Nach Straßenbahnunfall in Gelsenkirchen: Linie 302 wieder unterwegs

Nach dem Zusammenstoß zweier Straßenbahnen auf der Kurt-Schumacher-Straße in Gelsenkirchen ist die Strecke seit der Nacht vom 6. auf den 7. August wieder für den Straßenbahnverkehr freigegeben. Die Ursache des Unfalls ist weiterhin Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Nach dem schweren Straßenbahnunfall in Gelsenkirchen können die Straßenbahnen der Linie 302 das betroffene Teilstück wieder befahren. Einsatzkräfte der Feuerwehren Gelsenkirchen und Essen hatten die beschädigten Fahrzeuge gemeinsam mit der Bogestra so weit hergerichtet, dass sie von der Unfallstelle entfernt werden konnten. Anschließend konnte die Strecke noch in der Nacht wieder freigegeben werden.

Während des Rettungseinsatzes, der Unfallaufnahme und der Bergung der beschädigten Straßenbahnen setzte die Bogestra Ersatzbusse zwischen den Haltestellen Ernst-Kuzorra-Platz und Buer Rathaus ein.

Nach Angaben des Verkehrsunternehmens kann es in den kommenden Tagen noch zu Beeinträchtigungen aufgrund laufender Instandhaltungsarbeiten kommen.

Polizei ermittelt zur Unfallursache

Warum es auf der Kurt-Schumacher-Straße zum Zusammenstoß der beiden Straßenbahnen kam, ist weiterhin unklar. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. Die Bogestra unterstützt nach eigenen Angaben die laufenden Ermittlungen.

Bei den von der Bogestra eingesetzten Straßenbahnen handelt es sich um Fahrzeuge des Typs Variobahn, die ab 2008 eingeführt wurden. Wie das Verkehrsunternehmen auf Nachfrage mitteilte, verfügen die Fahrzeuge über kein Kollisionswarnsystem. Ob und welche Rolle die technische Ausstattung beim Unfallgeschehen gespielt hat, ist derzeit nicht geklärt.

Kollisionswarnsysteme als zusätzliche Sicherheitstechnik

Die bei der Bogestra eingesetzten Straßenbahnen des Typs Variobahn wurden ab 2008 eingeführt und verfügen nach Angaben des Verkehrsunternehmens über kein Kollisionswarnsystem. Solche Fahrerassistenzsysteme sind für Straßenbahnen grundsätzlich verfügbar. Sie können Hindernisse im Fahrweg beispielsweise mithilfe von Kamera- und Radartechnik erkennen, den Fahrer vor einer drohenden Kollision warnen und je nach Ausführung auch eine automatische Bremsung einleiten.

Ob bei der Bogestra eine Nachrüstung bestehender Fahrzeuge oder der Einsatz entsprechender Systeme bei künftigen Fahrzeugbeschaffungen vorgesehen ist, hat die NahverkehrsPraxis beim Verkehrsunternehmen angefragt.

Print Friendly, PDF & Email

Comments are closed.