachhaltigen Lösungen die Mobilität von morgen gestalten.
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe, aen – automotive. engineering. network e.V., die Messe Karlsruhe sowie die NahverkehrsPraxis / der Fachverlag Dr. H. Arnold GmbH machen den Award möglich. Das Unternehmen init unterstützt den Preis als Sponsor, das KAMO Leistungszentrum als Partner.









