Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Branchen- und Fachverband für 647 Unternehmen und Verbünde des öffentlichen Personen- und des Eisenbahnverkehrs, vermeldet zum Jahresende eine Rekordzahl an Mitgliedsunternehmen

Strompreisbremse lindert Not bei Schienenbahnen

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt die umfangreichen Maßnahmen, die der Bund auf den Weg bringt, um den gestiegenen Preisen zu begegnen: „Wir erwarten allein für das Jahr 2022 rund 1,65 Milliarden Mehrkosten durch die beispiellosen Energiepreise. Umso wichtiger ist es, dass die Schienenbahnen – einschließlich der Straßenbahnen – von der geplanten Strompreisbremse des Bundes erfasst werden sollen“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann. Die konkrete Ausgestaltung der vom Bund geplanten Strom- und Gaspreisbremsen befindet sich weiter im Verfahren.
Der Branchenverband sieht dagegen noch in wichtigen Punkten Klärungs- und Anpassungsbedarf. Das gilt insbesondere für die Infrastruktur und die E-Busse, für deren Entlastung in vielen Fällen ein erheblicher Rückgang des EBITDA seit 2021 Voraussetzung ist, obwohl die Branche diese Verkehre alleine aus klimapolitischen Gründen massiv ausbauen muss und dieses auch tut. Zusätzlich müssen alle Energiebeihilfen verbundener Unternehmen addiert werden, weshalb Verkehrsunternehmen aufgrund der Regelung zu den Höchstbeträgen ebenfalls teilweise aus dem Anwendungsbereich der Entlastungsregelung fallen können. Leider gibt es zudem keinerlei Hilfen für dieselbetriebene Verkehre. „Hier muss der Bund nachsteuern, wenn die Hilfen bei denjenigen, die täglich Mobilität bereitstellen und das Klima schützen, auch ankommen sollen. Wir werden diesen Prozess eng begleiten. Hier drohen im Nahverkehr in Deutschland flächendeckende Abbestellungen, da die Branche keinerlei finanzielle Reserven hat“, so Wortmann.

Quelle: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)

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