Strecke frei für die Linie 18: Ab 5. September fährt der 18er bis U2 Stadion

Pünktlich zu Schulbeginn nimmt die verlängerte Linie 18 den Betrieb auf. Ab 5. September ist der 18er auf der 3,1 Kilometer langen Neubaustrecke durch den Prater bis zur U2-Station Stadion unterwegs. Öffi-Stadträtin Ulli Sima, Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien, Vertreter der Bezirke, Josef Taucher, SPÖ-Klubvorsitzender sowie Neos-Wien-Klubobfrau Selma Arapović testeten am 24. August erstmals die neue Strecke.

„Die Verlängerung der Linie 18 bis zur U2-Station Stadion ist auf der Zielgeraden. Ab 5. September, also pünktlich zu Schulbeginn, schaffen wir eine neue direkte Öffi-Verbindung zwischen dem 2. und 3. Bezirk und binden Stadtentwicklungsgebiete und beliebte Freizeitziele wie den Prater noch besser an das Öffi-Netz an. Gleichzeitig entstanden entlang der Strecke mehr als zwei Kilometer neue Radwege. Wir haben damit u. a. eine nun über vier Kilometer durchgängige Radverbindung vom Landstraßer Gürtel durch St. Marx über den Donaukanal und durch den grünen Prater bis zur Donau am Handelskai geschaffen, mit dem Herzstück des neuen Zwei-Richtungs-Radwegs in der Meiereistraße. Wir haben entlang der Route der Linie 18 rund 200 neue Bäume gepflanzt und den Prater verkehrsberuhigt. So verbinden wir leistungsfähige Öffis mit mehr Lebensqualität und gelebtem Klimaschutz in der Stadt“, sagt Öffi-Stadträtin Ulli Sima, die sich bei den vielen am Projekt Beteiligten für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit bedankt.

Ab 5. September: Öffi-Achse für sechs Millionen Fahrgäste jährlich

Die Linie 18 fährt künftig von der U6 Burggasse-Stadthalle über Westbahnhof, Hauptbahnhof, St. Marx und U3 Schlachthausgasse weiter durch den Prater bis zur U2-Station Stadion. Auf der Neubaustrecke zwischen Schlachthausgasse und Stadion entstehen sieben neue Haltestellen. Damit wird die Straßenbahnlinie 18 zu einer starken Ost-West-Tangente mit Umsteigemöglichkeiten zu fünf U-Bahn-Linien, acht S-Bahn-Linien sowie zum Nah- und Fernverkehr. Sie bindet Stadtentwicklungsgebiete wie das Viertel Zwei und Village im Dritten, den Prater, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie den künftigen Fernbusterminal besser an das Öffi-Netz an und ermöglicht Umstiege auf fast alle U-Bahn-Linien.

Mehr Öffis, mehr Grün, weniger Verkehr im Prater

Mit der verlängerten Straßenbahnstrecke wird auch die Durchfahrt durch den Prater neu geordnet. Die Verbindung über Stadionallee und Meiereistraße wird zwischen Lusthausstraße und Stadionbad künftig an allen Wochentagen für den allgemeinen Kfz-Verkehr gesperrt. Zufahrten zu Siedlungen, Sportanlagen und Parkplätzen bleiben möglich, ebenso die Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge. Dadurch kann die Linie 18 zügig und zuverlässig durch den Prater fahren. Gleichzeitig entstehen weniger Autoverkehr, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie zusätzlicher Platz für Bäume und Grünflächen. Die Verlängerung des 18ers ist damit deutlich mehr als ein Straßenbahnprojekt: Sie verbindet den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit einer klimafreundlichen Aufwertung des öffentlichen Raums.

70 Meter Grüngleis und 2.150 Meter neue Radwege

Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel wird, wo immer möglich, mit neuer Radinfrastruktur und Begrünung verbunden. Ein 70 Meter langes Grüngleis im Bereich Ernst-Happel-Stadion, mehr als 10.300 m2 Begrünung, rund 200 neue Bäume und 14 Mikrofreiräume entlang der Neubaustrecke tragen zu einer spürbaren Verbesserung des Stadtklimas bei. Entlang der Neubaustrecke entstehen außerdem 2.150 Meter neue Radwege – darunter ein baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg in der Meiereistraße sowie neue Verbindungen über Stadionbrücke, Dr.-Natterer-Gasse und Würtzlerstraße. Gemeinsam mit der Verkehrsberuhigung im Prater stärken diese Maßnahmen die klimafreundliche Mobilität in Wien. Durch die Verlagerung vom Auto auf die Öffis können außerdem bis zu 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Auch im 3. Bezirk sorgt der 18er für eine bessere Radverbindung: Zwischen Markhofgasse und Erdbergstraße ermöglicht ein neuer Zwei-Richtungs-Radweg eine durchgehende Verbindung vom Gürtel über den Donaukanal bis in den Prater und weiter über die Meiereistraße und Dr.-Natterer-Gasse bis zur Donau. Neue Radwege am Rennweg und in der Viehmarktgasse binden unter anderem das Vienna BioCenter und das Media Quarter St. Marx besser an.

Ab 5. September: Neues Buskonzept rund um die neue Linie 18

Ab der Inbetriebnahme der Linie 18 wird auch das Busangebot rund um Stadion, Schlachthausgasse und Neu Marx neu geordnet. Die Linie 18 übernimmt die bisherige Strecke des 77A bis zur U2-Station Stadion. Der 77A fährt dann vom Rennweg über die Schlachthausgasse bis nach Neu Marx und übernimmt ab der Schlachthausgasse die bisherige Strecke des 80A. Öffi-Fahrgäste können sich auf längere Betriebszeiten freuen: Die Strecke Rennweg–Neu Marx wird dann sieben Tage die Woche von ca. 05:00 bis 00:30 Uhr vom 77A angefahren. Zwischen Lusthaus und Stadion ist die neue Buslinie 78A unterwegs. Auch beim 80A gibt es Anpassungen: Dieser fährt ab 5. September im dichteren Intervall zwischen Praterstern und Schlachthausgasse.

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