Mit der aktuellen Kampagne „Steig ein, WIR fahren!“ weisen die österreichischen Verkehrsbetriebe Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Wien auf die Vorzüge der öffentlichen Verkehrsmittel in den Städten gegenüber dem Individualverkehr hin. Umweltfreundlichkeit, Pünktlichkeit, Effizienz, Entspannung und Sicherheit sind die zentralen Themen der Kampagne. Die Sujets sind ab 29. Januar für rund vier Wochen in U-Bahn-Zügen, Straßenbahnen und Bussen zu sehen.
Mit der Kampagne „Steig ein, WIR fahren!“ werden auch manche Vorurteile gegenüber den Öffis mit einem Augenzwinkern aufgegriffen und die vermeintlichen Vorteile der E-Autos hinterfragt. „Die Öffis sind die Vorreiter der E-Mobilität. Alleine in Wien sind schon heute fast 85 Prozent aller Öffi-Fahrgäste mit umweltschonendem Elektroantrieb unterwegs. U-Bahn, Straßenbahn und E-Busse sorgen damit für nachhaltige Mobilität“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.
Der Individualverkehr ist ineffizienter und umweltschädlicher: Wollen 1.000 Personen 100 Kilometer zurücklegen, bräuchte es 862 Autos. Denn durchschnittlich ist jedes Auto mit nur 1,16 Personen besetzt. Für dieselbe Anzahl an Menschen werden aber nur 20 Busse benötigt. Mehr Öffis bedeuten weniger Schadstoff-Emissionen und geringeren Energieverbrauch. Wer Wege mit den Öffis statt mit dem Auto zurücklegt, reduziert die individuellen CO2-Emissionen um 80 Prozent. In der wachsenden Stadt ist der öffentliche Verkehr der zentrale Schlüssel für umweltfreundliche Mobilität, die Erhaltung der hohen Lebensqualität und die Erreichung von Klimaschutzzielen.
Quelle: Rathauskorrespondez Magistrat der Stadt Wien
“Coolrider” in Bayern unterwegs
Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat heute in Nürnberg mehr als 500 Schülerinnen und Schüler von 46 Schulen mit Urkunden für ihr Engagement als ‘Coolrider’ ausgezeichnet. ‘Coolrider’ setzen sich für mehr Sicherheit und Ordnung in öffentlichen Verkehrsmitteln ein. "Ihr habt ein wachsames Auge auf das Verhalten der Fahrgäste und seid Ansprechpartner für Eure Schulkameradinnen und -kameraden", lobte der Minister als Schirmherr. "Dank Eures Einsatzes könnt Ihr Konflikte oftmals bereits im Keim ersticken. Damit seid Ihr Vorbilder des Alltags und Helden der Gesellschaft. Das verdient unseren Respekt und große Anerkennung!"
Sehr zur Freude von Herrmann gibt es immer mehr ‘Coolrider’ in Bayern. Mittlerweile haben sich bayernweit bereits rund 4.600 Schülerinnen und Schüler (2015: 3.900) an 85 Schulen (2015: 78) speziell ausbilden lassen, um Konfliktsituationen unter Schülern oder auch Belästigungen und Beschädigungen im öffentlichen Nahverkehr zu vermeiden. "Dank der Unterstützung durch die Versicherungskammer-Stiftung können wir das Coolrider-Projekt in Bayern noch weiter ausbauen", kündigte der Innenminister an. "Ich hoffe, möglichst viele Kommunen nutzen das Angebot!"
Projekt "Coolrider"
Um ‘Coolrider’ zu werden, gibt es für geeignete Schülerinnen und Schüler spezielle Kurse, beispielsweise in Gesprächsführung, Körpersprache, und sicherem Auftreten. Außerdem wird auch ein Deeskalationstraining angeboten. ‘Coolrider’ sollen lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. "Es geht nicht darum, sich selbst in Gefahr zu bringen", stellte Herrmann klar. Oft reiche es schon, den Störenfried persönlich anzusprechen, das Fahrpersonal zu informieren, andere Fahrgäste einzubeziehen oder auch unter ‘110’ die Polizei zu verständigen.
Das Erfolgsprojekt ‘Coolrider’ wurde 2002 von der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg gemeinsam mit der Polizei und den Nürnberger Schulen ins Leben gerufen. Seit 2012 sorgen ‘Coolrider’ mit Unterstützung der Versicherungskammer-Stiftung in ganz Bayern für mehr Zivilcourage in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Quelle: Bayrische Staatsregierung
Solaris baut einen 24 m-Doppelgelenk-Obus
Das neuste Projekt, an dem das Büro für Forschung und Entwicklung von Solaris arbeitet, ist ein 24 Meter langer aus drei Teilen bestehender doppelgelenkiger Obus. Dem Konzept des Prototyps eines neuen Solaris Trollino 24 liegt die Idee zugrunde, eine Plattform für die zukünftige, serienmäßige Herstellung von Hybrid- bzw. Batteriefahrzeugen oder auch von Obussen mit 24 Meter Länge einzurichten. Der neue doppelgelenkige Bus soll Mitte 2018 fertiggestellt werden. Anschließend wird er für Probefahrten in die ausgewählten europäischen Städte geschickt. In deren Rahmen wird das Fahrzeug, das mit Strom aus der Oberleitung fährt, Genehmigungsprüfungen unterzogen, um für den Personenverkehr zugelassen zu werden.
Quelle: Solaris Bus & Coach
Große Zukunft für Assistenzsysteme im Bahnverkehr
Durch den Einsatz von Assistenzsystemen für Lokführer und Triebfahrzeugführer wird Bahnfahren günstiger und noch umweltfreundlicher. Das ist das Ergebnis einer heute von der Allianz pro Schiene vorgestellten und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Studie. „Sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr auf der Schiene lassen sich mit Fahrerassistenzsystemen bis zu 15 Prozent des Energieverbrauchs einsparen und damit rund drei Prozent der Gesamtkosten“, sagte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch in Berlin. Die Einführung von Energieeffizienz-Assistenzsystemen würde sich für die Bahnunternehmen bereits „nach zwei bis vier Jahren rechnen, da ab diesem Zeitpunkt die realisierten Einsparungen größer sind als die Anschaffungs- und Einführungskosten“.
Dennoch setzt aktuell „nicht einmal jedes fünfte Bahnunternehmen“ Fahrerassistenzsysteme ein, sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer: „Die jetzt vorliegende Studie zu Fahrerassistenzsystemen nimmt den Unternehmen die Unsicherheit über die wirtschaftliche Rentabilität und schafft erstmals einen Überblick über die angebotenen und eingesetzten Systeme.“ Die Studie „Fahr umweltbewusst! Energieverbrauch im Schienenverkehr durch den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen reduzieren“ ist Teil eines von der DBU fachlich und mit 125.000 Euro finanziell geförderten Pilotprojektes, das eine Laufzeit bis Ende September dieses Jahres hat.
Die vollständige Studie „Fahr umweltbewusst! Energieverbrauch im Schienenverkehr durch den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen reduzieren“ finden Sie hier.
Quelle: Allianz pro Schiene
E-Trike: Dreirad für das Mietradsystem MVG Rad
Forscherinnen und Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben im Auftrag der
Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG)
und der Stadtwerke München (SWM) ein
E-Trike
entwickelt. Das
elektrisch angetriebene Dreirad
soll Teil des Mietradsystems
MVG Rad
werden.
Das elektrisch betriebene Dreirad ist so konzipiert, dass es auch Menschen mit leichten Gehbehinderungen oder Gleichgewichtsproblemen komfortabel und sicher bedienen können. Es ist besonders
nutzerfreundlich
und bietet eine hohe
Stabilität
. Das E-Trike fährt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h und hat genügend Stauraum für mehrere große Einkaufstaschen oder zwei Getränkekisten.
„Gemeinsam wollten wir eine sinnvolle Ergänzung für das bestehende Mietradsystem MVG Rad entwickeln“, ergänzt Kilian Kärgel, Projektverantwortlicher CIVITAS ECCENTRIC bei SWM/MVG. „Die Fahrräder, die uns aktuell zur Verfügung stehen, sind nicht für den Transport schwerer und sperriger Gegenstände geeignet. Außerdem kann das heutige System von Menschen, deren Gleichgewichtssystem nicht voll funktionsfähig ist oder die wenig Kraft in den Beinen haben, nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden. Mit dem E-Trike haben wir nun ein Komplettpaket entwickelt, das Buchung, Ausleihe, Rückgabe, Betrieb und Wartung beinhaltet, und sich ideal in das Mietradsystem MVG Rad integrieren lässt.“
Quelle: MVG
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IVU-Technik für BRT-System in Lagos
Im Dezember schloss die
IVU Traffic Technologies
ihr erstes Projekt auf dem afrikanischen Kontinent erfolgreich ab. Auf Basis der Standardlösung
IVU.suite
erhielt das
Bus Rapid Transit System (BRT)
der nigerianischen Millionenmetropole
Lagos
ein komplett neues
Planungs- und Leitstellensystem einschließlich Bordrechnern
für über 400 Busse.
Mit rund 16 Millionen Einwohnern zählt Lagos zu den fünf größten Städten der Welt. Im Jahr 2009 eröffnete dort das erste BRT Afrikas, um den dichten und chaotischen Verkehr in geordnete Bahnen zu lenken. Auf einer Strecke von 22 Kilometern befördern seither Busse weitgehend getrennt vom Straßenverkehr täglich rund 180.000 Fahrgäste zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten. Häufige Staus an den Haltestellen führten jedoch immer wieder zu Unregelmäßigkeiten und langen Wartezeiten für die Fahrgäste. Die Produkte der IVU.suite sorgen nun für einen
zuverlässigen Verkehr
.
Ab sofort erstellen die Planer der Verkehrsbehörde von Lagos (LAMATA)
stabile und bedarfsgerechte Fahrzeugumläufe und Dienstpläne
mit den Planungsprodukten IVU.timetable, IVU.run und IVU.duty. Mithilfe des Flottenmanagementsystems IVU.fleet baute die Behörde darüber hinaus eine neue Leitstelle auf, um das Verkehrsgeschehen live zu beobachten und bei Bedarf schnell einzugreifen. In allen Fahrzeugen sammelt der Bordrechner IVU.box mit dem Betriebssystem IVU.cockpit kontinuierlich Verkehrsdaten und überträgt sie an die Leitstelle sowie das Fahrgastinformationssystem IVU.realtime. Angebundene Haltestellenanzeiger halten damit die Fahrgäste über aktuelle Abfahrtszeiten und Störungen auf dem Laufenden.
Quelle: IVU
Mit Bremsenergie Stationen zum Leuchten bringen
Rund ein Jahr lang haben die
Wiener Linien
in der U2-Station Hardeggasse eine Anlage getestet, mit der
Bremsenergie
künftig noch effizienter genutzt werden kann. In der Pilotphase konnten die Erwartungen sogar noch übertroffen werden: Die U-Bahnen werden damit zu kleinen Kraftwerken, die auch die
Stationen mitversorgen
können. Während des einjährigen Tests konnten rund 1,6 GWh „erbremst“ werden. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 360 Haushalten und spart Energiekosten von bis zu 100.000 Euro.
Bereits bisher konnte freigewordene Bremsenergie in das Gleichstromnetz der Wiener Linien eingespeist werden und einen gleichzeitig abfahrenden Zug antreiben. Falls sich gerade kein Zug in der Station befand, blieb die dadurch entstandene Energie bislang ungenutzt. Nun ist es möglich, die beim Bremsen freigewordene Energie auch für die
Versorgung der Stationen
zu nutzen. Mit Aufzug, Rolltreppen und Anzeigemonitoren gibt es dort immer genügend Verbraucher. Insgesamt dauerte das Pilotprojekt drei Jahre. Neben dem Standort Hardeggasse sind noch fünf weitere Anlagen in Planung und sollen im ganzen Netz verteilt werden.
Quelle: Wiener Linien
eTicket-Projekt in Hamburg
Damit der Ticketkauf für die Fahrgäste in Zukunft noch einfacher funktioniert, hat der Hamburger Verkehrsverbund die Einführung von elektronischen Tickets auf Basis der VDV-Kernapplikation umgesetzt. Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) hat deshalb gemeinsam mit dem Softwarehersteller AMCON aus Cloppenburg an einer eigenständigen eTicket-Software gearbeitet, die mit der vorhandenen Software der Fahrkartenautomaten kommuniziert.
Die Fahrkartenautomaten der HOCHBAHN stammen von der Firma ALMEX aus Hannover. Durch die vom Hamburger Verkehrsverbund geplante Einführung des eTickets auf Basis der VDV-Kernapplikation mussten an den Automaten der HOCHBAHN umfangreiche Softwareanpassungen vorgenommen werden. AMCON hat dazu eine Software entwickelt, die aus der Automatensoftware aufgerufen werden kann, sodass Einzelfahrkarten und Zeitkarten jetzt auch als eTicket gekauft werden können. Des Weiteren werden Aktions- und Sperrlisten ausgeführt. Die Ansteuerung des Chipkarten- und SAM-Lesers erfolgt direkt durch die Software von AMCON. Die Datenversorgung läuft dabei über das UFHO-Hintergrundsystem, das auch mit PTnova kommuniziert und KA-Transaktionsdaten bereitstellt.
Quelle: AMCON
Mehr Komfort beim Ticketkauf in Düsseldorf
Die
Rheinbahn
investiert über 4,4 Millionen Euro in
263 Ticketautomaten
für ihre Straßen- und Stadtbahnen. Die Geräte sorgen für
mehr Komfort
für die Fahrgäste, denn sie nehmen auch Geldscheine, EC- und Geldkarten an. Der Ticketkauf in den Bahnen wird damit künftig noch einfacher und bequemer. Zurzeit testet die Rheinbahn die ersten fünf Automaten in ihren Straßenbahnen des Typs NF8. Ab Mitte Februar startet dann der Serieneinbau, beginnend mit den Stadtbahnen des Typs B80. Dabei rüstet eine Fremdfirma jeden Tag ein Fahrzeug zunächst mit einer Halterung aus, danach baut die Zentralwerkstatt der Rheinbahn die Automaten der Herstellerfirma „ICA Traffic“ aus Dortmund ein und sorgt für die Anbindung des Hintergrundsystems, damit die Abrechnungsprozesse laufen. Anschließend folgt der Einbau in die restlichen Straßenbahnen der Typen NF8 und NF10, später auch NF6. Die neuen Stadtbahnen des Typs HF6 werden direkt mit den neuen Automaten an Bord geliefert.
Die ersten fünf Testautomaten begleitet die Rheinbahn durch „Automaten-Scouts“ von der Zukunftswerkstatt Düsseldorf (ZWD). Sie sind während der Fahrt in der Nähe der Geräte, beobachten die Nutzung, helfen den Fahrgästen und fragen, wie sie mit der Bedienung zurechtkommen. Dadurch bezieht die Rheinbahn die Düsseldorfer Bürger in das Projekt mit ein und legt Wert auf ihre Wünsche und Änderungsvorschläge. Diese Phase dauert rund drei Wochen. Die Erkenntnisse daraus fließen in die restlichen 258 neuen Automaten ein – sowohl Hardware- als auch Software-Änderungen sind noch möglich.
Quelle: Rheinbahn
Die Rheinbahn investiert über 4,4 Millionen Euro in 263 Ticketautomaten für ihre Straßen- und Stadtbahnen. Die Geräte sorgen für mehr Komfort für die Fahrgäste, denn sie nehmen auch Geldscheine, EC- und Geldkarten an. Der Ticketkauf in den Bahnen wird damit künftig noch einfacher und bequemer. Zurzeit testet die Rheinbahn die ersten fünf Automaten in ihren Straßenbahnen des Typs NF8. Ab Mitte Februar startet dann der Serieneinbau, beginnend mit den Stadtbahnen des Typs B80. Dabei rüstet eine Fremdfirma jeden Tag ein Fahrzeug zunächst mit einer Halterung aus, danach baut die Zentralwerkstatt der Rheinbahn die Automaten der Herstellerfirma „ICA Traffic“ aus Dortmund ein und sorgt für die Anbindung des Hintergrundsystems, damit die Abrechnungsprozesse laufen. Anschließend folgt der Einbau in die restlichen Straßenbahnen der Typen NF8 und NF10, später auch NF6. Die neuen Stadtbahnen des Typs HF6 werden direkt mit den neuen Automaten an Bord geliefert.