Anlässlich der heutigen (17.5.2021) „Zukunftskonferenz Eisenbahn 2021 im Europäischen Jahr der Schiene“ des Bundesverkehrsministeriums appelliert der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen alle Anstrengungen zu unternehmen, damit die Eisenbahnen auch nach der Covid-Krise ihre zentrale Rolle bei der Mobilitätswende einnehmen können.

Fortführung des ÖPNV-Rettungsschirms

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) – Branchenverband mit über 600 Mitgliedsunternehmen aus dem öffentlichen Personen- und dem Schienengüterverkehr – weist auf die Notwendigkeit der Fortführung des ÖPNV-Rettungsschirms für das Jahr 2021 hin.

„Die Verkehrsunternehmen halten die Mobilität in Abstimmung mit Bund und Ländern in praktisch unverändertem Maße aufrecht. Trotz erheblichem Fahrgastrückgang wird dieser gesellschaftlich notwendige Auftrag erfüllt, damit systemrelevante Arbeitskräfte und alle, die auf die öffentliche Mobilität angewiesen sind, ihre Wege erledigen können. Die entstehenden Einnahmeverluste, die jetzt zunehmend zu Liquiditätsengpässen führen, müssen nun mit der Unterstützung von Bund und Ländern ausgeglichen werden. Der im Jahr 2020 entwickelte Rettungsschirm im Sinne einer Bestellung der Verkehre durch Bund und Länder ist das geeignete Finanzierungsinstrument auch im Jahr 2021.“

VDV-Präsident Ingo Wortmann

Nach Berechnungen des Branchenverbands VDV liegen die voraussichtlichen Verluste durch fehlende Fahrgeldeinnahmen in diesem Jahr bei etwa 3,6 Milliarden Euro. In den neun Pandemiemonaten des vergangenen Jahres belief sich der Schaden auf etwa 3,3 Milliarden Euro. Dank des 2020 beschlossenen Rettungsschirms in Höhe von 5 Milliarden von Bund und Ländern konnten die letztjährigen coronabedingten Verluste der Verkehrsunternehmen weitgehend ausgeglichen werden. Nun ist jedoch eine baldige Anschlussregelung für 2021 unumgänglich.

Quelle: VDV

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