LNVG sichert Angebot während „Qualitätsoffensive“

Am 1. Mai beginnt die DB InfraGO mit der „Qualitätsoffensive“ auf der Strecke Hamburg – Hannover. Weil die vorangehende Generalsanierung der Verbindung Berlin – Hamburg länger als geplant dauert, ändern sich die Pläne für den Ersatzverkehr zwischen Uelzen und Hamburg.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) hat ihr Konzept für den Schienenersatzverkehr während der „Qualitätsoffensive“ Hamburg – Hannover teilweise anpassen müssen. Die Anpassungen sind nötig geworden, da die DB InfraGO aufgrund des harten Winters für die Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin länger als geplant braucht.

„Durch die Verschiebung wird der Ersatzverkehr im Raum Lüneburg nicht verschlechtert, aber leider gibt es auch kaum Verbesserungen“, sagt Carmen Schwabl, Sprecherin der LNVG-Geschäftsführung. Die Pläne für den Ersatzverkehr zwischen Uelzen und Hannover vom 1. Mai bis 10. Juli ändern sich nicht.

Weitere Belastungen für die Fahrgäste vermeiden

Für die LNVG und die beteiligten Verkehrsunternehmen bedeutete die kurzfristige Umplanung einen erheblichen Mehraufwand. Danken möchte die LNVG daher metronom, DB Regio, Regionalbus Braunschweig und DB SEV GmbH für ihre kurzfristige und konstruktive Unterstützung beim Umplanen des Ersatzkonzeptes. LNVG-Geschäftsführerin Schwabl ordnet ein: „Die kurzfristige Verlängerung der Bauarbeiten auf der Strecke Hamburg – Berlin haben uns vor enorme Herausforderungen gestellt. Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um für die Fahrgäste ein verlässliches und mit Blick auf die neuen Gegebenheiten optimiertes Angebot sicherzustellen. Jetzt erwarten wir von DB InfraGO, dass die Sperrpause effizient genutzt wird und die notwendigen Maßnahmen umfangreich umgesetzt werden.“

Die „Qualitätsoffensive“ ist eine Vorbereitung für die große Generalsanierung der Strecke in 2029. Schwabl betont: „Die Verzögerung darf nicht dazu führen, dass DB InfraGO bis 2029 nun immer wieder kurzfristig Baumaßnahmen einschiebt, die jetzt nicht geschafft werden. Sinn der großen Sperrungen ist auch, Belastungen für Fahrgäste kurz zu halten. Dabei muss es bleiben.“

LNVG reagiert schnell – Neuerungen vom 1. Mai bis zum 13. Juni

Zwischen Winsen und Hamburg wird – wie ursprünglich geplant – während der kompletten „Qualitätsoffensive“ stündlich eine Regionalbahn (RB) fahren, die an allen Bahnhöfen auf der Strecke hält. Außerdem wird zwischen Lüneburg und Hamburg eine RE-Linie im Stundentakt verkehren. Diese Züge halten in Bardowick, Radbruch, Winsen und Harburg.

Wesentliche Änderungen im Vergleich mit dem ursprünglichen Ersatz-Angebot gibt es im Regionalverkehr mit Zügen auf der Strecke Hamburg – Uelzen, beziehungsweise Uelzen – Lüneburg vom 1. Mai bis 13. Juni 2026. Ab 14. Juni greift der ursprüngliche Ersatzfahrplan. Auch zwischen Lüneburg und Uelzen fahren dann keine Züge mehr. Für die Strecke Uelzen – Celle – Hannover bleibt es beim ursprünglichen Konzept: Vom 1. Mai bis 10. Juli verkehren hier keine Nahverkehrszüge. Ein umfangreicher Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet.

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