Digitale Transformation des ÖPNV in vielen Dimensionen

Die digitale Transformation des ÖPNV findet auf vielen Ebenen statt und ist alternativlos. Die große Bedeutung digitaler Ticketingformen wurde zuletzt bei der Einführung des Deutschland-Tickets intensiv thematisiert. Doch viele weitere Möglichkeiten der Digitalisierung können genutzt werden. Moderne Fahrgast-Apps, kontenbasiertes oder EMV-Ticketing, bei dem Fahrgäste vorhandene Zahlungsmedien als Fahrtberechtigung nutzen, sind zukunftssicher, beschleunigen Einstiegsprozesse und erhöhen überdies auch die Kundenzufriedenheit.
E-Ticketing ist aber nur eine von vielen neuen Dimensionen bei der Digitalisierung des Nah-verkehrs. Digitale Unterstützung sorgt auch für schnellere Prozesse, bessere Fahrgastinformation und somit deutlich gesteigerte Servicequalität. Gerade die Leitstelle kann erhebliche Entlastung erfahren. Vorgefertigte Templates und elektronische Formulare mit definierten Handlungsanweisungen automatisieren Prozesse im ITCS und helfen dem Leitstellenpersonal dabei, Störungen effizient abzuarbeiten und zugleich mit minimalem Zeitaufwand alle Kanäle der Fahrgastinformation zu bespielen. Dank maschinellen Lernens unter Berücksichtigung historischer Daten und der aktuellen Verkehrslage wird zudem die Prognosegenauigkeit von Abfahrtszeiten und Besetztgraden erheblich verbessert. Dadurch wird Echtzeit-Fahrgastinformation so genau wie nie zuvor.

Das komplette Expertenstatement lesen Sie in der Nahverkehrs-praxis 4/5-2023.

Automatische Fahrgastzählung in Echtzeit? Funktioniert richtig gut!

Fahrgastströme entstehen in Echtzeit, genau wie Staus, Personalausfälle, Unfälle und Verkehrsbehinderungen. Mit automatischer Fahrgastzählung (AFZ) werden Bewegungsmuster im ÖPNV live vom Start bis zum Ziel sichtbar. Die Zählereignisse werden als Rohdaten in eine Analysesoftware eingespeist, die aussagekräftige Reports generiert. Die so gewonnenen Auslastungsinformationen helfen bei der Planung und Steuerung betrieblicher Abläufe, etwa im Störungsfall. Kombiniert mit historischen Daten ergibt sich eine verlässliche Prognose. Für Fahrgäste bedeuten Echtzeit-Informationen mehr Komfort und Wahlmöglichkeiten in der Fahrtplanung. Sie planen ihre Routen flexibel, nutzen ihre Zeit möglichst effizient, tragen zu einer besser verteilten Auslastung des ÖPNV bei.

Webbasiertes Tool vereinfacht Angebotsplanung im öffentlichen Nahverkehr

Heute noch werden Angebotsplanungen häufig mit Stift und Papier oder Excel-Anwendungen gemacht. Dass dies nicht mehr zeitgemäß ist, hat sich spätestens während der Coronapandemie gezeigt. Planer*innen müssen heute prompt auf Ereignisse, neue Regelungen und mangelndes Personal reagieren können, um ein qualitativ hochwertiges Angebot anbieten zu können.

Mit dem modernen webbasierten Tool PTV Lines lassen sich neue und bestehende ÖV-Angebote einfach und schnell gestalten und optimieren, ohne dass dafür tiefe Kenntnisse einer komplexen Verkehrsplanungssoftware nötig sind. Haltestellen, Linienrouten und Fahrpläne lassen sich intuitiv erstellen und visualisiert werden. Ein großer Vorteil des digitalisierten Prozesses ist es, dass Fehler reduziert werden und die Zusammenarbeit verbessert wird.

INIT zeigt auf dem UITP Summit wie Mobilität in Zukunft noch einfacher wird

INIT, weltweit führender Anbieter von integrierten Planungs-, Dispositions-, Telematik- und Ticketingsystemen, stellt beim „Global Public Transport Summit“ der UITP vom 4. bis 7. Juni in Barcelona Lösungen vor, die es ermöglichen Zugangsbarrieren zu reduzieren und die Servicequalität zu steigern – und dem ÖPNV damit neue Dimensionen eröffnen. Unter anderem sind dies:

  • Neue Dimension in der Betriebssteuerung und Fahrgastinformation für verbesserte Servicequalität und effizientes Arbeiten
  • Neue Dimensionen im Ticketing um Zugangsbarrieren senken
  • Neue Dimensionen in der Elektromobilität um betriebliche Herausforderungen zu lösen

Diese und viele andere vorgestellten Systeme sind Teil der „nextGen“ Innovationsoffensive von INIT. Sie nutzen die neusten Möglichkeiten der digitalen Transformation und schaffen so Lösungen, die dem ÖPNV neue Dimensionen eröffnen. Damit Mobilität in Zukunft noch einfacher wird.

Besuchen Sie uns auf dem Messstand C202 in Halle 6

Prod. INIT AG, Karlsruhe Prod.dat. 06.10.-10.10.2014 Fotograf: Kerstin Groh

Digitalisierung im ÖV

Cloud-Lösung für FELA Anwendungen und Services: Angefangen bei elektronischem Ticketing über Big Data, GPS-basiertem Asset Tracking bis zum Fahrgastinformationssystem. Die FELA Cloud integriert nahtlos alle digitalen Prozesse.

  • Frei skalierbar, wächst mit Ihren Anforderungen
  • Hohe Verfügbarkeit
  • Zeitgemässes User Interface
  • Hohe Datensicherheit
  • Höchste Verschlüsselung
  • Schweizer Azure Cloud

Ob in Transport, Bau, Landwirtschaft, Entsorgung oder Logistik mit IoT-Tracking erwerben Sie die benötigte Datenbasis. Als Betreiber von ÖV, Seilbahn oder Schiff behalten Sie Ihre Service-Fahrzeuge und benötigte Werkzeuge im Blick. Durch Sender- und Empfangsgeräte orten Sie auch die genaue Position. Dank FELA Cloud über eine einheitliche Plattform übersichtlich nach Anwendungen abrufbar.

FELA Leistungspakete beinhalten neben reiner Hardware und Installation insbesondere die Analyse der gewonnen Daten. Zu diesen geben Ihnen individuelle Reportings klare Handlungsempfehlungen für Ihre Anwendung.

          

Bilanz des VCD nach 14 Tagen Deutschlandticket

Seit dem 1. Mai gilt das Deutschlandticket. Ein Ticket für alles – das ist ein großer Schritt zur einfachen Nutzung von Bus und Bahn für einen günstigen Preis. Doch es gibt auch Anlaufschwierigkeiten und ungeklärte Fragen. Der ökologische Verkehrsclub VCD zieht nach 14 Tagen eine erste Bilanz.
Die Nachfrage nach dem Deutschlandticket ist groß, sieben Millionen Menschen haben es bereits abonniert – darunter zwei Millionen, die bislang kein Nahverkehrs-Abo besaßen. Umfragen zufolge wollen ein Drittel aller Deutschen das Ticket erwerben; zahlreiche Unternehmen wollen es subventionieren und als Jobticket anbieten. Ein großer Erfolg!
Allerdings gibt es auch Startschwierigkeiten, wie der VCD-Sprecher für Bahn und ÖPNV, Alexander Kaas Elias, erläutert: „Bislang wurde die Hälfte der Tickets digital erworben, die andere Hälfte als Chipkarte. Doch es gab nicht genug Chipkarten, so dass ein Teil der Tickets in Papierform ausgegeben wurde.“ Dies solle bis Jahresende behoben werden. „Die Verkehrsbetriebe sind gefordert, allen, die das wünschen, zügig eine Chipkarte bereitzustellen.”
Das Deutschlandticket vereinfacht Bahn- und Busfahren und ist ein klarer Fortschritt, so Kaas Elias: „Wir wollen das nutzen und auch Menschen mit wenig Geld mitnehmen. Deshalb müssen die Studi-Tickets so rasch wie möglich bundesweit in das Deutschlandticket integriert werden – bislang geschieht das nur etappenweise auf Länderebene.”
Der VCD fordert zudem bundesweite Jugend- und Sozialtickets für höchstens 29 Euro. Kinder bis 14 Jahren sollen kostenlos mitfahren können. „Wir begrüßen das Deutschlandticket, doch dabei dürfen wir nicht stehenbleiben”, sagt Kaas Elias. „Im Koalitionsvertrag steht, dass die Bundesmittel steigen, damit die Länder mehr Fahrzeuge und dichtere Takte im ÖPNV anbieten können. Wer bis 2030 die Fahrgäste im ÖPNV verdoppeln will, darf jetzt nicht kleckern; er muss klotzen, damit er das Ziel überhaupt noch erreichen kann”.
Für den VCD ist der ÖPNV-Ausbau im öffentlichen Interesse – nicht der Autobahnbau, mit dem Milliarden Euro fehlinvestiert werden. Kaas Elias: „Im Sinne der Gerechtigkeit, aber auch im Interesse der Umwelt können wir nicht länger warten. Der Verkehr reißt weiter seine Klimaziele. Wer jetzt zögert, wird mit einer schärferen Klimakrise bestraft.“

Quelle: Verkehrsclub Deutschland (VCD)

Züge fahren nach Warnstreik-Absage weitgehend nach Plan

Nach der Absage des zweitägigen Warnstreiks sind die Züge laut Angaben der Deutschen Bahn am Montagmorgen „weitgehend“ wie geplant gefahren. Der Bahnbetrieb sei „weitgehend planmäßig angelaufen“, sagte ein Bahnsprecher. Tausende Mitarbeitende seien dafür am Wochenende kurzfristig kontaktiert worden, um so viele Schichten so schnell wie möglich zu besetzen. Im Fernverkehr würden am Montag rund 90 Prozent der regulär geplanten Züge fahren. Reisende sollten sich informieren, welche Züge verkehren. Der Regional- und S-Bahn-Verkehr laufe weitgehend ohne streikbedingte Einschränkungen.

Quelle: RedaktionsNetzwerk Deutschland

GDL-Stellungnahme: DB schadet dem System Eisenbahn

Mit großer Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass die Deutsche Bahn (DB) den dritten Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zum Anlass nimmt, den Eisenbahnbetrieb in Deutschland erneut komplett einzustellen. Es ist in höchstem Maße unglaubhaft, dass der Konzern nicht in der Lage sein soll, den Grundbedarf an Schienenpersonen- und Schienengüterverkehr über Notfallpläne zumindest abzusichern.
Offenkundig besteht seitens der DB wenig oder gar kein Interesse, den nicht von den Arbeitskampfmaßnahmen betroffenen Unternehmen im Sinne des Systems Eisenbahn und ihrer Kunden auch nur ein Mindestmaß an Eisenbahnverkehr in Deutschland zu ermöglichen.
Das grundgesetzlich geschützte Streikrecht ist ein hohes Gut und ein Eckpfeiler der Demokratie. Gut so! Die willkürliche Auslegung durch einen manipulativen Arbeitgeber darf aber nicht zum Damoklesschwert für unbeteiligte Unternehmen der gleichen Branche werden, die darauf keinen Einfluss nehmen können. Mit einer geplanten Dauer von 50 Stunden führt dieser Warnstreik zumindest bei den Wettbewerbsbahnen zu nachhaltigen finanziellen Schäden, betrachtet man etwa die Kosten in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags pro Streiktag und Unternehmen.
Es geht dabei nicht um die rechtlich geklärte Frage von Drittschäden. Vielmehr steht die Frage nach dem Missbrauch des Streikrechts durch die DB im Raum und auch, inwieweit der Konzern eine Marktbereinigung zu Lasten der Wettbewerbsbahnen anstrebt. Die GDL fordert den Eigentümer daher auf, von der de facto-Einstellung des Eisenbahnbetriebes in Deutschland, welche es zu Recht nicht einmal während der Corona-Zeit gab, abzusehen und seiner Verpflichtung, der Erbringung von Verkehrsleistungen, nachzukommen.

„Kein Wort mehr von Verkehrswende oder Systemrelevanz – es wird einfach weggesehen und weiter Steuergelder verbrannt. Denn Fahrgastrechte, Pönale der Aufgabenträger, Frachtausfälle oder Regressansprüche der Wettbewerbsbahnen landen ja ohnehin wieder beim Staatshaushalt, der die Verluste dann schon ausgleichen wird“, so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky. „Aber sollten die Führungskräfte nicht versuchen, den größtmöglichen Schaden vom Unternehmen fernzuhalten? Davon ist die DB meilenweit entfernt.“

Im Übrigen ist die Einstellung des Schienenverkehrs ohnehin nicht notwendig. Die EVG ist bei der Netztochter DB Netz nicht so stark organisiert, dass der Arbeitgeber zu dieser Maßnahme gezwungen wäre. Ohne allzu großen Aufwand ließe sich der Netzbetrieb aufrechterhalten und viele ICE-Züge könnten weiterfahren. Zudem gibt es bei DB Netz noch verbeamtete sowie eine Vielzahl arbeitswilliger Kollegen. „Diesen fällt es überaus schwer nachzuvollziehen, warum sie ihre Arbeitsleistung nicht erbringen können“, so Weselsky. „Zudem sollte es bei einer solchen Vorlaufzeit doch möglich sein, einen Notbetrieb aufrechtzuerhalten. Bei den vergangenen Streikmaßnahmen der GDL ging das ja auch. Was sind also die wirklichen Hintergründe? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“
Auswertungen der letzten Warnstreiks belegen, dass die tatsächliche Streikbereitschaft in den DB-eigenen Bahnbetrieben weit unter zehn Prozent lag. Warum also stellt die DB den großflächigen Zugverkehr ein und schadet dem Eisenbahnsystem nachhaltig? Die Kunden und die gesamte Eisenbahnbranche jedenfalls warten auf eine zufriedenstellende Antwort. Nun sind die DB und der Eigentümer Bund in der Pflicht!

Quelle: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Förderung für innovative Modellprojekte im ÖPNV

Interessierte Kommunen, Verkehrsverbünde und ÖPNV-Unternehmen können sich seit dem 11. Mai 2023 wieder um eine Förderung für innovative Modellprojekte im ÖPNV bewerben. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat dazu den dritten Förderaufruf im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ veröffentlicht. Dafür stellt das BMDV weitere 140 Millionen Euro bis 2026 bereit. Mit dem Förderprogramm sollen Projekte des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) unterstützt werden, die die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich durch ein attraktiveres Angebot nachhaltig reduzieren.

Bundesminister Dr. Volker Wissing: „Mit dem Deutschlandticket werden Busse und Bahn noch einmal deutlich attraktiver: Der ÖPNV wird digitaler, einfacher und kundenfreundlicher. Die ersten Verkaufszahlen zeigen: Das kommt bei den Menschen gut an. Nach dem bundesweiten Tarif wollen wir den ÖPNV gemeinsam mit den Ländern und Kommunen flächendeckend und nachhaltig auch auf der Angebotsseite weiter stärken – mit attraktiven und zeitgemäßen Angeboten, die auch die Chancen der Digitalisierung nutzen. Genau hier setzt der neue Förderaufruf an: Wir fördern innovative Konzepte und kreative Umsetzungsideen, damit sie den Weg in die Praxis finden.“

Gefördert werden u.a.:

• Maßnahmen zur Verbesserung der Angebots- und Betriebsqualität (z. B. Taktverdichtungen, Linienausbau, Entwicklung von On-Demand-Diensten, Beschleunigungsmaßnahmen, Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln),

• Maßnahmen im Bereich Digitalisierung von Auskunfts- und Vertriebssystemen (z. B. Ausbau von Mobilitätsplattformen sowie deren digitaler und/oder multi- und intermodaler Verknüpfung, Check-In/Be-Out-Systeme) und

• weitere Maßnahmen (z. B. Marketing und Kommunikation), die auf eine nachweisbare Stärkung des klimafreundlichen ÖPNV abzielen.

Der dritte Förderaufruf hat zwei verschiedene Förderschwerpunkte: Förderlinie I „Ländliche Regionen“ adressiert Projekte, die überwiegend in ländlichen Regionen umgesetzt werden. Dadurch wird den besonderen Herausforderungen für den ÖPNV im ländlichen Raum Rechnung getragen. Förderlinie II „Stadtregionen“ umfasst die Förderung des ÖPNV im überwiegend städtisch geprägten Raum.
Bewerben können sich Gebietskörperschaften, Verkehrsverbünde sowie öffentliche und private Verkehrsunternehmen, die als Genehmigungsinhaber oder in deren Auftrag Beförderungsleistungen im ÖPNV erbringen. Für kommunale Eigenbetriebe ohne eigene Rechtspersönlichkeit ist die jeweilige Kommune antragsberechtigt. Bewilligungsbehörde ist das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM).
In einem ersten Schritt können Projektskizzen bis zum 14. Juli 2023 über das eService-Portal des BALM eingereicht werden. Der Zugang zum eService-Portal sowie nähere Informationen zum Förderprogramm und zum Bewerbungsverfahren sind auf der Webseite des BALM zu finden: www.balm.bund.de/Förderprogramme-ÖPNV

Quelle: Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)

DB: Streik ist grundlos und überzogen

Zum längsten Warnstreik der DB-Geschichte, den die EVG heute angekündigt hat, sagt Personalvorstand Martin Seiler: „Dieser irrsinnige Streik ist völlig grundlos und restlos überzogen. Denn eine Lösung ist möglich. Statt Kompromisse zu suchen, will die EVG unglaubliche 50 Stunden das Land lahmlegen. Das ist quasi ein Vollstreik ohne Urabstimmung. Millionen Reisende kommen nicht dahin, wo sie hinwollen, zur Schule, zur Arbeit, zu ihren Lieben.“
Erst am Dienstag war die DB nochmal einen Schritt auf die EVG zugegangen und hat die zentrale Forderung der Gewerkschaft zum Mindestlohn erfüllt. Mitnichten hat die DB, wie die EVG behauptet, hier einen Deckel von 13 Euro vorgeschlagen; allein das vorliegende Angebot beläuft sich auf 13,20 Euro. Aber trotz erneuten Zugeständnissen will die EVG streiken. Auf dem Tisch liegen außerdem bereits 10 Prozent Lohnerhöhung sowie die volle Inflationsausgleichsprämie.
Seiler: „Wir haben die Türen sperrangelweit aufgemacht, aber die EVG bleibt vor der Türe stehen. Sie will partout nicht verhandeln und stattdessen ein Tarifdiktat durchsetzen. Jeder weiß doch, dass es bei Verhandlungen um Kompromisse geht. Es geht der Führung der EVG anscheinend nicht um ein angemessenes und verantwortungsvolles Ergebnis für die Mitarbeitenden, sondern um den Machtkampf der Gewerkschaften.“ Die DB fordert die EVG auf, umgehend zu verhandeln. Die DB ist dazu zu jeder Zeit und an jedem Ort bereit.
Die DB geht erneut von massiven Auswirkungen des dritten EVG-Streiks auf den gesamten deutschen Bahnbetrieb aus. Die DB wird so schnell und umfassend wie möglich informieren. Klar ist bereits jetzt, dass für die betroffenen Fahrgäste umfangreiche Kulanzregelungen vorgesehen sind. Es muss außerdem mit erheblichen Auswirkungen auf den gesamteuropäischen Güterverkehr gerechnet werden. Sechs von zehn europäischen Frachtkorridoren führen über das deutsche Schienennetz. 

Quelle: Deutsche Bahn