traffiQ veröffentlicht Gesamtbericht über Frankfurts Busse und Bahnen

Das siebte Jahr in Folge veröffentlicht traffiQ, die städtische Nahverkehrsgesellschaft, den so genannten Gesamtbericht über den öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt am Main. Der Bericht stellt die von der Europäischen Union vorgegebenen rechtlichen Grundlagen für den Frankfurter Nahverkehr dar, beschreibt die im Jahr 2016 erbrachten Leistungen auf Schiene und Straße und deren Qualität. Er führt nicht nur auf, welche Einnahmen Frankfurts Busse und Bahnen erwirtschafteten, sondern auch, wie hoch die Zuschüsse der öffentlichen Hand waren. Erstmals hatte traffiQ den Gesamtbericht, dessen Veröffentlichung die Verordnung Nr.
1370/2007 der Europäischen Union über öffentliche Personenverkehrsdienste
auf Schiene und Straße verlangt, für das Berichtsjahr 2010 publiziert.

Öffentliche Hand unterstützt mit 136,1 Millionen Euro

Im Busverkehr nennt der Bericht die in 2016 bestehenden sieben Linienbündel und die von traffiQ beauftragten fünf Verkehrsunternehmen, die über europaweite Ausschreibungen ermittelt oder – im Fall der städtischen In-der-City-Bus GmbH – auf dem Weg der Direktvergabe beauftragt wurden. Sie erbrachten auf 64 Buslinien insgesamt 17,3 Millionen Nutzkilometer (Vorjahr 16,9 Mio. km) und wurden von 60,2 Millionen Fahrgästen (57,1 Millionen) genutzt. Insgesamt entstand für den städtischen Busverkehr (Betrieb und Infrastruktur) ein Aufwand von 75,4 Millionen Euro (73,3 Mio. Euro).
Er wurde durch Einnahmen aus Tariferlösen (Fahrkartenver-käufe) sowie durch 23,7 Millionen Euro Ausgleichszahlungen (22,1 Mio. Euro) der öffentlichen Hand gedeckt. Den städtischen Schienenverkehr – also U-Bahn und Straßen-bahn – betreibt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) seit 1. Februar 2011 auf Basis einer Direktvergabe durch traffiQ. Die neun U-Bahn- und zehn Straßenbahnlinien leisteten 27,6 Millionen Nutzwagenkilometer (Vorjahr: 28,1 Mio. km), rund 132,2 Mil-lionen Fahrgäste (126,2 Mio.) nahmen die Dienste der U-Bahnen und 61,6 Millionen (59,9 Mio.) die der Straßenbahnen in Anspruch. Der Aufwand für den Schienenverkehr belief sich auf 299,7 Millionen Euro (281,2 Mio. Euro). Für nicht durch Tariferlöse und sonstige Einnahmen gedeckte Kosten erhielt die VGF Ausgleichszahlungen in Höhe von 112,4 Millionen Euro (101,7 Mio. Euro).
Weitere Informationen finden Sie hier.”
Quelle: traffiQ

E-Busproduktion von BYD in Indien

Die Produktion von

BYD-Elektrobussen in Indien

wird konkreter: BYD-Partner Goldstone errichtet noch in diesem Jahr für 2 Mrd Rupien (gut 25 Mio. Euro) eine Produktionsstätte in der

Stadt Bidar

im indischen Bundesstaat Karnataka mit einer anfänglichen Kapazität von

1.000 E-Bussen

jährlich.
Die Busse sollen nicht nur in Indien vertrieben, sondern auch in Nachbarländer exportiert werden. Die in der indischen Stadt Hyderabad ansässige Firma will das Werk auf einem 40 Hektar großen Areal hochziehen.
Als Partner von BYD hat Goldstone bereits insgesamt 31 Elektrobusse an die beiden Verkehrsbetriebe „Himachal Roadways and Transport Corporation“ und „Brihan Mumbai Electricity Supply and Transport Undertaking“ geliefert. Erste Testphasen wurden mit BYD-Elektrobussen in Delhi, Bangalore, Hyderabad, Rajkot und Chandigarh ebenfalls bereits abgeschlossen.
Goldstone schwebt vor, neben der Montage von Bussen auch Batterien zu fertigen und als Servicepartner von Verkehrsbetrieben auch die nötigen Ladestationen zu errichten.
Quelle: electrive.net

Branchenstimmen zum Vorschlag eines kostenlosen ÖPNV in Deutschland

Der

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)

zeigte sich überrascht über den Vorschlag von Umweltministerin

Dr. Barbara Hendricks

(SPD), Kanzleramtschef

Peter Altmaier

(CDU) und Verkehrsminister

Christian Sch

midt

(CSU), zur Verbesserung der Luftreinhaltung in Städten einen

kostenlosen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)

einzuführen.Die Nahverkehrs-praxis hat einige Branchenstimmen eingefangen:

VDV befürchtet Schnellschuss

Grundsätzlich begrüßte

VDV-Präsident Jürgen Fenske

zwar, dass "die Bundesregierung die Schlüsselrolle des ÖPNV für Luftreinhaltung und Klimaschutz" entdeckt habe. "Doch bevor man", so Fenkse weiter "über kostenlosen, also steuerfinanzierten Nahverkehr nachdenkt, müssen zunächst überhaupt die

Voraussetzungen für einen leistungsfähigen ÖPNV

in Deutschland geschaffen werden." Der VDV wies in diesem Zusammenhang auf die in zahlreichen deutschen Städten bereits

überlastete Infrastruktur

hin. Denn es ist davon auszugehen, dass die Einführung eines kostenlosen ÖPNV zu einem kurzfristigen und sprunghaften Fahrgastanstieg der vorhandenen Systeme führt und diese vollständig überlastet. Der VDV fordert deshalb zunächst den Ausbau der bestehenden Kapazitäten im deutschen Nahverkehr mit Hilfe öffentlicher Finanzierung. In einem zweiten Schritt könnte man dann über einen kostenlosen Nahverkehr in Deutschland nachdenken. Doch auch dann dürfe dies keine Eintagsfliege sein. Der Nahverkehr muss stattdessen auf allen staatlichen Ebenen, also Bund, Länder und den kommunalen Gebietskörperschaften dauerhaft und nachhaltig finanziert werden. In seiner Stellungnahme bezifferte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen die Kosten für eine kontinuierliche Finanzierung auf rund zwölf Milliarden Euro pro Jahr. Darin inbegriffen sind noch nicht die Milliardenbeträge für Infrastrukturinvestitionen.

Auch Städtetag erwartet klare Aussage zur Finanzierung

Auch der

Deutsche Städtetag

zeigte sich von dem Vorstoß überrascht. Ähnlich wie Jürgen Fenske stellte auch

Helmut Dedy

, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages die Frage nach der Finanzierbarkeit der Idee: "Wer kostengünstigen Nahverkehr will, muss das aber auch finanzieren können." Er erinnerte Union und SPD an den Koalitionsvertrag aus der vergangenen Woche: Dort sei die Zusage enthalten,

dass derjenige eine Leistung bezahlt, der sie auch bestellt hat.

In diesem Fall müsste aus Sicht des Städtetages also der Bund bezahlen.

Machbarkeits- und Finanzierungsmodelle prüfen

"Aus unserer Sicht ist dies ein

interessanter Modellansatz

, um den ÖPNV zu stärken und weiterzuentwickeln. Es sind sicherlich noch viele Fragen zu klären, wie beispielsweise die Auswirkungen auf die vorhandene Infrastruktur sowie die damit verbundene Finanzierung. Als Verkehrsunternehmen finanzieren wir uns zu einem erheblichen Anteil aus

Ticketeinnahmen

, die bei einem kostenlosen ÖPNV wegfallen würden und so dauerhaft durch die öffentliche Hand kompensiert werden müssten. Außerdem würde ein kostenloses Angebot vermutlich zu einem steigenden Fahrgastaufkommen führen. Hier müssten entsprechende Machbarkeits- und Finanzierungsmodelle geprüft werden", erklären

Uwe Bonan und Michael Feller, Geschäftsführer der Ruhrbahn GmbH

.

"Nicht nur der Preis-Faktor sollte ein Argument für die Attraktivität des ÖPNV sein"

"Das Streben der Regierung, den ÖPNV mit kostenlosen Angeboten attraktiver zu machen, unterstützen wir. Die

Vorteile liegen auf der Hand

: ÖPNV Angebote werden stärker genutzt, der

Verkehr von Privatautos reduziert sich drastisch

. Dies kommt der Luftqualität und der Umwelt in urbanen Räumen zugute. Für den Verbraucher sollte jedoch nicht nur der Preis-Faktor ein Argument für die Attraktivität des ÖPNV sein. Unsere Mobilität wird einen Systemwechsel erleben. In zehn Jahren werden heute bestehende Insel-Lösungen wie Bike-Sharing, Car-Sharing, Taxen und ÖPNV vernetzt sein. Mobilität funktioniert dank Digitalisierung, autonomer Fahrzeuge, künstlicher Intelligenz und anderer Technologien völlig anders und viel komfortabler, effizienter. In ÖPNV-Netze integrierte On-Demand Ridesharing-Angebote bieten für Städte und Kommunen enorme Einsparpotentiale. Ein kostenloses ÖPNV Angebot beschleunigt die Verbreitung solcher Angebote enorm, Flotten sind schlagartig besser ausgelastet. (…) Vielmehr wird es selbstverständlich auch vollkommen andere Finanzierungsformen geben", so

Dr. Tom Kirschbaum, Gründer und Geschäftsführer door2door.

"Nicht durchdacht, nicht abgesprochen und nicht ausfinanziert"

"Der Druck der EU-Kommission auf die Bundesregierung muss groß sein, denn der Vorschlag, einen kostenlosen Nahverkehr einzuführen, ist ein typischer Schnellschuss: nicht durchdacht, nicht abgesprochen und nicht ausfinanziert. Abgesehen von den horrenden Kosten von mindestens 12 Milliarden Euro pro Jahr gibt es schlicht zu wenig Fahrtrassen, Haltestellen und Fahrzeuge. Das Einzige, was der Bundesgesetzgeber tun müsste, um nicht nur Stickoxide und Feinstaub zu reduzieren, ist einen zusätzlichen Paragraphen in das Personenbeförderungsgesetz einzufügen, der Ridesharing erlaubt. Das geht genauso schnell und kostet genauso wenig wie einen interministeriell abgestimmten Brief an die EU-Kommission zu schreiben", erklärt

Professor Dr. Volker Eichener, Stadtforscher an der Hochschule Düsseldorf.

"Was nichts kostet, ist auch nichts wert"

"Ohne auf den planlosen Aktionismus nach Jahren untätiger Vernachlässigung einzugehen, dem dieser Vorschlag entstammt: Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Besser wäre ein bundesweit gültiges 365-Euro-Jahresticket, gepaart mit deutlich mehr Investitionen und Ausbau. Ein attraktiver, verlässlicher und schneller ÖPNV ist das Backbone aktiver, sauberer und integrierter urbaner Mobilität. Dazu brauchen wir ergänzende Vehicle- und Ridesharingangebote, 100-prozentige Elektrifizierung der Flotten und entsprechender Infrastruktur, flächendeckenden Ausbau breiter Fahrradwege – alles intelligent vernetzt", machte

Dirk Evenson, Direktor der New Mobility World Logistics, der Innovationsplattform der IAA Nutzfahrzeuge

, deutlich.

bdo fordert ehrliche Debatte über zukünftige Organisation des ÖPNV

bdo-Präsident Karl Hülsmann

ist verwundert über den aktuellen – und völlig überraschenden – Vorstoß der Bundesregierung zu einem kostenlosen ÖPNV-Angebot. Er regt diesbezüglich eine offene Debatte über die Planung und Ausgestaltung sowie die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs in Deutschland an. Die Ballungsräume stehen hierbei nicht für sich, sondern sind im Zusammenhang mit ihrem Umland und den entsprechenden Verkehrsströmen zu betrachten. Der Verbandspräsident fordert grundsätzlich eine Rückbesinnung auf die Prinzipien der Marktwirtschaft im ÖPNV – zugunsten der Umwelt und der Gesundheit der Fahrgäste.

Statt Gratisticket: Trassenpreis für Bahnreisen senken

Allianz pro Schiene

fordert in der Debatte um eine steuerfinanzierte Verbilligung des öffentlichen Nahverkehrs zur Verbesserung der Luftqualität in den Städten von der Politik bezahlbare Mobilität für ganz Deutschland, wie aus einem Statement hervorgeht.

ÖBB: Jede Sekunde zählt

Der plötzliche Herztod fordert in Österreich pro Jahr mehr als 12.000 Menschenleben, wie der ÖBB berichtet. Die ÖBB setzen nun im Kampf dagegen einen wichtigen Schritt und statten alle ÖBB Railjets, ausgewählte Pilotbahnhöfe und mehr als 30 Einsatzwagen mit lebensrettenden Defibrillatoren aus.

Der Defibrillator als Retter in der Not

„Die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht bei den ÖBB immer im Mittelpunkt. Deshalb haben wir unsere Railjets mit Defibrillatoren ausgestattet und unser Personal in der Anwendung der Geräte geschult, damit in Notfällen rasch geholfen werden kann“, so Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG.
„Der plötzliche Herztod ist ein Thema, das jede und jeden treffen kann, immer und überall. Ich freue mich sehr über diese Initiative der ÖBB! Dank eines Defibrillators kann rasch und effizient geholfen werden,“ erläutert Harry Kopietz, Präsident des Vereins PULS und Erster Wiener Landtagspräsident bei einem gemeinsamen Pressetermin.

Bahnhöfe und Einsatzwagen folgen

Aber auch an den Bahnhöfen wollen die ÖBB die Sicherheit weiter erhöhen. Seit 31. Dezember 2017 sind am Wiener Hauptbahnhof, am Bahnhof Wien Meidling, am Hauptbahnhof Innsbruck und am Bahnhof Wiener Neustadt insgesamt zehn Defibrillatoren installiert. Die Pilotphase soll drei Jahre andauern, danach werden die Ergebnisse evaluiert und das Projekt gegebenenfalls auf weitere Bahnhöfe ausgedehnt.
Zusätzlich werden bis Ende März mehr als 30 Einsatzwagen der ÖBB-Tochterfirma Mungos ausgerüstet. Die SicherheitsmitarbeiterInnen sind österreichweit unterwegs und bei Notfällen oft die ersten am Einsatzort.
Quelle: ÖBB

Akustische Fahrgastinformationen der BVG

Wenn einige Straßenbahnen der M4 und Busse auf der Linie 186 bald mit den Fahrgästen reden, sollten diese sich nicht wundern. Denn ab dem 19. Februar 2018 testen die

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

für ein Jahr verschiedene Lösungen,

blinden und sehbehinderten Menschen

an Bus- und Straßenbahnhaltestellen

akustische Fahrgastinformation in Echtzeit

anzubieten. Dabei werden sowohl zehn Straßenbahnen und zehn Busse als auch 13 Haltestellen sukzessive ab 19. Februar bis Ende April 2018 mit akustischen Lösungen ausgestattet. Zudem werden Smartphone-basierte Lösungen getestet.
Das Projekt wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (SenIAS) durchgeführt und wird aus dem Landeshaushalt finanziert.
Quelle: BVG

Zehn Jahre HandyTicket Deutschland

Seit nunmehr über zehn Jahren bietet

HandyTicket Deutschland

Verkehrsunternehmen und -verbünden

überregionales mobiles Ticketing

; seit 2016 ist

HanseCom

Anbieter und Betreiber der Plattform. Das Jubiläumsjahr 2017 gestaltete sich überaus erfolgreich: Durch eine Reihe von Jubiläumsaktionen konnte innerhalb von 10 Monaten die Nutzerzahl um über 25 Prozent vergrößert werden. 2017 war für das mobile Ticketing im ÖPNV ein Jubiläumsjahr: Im April 2007 war HandyTicket Deutschland als Initiative mehrerer Verkehrsunternehmen und -verbünde unter Koordination des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) an den Start gegangen. Damit war HandyTicket Deutschland Vorreiter im überregionalen mobilen Ticketing im deutschen ÖPNV. Das 10-jährige Jubiläum hat HanseCom mit einer Reihe von besonderen Aktionen gefeiert, wobei die Zahl 10 im Mittelpunkt stand: In 10 Monaten wurden 10 Marketing-Kampagnen durchgeführt; erstmalig am 10. April 2017 und letztmalig am 10. Januar 2018 gab es jeden Monat spezielle Jubiläumsaktionen, die sich sowohl an Fahrgäste als auch an Verkehrsunternehmen richteten. Dazu gehörten mehrere Gewinnspiele für Fahrgäste, bei denen jeweils Preise oder Ticketguthaben zu gewinnen waren. 
Quelle: HanseCom

Rostocker Nahverkehr soll attraktiver werden

Neue, gerechtere PreisModelle, Anruf-Busse und kürzere Wartenzeiten an den Haltestellen

: Die

Rostocker Straßenbahn AG (RSAG)

will den

Nahverkehr

in der Hansestadt attraktiver machen. Das Ziel: die Zahl der Fahrgäste soll bis 2030

um knapp 20 Prozent

auf 47 Millionen Passagiere pro Jahr

steigern

. Um das zu erreichen haben Mitarbeiter und Führungskräfte in den vergangenen Monaten eine neue Strategie entwickelt. Eine Idee: Bis 2030 soll die Hälfte der Busflotte auf elektrische Antriebe umgestellt werden. „Aber wir wollen autonome Fahrzeuge, die ohne Fahrer unterwegs sind, werden ein Thema für uns“, sagt der technische Vorstand Jan Bleis. Zudem soll in Rostock künftig kein Fahrgast länger als zehn Minuten auf den nächsten Bus oder die nächste Bahn warten müssen. „Wir denken zum Beispiel über Anruf- Busse nach.“ Auf bestimmten Strecken, zu bestimmten Uhrzeiten und auch in bestimmten Gegenden will die RSAG künftig nicht mehr nach Fahrplan fahren, sondern nur, wenn Fahrgäste sie brauchen. Ein Anruf – und der Bus kommt. In schwach bevölkerten Teilen der Hansestadt, der Rostocker Heide zum Beispiel, sei ein Fahrplan wirtschaftlich kaum darstellbar. Und: Künftig sollen Passagiere nur noch für die Strecken zahlen, die sie auch wirklich mit der RSAG zurückgelegt haben. Bleis: „Denkbar wäre beispielsweise, über das Handy das Fahrgastes abzurechnen – pro zurückgelegtem Kilometer“, so Bleis.
Quelle: RSAG

Ticketfreiheit im Tübinger Stadtbus

Seit diesem Samstag benötigen Fahrgäste bei Fahrten auf allen

TüBus-Linien

im Stadtgebiet

Tübingen

keinen Fahrschein

mehr. Immer ab 24 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag genießen Fahrgäste in Tübingen die

Ticketfreiheit

– bis zum Betriebsschluss am Sonntagmorgen um 5 Uhr. Stadtverwaltung und Stadtwerke bauen auf ein ganzes Bündel an positiven Effekten für den ÖPNV und die Universitätsstadt: Erstens – Eine attraktive Mobilitätsalternative für alle: Der ticketfreie TüBus bietet an Samstagen für alle freie Fahrt auf den TüBus-Linien im Stadttarifgebiet – auch für sozial schwächer Gestellte fördert das die Mobilität in der Stadt. Das Angebot setzt darüber hinaus Anreize, das Auto stehen zu lassen und die Vorteile des TüBus auszutesten. Zweitens – Eine Entlastung der Innenstadt: Sie tritt ein, wenn im Zuge einer Verkehrsverlagerung deutlich mehr Menschen samstags am Haupt-Einkaufstag den ticketfreien TüBus anstelle eines PKW nutzen. Drittens – Weniger CO2-Emissionen im Stadtgebiet: Je mehr auf den TüBus umsteigen, desto größer der Effekt auf die Luftqualität. Ein gut ausgelasteter Linienbus ersetzt rund 30 Autos. Viertens – Entlastung der Parkhäuser: Weniger PKW in der Stadt entlasten die Tübinger Parkhäuser – insbesondere während der langfristigen Sanierung des Parkhauses Altstadt-Mitte. Und aus touristischer Perspektive ist – als zusätzlicher Aspekt – für die vielen Tagesgäste und Besucher, die samstags nach Tübingen kommen, der ticketfreie TüBus eine Gelegenheit, um bequem und flexibel die über das ganze Stadtgebiet verteilten Sehenswürdigkeiten mit dem Bus zu erkunden. Für Nachtschwärmer in den Nächten von Freitag auf Samstag (ab Null Uhr) und bis 5 Uhr am Sonntagmorgen bedeutet die Aktion ticketfreie Mobilität bis tief in die Nacht.
Im Juli unterziehen die Stadtwerke Tübingen gemeinsam mit der Stadtverwaltung das Aktionsprogramm einer detaillierten Evaluation. Die Ergebnisse werden auch bei der Entscheidung über die Laufzeit von Bedeutung sein. 
Stadtwerke Tübingen

Vier Jahre HandyTicket Deutschland im VBB

Vor genau vier Jahren startete die digitale „Ticketrevolution“ im

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)

. Erstmalig konnten Fahrgäste mit ihrem

Smartphone

in der

VBB-App Bus&Bahn

einen Fahrausweis für alle Nahverkehrsverbindungen in ganz Berlin und Brandenburg erwerben. Im Februar 2014 integrierte der VBB den Ticketkauf in die

mobile VBB-Fahrinfo

, die bis dahin nur Auskünfte über Bus- und Bahnverbindungen ermöglichte. Seitdem haben sich bereits

mehr als 100.000 Kundinnen und Kunden

für die Ticketkaufmöglichkeit in der VBB-App registriert.
Seit der Einführung des HandyTicket Deutschland-Systems in die VBB-App Bus&Bahn wurden rund 3,6 Millionen digitale Fahrausweise verkauft. Am beliebtesten sind die 4-Fahrten-Karte, Einzelfahrausweise und Tageskarten in Berlin. Prinzipiell gelten die mobil erworbenen Tickets zum sofortigen Fahrtantritt. Die Ausnahme bilden die Tageskarten und die touristischen Produkte, wie Welcome Card und City Tour Card, die auch im Vorverkauf erhältlich sind. Bis spätestens zum Sommer soll das Fahrtausweissortiment erweitert werden. Für Stammgäste wird es dann zum Beispiel möglich sein, auch die Monatskarte Berlin AB elektronisch zu erwerben.
Quelle: VBB

Anmerkung:

Einen interessanten Artikel zu HandyTicket Deutschland bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft finden Sie in der kommenden Ausgabe der” Nahverkehrs-praxis

Mitnahme von E-Scootern in Fahrzeugen des VGN

Seit Januar 2016 waren

E-Scooter

im gesamten Gebiet des

Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN)

in Bussen und Straßenbahnen von der Mitnahme ausgeschlossen. Mit dieser Entscheidung sind die Verkehrsunternehmen im VGN – wie weitere Verkehrsunternehmen und Verbünde – aus Sicherheitsgründen einer Empfehlung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) gefolgt. Jetzt regelt ein gemeinsamer

Erlass der Bundesländer

vom März 2017 alle wesentlichen Kriterien für die Mitnahme von E-Scootern mit aufsitzender Person in Linienbussen abschließend und verbindlich.
Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg hat sich mit den Bedingungen zur Mitnahme von E-Scootern, die sichaus dem Erlass für die Verkehrsbetriebe ergeben, gründlich auseinandergesetzt und entsprechende Entscheidungengetroffen.

Seit Januar 2018

nimmt sie wieder alle E-Scooter,die die Anforderungen aus dem Erlass erfüllen und mit einem

bundesweit einheitlichen Piktogramm gekennzeichnet

sind, in ihren dafür geeigneten Fahrzeugen mit. Bei denStraßen- und U-Bahnen sind das alle Fahrzeuge. Geeignete Busse kennzeichnet die VAG aktuell mit einem ebenfallsbundesweit einheitlichen Piktogramm. Insgesamt sind das 166 von 256 Bussen, die auf Nürnberger Linien verkehren.Wer also künftig berechtigterweise das bundesweit einheitliche Piktogramm als Aufkleber auf seinem E-Scooter hat, darf in den Bussen, die ebenfalls mit dem offiziellen Aufkleber gekennzeichnet sind, wieder mitfahren – in den Straßen- und U-Bahnen sowieso. So ist es auch in den Beförderungsbedingungen des VGN geregelt.
Quelle: VGN