Vertrag für Elektro-Netz Oberelbe unterzeichnet

Gemeinsam mit dem Land Brandenburg und dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat der Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) am 19. August 2026 den Verkehrsvertrag mit der DB Regio AG für das Elektronetz Oberelbe (ENOE) unterzeichnet. Für die Fahrgäste bedeutet der neue Verkehrsvertrag künftig insbesondere mehr Platz in modernisierten Fahrzeugen. Gemeinsam mit Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung des Freistaates Sachsen, wurden zwei der neuen Fahrzeuge vorgestellt, die im Rahmen eines Tages des offenen Zuges auch von der Öffentlichkeit besucht werden konnten.    

Das E-Netz Oberelbe umfasst die Strecke Dresden – Leipzig sowie die Linien von der Landeshauptstadt nach Cottbus und Hoyerswerda. Das Gesamtnetz verfügt zur Betriebsaufnahme über ein Leistungsvolumen von rund 3,1 Millionen Zugkilometer pro Jahr, wobei etwa 1,6 Millionen Zugkilometer auf den VVO entfallen. Der Anteil des ZVNL liegt bei etwa 0,9 Millionen Zugkilometern und der Anteil Brandenburgs bei 0,5 Millionen Zugkilometern pro Jahr. Ab Dezember 2035 erhöht sich durch die Integration der S-Bahn S 6 (Dresden – Elsterwerda) in das Netz das Volumen auf 3,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Der Verkehrsvertrag läuft über 14 Jahre: er startet im Dezember dieses Jahres und endet 2040.  

Landrat Michael Geisler, Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Ostsachsen:

„Trotz eines, im Rahmen von Verhandlungen erzielten, wirtschaftlicheren Angebots ist die Finanzierung der Leistungen nur gesichert, wenn die Regionalisierungsmittel des Bundes weiter aufgestockt werden und diese durch den Freistaat Sachsen vollständig an die Verbünde weitergereicht werden. Andernfalls droht für Sachsen, insbesondere vor dem Hintergrund der drohenden Mehrkosten durch steigende Trassenpreise, eine Verkehrswende im Rückwärtsgang.“

Landrat Kai Emanuel, Vorsitzender des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL):

„Die Fahrgäste des Saxonia-Express RE50, der wichtigen Verbindung zwischen den Großstädten Leipzig und Dresden, werden künftig von höheren Kapazitäten profitieren: Mit den fünfteiligen Doppelstock-Fahrzeugen stehen auf vielen Fahrten mehr Sitzplätze, wesentlich mehr Stauraum für Gepäck sowie ein großzügiges Fahrradabteil zur Verfügung. Hierdurch wird eine deutliche Verbesserung auf dieser stark nachgefragten Relation erwartet.“

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