Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) hat am 8. März vor dramatischen Verschlechterungen im privaten öffentlichen Busverkehr in Deutschland gewarnt. Hintergrund für die Befürchtungen seien die Ergebnisse einer aktuellen Konjunkturumfrage unter Unternehmern. Die neuen Zahlen brachten deutliche Verschlechterungen beim Blick der Teilnehmenden auf die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die Zukunftsaussichten zutage, wie der bdo berichtet. Ein anhaltender Trend zur Kommunalisierung drohe, so die Folgerung des bdo aus den Zahlen, die effizienten privatwirtschaftlichen Strukturen im ÖPNV zu zerstören. Der Verband betone, dass dies in der Folge schnell negativ auf die Qualität der bestehenden Angebote und damit auf die Fahrgastzahlen auswirke – also einem Ausbau des ÖPNV und der Senkung von Emissionen im Verkehrssektor entgegenstehe.
Weitere Informationen zu den Zahlen im Detail sowie ein Statement von bdo-Präsdient Karl Hülsmann lesen Sie hier.”
Quelle: bdo
Erweiterung des Mageburger Straßenbahnnetzes erreicht neue Etappe
Die nächste Etappe für die Erweiterung des Magdeburger Straßenbahnnetzes steht an: Die Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) beginnt mit dem Bau eines neuen Gleisvierecks an der Leipziger Straße. Damit werden zwei Neubaustrecken an das bestehende Straßenbahnnetz angeschlossen.
Im März rollen die Bagger an, um an der Kreuzung Leipziger Straße / Wiener Straße / Raiffeisenstraße ein neues Gleisviereck zu bauen. Mit diesem Gleisviereck werden die Straßenbahnneubaustrecken Wiener Straße (bereits fertiggestellt) und Raiffeisenstraße (im Bau) an das Bestandsnetz der Straßenbahn angeschlossen. In naher Zukunft können Straßenbahnen an der Kreuzung dann in alle Richtungen abbiegen beziehungsweise fahren. Nur der Abzweig Raiffeisenstraße <> Leipziger Straße Richtung Innenstadt wird nicht gebaut.
Weitere Informationen zum Zeitplan und der Umleitung während der Bauarbeiten finden Sie hier.”
Quelle: MVB
Flixbus wird mit Flixtrain auch auf der Schiene aktiv
Fünf Jahre nach dem Start von FlixBus in Deutschland feiert das Unternehmen Premiere auf der Schiene. Ab dem 24. März geht der erste „FlixTrain“ auf der Strecke Hamburg – Essen – Düsseldorf – Köln in den Linienbetrieb. Ab Mitte April folgen weitere Züge auf der Strecke Stuttgart – Frankfurt – Hannover – Berlin. Insgesamt 28 Ziele in fünf Bundesländern werden angebunden.
FlixTrain will dem ICE Konkurrenz machen
Die Strecke Hamburg – Köln soll täglich außer mittwochs zwischen Hamburg, Niedersachsen und NRW angeboten werden. „Von Düsseldorf, Essen oder Köln ist man per FlixTrain ohne Umstieg genauso schnell in Hamburg wie mit dem ICE“, so André Schwämmlein, Gründer und Geschäftsführer FlixMobility. Tickets gibt es ab 9,99 Euro zu kaufen. Analog zum FlixBus-Geschäftsmodell setzt FlixMobility auch bei der Schiene auf die Zusammenarbeit mit traditionellen Eisenbahnverkehrsunternehmen. Ein Zugpartner ist BTE (BahnTouristikExpress) aus Nürnberg. André Schwämmlein: „Unser Erfolgskonzept ist die Kombination aus Tech-Startup und traditionellem Verkehrsunternehmen. Wie bei FlixBus setzen wir daher auch bei FlixTrain auf die Kooperation mit klassischen Eisenbahnverkehrsunternehmen. So trifft Qualität aus Erfahrung auf Digitalisierung und datengetriebene Innovation (…).“
Mobilität der Zukunft: Vernetzung von Fernbus und Schiene, statt Auto
Das neue Zugangebot soll stufenweise in das deutschlandweite Mobilitätsangebot von FlixBus integriert werden. Über den Umstieg an Fernbushalten entlang der Trasse sind neue Reiseoptionen geplant. André Schwämmlein: „Wir stehen für bezahlbares Reisen und eine ökologische Alternative zum Auto. Unser Ziel muss es sein, noch mehr Menschen vom Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu überzeugen. Fernbus und Schiene ergänzen sich hier perfekt. Die Vernetzung beider Verkehrsträger ist Teil eines nachhaltigen Konzepts für die Mobilität der Zukunft.“
Wiener U-Bahn: Erster Blick ins Innere des neuen X-Wagens
Öffi-Stadträtin Ulli Sima, Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und der CEO von Siemens Österreich, Wolfgang Hesoun, ermöglichten einen ersten Blick ins Innere der neuen U-Bahn. "Unsere Stadt wächst, die Zahl unserer Fahrgäste wächst und daher wächst natürlich auch unser U-Bahn-Netz inklusiver moderner Fahrzeuge. Mit dem X-Wagen fährt bald eine völlig neue U-Bahn-Generation durch unsere Stadt. Diese neuen U-Bahnen haben ein größeres Platzangebot und können daher noch mehr Menschen rasch von A nach B bringen. Wir haben auch die Plätze für Familien mit Kinderwägen erhöht und auf ein höchstes Maß an Barrierefreiheit geachtet", erklärt Öffi-Stadträtin Ulli Sima bei der Präsentation heute im Siemens-Werk in Simmering.
"Mit dem X-Wagen stellen wir die Weichen für den vollautomatischen U-Bahn-Betrieb. Die neuen Züge sind auf dem neuesten Stand der Technik und wurden extra für Wien entwickelt. Sie werden sowohl vollautomatisch auf der U5, als auch auf anderen Linien mit Fahrer unterwegs sein. Der Innenraum ist großzügig gestaltet. Um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern und noch besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Fahrgäste einzugehen, gibt es erstmals eine Kombination aus den gewohnten Quersitzen, mit Längs- und Klappsitzen", erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.
Ab 2020 ist der erste X-Wagen im Einsatz
Der erste X-Wagen soll bereits Mitte 2020 seinen Dienst im Wiener U-Bahn-Netz aufnehmen. Er kann sowohl mit Fahrpersonal, als auch vollautomatisch eingesetzt werden. Bereits vor der Inbetriebnahme der vollautomatischen U5 ab 2024 wird er auf den Linien U1-U4 zum Einsatz kommen. Bis 2030 werden alle 34 Züge ausgeliefert und ersetzen schrittweise die "Silberpfeile", die bereits seit den 70er-Jahren unterwegs sind.
Quelle: Wiener Linien
Jens-Holger Kirchner neuer Vorsitzender im VBB-Aufsichtsrat
In der Sitzung des Aufsichtsrates der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH wurde Staatssekretär Jens-Holger Kirchner von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin zum neuen Vorsitzenden gewählt. Kirchner wechselt turnusmäßig mit Staatssekretärin Ines Jesse vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, die die erste Stellvertretung im Vorsitz übernimmt. Zweiter stellvertretender Vorsitzender bleibt Landrat Stephan Loge (Landkreis Dahme-Spreewald).
Quelle: VBB
MVG begrüßt Trassierungsbeschluss für die Tram-Westtangente
Der Stadtrat hat eine wichtige Weiche für den weiteren Ausbau des ÖPNV in München gestellt: In einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Wirtschaft, des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung, des Bauausschusses sowie des Kreisverwaltungsausschusses wurde der so genannte Trassierungsbeschluss für die Neubaustrecke der Tram-Westtangente genehmig, das berichtet der MVG.
Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats (Vollversammlung am 21. März) werden die Stadtwerke München (SWM) damit beauftragt, auf Basis der vorgestellten Entwurfsplanung den Antrag auf Planfeststellung („Bauantrag“) bei der Regierung von Oberbayern einzureichen. Dabei geht es um die acht Kilometer lange Straßenbahn-Verbindung vom Romanplatz zur Aidenbachstraße im Münchner Westen.
Ingo Wortmann, SWM Geschäftsführer Mobilität und Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG): „Die Tram-Westtangente ist wegweisend für mehr Mobilität in München: Sie schafft kurze Wege zwischen den Stadtteilen, macht Fahrten über die Innenstadt überflüssig, entlastet damit die volle U-Bahn in der Innenstadt und bewahrt auch den Autoverkehr vor noch mehr Stau. Der ÖPNV wird insgesamt leistungsfähiger und noch attraktiver – und er leistet damit einen weiteren Beitrag zur Luftreinhaltung. Wir freuen uns daher sehr über das positive Votum und hoffen, dass noch viele weitere Beschlüsse für den Ausbau des Nahverkehrs folgen.“
Das Straßenbahn-Netz der MVG würde durch die Tram-Westtangente um fast 10 Prozent von heute 82 auf gut 90 Kilometer wachsen. Die Zahl der Haltestellen stiege 172 auf 188. Die Baukosten betragen voraussichtlich knapp 170 Millionen Euro. Der weitere Zeitplan ist unter anderem von der Dauer des Planfeststellungsverfahrens abhängig. Als Bauzeit werden insgesamt ca. drei Jahre erwartet. Ziel ist, die Tram-Westtangente bis 2026 in Betrieb zu nehmen.
Quelle: MVG
Ingo Wortmann, SWM Geschäftsführer Mobilität und Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG): „Die Tram-Westtangente ist wegweisend für mehr Mobilität in München: Sie schafft kurze Wege zwischen den Stadtteilen, macht Fahrten über die Innenstadt überflüssig, entlastet damit die volle U-Bahn in der Innenstadt und bewahrt auch den Autoverkehr vor noch mehr Stau. Der ÖPNV wird insgesamt leistungsfähiger und noch attraktiver – und er leistet damit einen weiteren Beitrag zur Luftreinhaltung. Wir freuen uns daher sehr über das positive Votum und hoffen, dass noch viele weitere Beschlüsse für den Ausbau des Nahverkehrs folgen.“
Das Straßenbahn-Netz der MVG würde durch die Tram-Westtangente um fast 10 Prozent von heute 82 auf gut 90 Kilometer wachsen. Die Zahl der Haltestellen stiege 172 auf 188. Die Baukosten betragen voraussichtlich knapp 170 Millionen Euro. Der weitere Zeitplan ist unter anderem von der Dauer des Planfeststellungsverfahrens abhängig. Als Bauzeit werden insgesamt ca. drei Jahre erwartet. Ziel ist, die Tram-Westtangente bis 2026 in Betrieb zu nehmen.
Quelle: MVG
VDV-Konferenz: “Elektrobusse – Markt der Zukunft”
Über
500 Gäste
– darunter die parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium
Rita Schwarzelühr
-Sutter
und der Staatssekretär beim Verkehrsministerium
Rainer Bomba
– machten die diesjährige Elektrobus-Konferenz in Berlin auch in diesem Jahr zu einem
vollen Erfolg
. Zum insgesamt neunten Mal fand am 6. und 7. März die von der VDV-Akademie organisierte Konferenz "
Elektrobusse – Markt der Zukunft
!" zusammen mit der Fachmesse
ElekBu 2018
statt. In bewährter Form zeigte die Konferenz mit Einzelvorträgen und Podiumsdiskussion erneut gangbare Wege für die elektrische Antriebstechnik bei ÖPNV Busse auf.
Im Fokus standen dabei auch in diesem Jahr mögliche Lösungen für die Ladeinfrastruktur und der Entwicklungsstand der Batterietechnologie. Debattiert wurde aber auch über emissionsfreie Alternativen zum Elektrobus und die Zukunft des Diesels. Bereits in seiner Eröffnungsrede machte VDV-Präsident Jürgen Fenske klar, dass die Zukunft dem Elektrobus gehört, dass aber auch die Diesel-6 Busse nicht abgeschrieben dürfen. In diese Forderung stimmten bei der anschließenden Podiumsdiskussion zahlreiche Redner mit ein und verlangten von der Politik die
Unterstützung
von
derartigen
Brückentechnologien
. Staatssekretär Rainer Bomba versprach dieses Anliegen aufzunehmen, forderte von den Anwesenden Unternehmern aber zugleich auch
mehr Mut
bei der Entwicklung eines emissionsfreien ÖPNV. Die Fachmesse lockte derweil mit einer nochmals gegenüber den Vorjahren vergrößerten Anzahl von Batteriebussen und Firmenpräsentationen.
Die Nahverkehrs-praxis wird ein Special zu den Ergebnissen der Veranstaltung in der kommenden März-April Ausgabe präsentieren. Seien Sie gespannt!
IT-TRANS goes social media
Am 6. März öffnete die
IT-TRANS
ihre Pforten für mehr als 5.000 Besucher aus der ganzen Welt. Bis zum 8. März dreht sich alles in den Karlsruher Messehallen um die Zukunft des öffentlichen Personenverkehrs.
Wie wird die Digitalisierung die Zukunft des ÖPNV verändern? Welche digitalen Revolutionen stehen bevor? Was sind die bahnbrechenden Entwicklungen in der Forschung? Die IT-TRANS ist auf Twitter, Xing, Facebook, Linkedin und YouTube vertreten und berichtet live vom” Messegeschehen.
Übrigens
: Folgen Sie auch der Nahverkehrs-praxis auf Twitter?”
IT-TRANS Special in der aktuellen Nahverkehrs-praxis
Unter dem Leitthema "Gestaltung eines zukunftsfähigen Personenverkehrs" berichtet die aktuelle Ausgabe der Nahverkehrs-praxis unter anderem von der IT-TRANS. Lesen Sie beispielsweise mehr zu den Neuheiten auf der Messe sowie spannende Interviews, unter anderem mit Stefan Walko – ICA Traffic – zum Thema "Zukunft der Ticketautomaten".
Hier können Sie Ihr Print-Exemplar bestellen”
Hier können Sie die Ausgabe digital lesen”
Alle Themen der Januar/Februar Ausgabe im Überblick ”
IT-TRANS zeigt IT-Innovationen für den ÖPNV
Menschen sind mobil, heute mehr denn je. 2017 sind die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr erneut gestiegen. Insgesamt nutzten im vergangenen Jahr 10,32 Milliarden Kunden (+1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) die Angebote des Nahverkehrs und sorgten im zwanzigsten Jahr hintereinander für einen Fahrgastrekord bei den Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).
Dieses Mehr an Mobilität erfordert intelligente und effiziente Verkehrskonzepte, bei denen IT einen Kernaspekt darstellt. Intelligente Lösungen für den öffentlichen Personenverkehr werden vom 6. bis 8. März auf der weltweit führenden Fachmesse und Konferenz – der
IT-TRANS
– in der Messe Karlsruhe vorgestellt. Von multinationalen Großkonzernen über kleine und mittelständische Unternehmen bis hin zu aufstrebenden Start-ups trifft hier die gesamte Welt des öffentlichen Personenverkehrs aufeinander. 260 Aussteller aus 32 Ländern präsentieren ihre digitalen Lösungen, etwa für Verkehrsleitsysteme, Fahrgastzählung, Reiseinformation oder den elektronischen Fahrkartenverkauf. Die
IT-TRANS
wird vom Internationalen Verband für öffentliches Verkehrswesen (UITP) und der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) veranstaltet. Sie richtet sich an alle Akteure des öffentlichen Personenverkehrs und insbesondere an Entscheidungsträger in öffentlichen und privaten Verkehrsbetrieben und -behörden sowie Verbänden.
Konferenz: 160 Referenten aus aller Welt
Zur parallel zur Fachmesse stattfindenden Konferenz werden mehr als 500 Teilnehmer erwartet. Die Konferenz bietet an den drei Veranstaltungstagen praxisnahes Wissen zu Themen wie Ticketing und Zahlungsabwicklung, neue Mobilitätsdienstleistungen sowie autonome Fahrzeuge. Etwa 160 internationale Referenten stellen praxisnah in Sessions, Workshops und Präsentationen Innovationen vor und geben Empfehlungen für die praktische Umsetzung von digitalen Lösungen im öffentlichen Personenverkehr.
In der Bildergalerie haben wir Impressionen der ersten beiden Tage gesammelt.
Weitere Informationen finden Sie unter” www.it-trans.org
Quelle: Messe Karlsruhe

