Berliner U-Bahnhof Seestraße barrierefrei

Seit dem 2. August 2023 steht mobilitätseingeschränkten Personen sowie Eltern mit Kinderwagen am Berliner U-Bahnhof Seestraße der erste Aufzug zur Verfügung. Damit sind 89 Prozent aller U-Bahnhöfe der Stadt barrierefrei ausgebaut.
Der Aufzug befindet sich am stadtauswärts liegendem Bahnsteigende der U6 hinter der Treppenanlage. Nach einer Bauzeit von 18 Monaten verbindet er die Bahnsteigebene des Weddinger Bahnhofs direkt mit der Straßenebene.
Die Baukosten für den Aufzug sowie der damit verbundenen Technik belaufen sich auf zirka 1,8 Millionen Euro. In den kommenden Monaten finden abschließende Arbeiten an dem neuen Zugang statt. Im Anschluss wird die andere Treppenanlage erneuert. Die Arbeiten finden bei laufendem Betrieb statt.

Quelle: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Neue S-Bahnzüge für München

Die Fahrgäste der S-Bahn München sind bald mit neuen, modernen S-Bahn-Zügen unterwegs: Siemens Mobility wird 90 neue S-Bahnen für mehr als zwei Milliarden Euro liefern. Das ist das Ergebnis einer EU-weiten Ausschreibung. Es gibt die Option auf weitere Fahrzeuge. Die Finanzierung wird vom Freistaat Bayern über ein Leasingmodell garantiert.
Die neuen S-Bahnen in München bieten mehr Platz, besseren Komfort und viele Innovationen. Die ersten Züge sollen ab Ende 2028 in den Betrieb mit Fahrgästen gehen. Zum ersten Mal sind dann in Deutschland komplett durchgängige S-Bahn-Fahrzeuge mit mehr als 200 Metern Länge im Einsatz. Sie bieten Platz für 1.841 Fahrgäste. Damit bereiten sich Freistaat und S-Bahn auf das Fahrgastwachstum der kommenden Jahrzehnte und die Mobilitätswende vor. Die Züge verbrauchen besonders wenig Energie, sind wartungsarm und erhalten Software-Updates online über die Cloud.
In den neuen Fahrzeugen variiert die LED-Beleuchtung je nach Tageszeit. Die klassischen 3er- und 4er-Sitzbereiche bieten mehr Beinfreiheit als in den aktuellen Zügen. Daneben gibt es Gruppenbereiche und flexible Klappsitze. Für den Komfort der Fahrgäste sorgen Gratis WLAN, mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben, USB- und herkömmliche Steckdosen sowie Ablageflächen. Eine deutlich leistungsfähigere Klimaanlage, die mit umweltfreundlichen Kältemitteln arbeitet, sorgt bei bis zu 45 Grad Celsius für angenehme Temperaturen.
Völlig neu wird die Fahrgastinformation: Es gibt Displays innen und außen über den Türen, an der Decke und in den Übergängen zwischen den Wagen. Sie informieren über den Fahrtverlauf, die Stationen und die Auslastung des jeweiligen Zuges. Vor dem Ausstieg gibt es auf den Displays Hinweise, wo sich am nächsten Bahnsteig Treppen oder Fahrstühle befinden. Außen am Zug leuchten LED-Bänder in der jeweiligen Linienfarbe.
Breite Türen und großzügige Einstiegsbereiche sorgen für einen schnellen Ein- und Ausstieg und für bestmögliche Verteilung der Fahrgäste im Zug. Klappsitze können je nach Auslastung automatisch verriegelt werden, dies schafft zusätzlich Platz. Fünf der insgesamt 13 Wagen bestehen aus großen Mehrzweckbereichen mit drei Türen und ausreichend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Kinderwagen, Gepäck oder Rollatoren. An beiden Enden des Zuges gibt es Platz für Rollstühle. Fahrgäste mit Hörgeräten können sich per Bluetooth mit dem Informationssystem verbinden und so die Ansagen im Zug besser verstehen.

Quelle: Siemens

Deutschlandticket für Verkehrsminister Wissing ein „Riesenerfolg“

Fast drei Monate nach dem Start des Deutschlandtickets sieht Bundesverkehrsminister Volker Wissing Chancen für einen dauerhaften Schub bei der Nutzung von Bussen und Bahnen. „Das Ticket ist wirklich ein Riesenerfolg“, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.
Seit der Einführung am 1. Mai seien nahezu eine Million Neukunden für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewonnen worden. „Und wir haben die Zahl der Abonnenten erhöht, die sich fest an den ÖPNV binden. Das heißt, dass es nicht nur eine Gelegenheitsnutzung gibt, sondern eine Alltagsnutzung.“ Im Blick stehen nun aber auch Verbesserungen beim Angebot für die Fahrgäste.
Auch die DB-Regio-Chefin Evelyn Palla ist vom Deutschlandticket überzeugt. „Es ist einfach, kostengünstig, ökologisch sinnvoll und digital. Das ist die neue Mobilität im öffentlichen Nahverkehr“, sagte Palla dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge. Im Juni seien 25 Prozent mehr Menschen Zug gefahren als noch im April.

Quelle: handelsblatt.com

VAG Rad weiter auf Erfolgskurs

Alleine in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verzeichnete die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg bei VAG Rad rund 440.000 Ausleihen. Das ist fast ein Drittel mehr als im ersten Halbjahr 2022 (338.000 Ausleihen). „Wir freuen uns, dass VAG_Rad nicht zuletzt durch das Deutschlandticket nochmals Rückenwind bekommen hat“, sagt VAG-Vorstandssprecher Tim Dahlmann-Resing dazu. Denn auch für Deutschlandticket-Kunden im VGN gibt es 600 Freiminuten pro Monat.
Der bisher stärkste Monat war der Juni 2023 mit 128.000 Ausleihen. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Juni 2022. Rund 110.000 Nutzer haben in den vergangenen 90 Tagen über die App NürnbergMOBIL ein VAG_Rad ausgeliehen. Der Trend zeigt also deutlich nach oben. Vor kurzem wurde sogar die 500.000er-Marke bei den Ausleihen überschritten. Und die guten Sommermonate stehen erst noch bevor. „Wir erwarten bis September eine weitere Steigerung“, so Tim Dahlmann-Resing.

Quelle: VAG Nürnberg

Harald Kraus neuer Vorsitzender der VDV-Akademie

Harald Kraus, Vorsitzender des VDV-Personalausschusses, wird neuer Vorsitzender der VDV-Akademie. Er tritt die Nachfolge von Gisbert Schlotzhauer an, der dem VDV-Akademie e.V. über viele Jahre erfolgreich vorgestanden hat. Kraus ist Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor bei der Dortmunder DSW21.
Mit Ruth Leyendecker, die ihre Tätigkeit zum 1. September als Geschäftsführerin antritt, ist der Generationenwechsel bei der VDV-Akademie vollzogen.

Quelle: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)

Der „Klima E-Bus“ in Tübingen

In Kiel fährt er bereits seit letztem Jahr und jetzt auch in Tübingen: Ein „Klima E-Bus“. Initiiert von der Tübinger Regionalgruppe der Scientists for Future (S4F) transportiert der besondere Elektrobus nicht nur die vielen Fahrgäste in der Universitätsstadt, sondern auch eine besonders dringliche Botschaft. Auf dem Bus wird der Klimawandel quasi sichtbar gemacht. Das auffällige TüBus-Modell ist Appell und Warnung gleichzeitig, dass die Klimakrise schon da ist. Und dass nur schnellstmögliches Handeln auf allen Ebenen weltweit den Klimawandel zumindest noch etwas bremsen kann.
Das Konzept der Scientists for Future, die Darstellung des Klimawandels und der Klimakrise auf und in Fahrzeugen im Öffentlichen Personennahverkehr zu platzieren, wurde bereits in mehreren deutschen Städten umgesetzt. In Bielefeld und Bremen fährt eine Klimabahn, in Berlin eine Klimatram, in Kiel ein Klima E-Bus. Nun hat die Tübinger Regionalgruppe der S4F auch mit der Universitätsstadt Tübingen und den Stadtwerken eine Kooperation vereinbart. Sie bringen jetzt den „Klima E-Bus“ auch auf die Tübinger Straßen. Der speziell beklebte E-Gelenkbus von TüBus nimmt in diesen Tagen den Linienbetrieb auf – und damit auch seine Mission: Bewusstsein schaffen für das Thema Klimawandel und die Dringlichkeit, ihn zu bremsen.
Quasi „im Vorbeifahren“ sollen Bürgerinnen und Bürger für die rasant steigende globale Erderwärmung in Folge des fortschreitenden Klimawandels sensibilisiert werden. Der Klima E-Bus hat dafür eine markante Beklebung, die sich so auch auf den anderen Klima-Fahrzeugen findet, die auf Initiative verschiedener Regionalgruppen der S4F in mehreren deutschen Städten entstanden sind. Basierend auf wissenschaftlichen Fakten, visualisieren die „Warming Stripes“ (Erwärmungsstreifen) des Klimaforschers Ed Hawkins, wie sich die Erde seit 1850 bis heute erwärmt hat. Der Farbverlauf auf dem Klima E-Bus macht dabei sehr deutlich: Von einem dunklen Blau zu Beginn bis heute werden die Streifen immer roter. Sie zeigen damit die Erhöhung der Durchschnittstemperatur um 1,1 Grad Celsius seit Beginn der Industrialisierung. An der „Heute-Seite“ des Klima E-Busses sind die Streifen bedenklich dunkelrot. Die Botschaft lautet daher: Es muss schnellstmöglich alles Machbare getan werden, damit die Streifen nicht noch roter werden. Für Fahrgäste bieten im Bus Plakate und Flyer zum Mitnehmen zusätzliches Hintergrundwissen.

Quelle: Stadtwerke Tübingen GmbH

ÖBB bestellt 120 Batteriezüge bei Stadler

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erteilen Stadler den Zuschlag für eine Rahmen-vereinbarung über bis zu 120 Batteriezüge. Die Fahrzeuge vom Typ FLIRT Akku sind als Ersatz für die bestehende Dieselflotte vorgesehen und ermöglichen einen nachhaltigen Betrieb auf nur teilelektrifizierten Strecken. Die Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung und des Erstabrufs über 16 FLIRT Akku soll noch im Herbst 2023 erfolgen. Mit diesem Zuschlag und den Erfolgen in den USA, Deutschland und Italien bestätigt Stadler erneut seine führende Position bei alternativen und ressourcenschonenden Antrieben mit Batterie und Wasserstoff.
Bei den neuen Fahrzeugen handelt es sich um FLIRT Akku – die batteriebetriebene Variante des Bestsellers FLIRT von Stadler, der weltweit bereits über 2500-mal verkauft wurde. Sie sind für den Einsatz auf nicht- oder nur teilelektrifizierten Strecken v.a. im Osten Österreichs vorgesehen und ersetzen dort die bestehende Dieselflotte. Durch die Ladung der Traktionsbatterien während der Fahrt unter Oberleitung ermöglichen die FLIRT Akku einen nachhaltigen Bahnbetrieb auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten.

Quelle: Stadler

WBO und IGP gründen Einkaufsgemeinschaft Busse

Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e.V. (WBO) und die Interessengemeinschaft des Personenverkehrsgewerbes in Baden-Württemberg eG (IGP) haben eine Einkaufsgemeinschaft (EG) Busse gegründet. Die Branche stellt damit unter Beweis, dass sie die Verkehrswende aktiv mitgestaltet.

Zum Hintergrund: Baden-Württemberg setzt die Zeichen im Verkehr gezielt auf Transformation. Das Landesmobilitätsgesetz – dessen Entwurf innerhalb der Regierungskoalition von Grünen und CDU umstritten ist – will insbesondere im ländlichen Raum die Antriebswende forcieren.

„Wir sehen in der Verkehrswende mehr als nur die Umstellung auf E- oder Wasserstoffbusse“, erklärt WBOGeschäftsführerin Yvonne Hüneburg. „Gerade im ländlichen Raum sind klimaneutrale Kraftstoffe beziehungsweise Biogasbusse (in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft) als Brückentechnologie absolut sinnvoll und effektiv.“ Der WBO teilt die Meinung des Verkehrsministeriums, dass E- oder Wasserstoffbusse insbesondere in den Städten zum Klimaschutz beitragen werden. „Dort werden langfristig Dieselflotten transformiert werden.“ Dazu wird die Buswirtschaft mit ihrem Knowhow und Wissen ihren Beitrag leisten. Wie? Mit einer Einkaufsgemeinschaft Busse.

In einer Sondersitzung haben Aufsichtsrat und Vorstand der IGP am 14. Juli die Einkaufsgemeinschaft Busse Baden-Württemberg, kurz „EG Busse“ gegründet. Die Geschäfte führen WBO-Vorsitzender Klaus Sedelmeier sowie WBOGeschäftsführerin Yvonne Hüneburg, beide Vorstandsmitglieder der IGP. Damit greifen WBO und IGP den Ball des Landesverkehrsministeriums auf, das angeregt hatte, die Beschaffung von Bussen in Baden-Württemberg in größeren Einheiten zu tätigen, um in diesem neuen Bereich Standardisierung zu fördern und damit Skaleneffekte, sprich Kostenvorteile zu erzielen.

„Busunternehmen produzieren aus einer Hand, dazu gehören die Fahrzeuge und die Ladeinfrastruktur“, betont WBO-Vorsitzender Klaus Sedelmeier. Aus der Genehmigung folgt die Betriebspflicht, das heißt, die Unternehmen sind dafür verantwortlich, dass ÖPNV funktioniert. „Einsatzfähigkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit – das sind Qualitätsmerkmale des Öffentlichen Verkehrs, für die unsere Mitgliedsunternehmen die Verantwortung tragen. Fahrzeugeinkauf ist damit Unternehmenssache, von daher ist die Einkaufsgemeinschaft die logische Schlussfolgerung.“

Auch beim Thema Ladeinfrastruktur sind die Unternehmen aktiv. „Die Ladeinfrastruktur gehört zum Betrieb und daher auf den Betriebshof“, so Sedelmeier. Schließlich muss das Fahrzeug während des Ladevorgangs gereinigt und überwacht werden. Sedelmeier: „Die Experten sind sich einig: Das Laden auf dem Betriebshof sichert die Funktionskette. Schnittstellen gefährden die Leistungserbringung – das führt nicht zum besten Ergebnis. Gut, dass es hier bereits Erfahrungen im In- und Ausland gibt, die das so bestätigen.“

Zum Hintergrund: In Baden-Württemberg wird ÖPNV mit Bussen insbesondere von mittelständischen Unternehmen erbracht, von mehr als 250 Betriebshöfen aus, die diese Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten mit Hilfe von Landesmitteln hierfür gebaut haben. Diese werden nun für die Zukunft „fit gemacht“. Mit der Gründung der Einkaufsgemeinschaft Busse nehmen die WBO-Mitgliedsunternehmen den Ball des Verkehrsministeriums auf – und drehen das Rad weiter. „Ganz nach der Devise des Landesverkehrsministers“, so WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg. Denn Winfried Hermann betone regelmäßig: Machen statt nur davon zu reden!

Quelle: Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e.V. (WBO)

Förderung autonomer Shuttles in suburbanen Regionen

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr investiert in den Ausbau autonom fahrender Verkehre in Deutschland. Neben Projekten in Großstädten wie Hamburg oder München, fördert das BMDV auch gezielt Projekte im ländlichen Raum. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt in Potsdam-Mittelmark und Vorpommern-Rügen wird in den kommenden drei Jahren das Potenzial von autonomen Shuttles in dünn besiedelten und suburbanen Regionen erprobt. Bundesminister Dr. Volker Wissing hat heute die Förderzusage über rund 2,3 Millionen Euro an die Projektpartner übergeben. 

Dr. Volker Wissing: „Ich möchte, dass die Menschen überall in Deutschland selbstbestimmt und günstig mobil sein können. Gerade in ländlichen Regionen können autonome On-Demand-Verkehre ein Schlüssel für mehr individuelle Mobilität sein – für ältere Menschen und alle, die nicht selbst mit dem Auto fahren können oder wollen. Autonom fahrende Shuttles, die genau dann kommen, wenn man sie braucht, können den ÖPNV auf dem Land kosteneffizient ergänzen. Ich verspreche mir aus dem Projekt wichtige Erkenntnisse für den Ausbau der autonomen Mobilität in ganz Deutschland.“

Im Projekt LEAF (steht für „Ländliche Erschließung mit autonomen Fahrzeugen“) arbeiten die regiobus Potsdam Mittelmark GmbH, die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Vorpommern-Rügen eng zusammen.
Ziel ist es, gerade in strukturell eher schwachen Räumen ein attraktives Mobilitätsangebot zu schaffen, welches als Zubringer zu den übergeordneten ÖPNV-Angeboten und zur Bahn dient. Mit Hilfe der Bundesförderung soll in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Vorpommern-Rügen ein autonomes On-Demand-System mit drei Fahrzeugen aufgebaut werden.
Der Probebetrieb wird durch wissenschaftliche Untersuchungen begleitet u.a. zur Nutzerakzeptanz, zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Effekten sowie Auswirkungen auf die Umwelt. Auch die Übertragbarkeit auf andere Landkreise wird untersucht.
Zudem wird erforscht, ob und wie die Digitalisierung eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in ländlichen Räumen ermöglicht und inwiefern eine Verbesserung des CO2-Fußabdrucks erreicht werden kann. Gleichzeitig wird ein erster Grundstein gelegt, um perspektivisch mit autonomen Verkehrsangeboten eine Erschließung ländlicher Räume trotz Fahrer- und Fachkräftemangel zu ermöglichen.
Die Förderung erfolgt im Rahmen des ersten Förderaufrufs zur Förderrichtlinie „Autonomes und vernetztes Fahren in öffentlichen Verkehren“. Das Projekt läuft bis Juni 2026. Quelle: Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Bienenhaltung auf den Betriebshöfen der BVG

Wenn es summt auf dem Betriebshof der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in Lichtenberg, dann sind das meistens die modernen und leisen Straßenbahnen. Seit einiger Zeit haben die großen Gelben aber beim Summen Unterstützung von ganz kleinen Gestreiften. Die Bienen von Stadtimker Norman Linke fühlen sich auf dem Areal an der Siegfriedstraße äußerst wohl und sind fleißig in den Grünanlagen des Betriebshofs und seiner Umgebung unterwegs. Und nicht nur dort. Auch zwei weitere BVG-Liegenschaften in Karlshorst und Neukölln hat Imker Linke „bevölkert“. In Neukölln unterstützt ihn sein Imkerkollege Younes Kheir. Insgesamt zwölf Bienenvölker (mit jeweils bis zu 50.000 Bienen) sind bei den Berliner Verkehrsbetrieben für die beiden, für die Umwelt und letztlich auch für die Frühstücksbrote vieler BVG-Kollegen im Einsatz. Bis zu 3000 Gläser erstklassigen BVG-Honig „ernten“ die Imker pro Jahr.
Für Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen ist die Bienenhaltung auf den Betriebshöfen daher eine Win-Win-Maßnahme. „Nachhaltigkeit ist für uns als Nahverkehrsunternehmen natürlich eins unserer Kernmerkmale“, sagt Harald Eck, der als Leiter der BVG-Kantinen das Projekt auf Seiten der BVG initiiert hat. „Das gilt nicht nur für unsere Verkehrsmittel, sondern auch bei der Frage, was auf die Teller und Brote kommt. Deshalb mussten wir auch gar nicht lange überlegen, ob die Bienen zur BVG passen. Das ist ein Naturschutzprojekt, bei dem es wirklich nur Gewinner gibt.“

Quelle: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)