Der Hersteller Škoda stellte gemeinsam mit Vertretern der Stadt Esslingen am Neckar im Bundesland Baden-Württemberg und dem öffentlichen Verkehrsunternehmen Städtischer Verkehrsbetrieb Esslingen am Neckar (SVE) die ersten beiden neuen Batterie-Oberleitungsbusse vor, die für den Einsatz in der Stadt vorgesehen sind.
Die Auslieferung dieser ersten beiden Fahrzeuge markiert den Beginn eines Vertrags über die Lieferung von 52 modernen Oberleitungsbussen, die eine Schlüsselrolle bei Esslingens Vorhaben spielen werden, das gesamte öffentliche Verkehrsnetz bis Ende dieses Jahres auf einen vollelektrischen, emissionsfreien Betrieb umzustellen. Der Vertrag beinhaltet zudem eine Option auf die Lieferung von neun weiteren Oberleitungsbussen.
Der Auftrag umfasst zehn 12-Meter-Oberleitungsbusse vom Typ Škoda 32Tr sowie 42 18-Meter-Gelenk-Oberleitungsbusse vom Typ Škoda 33Tr. Die neuen Fahrzeuge kombinieren den Betrieb unter Oberleitungen mit batteriebetriebenem Fahren außerhalb des Oberleitungsnetzes und verfügen über eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern. Dies ermöglicht es der Stadt, einen sauberen Elektroverkehr auch auf Streckenabschnitten auszubauen, auf denen noch keine Oberleitungsinfrastruktur vorhanden ist. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgt schrittweise bis Ende 2026.
Ein wichtiger Schritt hin zum emissionsfreien städtischen Nahverkehr
Esslingen gehört zu den Städten, die den öffentlichen Nahverkehr bereits seit Langem elektrifizieren und nun den vollständigen Übergang zum emissionsfreien Betrieb anstreben. Das Projekt „100 % Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr“ zielt darauf ab, den städtischen Nahverkehr in Esslingen bis Ende 2026 vollständig auf Elektroantrieb umzustellen. Die neuen Oberleitungsbusse werden entscheidend dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.
„Mit den neuen Batterie-Oberleitungsbussen investieren wir in einen modernen, leistungsstarken und klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr. Esslingen zeigt damit, dass nachhaltige Mobilität erfolgreich mit einem attraktiven Verkehrsangebot für die Fahrgäste verbunden werden kann.“
Matthias Klopfer, Oberbürgermeister der Stadt Esslingen am Neckar
Das Projekt knüpft zudem an die langfristige Entwicklung des Oberleitungsbusverkehrs in Esslingen an, wo die Stadt ihr rund 29 Kilometer langes Oberleitungsbusnetz um weitere Abschnitte erweitert und die Voraussetzungen für den Elektrobetrieb auf allen Linien des öffentlichen Nahverkehrs schafft. Dank des Einsatzes von Elektroantrieb und Ökostrom, der von den Stadtwerken Esslingen bereitgestellt wird, soll der öffentliche Nahverkehr nicht nur am Einsatzort emissionsfrei, sondern auch hinsichtlich des eingesetzten Stroms klimafreundlich sein.
Moderne Fahrzeuge, die auf die Bedürfnisse Esslingens zugeschnitten sind
Die Oberleitungsbusse für die SVE sind auf die spezifischen Anforderungen des Verkehrsunternehmens und den städtischen Betrieb in Esslingen zugeschnitten. Den Fahrgästen werden barrierefreier Einstieg, hoher Komfort, moderne Informationssysteme und WLAN-Zugang geboten. Die 12 Meter langen Škoda 32Tr-Fahrzeuge werden in einer zweitürigen Ausführung geliefert, während die 18 Meter langen Gelenkbusse vom Typ Škoda 33Tr in einer dreitürigen Ausführung geliefert werden. Zur Ausstattung gehören zudem bequemere Fahrgastsitze, wie sie üblicherweise im Überlandverkehr verwendet werden, eine elektrische Rampe für Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollstühlen sowie moderne Diagnosesysteme einschließlich der Möglichkeit des Fernwartungszugriffs. Die Fahrzeuge sind außerdem mit einer Energierückgewinnungstechnologie ausgestattet, die einen Teil der Bremsenergie beim Bremsen – beispielsweise bei Bergabfahrten – in die Batterien zurückführt und so zu einer höheren Energieeffizienz im Betrieb beiträgt.
Dank der Traktionsbatterien können die Fahrzeuge nicht nur unter Oberleitungen, sondern auch autonom außerhalb des Oberleitungsnetzes betrieben werden und dabei bis zu 25 Kilometer ohne Aufladen zurücklegen. Dieses Konzept ermöglicht einen flexiblen Einsatz der Fahrzeuge bei Betriebsunterbrechungen, Umleitungen sowie auf Strecken oder Abschnitten ohne Oberleitungen. Die Gelenk-Oberleitungsbusse sind zudem mit einem Zweimotorantrieb mit zwei angetriebenen Achsen ausgestattet, was zu einer höheren Leistung und einem zuverlässigen Betrieb auch in anspruchsvollerem Gelände beiträgt.
Im Lieferumfang enthalten ist ein umfassender Service, der die langfristige Betriebssicherheit der Fahrzeuge gewährleistet und den Verkehrsbetreiber bei deren Einsatz im Linienverkehr unterstützt.









