NWL untersucht Standort für Knotenbahnhof in Münster

Wie kann die Stadt Münster für Pendler attraktive und umweltbewusste Alternativen zum Auto bieten? Die Antwort soll die zukünftige „S-Bahn Münsterland“ geben. Deren Realisierung ist eines der bedeutendsten Verkehrsvorhaben für die Stadtregion – und wesentlicher Baustein zur Mobilitätswende. Aktuell untersucht der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) die ganzheitliche Netzwirkung des S-Bahn-Systems. Das Ergebnis für die nördliche Innenstadt von Münster: Ein zusätzlicher Knotenbahnhof im Erphoviertel würde den Verkehr in der Innenstadt und am Hauptbahnhof entzerren. Der NWL hat nun die Ergebnisse der Voruntersuchung „Nordkreuz Münster“ im Ausschuss für Verkehr und Mobilität vorgestellt.

Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in und um Münster wird bis 2040 schrittweise zu einem leistungsfähigen S-Bahn-Netz ausgebaut. Die S-Bahn Münsterland ist Teil des Infrastrukturprojekts „Zielnetz 2040“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Damit Fahrgäste von einem dichteren Fahrplantakt und mehr umsteigefreien Verbindungen profitieren, muss die bestehende Infrastruktur hergerichtet werden. Bereits heute wird der Hauptbahnhof in Münster als wichtigster Knotenpunkt des Münsterlands für die künftigen Anforderungen ausgebaut und modernisiert. Mit den Bahnhöfen Münster Zentrum Nord und Münster-Hiltrup bildet der Hauptbahnhof die innerstädtische Achse, auf der die S-Bahnen im 15-Minuten-Takt fahren sollen, bevor sich die Linien verzweigen. Diese Strecke könnte durch zwei zusätzliche Knotenpunkte verbessert werden: Eine Potenzialanalyse hat gezeigt, dass im Süden ein Knotenbahnhof nahe des Preußenstadions den Hauptbahnhof entlasten und kürzere Fahrzeiten bringen würde. Analog dazu hat der NWL einen möglichen Standort für einen neuen Knotenbahnhof im Norden untersucht.

Im Norden der Innenstadt könnte diese Aufgabe in Zukunft ein Bahnhof mit dem Arbeitstitel „Münster Nordkreuz“ übernehmen. Als idealen Standort hat die Voruntersuchung das Gebiet im Bereich Bohlweg/Kaiser-Wilhelm-Ring/ Niedersachsenring ausgemacht. Eine Station „Münster Nordkreuz“ könnte bereits unter Annahme des aktuellen Verkehrsangebots knapp 10.000 Ein- und Aussteiger pro Tag bedienen. Tendenz steigend, denn Bevölkerung und Fahrgastzahlen in der Region wachsen. Der mögliche Knotenbahnhof hat das Potenzial, fast 17.000 Ein- und Aussteiger zu übernehmen.

Stadtverwaltung und NWL werden die Realisierbarkeit des „Nordkreuzes“ in einer Detailuntersuchung prüfen. In der Analyse unter Federführung des NWL wird auch die Wirkung des möglichen Knotenbahnhofs auf das Gesamtsystem S-Bahn Münsterland untersucht. Zum dazu eingerichteten Arbeitskreis „Planung Kernbereich S-Bahn Münsterland“ gehören neben dem NWL auch Vertreter der Stadt Münster sowie DB Netz und DB Station&Service. Die unter den Projektpartnern abgestimmten Ergebnisse der Studie werden frühestens im ersten Quartal 2024 vorliegen und im Anschluss der Politik zur Entscheidung vorgelegt.

Quelle: NWL

Siemens Mobility übernimmt Optrail

Siemens Mobility hat die Akquisition von Optrail S.r.l. erfolgreich abgeschlossen. Optrail ist ein 2013 gegründetes italienisches Technologieunternehmen, das hocheffiziente Algorithmen für Traffic Management Systeme (TMS) bereitstellt. Diese basieren auf komplexen Modellen und Methoden aus dem Bereich der mathematischen Optimierung und Operations Research. Die Akquisition ergänzt das bestehende Train Planning System (TPS) Portfolio von Siemens Mobility und stärkt die Position als führender Softwareanbieter für Bahnkunden. Optrail wird auch zukünftig seinen Unternehmenssitz in Rom, Italien, haben. Die Technologie wird in die bestehenden TPS-Produkte von Hacon integriert. Hacon ist eine Siemens-Tochter mit Sitz in Hannover und ein zentraler Bestandteil der Software-Einheit von Siemens Mobility.

„Mit der Akquisition von Optrail heben wir unser digitales Portfolio für Fahrplanerstellung und Disposition auf die nächste Stufe. Indem wir Optrails mathematischen Ansatz mit unserem bestehenden TPS.live-Produkt kombinieren, erhöhen wir die Effizienz des Zugbetriebs. Wir ermöglichen signifikante Verkürzungen von Dispositionszeiten, reduzieren Verspätungen und erhöhen die Durchschnittsgeschwindigkeit von Zügen. Im Zusammenspiel mit Systemen höherer Automatisierungsgrade, etwa Automatischer Zugbetrieb ATO, werden wir den Mehrwert für unsere Kunden noch signifikant erhöhen können und Belegungskonflikte in Echtzeit verhindern.“

Frank Gerken, COO Siemens Mobility Software und Leiter des Business Segments Train Plannings Systems

Optrail’s Kernprodukt ermöglicht mittels Integration von Optimierungsalgorithmen Lösungen von Belegungskonflikten in Echtzeit. TPS ist damit in der Lage, über die klassische, sequenzielle “Meet and pass”-Planung hinauszugehen und die Dispostion über ganze Netze hinweg automatisiert zu optimieren. Dank hocheffizienter Algorithmen können notwendige Anpassungen im operativen Betrieb innerhalb von Sekunden verarbeitet werden. Optrail unterstützt bereits einen großen amerikanischen Bahn- und Infrastrukturbetreiber dabei, die Disposition netzweit zu optimieren und zu automatisieren. Dadurch konnten signifikante Effizienzsteigerungen im operativen Bahnbetrieb realisiert werden.

Zusammen mit den Tochtergesellschaften Hacon, Sqills, eos. uptrade, Padam Mobility and Bytemark bietet Siemens Mobility ein einzigartiges und holistisches digitales Ökosystem. Das breite Portfolio an B2B-Software-Produkten unterstützt Betreiber und Infrastrukturmanager darin, ihre Prozesse digital weiterzuentwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, die Passenger Experience zu optimieren und nachhaltiges Reisen nahtloser zu gestalten. Das Portfolio umfasst Produkte für die Fahrplankonstruktion und Disposition, Reiseplanung, Ticketing, Mobility-as-a-Service (MaaS), On-Demand-Verkehre, Flottenmanagement, Datenmanagement sowie Inventar- und Reservierungsmanagement.

Quelle: Siemens Mobility

PlusBus-Ring Uckermark-Barnim in Templin eröffnet

Ab dem 1. Juni 2023 werden im Landkreis Uckermark und Barnim zunächst zwei neue Linien die Brandenburger PlusBus-Familie verstärken, bevor im Dezember voraussichtlich eine dritte Linie zwischen Angermünde und Joachimsthal den sogenannten PlusBus-Ring Uckermark-Barnim schließt. Die neuen Linien fahren unter den Namen „PlusBus Naturpark“ und „PlusBus Schorfheide“. Im Landkreis Uckermark sind damit seit heute vier PlusBus-Linien unterwegs, von denen eine auch über die Kreisgrenze in den Landkreis Barnim fährt.

„Wir wollen den ÖPNV in die Fläche Brandenburgs bringen und auch für die ländlichen Räume attraktive Mobilitätsangebote wie die PlusBusse schaffen. Das Konzept ist eine echte Erfolgsgeschichte. Das zeigen die stetig steigenden Fahrgastzahlen. Mit dem Ring durch die Uckermark und den Barnim eröffnen wir nun ein landesweit einzigartiges Projekt mit allen Vorteilen unserer PlusBusse: Kürzere Umsteigezeiten, ein verlässlicher Stundentakt und mehr Komfort. Damit verbessern wir das Verkehrsangebot, insbesondere die Erreichbarkeit der Ortszentren und Schulen in der Region signifikant. Auch die Strecke zwischen Templin und Joachimsthal wird in den PlusBus-Ring integriert. Parallel werden wir eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Bahnstrecke der RB 63 durchführen, um zu prüfen, ob und wie eine Sanierung ermöglicht werden könnte. Klar ist aber auch, dass es für einen attraktiven ÖPNV der Bereitschaft des Bundes bedarf, die dafür notwendigen Regionalisierungsmittel zu erhöhen.“

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg

In Deutschlandweit gibt es bereits über 140 PlusBus-Linien in sechs Bundesländern. Durch die Umsetzungen zum Juni 2023 gibt es nun in Brandenburg 39 PlusBus-Linien. Damit steht Brandenburg deutschlandweit an Platz zwei hinter dem MDV in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auch außerhalb Brandenburgs gibt es die Marke PlusBus für hochwertigen Taktverkehr im Busregionalverkehr. Im Dezember 2014 starteten die ersten drei Linien im Landkreis Potsdam-Mittelmark als PlusBus Hoher Fläming. Damit wurde die Marke PlusBus in Brandenburg eingeführt und bildetet den Auftakt für eine verbundweite Umsetzung. Um eine gleichbleibende Qualität der PlusBusse zu gewährleisten, müssen die Linien, die unter der Marke PlusBus fahren, vereinbarte Qualitätskriterien erfüllen. Dazu zählen u.a. ein regelmäßiger Taktverkehr, Wochenendverkehr und ein zeitnaher Bahn-Bus-Übergang. Mehr zum PlusBus in Brandenburg unter vbb.de/plusbus.

Quelle: VBB

U4: Sprung über die Elbe nimmt Gestalt an

Eine elegante Brücke mit Karbonelementen, die die Elbe überspannt, ein aufgeständertes Stahlviadukt für die U-Bahn-Trasse und eine über dem Moldauhafen schwebende U-Bahn-Station – so soll die Verlängerung der U4 auf den Grasbrook aussehen. Das ist das Ergebnis eines interdisziplinären Realisierungswettbewerbs für Architekten und Ingenieure, den die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) für die Verlängerung der U4 ausgeschrieben hatte.

Insgesamt acht Planungsteams mit jeweils ein bis drei Architektur- und Ingenieurbüros beteiligten sich. Die Aufgabe: Wie soll der Weg der U4 von den Elbbrücken bis auf den Grasbrook mit Brücke, Viadukt und U-Bahn-Haltestelle aussehen? Dabei galt es auch Anregungen und Hinweise aus der Bürgerbeteiligung der HOCHBAHN aufzunehmen. Der Gewinner: Der Entwurf des Konsortiums von schlaich bergermann partner sbp SE, Stuttgart, gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg und WTM Engineers GmbH, Hamburg, hat die Jury aus Vertretern der Hamburger Behörden, der HOCHBAHN, aus Unternehmen und Politik überzeugt.

Neben der Herausforderung, die neue Elbbrücke in das historische Ensemble der bestehenden Elbbrücken einzubinden, sollte der Entwurf die Themen Alt und Neu, Hafen und Stadt, Süden und Norden mit aufgreifen. Wesentlich waren auch die Anforderungen an eine schlanke und zurückhaltende Gestaltung, die gleichzeitig nutzerfreundlich und komfortabel ist.

Mit der Verlängerung der U4 auf den Grasbrook soll der neu entstehende Stadtteil optimal an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen werden. In den kommenden Jahren sollen hier 3 000 Wohnungen für etwa 6 000 Menschen und 16 000 Arbeitsplätze entstehen. Auf der rund 50 Hektar großen Fläche wird zudem eine vielfältige soziale Infrastruktur durch den Bau von Kitas und einer Grundschule, verschiedener Nahversorgungsangebote ebenso wie Sport-, Kultur- und Grünflächen geschaffen.

Gleichzeitig werden die Bewohner der benachbarten Veddel von der neuen U-Bahn-Anbindung profitieren. Auch für den Rad- und Fußverkehr wird es attraktive Lösungen geben. Die neue Elbbrücke wird für diese gesonderte Spuren neben der U-Bahn-Trassen aufweisen. Das besondere Highlight der neuen U-Bahn-Haltestelle Moldauhafen: die Ebene unterhalb der U-Bahn-Trasse wird neben der barrrierefreien Zugangsmöglichkeit zur Haltestelle auch eine Verbindung für den Rad- und Fußverkehr zwischen Moldauhafenquartier und Hafentorquartier bieten.

Der Siegerentwurf sowie die Entwürfe der Zweit- und Drittplazierten des Wettbewerbs zeigt die HOCHBAHN vom 3. Juni bis zum 2. Juli auf der Haltestelle Elbbrücken. Weitere Informationen sind auch unter www.schneller-durch-hamburg.de zu finden.

Quelle: HOCHBAHN

SCHUNK firmiert zukünftig als SCHUNK SE & Co. KG

Die bisherige SCHUNK GmbH & Co. KG, Stammhaus der SCHUNK-Unternehmensgruppe, wandelt ihre Rechtsform in eine SE & Co. KG mit den Organen eines Verwaltungsrats und eines geschäftsführenden Direktoriums um. Mit diesem Schritt schafft das Unternehmen den Rahmen für weiteres Wachstum im Hinblick auf seine fortschreitende Internationalisierung.

Der Charakter eines Familienunternehmens bleibt dabei vollständig erhalten – alle Anteile bleiben im Eigentum der Familie Schunk. Herr Henrik A. Schunk übernimmt den Vorsitz des neu gegründeten Verwaltungsrats. Er kombiniert damit die enge Begleitung der strategischen Ausrichtung des Unternehmens mit seinem Engagement beim Verband des Maschinen- und Anlagenbaus (VDMA), mit der Zielsetzung, die Interessen des Mittelstandes im politischen Diskurs zu vertreten und industrielle Schlüsselthemen aktiv mitzugestalten.

Frau Kristina I. Schunk wird als Vorsitzende der Geschäftsführung und CEO gemeinsam mit dem heutigen Management, bestehend aus den geschäftsführenden Direktoren Johannes Ketterer (COO), Dr. Sebastian Hesse (CFO), Timo Gessmann (CTO) sowie Jan Repplinger (CSO), strategisch und operativ die Geschicke des Unternehmens lenken.

Herr Heinz-Dieter Schunk bleibt dem Unternehmen als Ehrenvorsitzender des Verwaltungsrats weiterhin eng verbunden.

Quelle: SCHUNK

mobileeee und der Landkreis Emsland starten großflächiges E-Carsharing-Angebot

Heute startet im flächenmäßig größten Landkreis Niedersachsens das Emsland E-Carsharing. Der Start dieses nachhaltigen, zukunftsweisenden Mobilitätsservices erfolgt nach einer kompletten Neuorganisation und Ausweitung des bestehenden Carsharing-Angebotes. Ab sofort stehen ausschließlich Elektroautos zur Verfügung, die im Auftrag des Landkreises vom E-Carsharing-Spezialisten mobileeee betrieben werden.

Zu Beginn werden an zunächst zehn Standorten zehn E-Autos zur Verfügung stehen. Neben Standorten in den bisher bereits beteiligten Städten Lingen (Ems), Meppen und Papenburg werden die elektrischen Carsharing-Fahrzeuge ab dem 01. Juni 2023 auch in Lengerich, Freren, Spelle, Lathen, Salzbergen, Haren und Emmeln buchbar sein. Sukzessive wird das Emsland E-Carsharing bis Jahresende auf 28 Standorte mit 29 E-Fahrzeugen erweitert. Bei entsprechender Nachfrage soll das innovative Sharingangebot in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Im Rahmen des Emsland E-Carsharing werden sowohl Elektroautos aus der Kleinwagen- als auch aus der Kompaktklasse eingesetzt. Alle Fahrzeuge verfügen über eine hochwertige und umfangreiche Ausstattung, teilweise auch über eine Anhängerkupplung, und sind so vielseitig einsetzbar.

„Damit sind die ersten Angebote für eine umwelt- und klimagerechte Mobilitätsalternative geschaffen. Weitere Standorte werden durch uns und unseren Kooperationspartner kontinuierlich aufgebaut, sodass die E-Fahrzeuge in Kürze flächendeckend zu finden sein werden“

Landrat Marc-André Burgdorf

Umgesetzt wird das ambitionierte Projekt in einem der flächenmäßig größten Landkreise Deutschlands vom E-Carsharing-Pionier mobileeee. Das Frankfurter Unternehmen ist ein Experte für regionale e-Mobilitäts-Komplettlösungen und unterstützt bundesweit Kommunen und Landkreise bei der Etablierung nachhaltiger Mobilitätsprojekte. Die Registrierung, Buchung und Nutzung der E-Autos funktioniert über die mobileeee-E-Carsharing-App.

„Insbesondere im ländlichen Raum bleibt das Auto ein Mittel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Elektroautos bieten die Möglichkeit, sich nachhaltig, vorbildlich und modern fortzubewegen. Wir haben ein lernendes Angebot konzipiert, das nach den Ansprüchen und Bedürfnissen angepasst werden kann. Die Elektro-Pkw sollen dabei nicht nur privat gefahren werden können, sondern auch von Unternehmen, die durch besondere Poolangebote für eine dienstliche und private Nutzung besonders angesprochen werden sollen. Auch eine mögliche touristische Nutzung ist denkbar.“

mobileeee-Geschäftsführer Michael Lindhof

Quelle: mobileeee

BYD und Castrosua stellen ersten gemeinsamen E-Bus vor

BYD, der weltweit führende Hersteller von New Energy Vehicles, hat in Zusammenarbeit mit Castrosua, dem renommierten Spezialisten für Busaufbauten, in Spanien den ersten gemeinsam produzierten E-Bus offiziell vorgestellt. Sein Debüt markiert den Beginn einer neuen Ära emissionsfreier, maßgeschneiderter E-Busse in der 12-Meter-Kategorie für spanische Busbetreiber, die BYDs Expertise in der Elektrobus-Chassis-Technologie mit Castrosuas hochgelobten Busaufbauten kombinieren. BYD und Castrosua kündigten ihre gemeinsame Produktionspartnerschaft im September 2022 an.

“Die Vorstellung dieses ersten Modells ist ein spannender Meilenstein für die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen. BYD glaubt fest an strategische Partnerschaften auf lokaler Ebene. Wir wissen, dass dies der Schlüssel ist, um unseren Kunden die Gewissheit eines lokalen, sachkundigen Kundendienstes und Supports zu geben.”

Javier Contijoch, Vice President eBus Sales von BYD Europe, sagte:

Das Herzstück des BYD-Castrosua E-Bus ist die fortschrittliche BYD-Fahrwerkstechnologie, die auf der langjährigen Erfahrung von BYD im Bereich der Elektrobus-Innovation beruht. BYD hat weltweit bereits über 90.000 E-Busse verkauft. Das revolutionäre BYD-Chassis wurde im Hinblick auf Sicherheit, Effizienz und Zuverlässigkeit entwickelt. Ein Hauptvorteil ist der 6-in-1-Controller, der das gesamte Ökosystem des Busses integriert, um die Zuverlässigkeit, die Betriebseffizienz und die Energieeffizienz zu erhöhen. Das BYD-Batterie-Thermomanagement-System sorgt dafür, dass die Batterie ihre optimale Betriebstemperatur beibehält und sich an unterschiedliche klimatische Bedingungen anpasst. Die BYD-Castrosua eBusse verwenden die von BYD entwickelte Eisen-Phosphat-Batterie-Technologie, die sich in den strengsten Sicherheitstests bewährt hat, und gewährleisten so die Stabilität und Sicherheit der Batterie.

Die hochgradig konfigurierbare NELEC-Karosserie von Castrosua ergänzt die BYD-Kerntechnologie. Die 3D-Modellierung in der Konzeptphase erleichtert die Entwicklung aller Individualisierungs- und Anpassungsoptionen sowie die Rationalisierung von Produktions-, Reparatur- und Wartungsprozessen und bietet dem Kunden gleichzeitig fortschrittliche und umfassende Präsentationen als Entscheidungshilfe.

Was die Sicherheit betrifft, so erfüllt die Karosserie des Nelec die nicht obligatorische Überrollfestigkeitsbestimmung 66 für Fahrzeuge der Klasse I und verfügt über weitere Merkmale, die über die geltenden gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Darüber hinaus ist dieses Hochleistungsfahrzeug das leichteste seiner Klasse auf dem Markt.

Der 12-Meter-eBus von BYD-Castrosua bietet Platz für bis zu 92 Fahrgäste und hat damit eine praktische Größe für den Stadtbusverkehr. Mit einer Batteriekapazität von 422 kWh bietet er außerdem eine beeindruckende Reichweite von mehr als 450 km mit einer einzigen Ladung.

In Kürze werden weitere fertige 12-Meter-eBusse von BYD-Castrosua in die städtischen Elektroflotten aufgenommen, um den Übergang zur Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs in Spanien zu unterstützen. Der in der Präsentation gezeigte E-Bus wird auf dem UITP Summit 2023 in Barcelona auf dem BYD-Stand 7G 100 in Halle 7 zu sehen sein.

Quelle: BYD (übersetzt mit DeepL)

Neue kaufmännische Geschäftsführerin für ViP Potsdam

Die Gesellschafterversammlung der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH hat auf Empfehlung des Aufsichtsrates Bettina Biffi zur neuen kaufmännischen Geschäftsführerin der ViP bestellt. Damit wird die reguläre Doppelspitze der ViP gemeinsam mit dem Technischen Geschäftsführer Uwe Loeschmann wieder komplettiert.

Bettina Biffi wird am 1. August 2023 ihre Arbeit bei der ViP aufnehmen. Sie folgt auf Monty Balisch, der seit Oktober 2022 zusätzlich zur Stadtwerke-Geschäftsführung die kaufmännische Interimsgeschäftsführung der ViP innehatte.

„Mit Bettina Biffi erhält die ViP eine erfahrene und durchsetzungsstarke Führungskraft als Geschäftsführerin, die über zwei Jahrzehnte im Stadtwerke-Verbund langjährige, umfangreiche Kompetenz bewiesen hat. Damit ist die Grundlage für eine kontinuierliche Arbeit in diesen schwierigen Zeiten gelegt, worüber ich mich sehr freue.“

Oberbürgermeister Mike Schubert

Bettina Biffi (51) ist Diplom-Wirtschaftsjuristin und kann auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in Leitungsfunktionen im Stadtwerke-Verbund zurückblicken. Sie ist seit 2013 Leiterin der Stabsabteilung Konzernrevision / Organisationsentwicklung bei der Stadtwerke Potsdam GmbH und seit 2016 Prokuristin. In diesem Zusammenhang arbeitete sie in mehreren Projekten zur Finanzierung der ViP mit. Sie ist Antikorruptionsbeauftragte der Stadtwerke Potsdam GmbH. 2015/2016 war Frau Biffi (Interims-) Kaufmännische Leiterin im Rahmen eines Change-Managements bei der Stadtentsorgung Potsdam GmbH. Zuvor war sie von Dezember 2003 bis April 2013 Leiterin der Abteilung Controlling und Betriebswirtschaft bei der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP). Bettina Biffi ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Quelle: Stadtwerke Potsdam

BMDV fördert Forschungsvorhaben zu fahrerlosen Shuttles in Berlin

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert das Forschungsvorhaben „NordWestraum Level 4“ (NoWeL4) in Berlin. Bundesminister Dr. Volker Wissing überreichte in Berlin eine Förderurkunde über 9,52 Millionen Euro.

„Das Forschungsvorhaben NoWeL4 zielt darauf, den ÖPNV flexibler, effizienter und besser zu gestalten. Dabei sollen vollautomatisierte Kleinbusse so eingesetzt werden, dass sie genau den Mobilitätsbedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer gerecht werden. Wir unterstützen und fördern innovative und smarte Mobilitätslösungen, die den ÖPNV nutzerfreundlicher, attraktiver und klimafreundlicher machen. Digitalisierung und Automatisierung bieten große Chancen, die wir nutzen wollen.“

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr

Ein Augenmerk von NoWeL4 liegt auf einer breiten Akzeptanz für das bedarfsgerechte Verkehrsangebot sowie dessen nutzerzentrierte Entwicklung. Dabei soll auch der Belange von Menschen mit Geh-, Seh- und Hörbeeinträchtigungen Rechnung getragen werden.

Mit NoWel4 soll ein On-Demand-Angebot von fahrerlosen Shuttles geschaffen werden, das den Nordwesten Berlins besser an den bestehenden ÖPNV anbindet. Zudem ist es Ziel, die verschiedenen Quartiere im Gebiet besser zu vernetzen.

Zu den Projektbeteiligten unter Führung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR zählen auch das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der Technischen Universität Berlin und das Institut für Klimaschutz, Energie, Mobilität e.V. (IKEM). Die Förderung erfolgt im Rahmen der Förderrichtlinie „Autonomes und vernetztes Fahren in öffentlichen Verkehren“ vom 02.09.2022.

Quelle: BMDV

Dresden: Keine Tatra-Bahnen mehr im Fahrgastbetrieb

Nach 56 Jahren sind die Tage der Tatra-Straßenbahnen im öffentlichen Fahrgastbetrieb der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) gezählt. Die letzten drei Wagen wurden heute von den DVB-Vorständen Andreas Hemmersbach und Lars Seiffert als historische Fahrzeuge dem Dresdner Straßenbahnmuseum übergeben. Ab sofort befördern sie Fahrgäste nur noch bei Sonderfahrten des Museumsvereins. Extra dafür haben die Museumsmitglieder am Sonnabend einen Sonderfahrtag mit Tatras aller Generationen organsiert.

Bereits 2010 wurden die Tatras aus dem regulären Liniendienst der DVB entlassen. Sie fuhren lediglich noch als Verdichtung der Linie 3 im Studentenverkehr oder bei speziellen Fahrten im Schülerverkehr. Zuletzt waren die verbliebenen zehn Einzelwagen, aus denen bis zu vier Züge mit zwei oder drei Wagen gebildet werden konnten, als Verstärkerfahrten für Fußballspiele und andere Großveranstaltungen im Einsatz. Auch während der schwierigen Ersatzteilversorgung in der Corona-Zeit durften die Tatras vorübergehend noch einmal auf Linienfahrt gehen.

Mit laufender Inbetriebnahme der neuesten Dresdner Stadtbahngeneration ist der Fahrzeugbestand ausreichend. Damit endet der Tatra-Einsatz im Fahrgastbetrieb endgültig. Zwar erfreuen sich die Wagen wegen ihrer Seltenheit bei Fans großer Beliebtheit, im täglichen Fahrgastbetrieb werden sie wegen der fehlenden Barrierefreiheit vor allem von mobilitätseingeschränkten Personen längst nicht mehr akzeptiert. Im DVB-Bestand bleiben nur die Kinderstraßenbahn Lottchen, der Fahrleitungsmesswagen, der Schienenschleifwagen sowie einzelne Sonderwagen, beispielsweise für den Einsatz des Schneepfluges. Alle anderen Tatra-Wagen werden zum Verkauf angeboten.

Nach den MAN-Wagen, dem legendären Hecht und den zweiachsigen Wagen aus DDR-Produktion endet nun eine weitere, fast sechs Jahrzehnte lange Ära der Dresden Straßenbahn: Mit ihrer Omnipräsenz prägten die Tatra-Wagen seit den späten sechziger Jahren das Stadtbild der sächsischen Landeshauptstadt. Erst rot, später gelb lackiert, fuhren sie in Zugkombinationen, die aus zwei oder drei Einzelwagen bestanden.

Allerdings stellte sich mit der Tatra-Lieferung nach Dresden auch schnell Ernüchterung ein. Die nicht ausreichend erprobten Wagen wiesen Mängel auf. Der hohe Einstieg war ein fast unüberwindbares Hindernis für Kinderwagen und Rollstühle. Das größte Problem ergab sich jedoch aus den unregelmäßigen Ersatzteillieferungen aus Prag, die teilweise aufwändig durch die DVB-eigenen Werkstätten oder anderen DDR-Betrieben kompensiert werden mussten.

Die neuen Möglichkeiten nach dem Mauerfall nutzend, orientierten sich die Dresdner Verkehrsbetriebe auf den Neukauf von Bahnen aus heimischer Produktion. Bereits 1995 fuhr der erste Niederflurwagen von Typ NGT 6DD auf Dresdens Schienen. Bis zur Erneuerung des kompletten Wagenparks bedurfte es aber noch des Einsatzes der vorhandenen Tatra-Bahnen. Deshalb modernisierten die DVB Anfang der 90er Jahre zahlreiche Tatras, die bei dieser Gelegenheit gleich ihre gelb-schwarze Lackierung erhielten.

Ausgemusterte, aber noch fahrfähige Tatras wurden verkauft. Bis 2010 wartete in Osteuropa oder Asien meist eine zweite Karriere auf die eigentlich robusten Bahnen. Bereits durch Kannibalisierung ausgeschlachtete Fahrzeuge wanderten auf den Schrottplatz. Die letzten drei gelben Tatras aus dem aktiven DVB-Bestand finden nun im Straßenbahnmuseum ihre neue Heimat.

Quelle: DVB