Für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Lübbenau und Cottbus wird der Streckenabschnitt vom 13. Dezember 2026 bis zum 11. Dezember 2027 vollständig gesperrt. Während der Bauarbeiten wird der Zugverkehr der Linie RE2 zwischen Lübbenau und Cottbus durch einen Ersatzverkehr mit Bussen ersetzt. Zusätzlich wird die Linie RE20 von Lübbenau über Calau nach Cottbus verlängert, um den Fahrgästen von und nach Cottbus weiterhin eine regelmäßig stündliche, schienengebundene Verbindung Richtung Berlin zu ermöglichen. Informationen zu den Bauarbeiten, eine detaillierte Auflistung der EV-Busse und Grafiken sind auf www.vbb.de/luebbenau-cottbus abrufbar.
Der zweigleisige Ausbau der Strecke zwischen Lübbenau und Cottbus wird finanziert aus Bundesmitteln des InvKG (Investitionsgesetz Kohleregionen) und ist Teil des Infrastrukturprojekts i2030, in dem die Länder Berlin und Brandenburg, die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg den Schienenausbau in der Hauptstadtregion planen. Auf dem rund 29 Kilometer langen Abschnitt besteht bis heute ein eingleisiger Engpass, der bislang noch Angebotsverdichtungen verhindert und Verspätungen auf die Gegenrichtung überträgt. Nach Abschluss der Bauarbeiten können künftig die beiden Regionalverkehrslinien RE2 und RE20 jeweils im Stundentakt fahren. Berlin und Cottbus werden damit etwa halbstündlich direkt miteinander verbunden, Montag bis Sonntag ganztägig. Der Ausbau des Bahnhofs Königs Wusterhausen beseitigt zudem einen weiteren Engpass auf der Strecke und soll die Betriebsqualität zusätzlich verbessern.
Ersatzverkehrskonzept während der Streckensperrung
Für die betroffenen Fahrgäste vor Ort hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gemeinsam mit DB Regio Nordost ein umfangreiches Ersatzverkehrskonzept mit Umleiterverkehren und stündlich fahrenden Bussen organisiert. Kern des Ersatzverkehrskonzepts ist die stündliche Verlängerung der Linie RE20 von Lübbenau über Calau nach Cottbus. Damit bleibt Cottbus während der Bauzeit weiterhin direkt per Bahn mit Berlin verbunden. Die Fahrzeit verlängert sich durch den längeren Fahrtweg gegenüber der heutigen Direktverbindung über Vetschau um rund 15 Minuten. Mit der Umleitung der Linie RE20 können auch weiterhin die Anschlüsse zur vollen Stunde in Cottbus Hbf, z.B. nach Forst, Spremberg und Görlitz erreicht werden. Die Linie RE2 fährt während der Bauarbeiten verkürzt von Nauen aus kommend nur bis Lübbenau, dort besteht Anschluss an den Ersatzverkehr.
Für die Fahrgäste zwischen Lübbenau und Cottbus wird ein stündlicher Ersatzverkehr von Lübbenau Bahnhof nach Cottbus Hauptbahnhof eingerichtet. Die Busse werden von 5:00 Uhr – 2:00 Uhr ab Lübbenau und von 3:00 Uhr – 0:00 Uhr ab Cottbus fahren. Pendler können den Bahnhof Cottbus damit bereits täglich ab 6:00 Uhr morgens erreichen. Eine Fahrt am Morgen (gegen 6 Uhr ab Lübbenau nach Cottbus) fährt beschleunigt nur mit Halt in den Ortschaften Lübbenau, Vetschau und Cottbus, um die Zuganschlüsse in Lübbenau und Cottbus zu gewährleisten.
In den Zeiträumen vom 13. Dezember bis 23. Dezember 2026, 8. Januar bis 15. Januar 2027 und 24. September bis 1. Oktober 2027 finden zusätzliche Bauarbeiten direkt im Bahnhof Lübbenau statt, die Sperrung wird dann auf den Abschnitt zwischen Lübben, Lübbenau und Calau ausgeweitet. Während dieser Phasen endet die Linie RE2 bereits in Lübben; die Linie RE20 fährt nur bis Flughafen BER und fällt zwischen Flughafen BER und Cottbus Hbf aus. Die bestehende Ersatzverkehrslinie von Cottbus wird von Lübbenau aus nach Lübben verlängert. Zusätzlich wird in diesen Zeiträumen eine Expressbuslinie die Bahnhöfe Lübben, Lübbenau und Cottbus Hauptbahnhof verbinden. Die Anbindung nach Calau übernimmt eine weitere Ersatzverkehrslinie.
Vom 2. Juli bis 9. August 2027 ist zusätzlich der Bahnübergang in Kolkwitz, Berliner Straße – Kolkwitzer Straße gesperrt. In diesem Zeitraum werden anstatt der Haltestelle Kolkwitz, Rathaus die Haltestellen Kolkwitz, Schumannstraße und Kolkwitz, Bahnhof Nord bedient.
Langfristige Verbesserungen auf der Schiene
Der Ausbau zwischen Lübbenau und Cottbus gehört zu den wichtigsten Vorhaben im Infrastrukturprojekt i2030 im Süden Brandenburgs. Das zweite Gleis stärkt die Standortattraktivität der Stadt Cottbus und der gesamten Lausitz, führt zu mehr Verlässlichkeit im Fahrplan und wird den Halbstundentakt von und nach Berlin sowie eine regelmäßige, umsteigefreie Direktanbindung von Cottbus an den Flughafen BER ermöglichen. Von den Bauarbeiten profitieren zudem regionale Unternehmen aus der Lausitz unmittelbar. Als gute Beispiele dafür stehen die Gewerke Baufeldfreimachung, Einrichtung Baustraßen, Materialver- und -entsorgung, Transportdienstleistungen, die Verkehrs- und Baustellensicherung und für umweltrechtlich erforderlichen Kompensationsmaßnahmen. Auch für die grafische Gestaltung der zu errichtenden Schallschutzwände konnte durch die DB InfraGO ein Cottbusser Unternehmen gebunden werden.
Alle Hintergründe zur Baumaßnahme und dem gemeinsamen Infrastrukturprojekt i2030 sind auf www.i2030.de/suedost/ nachlesbar oder können auf der Internetseite der Deutschen Bahn unter https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/luebbenau-cottbus abgerufen werden.









